Feldversuch Gigaliner Erste Riesenlaster kommen
Anfang kommenden Jahres sollen 25 Meter lange Riesenlaster getestet werden – trotz massiven Widerstands zahlreicher Bundesländer. Kritiker befürchten mehr Unfälle.
Im nächsten Frühjahr werden trotz Kritik aus den Ländern die ersten gut 25 Meter langen Riesenlaster über deutsche Straßen rollen. Fünf Jahre lang will die Regierung in einem Feldversuch testen, ob sich der Einsatz der längeren Lkw lohnt. Das Kabinett billigte eine entsprechende Ausnahmeverordnung, die am 1. Januar in Kraft tritt.
Mehrere Länder sperren sich gegen das Vorhaben – darunter Nordrhein-Westfalen mit seinem dichten Autobahnnetz. Nur sieben Länder haben bislang ihre Zustimmung gegeben: Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Sachsen, Thüringen, Hessen und Bayern. Sachsen-Anhalt toleriert den Test zwar, gibt aber nur sehr wenige Strecken frei. Wo die Länder nicht zustimmen, da sollen auch keine Riesenlastwagen auf den Autobahnen fahren, hieß es aus dem Verkehrsministerium.
Kritiker sehen große Gefahren für Straßenverkehr
Zwar sei der Bund grundsätzlich berechtigt, auch auf diese Autobahnen zuzugreifen – man setze aber auf Kooperation. Allerdings sind auch in den Ländern, die den Versuch ablehnen, bereits kleinere Tests gelaufen. Deswegen hoffe man, dass noch weitere Länder den Tests zustimmen. Ein vollständiges Streckennetz werde es erst ab Januar geben.

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Kritiker der großen Lkw sehen ernsthafte Gefahren für den Straßenverkehr. "Wir befürchten, dass es noch mehr Unfälle auf den Straßen gibt", sagte der niedersächsische Landeschef des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), Michael Frömming. Schon das Überholen dürfte laut Frömmig riskanter werden. Die Riesenlaster sind bis zu 6,5 Meter länger als bisher zugelassene Modelle.
Deshalb sind laut Ministerium nur Fahrer zugelassen, die mindestens fünf Jahre Berufserfahrung vorweisen können und in Flensburg nicht mehr als drei Punkte auf ihrem Konto haben. Außerdem sollen die Lastwagen trotz ihrer Größe das heute vorgeschriebene Höchstgewicht von 44 Tonnen nicht überschreiten. Zudem sollen die Fahrzeuge laut Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) umweltfreundlicher sein, als gewöhnliche Lkw, sie verbrauchten rund 20 Prozent weniger Sprit und stoßen weniger CO2 aus.
Ramsauer: Es kommen keine "Monstertrucks"
"Es wird keine 60-Tonner, keine Gigaliner oder Monstertrucks geben", sagte Ramsauer. Zwei längere Lkw könnten laut Ramsauer drei gewöhnliche Modelle ersetzen. Auch die Autoindustrie wollte die Nachhaltigkeit der Laster herausheben. Bei den "Öko-Lastern" seien sogar bis zu 30 Prozent Kraftstoff- und CO2-Ersparnis möglich, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie, Matthias Wissmann.
Gerade aufgrund der Effizienz der neuen Laster sieht VCD-Mann Frömming den Eisenbahngüterverkehr in Gefahr. "Ziel muss es sein, mehr Güter auf die umweltfreundliche Schiene zu bringen", sagte Frömmig. Aber durch niedrigere Kosten vergrößerten die Riesenlastwagen die Kluft zwischen Bahn und Straße. Die Folge: Noch mehr Güter würden von der Schiene auf die Straße verlagert. "Das kann nicht Sinn einer guten Verkehrspolitik sein."
- Datum 09.11.2011 - 18:55 Uhr
- Quelle ZEIT ONLINE
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Da fragt sich meinereiner doch glatt, was aus Augen des Herrn Verkehrsministers und der Automobilindustrie die wahren Motive fuer einen Einsatz der Gigaliner sind.
An den Vorwand Klimaeffizienz kann ich da kaum glauben.
Laecherlich im Uebrigen, mit welcher Massnahme das erhoehte Risiko gelindert werden soll. Als ob 5 Jahre Fahrerfahrung einen Unfall unmoeglich machen wuerden.
Da fragt sich meinereiner doch glatt, was aus Augen des Herrn Verkehrsministers und der Automobilindustrie die wahren Motive fuer einen Einsatz der Gigaliner sind.
An den Vorwand Klimaeffizienz kann ich da kaum glauben.
Laecherlich im Uebrigen, mit welcher Massnahme das erhoehte Risiko gelindert werden soll. Als ob 5 Jahre Fahrerfahrung einen Unfall unmoeglich machen wuerden.
Und wieder eine Beweiß was guter Lobbyismus ausmacht, wenn er aus der richtigen Ecke kommt. Wo war doch noch Herr Wissmann CDU, bevor er sich zum Präsidenten des Verbandes der deutschen Automobilindustrie küren ließ ??? Genau, er war Minister in verschiedenen Ressorts. Also bestens verdrahtet mit den Entscheidungsträgern der jeweiligen Regierung. Ich will nicht hoffen, das diese Art des Lobbyismus uns irgendwann das Genick bricht, denn wenn man die Argumentation liest zu den Megalastern und die Gegenargumente, da
ich wollte zum Ausdruck bringen, das "für" die Megalaster nicht sehr viel spricht. Es ist fast eine Unverschämtheit zu behaupten, sie würden weniger Sprit verbrauchen. Als wenn Laster der neuesten Bauart die leichter sind mehr Sprit verbrauchen. Das tut weh wenn man so was liest. Aber Herr Ramsauer wird wohl wissen für "wen" es das tut!!! Für die Gesellschaft bestimmt nicht!!!
ich wollte zum Ausdruck bringen, das "für" die Megalaster nicht sehr viel spricht. Es ist fast eine Unverschämtheit zu behaupten, sie würden weniger Sprit verbrauchen. Als wenn Laster der neuesten Bauart die leichter sind mehr Sprit verbrauchen. Das tut weh wenn man so was liest. Aber Herr Ramsauer wird wohl wissen für "wen" es das tut!!! Für die Gesellschaft bestimmt nicht!!!
...unterlassen, Joghurtbecher, Joghurtdeckel und Joghurt zum Produzieren, Bedrucken, Verpacken kreuzz und quer durch die Republik zu fahren.
Das wäre ein Beitrag zum Umweltschutz und zur Unfallvermeidung.
Noch größere Lastwagen bewirken genau das Gegenteil.
ich wollte zum Ausdruck bringen, das "für" die Megalaster nicht sehr viel spricht. Es ist fast eine Unverschämtheit zu behaupten, sie würden weniger Sprit verbrauchen. Als wenn Laster der neuesten Bauart die leichter sind mehr Sprit verbrauchen. Das tut weh wenn man so was liest. Aber Herr Ramsauer wird wohl wissen für "wen" es das tut!!! Für die Gesellschaft bestimmt nicht!!!
... pro Volumen. 2 Gigaliner verbrauchen bei sperrigen aber nicht allzu schweren Gütern, weniger Sprit, als 3 herkömmliche LKW.
Ich verstehe auch das Problem nicht, wenn man die Dinger zulässt, um von Autobahnausfahrt zu -ausfahrt zu fahren. In der Innenstadt sollte sowie nicht die Zielgruppe sein.
Wo liegt das Sicherheitsrisiko, wenn man die Kiste fast nur auf Autobahnen einsetzt? Außerdem werden die Autobahnen weniger belastet (niedrigere Achslast) und es gibt einen niedrigeren Platzverbrauch.
Auch das Argument mit dem Bahnverkehr kann ich nicht verstehen. Wenn die Bahn zu teuer ist, dann dürfen LKW nicht günstig sein?! Wenn das das Problem ist, Maut erhöhen bzw Bahn fördern. Da könnte man genauso sagen, der Dieselverbrauch darf nicht sinken, sonst würden LKW zu "billig".
... pro Volumen. 2 Gigaliner verbrauchen bei sperrigen aber nicht allzu schweren Gütern, weniger Sprit, als 3 herkömmliche LKW.
Ich verstehe auch das Problem nicht, wenn man die Dinger zulässt, um von Autobahnausfahrt zu -ausfahrt zu fahren. In der Innenstadt sollte sowie nicht die Zielgruppe sein.
Wo liegt das Sicherheitsrisiko, wenn man die Kiste fast nur auf Autobahnen einsetzt? Außerdem werden die Autobahnen weniger belastet (niedrigere Achslast) und es gibt einen niedrigeren Platzverbrauch.
Auch das Argument mit dem Bahnverkehr kann ich nicht verstehen. Wenn die Bahn zu teuer ist, dann dürfen LKW nicht günstig sein?! Wenn das das Problem ist, Maut erhöhen bzw Bahn fördern. Da könnte man genauso sagen, der Dieselverbrauch darf nicht sinken, sonst würden LKW zu "billig".
Sobald die Gigaliner rollen, wird die Lobby logischerweise versuchen, die Beschränkungen aufzuheben, wobei die Bemühungen um eine Zulassung von 60 t Gesamtgewicht an erster Stelle stehen dürften. Von einem willfährigen Lobbydiener wie Ramsauer wird dann mit Sicherheit kein Widerstand zu erwarten sein. Irgendwann werden die XXL-LKW dann auch auf Landstraßen und Innerorts unterwegs sein und bei jeder 90-Grad-Kurve kann man dann auf von der Sommersonne weichgekochtem Asphalt beobachten, wie der Straßenbelag unter den Achsen des Aufliegers Falten wirft, wie ein Flokati unter spielenden Kindern.
Auch die Fahrer der Gigaliner werden Ruhezeiten einhalten müssen und zu diesem Zweck Rastplätze und Autohöfe aufsuchen. Haben die bis zu 6,5 m längeren Fahrzeuge da überhaupt Platz? Wenn der Fisch länger ist als normal, hängt er über den Teller (Binsenweisheit).
Bevor die Gigaliner wirklich fahren können, muss der Steuerzahler erstmal die nötige Infrastruktur finanzieren.
Tausende Autobahnparkplätze, vergrößerte Kreisverkehre etc. sind in der Summe sicher nicht ganz billig!
Bevor die Gigaliner wirklich fahren können, muss der Steuerzahler erstmal die nötige Infrastruktur finanzieren.
Tausende Autobahnparkplätze, vergrößerte Kreisverkehre etc. sind in der Summe sicher nicht ganz billig!
...erst einmal schauen, wie sich Autofahrer, Strassenverkehr den Giga-LKW´s gegenüber entwickeln. Ich höre nur negatives über die Gigaliner; positives, ausser Umwelt nicht. Es könnte auch ökonomische Vorteile bringen, gerade für ländliche Regionen, wo kein Schienenverkehr möglich ist. Das da die Transportkosten sinken könnten, nicht alle Leute in die Metropolen ziehen, darauf ist wohl noch keiner gekommen.
Gerade in ländlichen Regionen ist das ja wohl ein Witz - viel Spaß beim hinterherzuckeln über viele Kilometer Landstraße, wo man so schon kaum Möglichkeiten hat, normale LKW`s zu überholen - von der Beschaffenheit der Landstraßen kaum zu reden.
Die entsprechenden Politiker und Staatssekretäre ( Lobbyisten eingeschlossen ),die sich für Gigaliner stark machen, sollten als erstes selber mal jede Woche auf der Autobahn und den Landstraßen die Autos lenken, in denen Sie sitzen.
Von den Staßenschäden ( Brücken ) ganz abgesehen.
giga ( ist wohl gleich gaga )
Gerade in ländlichen Regionen ist das ja wohl ein Witz - viel Spaß beim hinterherzuckeln über viele Kilometer Landstraße, wo man so schon kaum Möglichkeiten hat, normale LKW`s zu überholen - von der Beschaffenheit der Landstraßen kaum zu reden.
Die entsprechenden Politiker und Staatssekretäre ( Lobbyisten eingeschlossen ),die sich für Gigaliner stark machen, sollten als erstes selber mal jede Woche auf der Autobahn und den Landstraßen die Autos lenken, in denen Sie sitzen.
Von den Staßenschäden ( Brücken ) ganz abgesehen.
giga ( ist wohl gleich gaga )
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