Stunde der Guerilla-Gärtner
Das Konzept einer lebenswerten Stadt schließt ein, die sozialen Schichten in den Stadtvierteln stärker zu vermischen, statt Arbeiter und Gelegenheitsjobber in heruntergekommenen Vororten auszugrenzen. Einer der Vorreiter ist der Inselstaat Singapur. Die Regierung hat in den letzten Jahren eine Million bezuschusste Wohnungen für Arbeiter und die Mittelschicht gebaut: Die neuesten liegen in der Treelodge@Punggol, einer Siedlung mit sieben weiß gestrichenen Hochhäusern mit je 16 Etagen, errichtet auf mächtigen Betonstelzen. Um die Häuser befinden sich Parks.
Anderswo engagieren sich auch die Bürger selbst. In den USA entsteht eine Bewegung, die unter dem Label taktischer Urbanismus Viertel lebenswerter machen will. In vielen Städten bepflanzen Guerilla-Gärtner Straßen und Plätze mit Blumen und Sträuchern. Ähnliche Projekte sind auch in Deutschland immer öfter zu beobachten, etwa in Hamburg oder Berlin.
Die bisher größte Stadtverschönerungsaktion durch engagierte Bürger gab es 2010 in Memphis im US-Bundesstaat Tennessee: Ein Wochenende lang bemalten, reparierten und bepflanzten 13.000 Freiwillige eine Einkaufsstraße und deren Häuser, um den ehemaligen Mittelpunkt ihres Ortsviertels wieder attraktiv zu machen.
Mit Erfolg: Auf der Broad Avenue flanieren heute nicht mehr nur die Anwohner. Die Straße zieht mit ihren Galerien und Restaurants nun auch Touristen an.
Erschienen in der Wirtschaftswoche
- Datum 20.11.2011 - 17:00 Uhr
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- Quelle WirtschaftsWoche
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wird die Kategorie "Auto" nicht in "Verkehr" oder "Mobilität" umbenannt? Mehrere Mails an die Redaktion blieben unbeantwortet.
Vermutlich muss ich andere User beschimpfen, um überhaupt von der Redaktion wahrgenommen zu werden?
dann die Berichte über den "Fahrspass" keine Heimstatt mehr finden. Und der ist bekanntlich wichtiger als Mobilität.
dass Mobilität und Verkehr in der Verkehrsplanung nicht mit "Auto" gleichzusetzen ist.
Mobilität bedeutet dort definitionsgemäß: Wege pro Person und Tag - egal womit diese zurückgelegt werden.
Verkehr bedeutet dort: Raumüberwindung von Personen, Gütern, Informationen, Energie oder Geld - ebenfalls nicht zwingend an das Auto gekoppelt.
Wieder was gelernt ;-)
Liebe(r) ok_computer,
auch wir haben in der Redaktion über die Bezeichnung des Ressorts und eine evtl. Umbenennung nachgedacht, uns letztlich aber dagegen entschieden. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf dem motorisierten Individualverkehr.
Viele Grüße
Matthias Breitinger
dann die Berichte über den "Fahrspass" keine Heimstatt mehr finden. Und der ist bekanntlich wichtiger als Mobilität.
dass Mobilität und Verkehr in der Verkehrsplanung nicht mit "Auto" gleichzusetzen ist.
Mobilität bedeutet dort definitionsgemäß: Wege pro Person und Tag - egal womit diese zurückgelegt werden.
Verkehr bedeutet dort: Raumüberwindung von Personen, Gütern, Informationen, Energie oder Geld - ebenfalls nicht zwingend an das Auto gekoppelt.
Wieder was gelernt ;-)
Liebe(r) ok_computer,
auch wir haben in der Redaktion über die Bezeichnung des Ressorts und eine evtl. Umbenennung nachgedacht, uns letztlich aber dagegen entschieden. Der Schwerpunkt liegt nach wie vor auf dem motorisierten Individualverkehr.
Viele Grüße
Matthias Breitinger
Ich selbst fahre gern Auto, auch zur Arbeit. Von Verboten halte ich recht wenig. Doch wenn die Stadtplanung insgesamt drauf ausgelegt ist, dass man sich auch ohne Auto auf dem Weg zur Arbeit wohl fühlt: Gerne! Besser Anreize schaffen, statt bevormunden.
Bisher habe ich leider nur die Alternative zwischen 15 Minuten mit dem Auto oder über eine Stunde mit Bus und Bahn (pro Strecke). Bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. Auch in Bezug auf Urbane Mobilität aus dem Umland in die Stadt. In meinem jugendlichen Leichtsinn hoffe ich, die Umsetzung noch miterleben zu können.
... über die Sie vielleicht - zumindest bei schönem Wetter ;-) - nachdenken könnten: 1 Stunde mit dem Rad - da haben Sie das tägliche Fitness-Training gleich mit erledigt, schonen die Umwelt und fühlen sich außerdem insgesamt viel besser, wenn Sie es erst einmal 2-3 Monate lang gemacht haben. Einfach mal ausprobieren, es lohnt sich - garantiert.
... über die Sie vielleicht - zumindest bei schönem Wetter ;-) - nachdenken könnten: 1 Stunde mit dem Rad - da haben Sie das tägliche Fitness-Training gleich mit erledigt, schonen die Umwelt und fühlen sich außerdem insgesamt viel besser, wenn Sie es erst einmal 2-3 Monate lang gemacht haben. Einfach mal ausprobieren, es lohnt sich - garantiert.
... über die Sie vielleicht - zumindest bei schönem Wetter ;-) - nachdenken könnten: 1 Stunde mit dem Rad - da haben Sie das tägliche Fitness-Training gleich mit erledigt, schonen die Umwelt und fühlen sich außerdem insgesamt viel besser, wenn Sie es erst einmal 2-3 Monate lang gemacht haben. Einfach mal ausprobieren, es lohnt sich - garantiert.
Und wo sind dann die Stellplätze versteckt ?
Oder sind da keine vorgeschrieben ?
Wenn das Schule macht, wo kommen wir dann hin ?
Schließlich lebt Deutschland von der Autoindustrie und den Zulieferern.
"Und je weniger Angestellte pendeln, desto produktiver werden sie. Im Französischen Viertel gilt das sogar für die Aktivitäten in den Schlafzimmern: Dort werden ein Drittel mehr Kinder geboren als im Rest der Stadt."
Das scheint mir doch ein wenig weit hergeholt: Die soziale Zusammensetzung des Viertels wird da wesentlich mehr Einfluß drauf haben als die Verkehrswegesituation: IN solchen "Modevierteln" wohnen halt eher junge, progressiv denkende menschen. Und dass die öäfter Kinder kriegen als die 80-jährige Oma (die das schon hinter sich hat) dürfte wohl auch klar sein. Nur zur Klarstellung: ich will nicht verleugnen, dass ein Effekt da sein könnte; er erscheint mir gemessen an der Bedeutung anderer Faktoren jedoch eher marginal.
Die Fußgänger und radfahrerfreundlichen Viertel empfinde ich persönlich als eine große Bereicherung für jede Stadt. wenn man sich überlegt, wie viel zet allein durch den Weg zur und von der Arbeit verlorengeht... Allerdings muss auch bedacht werden, dass derartige Modelle nicht überall möglich sind; gerade Industrieunternehmen möchte man doch eher weiter von seinem Wohnort entfernt halten.
dann die Berichte über den "Fahrspass" keine Heimstatt mehr finden. Und der ist bekanntlich wichtiger als Mobilität.
Es wäre schön, wenn man den Menschen die Wahl lässt, wo sie leben (und lieben) wollen. Das schöne autofreie Vorteile hat Vorteile. Genauso wie die Gemeinde im Umland bei der man allerdings den PKW benötigt...
Unglücklicherweise steht zu befürchten, dass ein deutsches Ausschliesslichkeits / Bevormundungsgen durchkommt: wenn ich eine Sache gut finde - dann muss die andere Sache schlecht sein und daher verboten werden. So entstehen regelmässig unsere (ich nenne sie jetzt mal:) Monokulturen mit der daraus folgenden Übertreibungen - und am Ende sind doch wieder alle unglücklich.
ist ein veraltetes Konstrukt, welches in der Zukunft (bei derzeitigen Energieproblemen) keinen Platz mehr finden wird. Wenn überhaupt wird Carsharing möglich sein - nicht mehr.
Es wäre schön, wenn man den Menschen die Wahl lässt, wo sie leben (und lieben) wollen. Das schöne autofreie Vorteile hat Vorteile. Genauso wie die Gemeinde im Umland bei der man allerdings den PKW benötigt...
Ihre Forderung ist berechtigt, aber übersieht, dass Menschen in der Großstadt die gleiche Freiheit haben wollen, ein Auto fahren zu dürfen, wie die Menschen im ländlichen Raum. Und um genau diese Großstadtgebilde geht es ja. Dass man auf dem Land ein Auto braucht ist klar, weil man nicht auf einen Bus angewiesen sein will, der zwei Mal am Tag fährt, und zum Einkaufen nicht zwei Stunden Fußmarsch mit schwerem Gepäck auf sich nehmen will. In dicht besiedelten Großstädten bestehen die Gründe ein Auto zu haben darin, dass man auch mal zur Erholung aus der Stadt raus will, dass man nicht im überfüllten ÖPNV kuscheln will und dass man einfach für einige Dinge viel zu bequem ist.
Nun ist die Frage, geht es bei einem Autoverbot in der Großstadt um Beschneidung von Freiheit oder nicht doch tatsächlich um einen gesellschaftlichen Nutzen?
Ich persönlich sehe das so, dass wenn ich drei mal in der Woche einkaufen gehe, dass ich nicht ins Fitness-Studio muss, um die Bewegung zu bekommen, die ich bräuchte, wenn ich ein Auto hätte. Obendrein spare ich das Geld für Autoversicherung, Benzinkosten, Fitnessstudio und schone die Umwelt. Ich war das letzte mal übrigens vor über zehn Jahren beim Arzt. Praxisgebühr musste ich noch nie zahlen. Zufall? Glück?
Die Freiheiten werden dann zum Problem wenn ich mit meinen Freiheiten die Freiheiten / Lebensqualität der anderen massiv einschränke. Wenn Umlandbewohner nicht täglich mit dem Auto in die Stadt fahren und dort 1000en von Bewohnern die Luft verschmutzen dann ist das wohnen im Umland doch völlig ok. Meine Toleranz ist an dem Punkt zu Ende, an dem ich als Städter unter dem Lärm und den Abgasen der täglich in die Stadt einfallenden Umlandbewohner zu leiden habe.
ist ein veraltetes Konstrukt, welches in der Zukunft (bei derzeitigen Energieproblemen) keinen Platz mehr finden wird. Wenn überhaupt wird Carsharing möglich sein - nicht mehr.
Es wäre schön, wenn man den Menschen die Wahl lässt, wo sie leben (und lieben) wollen. Das schöne autofreie Vorteile hat Vorteile. Genauso wie die Gemeinde im Umland bei der man allerdings den PKW benötigt...
Ihre Forderung ist berechtigt, aber übersieht, dass Menschen in der Großstadt die gleiche Freiheit haben wollen, ein Auto fahren zu dürfen, wie die Menschen im ländlichen Raum. Und um genau diese Großstadtgebilde geht es ja. Dass man auf dem Land ein Auto braucht ist klar, weil man nicht auf einen Bus angewiesen sein will, der zwei Mal am Tag fährt, und zum Einkaufen nicht zwei Stunden Fußmarsch mit schwerem Gepäck auf sich nehmen will. In dicht besiedelten Großstädten bestehen die Gründe ein Auto zu haben darin, dass man auch mal zur Erholung aus der Stadt raus will, dass man nicht im überfüllten ÖPNV kuscheln will und dass man einfach für einige Dinge viel zu bequem ist.
Nun ist die Frage, geht es bei einem Autoverbot in der Großstadt um Beschneidung von Freiheit oder nicht doch tatsächlich um einen gesellschaftlichen Nutzen?
Ich persönlich sehe das so, dass wenn ich drei mal in der Woche einkaufen gehe, dass ich nicht ins Fitness-Studio muss, um die Bewegung zu bekommen, die ich bräuchte, wenn ich ein Auto hätte. Obendrein spare ich das Geld für Autoversicherung, Benzinkosten, Fitnessstudio und schone die Umwelt. Ich war das letzte mal übrigens vor über zehn Jahren beim Arzt. Praxisgebühr musste ich noch nie zahlen. Zufall? Glück?
Die Freiheiten werden dann zum Problem wenn ich mit meinen Freiheiten die Freiheiten / Lebensqualität der anderen massiv einschränke. Wenn Umlandbewohner nicht täglich mit dem Auto in die Stadt fahren und dort 1000en von Bewohnern die Luft verschmutzen dann ist das wohnen im Umland doch völlig ok. Meine Toleranz ist an dem Punkt zu Ende, an dem ich als Städter unter dem Lärm und den Abgasen der täglich in die Stadt einfallenden Umlandbewohner zu leiden habe.
Sorry. Das "Das schöne autofreie Vorteile hat Vorteile" sollte natürlich heißen:
"Das schöne autofreie Viertel hat Vorteile"
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