Gesetzänderungen Was 2012 für die Autofahrer bringt
Wechselkennzeichen kommen, Umweltzonen werden verschärft, und wer das Auto zu spät zum TÜV bringt, muss mehr zahlen: Im nächsten Jahr ändert sich einiges für Autofahrer.

Umweltzone in Hannover – auch in Frankfurt und Stuttgart gilt ab 1. Januar: Zufahrt nur noch mit grüner Plakette erlaubt.
2012 tritt für Autofahrer und -besitzer eine Reihe von Änderungen in Kraft. Wir stellen die wichtigsten vor.
Hauptuntersuchung
Künftig entfällt die Rückdatierung, wenn Fahrzeughalter ihr Auto verspätet zur Hauptuntersuchung (HU) bringen. Bislang musste jemand, der die Frist versäumte, damit rechnen, dass für die Prüfplakette dennoch das Datum der tatsächlichen HU-Fälligkeit herangezogen wird. Damit verkürzte sich die Laufzeit von 24 Monaten um die überfällige Zeit. Wer also erst im April beim TÜV vorfuhr, obwohl die HU im Februar fällig war, erhielt dennoch eine Plakette mit 02.
In Zukunft bemisst sich das Datum von Stempel und Plakette am tatsächlich wahrgenommenen Termin. Allerdings müssen Fahrzeugbesitzer, die die HU-Frist um mehr als zwei Monate überschreiten, nun eine erhöhte Prüfgebühr bezahlen. Der Säumnisaufschlag beträgt 20 Prozent der normalen Gebühr.
Kraftfahrzeugsteuer
Seit Juli 2009 werden Pkw auch nach ihrem CO2-Ausstoß besteuert: Seither werden pro Gramm CO2, das je Kilometer ausgestoßen wird, zwei Euro pro Jahr erhoben. Dabei galt bislang eine Freiheitsgrenze. CO2-Emissionen bis 120 Gramm je Kilometer sind derzeit steuerfrei. Dieser Grenzwert wird für alle nach dem 1. Januar 2012 erstmals zugelassenen Autos auf 110 Gramm je Kilometer gesenkt.
Rußpartikelfilter
Der Staat fördert wieder die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Rußpartikelfiltern. Wer in seinen Diesel-Pkw oder in ein leichtes Nutzfahrzeug bis 3,5 Tonnen nachträglich einen solchen Filter einbauen lässt, erhält einen Barzuschuss von 330 Euro. Ein ähnliches Programm hatte die Bundesregierung schon 2009 und 2010 aufgelegt. 2013 soll der Zuschuss auf 260 Euro sinken.
Neue Umweltzonen
Im nordrhein-westfälischen Hagen sowie in mehreren Gemeinden Baden-Württembergs – Heidenheim, Schramberg, Urbach, Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg – werden zum 1. Januar Umweltzonen eingerichtet. Fahrzeuge, die entweder keine oder eine rote Plakette haben, dürfen dort nicht mehr unterwegs sein, wie der Automobilclub ACE mitteilt. Diese sogenannte Stufe 2 wird zum Jahreswechsel auch in einer Reihe von bereits bestehenden Umweltzonen eingeführt, wo bislang Fahrzeuge mit roter Plakette noch fahren durften. Das betrifft Autofahrer in Freiburg, Heidelberg, Heilbronn, Herrenberg, Ilsfeld, Karlsruhe, Leonberg, Ludwigsburg, Mannheim, Mühlacker, Pfinztal, Pforzheim, Reutlingen, Schwäbisch Gmünd, Tübingen, Ulm und Neu-Ulm.
Noch strenger handhaben Stuttgart, Frankfurt am Main, Krefeld und Osnabrück künftig ihre jeweilige Umweltzone: Dort dürfen ab Januar nur noch Fahrzeuge mit grüner Plakette gefahren werden. München übernimmt diese Regelung am 1. Oktober 2012.
Außerdem werden plakettenpflichtige Bereiche im Ruhrgebiet zusammengefasst: Vom 1. Januar an wird der Kern des Ruhrgebiets als zusammenhängende Umweltzone ausgewiesen, darunter sind die Städte Duisburg, Gelsenkirchen, Bochum, Essen und Dortmund. Mit rund 850 Quadratkilometern wird das Gebiet zwischen Duisburg und Dortmund zur größten Umweltzone Deutschlands. Dort dürfen vom 1. Januar an nur noch Autos mit mindestens der roten Feinstaub-Plakette fahren, der Duisburger Hafen und die Autobahnen sind ausgenommen. Die zusammenhängende Umweltzone löst einen "Flickenteppich" von Umweltzonen ab, die seit dem Herbst 2008 in neun Ruhrgebietsstädten galten.
Wer gegen die Auflagen der Umweltzonen verstößt, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen und riskiert einen Punkt in der Flensburger Verkehrssünderdatei. Die Zonen wurden eingeführt, weil in vielen Städten seit Jahren Feinstaub-Obergrenzen häufig überschritten werden. Die Umweltzonen sind aber umstritten.
- Datum 28.12.2011 - 15:26 Uhr
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- Quelle ZEIT ONLINE
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Steuer bei Wechselkennzeichen doppelt, also auch für das Auto, das gar nicht auf öffentlichem Grund stehen darf? Da macht sich der Staat wohl über seine Bürger lustig.
Hier in Österreich können drei Fahrzeuge auf eine Nummerntafel laufen und man zahlt nur für das PS-stärkste.
Und Umweltzonen gibt es glücklicherweise auch nicht, sonst könnte ich meinen sechs Jahre alten Diesel-PKW mit 40Tkm und 60 PS wegwerfen, da es für ihn keinen Nachrüstfilter von gelber auf grüne Plakette gibt. Das wäre dann ein prima Beitrag zum Umweltschutz: Funktionierendes entsorgen und dafür neu produzieren und Ressourcen verbrauchen.
>>Steuer bei Wechselkennzeichen doppelt, also auch für das Auto, das gar nicht auf öffentlichem Grund stehen darf? Da macht sich der Staat wohl über seine Bürger lustig.<<
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Nicht der Staat. Diese Idee hat einen Neman (steht doch im Text). Übrigens der selbe, der die Bürger, über die er sich lustig mach, so gerne ausspähen und überwachen möchte.
>>Steuer bei Wechselkennzeichen doppelt, also auch für das Auto, das gar nicht auf öffentlichem Grund stehen darf? Da macht sich der Staat wohl über seine Bürger lustig.<<
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Nicht der Staat. Diese Idee hat einen Neman (steht doch im Text). Übrigens der selbe, der die Bürger, über die er sich lustig mach, so gerne ausspähen und überwachen möchte.
Die Punktegrenze soll von 18 auf > 18 angehoben werden? Soll das ein Ausgleich dafür sein, dass man schon für das Befahren von Industriestädten ("Umweltzonen") einen Punkt in Flensburg riskiert? Warum dann nicht die Plakette kostenlos erteilen und die Punktegrenze belassen?
Möchtergern Umwelthumbug nimmt langsam groteske Formen an...
einfach mal den ÖVPN und die Bahn wieder bisschen mehr fördern...
>>Künftig entfällt die Rückdatierung, wenn Fahrzeughalter ihr Auto verspätet zur Hauptuntersuchung (HU) bringen.<<
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Diese Rückdatierung ist nicht neu, sie existiert bereits.
>>Steuer bei Wechselkennzeichen doppelt, also auch für das Auto, das gar nicht auf öffentlichem Grund stehen darf? Da macht sich der Staat wohl über seine Bürger lustig.<<
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Nicht der Staat. Diese Idee hat einen Neman (steht doch im Text). Übrigens der selbe, der die Bürger, über die er sich lustig mach, so gerne ausspähen und überwachen möchte.
Warum einfach, wenn's auch kompliziert geht ? Habe tatsächlich nicht erwartet, dass es in Deutschland mal eine gesetzliche Regelung gibt, die einem nicht den ganzen Urlaub raubt. Schon jetzt verbringe ich Tage und Wochen mit der komplizierten Steuererklärung. Es gibt inzwischen keinen Lebensbereich mehr, der unsinniger Weise vom Staat so verkompliziert wird, dass es einem das Leben hier vergällt.
Wem bringen diese Fahrzeuge einen Vorteil?
Durch mehr LKW auf der Straße, da die Kosten sinken, steigt die Unfall- und Staugefahr.
Das bedeutet mehr Unfallopfer, mehr CO2 Ausstoß (als der Gütertransport mit der Bahn und bei Stau), mehr entnervte Autofahrer.
Gibt es eigentlich ein Argument für die Dinger?
... aber auch kein stichhaltiges Argument dagegen. Die meisten der Gegenargumente haben aber leider den gleichen Realitätsbezug wie die Existenz eines Monsters unter dem Bett im Kinderzimmer. Es ist erstaunlich, was alles so im Ausland ( gut ) funktioniert, in Deutschland aber den Weltuntergang herbeiführen würde.
1) Eher weniger Lkw auf der Straße. Ein Gigaliner würde nur dort eingesetzt, wo ein Spediteur heute 2 Lkw fahren läßt, denn ein Gigaliner ist im Betrieb deutlich teurer als ein normaler Sattelzug. Dürfte aber ein zu vernachlässigender Effekt sein, da nur 400 Gigaliner im Versuch fahren dürfen.
Aus dem gleichenb Grund auch eher weniger CO2.
2) Eher weniger Unfälle, da für Gigaliner sämtliche Sicherheitsfeatures gesetzlich vorgeschrieben sind.
usw.
...im Endeffekte sind Gigaliner eine Möglichkeit, um eine kleine Effizienzsteigerung im Straßengüterverkehr hinzubekommen. In Anbetracht der Verkehrsprognosen und der Stauzahlen eine gute Idee.
Die meisten Contraargumente sind reine Panikmache. In den Niederlanden fahren die Dinger seit Jahren und NICHTS ist passiert
... aber auch kein stichhaltiges Argument dagegen. Die meisten der Gegenargumente haben aber leider den gleichen Realitätsbezug wie die Existenz eines Monsters unter dem Bett im Kinderzimmer. Es ist erstaunlich, was alles so im Ausland ( gut ) funktioniert, in Deutschland aber den Weltuntergang herbeiführen würde.
1) Eher weniger Lkw auf der Straße. Ein Gigaliner würde nur dort eingesetzt, wo ein Spediteur heute 2 Lkw fahren läßt, denn ein Gigaliner ist im Betrieb deutlich teurer als ein normaler Sattelzug. Dürfte aber ein zu vernachlässigender Effekt sein, da nur 400 Gigaliner im Versuch fahren dürfen.
Aus dem gleichenb Grund auch eher weniger CO2.
2) Eher weniger Unfälle, da für Gigaliner sämtliche Sicherheitsfeatures gesetzlich vorgeschrieben sind.
usw.
...im Endeffekte sind Gigaliner eine Möglichkeit, um eine kleine Effizienzsteigerung im Straßengüterverkehr hinzubekommen. In Anbetracht der Verkehrsprognosen und der Stauzahlen eine gute Idee.
Die meisten Contraargumente sind reine Panikmache. In den Niederlanden fahren die Dinger seit Jahren und NICHTS ist passiert
...was sagt eigentlich unser (Entbürokratisierer Hr. Stoiber) Mann in Brüssel dazu...
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