Automesse Tokyo: Japans Autobauer zelebrieren knallbunten Neustart
Japans Autoindustrie will offenbar signalisieren: Wir lassen uns trotz Fukushima nicht unterkriegen. Auf der Tokyoter Automesse prägt Skurril-Buntes das Bild.
Dass die Japaner bunte Handys, verrückte Gameshows und Manga-Comics lieben, wird auf gewisse Art auch bei einem Gang über die Automesse deutlich, die derzeit in Tokyo läuft. Zumindest bei Konzeptautos und Studien lassen Japans Designer ihren Gedanken offenkundig freien Lauf. Die schrägen Mobile sollen wohl auch einen Kontrapunkt zum schlimmsten Ereignis setzen, das Japan in diesem Jahr getroffen hat: das Erdbeben und die Atomkatastrophe von Fukushima.
Auch die japanische Autoindustrie hat darunter schwer gelitten. Doch jetzt zeigt man sich auf der Tokyo Motor Show in Wiederaufbaulaune. Unter dem Motto "Re-Born" präsentiert der Toyota-Konzern unter anderem die Studie Fun-Vii: ein auf den ersten Blick schwarzes Ungetüm in Kabinenrollerform, das seine Außenfarbe ändern kann. Bunte Bildchen lassen sich ebenso auf die Karosserie zaubern wie Grüße oder eine Botschaft. Der Fun-Vii misst in der Länge 4,02 Meter und bietet Platz für drei Personen.
Eine Weltpremiere ist das Toyota-Elektroauto FT-EV III. Der 3,11 Meter kurze Wagen schafft mit einer voll aufgeladenen Lithium-Ionen-Ladung 105 Kilometer. Außerdem präsentiert Toyota auf seinem Stand erstmals das Brennstoffzellen-Fahrzeug FCV-R mit einer Reichweite von bis zu 700 Kilometern. Eine Markteinführung ist für das Jahr 2015 geplant.
Wie eine Kiste auf Rädern
In einem auffälligen Zebra-Look zeigt sich die reine Designstudie des Toyota-Zulieferers Boshoku. Während sich die beiden Fondpassagiere auf ihren Einzelsitzen mit den abnehmbaren iPads beschäftigen können, stehen für Fahrer und Beifahrer großzügig dimensionierte Farbdisplays zur Verfügung.
Äußerst bunt geht es auch bei Suzuki zu. Das Konzeptfahrzeug Regina, in auffälligem Grün gehalten, soll über einen 0,8-Liter-Direkteinspritzer verfügen. Über die Anzahl der Zylinder oder die Leistungsstärke des 730 Kilogramm leichten Kompaktwagens wird noch nichts verraten. Er soll als Serienmodell jedoch nicht mehr als drei Liter verbrauchen. In knalligem Orange zieht der gerade einmal 2,5 Meter lange Suzuki Q-Concept die Blicke an. Das Elektroauto mit vier Radnabenmotoren ist für Städter konzipiert worden, die sich in einem eher geringen Radius fortbewegen wollen: Die maximale Reichweite beträgt 50 Kilometer. Die Gesamtleistung von 15 kW (20 PS) spricht auch eher für reinen Stadtverkehr. Die beiden Passagiere sitzen im Q-Concept hintereinander.
Ein Show-Car wird wohl der 3,40 Meter lange Daihatsu Sho Case bleiben. Das Fahrzeug sieht aufgrund fehlender Überhänge aus wie eine rollende Kiste und bietet Platz für vier Personen. Sollten weniger mit ihm fahren wollen, können die Sitze einfach flach im Boden verstaut werden. Türen gibt es nicht – diese wurden durch eine überdimensional große Klappe auf der Beifahrerseite ersetzt. Tuning-Fans werden besonders von den beleuchteten Felgen begeistert sein. Als Antrieb verfügt der Sho Case über einen Elektromotor, der seinen Strom von einer Brennstoffzelle erhält.
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die Fotos?
Die Fotos waren wegen eines technischen Fehlers zunächst nicht zu sehen. Der Fehler ist jetzt behoben.
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Schön!
Wenig Karosserie viel Platz.
Den Wagen mit veränderbarer Farbe würde ich sofort kaufen. Jeden Tag ein anderes Design, das wäre echt toll. Dann wäre mein Auto heute ein Nikolaus ;)
Vielleicht wäre es ja auch möglich am Heck Sprüche wie "Scheiß Drängler" einblenden zu lassen.
Aber seien wir mal ehrlich. Die japanischen Konzepte sind noch weiter vorraus, als die Konzepte aus anderen Regionen der Welt.
Schon vor 10 Jahren wurden uns von den Japanern lustige Kugeln und abgespacte Minibussse präsentiert. Realisiert wurde davon gar nichts.
Vielleicht lieg es aber auch daran, dass die Japaner noch viel weiter in die Zukunft schauen...!?
genau: autos mit veränderbarer farbe sind der weg zur verminderung des treibhausgasausstosses.
genau: autos mit veränderbarer farbe sind der weg zur verminderung des treibhausgasausstosses.
Alle nicht-europäischen Designs auf diesen Bildern haben eines gemein:
Der Fahrer kann sein Umfeld nicht ausreichend sehen.
...daher sind ja überall Displays eingebaut ;) Davon abgesehen würde ich mir wünschen, dass die SUV auf unseren Straßen derart hoch besteuert werden, dass man sich in unseren Breiten zwingend mit den kleinen Konzeptjapaner beschäftigen MUSS.
...daher sind ja überall Displays eingebaut ;) Davon abgesehen würde ich mir wünschen, dass die SUV auf unseren Straßen derart hoch besteuert werden, dass man sich in unseren Breiten zwingend mit den kleinen Konzeptjapaner beschäftigen MUSS.
...daher sind ja überall Displays eingebaut ;) Davon abgesehen würde ich mir wünschen, dass die SUV auf unseren Straßen derart hoch besteuert werden, dass man sich in unseren Breiten zwingend mit den kleinen Konzeptjapaner beschäftigen MUSS.
Ich verstehe die Räder dieser beiden Konzeptautos "Boshoku" und "Q-Konzept" nicht ganz.
Mit diesen Plastiküberdeckungen über den echten Rädern kommt die Karre doch über keine Bodenunebenheit drüber.
Was ist der Trick dabei? Designt man Autos die nie den Showroom verlassen können? Denn ohne die Radabdeckungen sieht das ganze Design ja schon wieder anders aus - warum macht man es dann nicht gleich so?
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