Gebrauchtwagen: Autokauf auf den zweiten Blick
Auf dem Gebrauchtwagenmarkt werden allerhand Schnäppchen angeboten. Ein gutes Auto zu finden, ist aber nicht einfach. Wir stellen typische Gebrauchte vor.
© Patrick Seeger/dpa

Eine Gebrauchtwagenschau in Freiburg (Archivbild)
Es gibt viele Gründe, sich für einen Gebrauchtwagen zu entscheiden. Meist steht der günstigere Preis im Vordergrund. Zuverlässig sollte der Wagen natürlich trotzdem sein.
Wer nach einem gebrauchten Auto sucht, sollte sich zuallererst überlegen, wie viel Geld für die Anschaffung zur Verfügung steht. Oft kann schon ein geringer Preisunterschied mit großen Unterschieden in der Innenausstattung oder dem Zustand des Fahrzeugs einhergehen. Für eine Internetrecherche ist es ratsam, den Maximalpreis eher ein wenig höher anzusetzen als das eigentliche Limit, denn die Suchmaschinen der großen Auto-Portale wie mobile.de und autoscout24.de listen nur Angebote auf, die nicht über den eingegebenen Höchstpreis hinausgehen. Sollte ein wesentlich besseres Auto schon für wenige Euro mehr zu haben sein, erscheint es nicht mehr auf der Liste.
Wir stellen drei Modelle für verschiedene Ansprüche vor, die oft einen zweiten Blick lohnen.
Ein typischer Gebrauchter mit einem Preis von bis zu 5.000 Euro ist die dritte Generation des Nissan Micra aus dem Produktionszeitraum von 2007 bis 2010. Zwar gibt es das Modell schon seit 2003, doch sind die Fahrzeuge aus den Jahren vor 2007 nicht zu empfehlen: Sie haben häufig Mängel, beispielsweise eine sehr kurzlebige Steuerkette oder defekte Anlasser.
6,5 Liter auf 100 Kilometer
Der 1,2 Liter-Vierzylinder-Benzinmotor hat mit 48 kW (65 PS) genug Leistung für den täglichen Stadtverkehr. Trotz seiner relativ geringen PS-Zahl kommt es beim schnellen Anfahren zum regelmäßigen Durchdrehen der Antriebsräder. Eine Traktionskontrolle besitzt das Modell nicht. Der 3,72 Meter kurze und 1,67 Meter schmale Stadtwagen verbraucht im Schnitt 6,5 Liter auf 100 Kilometer. Bei reinen Stadtfahrten ist seine mögliche Reichweite von bis zu 780 Kilometern jedoch reine Utopie.
Eine Wartung, die alle 20.000 Kilometer beziehungsweise zwölf Monate durchgeführte werden sollte, kostet den Besitzer fixe Kosten von rund 200 Euro. Da die beiden Nockenwellen des Benziners von einer Kette betrieben werden, entfallen die Wartungskosten für einen Zahnriemen. Probleme könnte ein Kühlwassermangel bereiten, der entweder durch lockerere Schlauchschellen oder auch durch Marderbisse hervorgerufen werden kann. Die Verarbeitung des Gesamtfahrzeugs überzeugt jedoch, und abgesehen von schnell verschlissenen Sitzbezügen oder einer ab und zu klappernden Rückbank macht ein älterer Micra oft noch einen guten Eindruck. Die Kfz-Steuer beträgt für den 1.2 Visia 87 Euro im Jahr.







Die extrem windschnittige Karosserie und das geringe Gewicht des nützlichen Autos BMW X3 lassen bei sparsamen Fahrern eher 8 Liter realistisch erscheinen. Angeblich verbraucht er aber sogar noch mehr, was ich mir ja kaum vorstellen kann!
Einen Diesel zu kaufen lohnt sich nur ab 20000KM im Jahr und
bei weniger zahlt man sogar drauf gegenüber einem Benziner.
Der höhere Anschaffungspreis und höhere Steuern machen den
etwas günstigeren Dieselpreis nicht wett bei einem Mittel-
klassewagen,kann man in diversen Fachzeitschriften lesen.
Das Auto als Statussymbol hat ausgedient,zu meist bei der
jüngeren Generation und die Käufer grösserer Wagen sind
schon über 50 Jahre im Durchschnitt,gerade bei Neuwagen!
Ausserdem sind deutsche Autos zu Teuer und haben weniger
Extras.Asiatische Hersteller geben eine längere Garantie-
laufzeit bei Neuwagen und da können Europäer leider nicht
mehr mit halten,jedenfalls in Deutschland!
Hallo,
Die pauschale Aussage, das sich ein Diesel ab 20k km lohnt, ist nicht richtig. Es kommt aufs Modell an. Es gibt Neuwagen, da ist der Dieselaufpreis 2000 Euro und mehr, es gibt aber auch Modelle, wo es fast keinen Unterschied gibt. Wenn man zudem die angenommenen 20000 Euro auf den gebrauchten umrechnet, der jetzt nur noch 7000 kostet, schrumpft der Diesel Aufpreis von ehemals 2000 auf eine Zahl um die 700 Euro, wenn das bis dahin überhaupt so noch nachvollziehbar ist. In der 5000 Euro Klasse ist die Auswahl der Diesel mit grüner Plakette noch nicht so hoch, was sicher einen proportional höheren Wertverlust mit sich bringt. Die Plaktette spielt auch wieder nur eine Rolle, wenn man drauf angewiesen ist.
Es ist also Rechnen angesagt, ob es sich für das konkrete Modell und die eingenen Fahrleistungen rechnet, einen Diesel anzuschaffen.
Hallo,
Die pauschale Aussage, das sich ein Diesel ab 20k km lohnt, ist nicht richtig. Es kommt aufs Modell an. Es gibt Neuwagen, da ist der Dieselaufpreis 2000 Euro und mehr, es gibt aber auch Modelle, wo es fast keinen Unterschied gibt. Wenn man zudem die angenommenen 20000 Euro auf den gebrauchten umrechnet, der jetzt nur noch 7000 kostet, schrumpft der Diesel Aufpreis von ehemals 2000 auf eine Zahl um die 700 Euro, wenn das bis dahin überhaupt so noch nachvollziehbar ist. In der 5000 Euro Klasse ist die Auswahl der Diesel mit grüner Plakette noch nicht so hoch, was sicher einen proportional höheren Wertverlust mit sich bringt. Die Plaktette spielt auch wieder nur eine Rolle, wenn man drauf angewiesen ist.
Es ist also Rechnen angesagt, ob es sich für das konkrete Modell und die eingenen Fahrleistungen rechnet, einen Diesel anzuschaffen.
Ich weiß nicht wo diese Zahl herkommt. Wenn man annimmt, dass ein Diesel-Fahrzeug zum Beispiel 6 l/100 km verbraucht und das gleiche mit Ottomotor 8l/100 km, würde man bei 20 Tsd. km Laufleistung im Jahr mit dem Diesel 400l Benzin gespart haben. Das sind bei den heutigen Preisen von rund 1,55 Euro schon mal 620 Euro. Hinzu kommt die Preisdifferenz zwischen Benzin und Diesel von rund 0,10 Euro / l. Das wären dann auch noch einmal 120 Euro. Macht bei 20 Tsd. km folglich 740 Euro und bei 10 Tsd. km 370 Euro. Folglich dürfte sich selbst bei diesem vorsichtig gewählten Beispiel ein Diesel bereits bei 10 Tsd. km locker lohnen. Zumal Ausgaben beim Kauf oder die man nur einmal hat (Steuer) weniger nerven als jede Woche an der Tankstelle mehr zu bezahlen. Dafür braucht man keine Fachzeitschriften zu lesen, sondern einfach nur selbst nachzurechnen. Dann kommt man übrigens auch zu dem Ergebnis, dass deutsche oder europäische Autos vielleicht mehr kosten als koreanische, aber bestimmt nicht teurer sind.
... nur laufende Kosten für Kraftstoff. Dabei handeln Sie in einem Nebensatz das Thema Preisunterschiede pauschal und nur qualitativ ab.
Die 20000km - Angabe stimmt, denn sie wird bezogen auf die durchschnittliche Lebensdauer eines Fahrzeugs, d.h. wenn Fzg.-preis, Versicherung und alle Betriebskosten über diese, eine Lebensdauer mit eingerechnet werden.
aber sie haben den Umstand in Ihrer Rechnung vergessen, daß ein Diesel im Schnitt rund 2.000,-EUR in der Anschaffung mehr kostet als ein vergleichbarer Benziner.
Da investiere ich dieses Geld doch lieber in eine LPG-Gasanlage und tanke dann für 0.76 EUR(L.
... nur laufende Kosten für Kraftstoff. Dabei handeln Sie in einem Nebensatz das Thema Preisunterschiede pauschal und nur qualitativ ab.
Die 20000km - Angabe stimmt, denn sie wird bezogen auf die durchschnittliche Lebensdauer eines Fahrzeugs, d.h. wenn Fzg.-preis, Versicherung und alle Betriebskosten über diese, eine Lebensdauer mit eingerechnet werden.
aber sie haben den Umstand in Ihrer Rechnung vergessen, daß ein Diesel im Schnitt rund 2.000,-EUR in der Anschaffung mehr kostet als ein vergleichbarer Benziner.
Da investiere ich dieses Geld doch lieber in eine LPG-Gasanlage und tanke dann für 0.76 EUR(L.
... nur laufende Kosten für Kraftstoff. Dabei handeln Sie in einem Nebensatz das Thema Preisunterschiede pauschal und nur qualitativ ab.
Die 20000km - Angabe stimmt, denn sie wird bezogen auf die durchschnittliche Lebensdauer eines Fahrzeugs, d.h. wenn Fzg.-preis, Versicherung und alle Betriebskosten über diese, eine Lebensdauer mit eingerechnet werden.
Die ominösen Mehrkosten bei einem modernen Diesel betragen bei 2000 cm³ gerade mal 173 Euro an Steuern. Wenn die Versicherung dann noch 50 Euro mehr im Jahr kostet, ist man immer noch weit weg von den 370 Euro in meinem oben genannten Beispiel bei 10 Tsd. km im Jahr. Der höhere Anschaffungspreis spiegelt sich im Übrigen in einem höheren Wiederverkaufswert oder weit größerer Gesamtlaufleistung wieder.
Beim GPL müsste man dann aber auch die Kosten für einen Austauschmotor berücksichtigen. Es sei denn man fährt etwas mit gehärteten Ventilsitzen – ach nee das geht ja auch nicht, weil die meistens aus Europa kommen…
Die ominösen Mehrkosten bei einem modernen Diesel betragen bei 2000 cm³ gerade mal 173 Euro an Steuern. Wenn die Versicherung dann noch 50 Euro mehr im Jahr kostet, ist man immer noch weit weg von den 370 Euro in meinem oben genannten Beispiel bei 10 Tsd. km im Jahr. Der höhere Anschaffungspreis spiegelt sich im Übrigen in einem höheren Wiederverkaufswert oder weit größerer Gesamtlaufleistung wieder.
Beim GPL müsste man dann aber auch die Kosten für einen Austauschmotor berücksichtigen. Es sei denn man fährt etwas mit gehärteten Ventilsitzen – ach nee das geht ja auch nicht, weil die meistens aus Europa kommen…
aber sie haben den Umstand in Ihrer Rechnung vergessen, daß ein Diesel im Schnitt rund 2.000,-EUR in der Anschaffung mehr kostet als ein vergleichbarer Benziner.
Da investiere ich dieses Geld doch lieber in eine LPG-Gasanlage und tanke dann für 0.76 EUR(L.
Da müssen sie aber fairerwweise schon den Energiegehalt vergleichen und nicht nur die Menge.
Genauso wie ein Liter Benzin weniger Energie enthält als ein Liter Diesel (genau deshalb verbrauchen Dieselfahrzeuge auch weniger als Benziner) enthält ein Liter LPG weniger Energie als ein Liter Benzin. Deshalb ist ein reiner Preis/Mengenvergleich nur die halbe Wahrheit, sie müssen schon Preis pro Energieinheit vergleichen...(oder Preis pro Strecke)
Da müssen sie aber fairerwweise schon den Energiegehalt vergleichen und nicht nur die Menge.
Genauso wie ein Liter Benzin weniger Energie enthält als ein Liter Diesel (genau deshalb verbrauchen Dieselfahrzeuge auch weniger als Benziner) enthält ein Liter LPG weniger Energie als ein Liter Benzin. Deshalb ist ein reiner Preis/Mengenvergleich nur die halbe Wahrheit, sie müssen schon Preis pro Energieinheit vergleichen...(oder Preis pro Strecke)
Die ominösen Mehrkosten bei einem modernen Diesel betragen bei 2000 cm³ gerade mal 173 Euro an Steuern. Wenn die Versicherung dann noch 50 Euro mehr im Jahr kostet, ist man immer noch weit weg von den 370 Euro in meinem oben genannten Beispiel bei 10 Tsd. km im Jahr. Der höhere Anschaffungspreis spiegelt sich im Übrigen in einem höheren Wiederverkaufswert oder weit größerer Gesamtlaufleistung wieder.
Beim GPL müsste man dann aber auch die Kosten für einen Austauschmotor berücksichtigen. Es sei denn man fährt etwas mit gehärteten Ventilsitzen – ach nee das geht ja auch nicht, weil die meistens aus Europa kommen…
Wenn sich der Interessent über die gefahrenen Kilometer im Jahr, sein Budget, seine bevorzugte Marke usw. im Klaren ist, kann er auf die Suche gehen. Einen guten Überblick verschaffen ihm die Anzeigen in den einschlägigen Internetbörsen.
Aber Achtung: ein gebrauchtes Auto ist wie ein Kunstwerk: d.h. einzigartig und kaum miteinander vergleichbar. Ein am gleichen Tag zugelassenes Auto, das in privater Hand nach fünf Jahren erst 50.000km gelaufen ist, kann man nicht mit einem Vertreterfahrzeug vergleichen, welches in drei Jahren 150.000 km zurückgelegt hat. Insofern erhält der Kunde, der mehr zahlen muss, auch mehr Auto. Ein Gebrauchter, der z.B. in Hamburg 1.000 Euro günstiger wäre, lohnt kaum eine Fahrt von München aus, einen oder zwei Tage Urlaub und die anschließende Rückfahrt?
Nur ein Händer vor Ort kennt die Historie des Fahrzeuges genau und hat es für den nächsten Kunden überprüft und gegebenenfalls instand gesetzt. Mit Garantie!
aber noch den Unterschied zwischen Garantie und Gewährleistung kennen.
... von der Sachmängelhaftung ;-)
... von der Sachmängelhaftung ;-)
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