Citroën DS4 © press-inform

Das Cockpit in den Modellen von Citroën ist konventionell geworden. Der Hersteller hat sich vom Zentraltacho verabschiedet – die Instrumente befinden sich jetzt da, wo sie hingehören, nämlich hinter dem Lenkrad. Auch die meisten Bedienelemente bereiten Umsteigern von anderen Marken kein Kopfzerbrechen. Aber beim Design setzt Citroën innen wie außen weiterhin auf Avantgarde.

Das gilt insbesondere für die DS-Reihe , die Citroën mit viel Chic und guter Ausstattung zum eigenen Premiumsegment aufgebaut hat. Zwar fallen Designideen und Qualitätsanmutung des DS4 gegenüber dem größeren DS5 etwas ab, doch im Interieur bietet der DS4 immer noch ein gehobenes Niveau.

Das trifft allerdings nur bedingt auf das Platzangebot zu. Die Mitfahrer im Fond müssen mit etwas knappem Raum zurechtkommen, sie sitzen – ähnlich wie im kleineren DS3 – ziemlich eingebunkert zwischen den dicken C-Säulen. Eine gute Sicht nach draußen hat man wegen der kleinen Scheiben nicht. Citroën hat dem Design sogar die Funktionalität geopfert: Die hinteren Seitenscheiben lassen sich nicht versenken. Dieser Schnitzer bereitet einem als Fond-Passagier echtes Unbehagen.

Deutlich angenehmer ist die Fahrt hinter dem Lenkrad mit komfortabler Sitzposition und einem gut erreichbaren Schaltknüppel. Allerdings bereiten die Fenster auch dem Fahrer Probleme, die kleine Heckscheibe bietet kaum Sicht nach hinten. Die Bedienung der 14 Schalter und Regler auf dem Lenkrad erfordert etwas Eingewöhnungszeit. Dann aber muss man zum Einstellen von Radio, Bordcomputer oder Tempomat nie wieder die Hand vom Lenkrad nehmen. Eine reine Designspielerei sind die verschiedenen Farbtöne für die Instrumentenbeleuchtung, die man per Knopfdruck auswählt.

Die Benzinmotoren für den DS4 entsprechen denen des Citroën C4, den 200 PS starken Turbomotor gibt es aber nur im DS-Modell und ausschließlich in Verbindung mit der Top-Ausstattung SportChic. Darin inbegriffen sind dann unter anderem eine Einparkhilfe vorn und hinten, Totwinkelassistent, Zweizonen-Klimaautomatik, zweifarbige Lederausstattung, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, 18-Zoll-Räder und USB-Anschluss. Für 990 Euro gibt es außerdem noch Bi-Xenon-Scheinwerfer, das Navigationssystem kostet noch einmal mindestens 990 Euro.

Der laufruhige 200-PS-Benziner holt seine Kraft aus 1,6 Litern Hubraum, das maximale Drehmoment von 275 Nm liegt schon ab 1.700 Umdrehungen pro Minute an. Entsprechend munter ist der Motor: Er zieht stark an und bereitet somit bei Überholmanövern keinerlei Probleme. Geschaltet wird mit sechs Gängen, die Schaltwege könnten etwas kürzer sein. Eine Automatik gibt es für diesen Motor nicht. Man vermisst sie aber auch nicht, denn die automatisierten Schaltgetriebe von Citroën fallen vor allem durch störende Zugkraftunterbrechungen auf.