Neuvorstellung Subaru XVSubaru sucht den urbanen Abenteurer

Subaru macht mit dem Kompakt-SUV XV jetzt VW Tiguan und Nissan Qashqai Konkurrenz. Allerdings patzt der Allrad-Spezialist ausgerechnet beim gefragten Dieselantrieb. von Hans Bast

Der Subaru XV

Der Subaru XV  |  © Hersteller

Der Nissan Qashqai wurde im vergangenen Jahr in Deutschland mehr als 30.000 Mal verkauft; BMW X1 und VW Tiguan haben monatelange Lieferzeiten. Im Revier der offenkundig gefragten kleinen SUV lohnt es sich also zu wildern. Deshalb versucht es in diesem Segment nun auch Subaru mit dem neuen Modell XV.

Bislang läuft es für den japanischen Hersteller im SUV-Segment eher mäßig: Von seinem Modell Forester verkauft Subaru gerade einmal 3.000 Stück im Jahr. Dabei ist der Allradspezialist für SUVs eigentlich prädestiniert. Das will Subaru jetzt mit dem XV beweisen. Für ihn haben die Marketing-Strategen sich den Slogan "Urban Adventure" ausgedacht. Denn der erste Lifestyle-SUV von Subaru in der Kompaktklasse soll vor allem großstädtische Kundschaft, junge Familien und insbesondere Frauen ansprechen. Kunden, die nicht nur auf die Funktion eines Autos achten, sondern auch auf Design Wert legen. 

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Dafür haben sich die Entwickler bei Subaru ordentlich ins Zeug gelegt. Ein sechseckiger Kühlergrill und markante Scheinwerfer dominieren die Front. Die um 20 Zentimeter vorverlegte A-Säule lässt die Dachlinie sanft ansteigen. Von der Seite stechen zuerst die hohen Radhäuser über den auffälligen 17-Zoll-Felgen hervor. Die Konturen des 4,45 Meter langen und 1,57 Meter hohen XV werden durch die dunklen Kunststoffprotektoren an den Radläufen und den Schwellern sanft betont.

Langweiliges Interieur

Weniger mutig waren die Designer im Innenraum, der jeglichen Charme vermissen lässt. Hier erweist sich der Subaru XV als vernünftiger Viersitzer mit ordentlichem Raumangebot und bequemen Sitzen, aber schlichten Oberflächen. Die Verarbeitung ist allerdings ordentlich, das Cockpit klar strukturiert. Große Personen, die mehr als zwei Meter messen, werden sich an dem niedrig angebrachten Rückspiegel stören.

Die Sicht nach hinten ist, wie bei den meisten Fahrzeugen dieser Klasse, durch die hohe Fensterkante in der Heckklappe eingeschränkt. Hier zahlt man dem modernen Design Tribut. Ausgleichen lässt sich das mit der optional erhältlichen Rückfahrkamera. Damit wird das Einfädeln in enge Parkbuchten zum Kinderspiel. Eine Klimaanlage ist in allen Ausstattungsvarianten ebenso inbegriffen wie ein CD-Soundsystem. Der Kofferraum ist mit 380 Litern Volumen ausreichend, allerdings stört die hohe Ladekante.

Als solide zeigt sich die Sicherheitsausstattung. Front-, Seiten-, Kopf- und Knieairbags schützen die Insassen bei einem Unfall. Eine neuartige Rückenlehne mildert die Aufprallenergie auf den Kopf, ähnlich einer Energie absorbierenden Kopfstütze. Das Angebot bei den Fahrerassistenzsystemen ist dagegen mehr als dürftig.

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