Kraftstoffe: Autofahrer bekommen den Streit mit dem Iran zu spüren
Der Benzinpreis hat eine neue Rekordmarke erreicht. Vor allem der Atomstreit mit dem Iran treibt die Preise nach oben, aber auch die jüngste Kältewelle wirkt nach.
Autofahrer erschrecken dieser Tage bei dem Blick auf die Preistafel an der Tankstelle: 1,67 Euro mussten sie etwa am Mittwoch mancherorts für einen Liter klassischen Superbenzin der Sorte E5 zahlen. "Wir verharren auf einem Hochpreisniveau", bestätigte Aral-Sprecher Tobias Wolny. Schon am Dienstag war mit einem Durchschnittspreis von 1,66 Euro ein neuer Höchststand erreicht worden. Diesel bliebt mit 1,53 Euro knapp unter der bisherigen Rekordmarke von 2008.
In die Höhe getrieben werden die Benzinpreis vor allem durch die Preisanstiege beim Rohöl. So kostet ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent derzeit 122 Dollar, soviel wie seit neun Monaten nicht mehr. Als Grund wird vor allem der Atomstreit mit dem Iran genannt. Das Land hatte am Sonntag die Öl-Lieferungen nach Großbritannien und Frankreich eingestellt. An den Märkten sorgt das für große Aufregung, obwohl der Iran nur sehr geringe Mengen in diese Länder exportiert und der Lieferstopp keine großen Auswirkungen haben dürfte.
"Es geht um das Signal", erklärte Rainer Wiek vom Energieinformationsdienst EID. Durch die Einstellung der Lieferungen verschärft sich der Streit mit dem Iran. Der Westen wirft dem Land seit Längerem vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernenergie ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Die EU-Außenminister hatten im Januar deshalb bereits ein Öl-Embargo gegen den Iran angekündigt, das im Sommer in Kraft treten soll. "Jetzt hat das Land mit dem Lieferstopp den Spieß umgedreht", sagte Wiek.
Kältewelle wirkt sich auf den Spritpreis aus
Hinzu kommt der schwache Euro-Kurs. Denn Rohöl-Käufe werden traditionell in der US-Währung abgewickelt. Weil der Euro im Vergleich zum Dollar im Moment schwächer notiert, ist das Öl für europäische Importeure derzeit entsprechend teurer.
"Und auch die jüngste Kältewelle hat den Preis steigen lassen", sagte Katrin Müllenbach-Schlimme vom Automobilclub ADAC. Denn bei Kälte produzierten die Raffinerien mehr Heizöl und weniger Benzin.
Rainer Wiek vom EID glaubt dennoch nicht, dass die Preise mit Ende der Heizperiode stark sinken werden. Für die weitere Entwicklung der Ölpreise sei vor allem entscheidend, wie sich der Streit mit dem Iran weiter entwickeln werde. "Im Moment sieht es eher danach aus, dass der sich weiter verschärft", sagte Wiek. Das deute daraufhin, dass die Preise vorerst auf dem jetzigen Niveau bleiben oder noch weiter ansteigen.
Angesichts der hohen Benzinpreise hat sich der ADAC jetzt für eine Anhebung der Pendlerpauschale stark gemacht. Peter Meyer, Präsident des Automobilclubs, forderte die Politik auf, "für Millionen Menschen die Mobilität wieder bezahlbar zu machen". Und auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) forderte eine deutliche Senkung der Benzinsteuer oder alternativ eine Erhöhung der Kilometerpauschale von derzeit 30 auf 40 Cent je Kilometer.
Die Bundesregierung wies die Forderungen der beiden Verbände jedoch am Mittwoch umgehend zurück. "Eine Überprüfung ist im Augenblick bei uns nicht angedacht", sagte eine Sprecherin von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Diese Forderungen würden regelmäßig erhoben, wenn die Benzinpreise hoch seien. Die Entfernungspauschale sei jedoch eine verkehrsmittelunabhängige Pauschale. "Sie ist losgelöst von den tatsächlichen Kosten", betonte die Sprecherin.








"In die Höhe getrieben werden die Benzinpreis vor allem durch die Preisanstiege beim Rohöl."
In die Höhe getrieben wird der Benzinpreis vor allem durch die in Deutschland und Europa exorbitant hohen Steuern und Abgaben, die seitens des Staates aufgeschlagen werden, und die nach wie vor den Löwenanteil der Kosten für Benzin ausmachen. Beschwerden sind daher nicht an die bombenbastelnden Mullahs, sondern an den Finanzminister zu richten, der ganz ohne Nuklearprogramm mehr Geld verdampfen lässt als eine 50 Megatonnen-Bombe.
"Die Entfernungspauschale sei jedoch eine verkehrsmittelunabhängige Pauschale. "Sie ist losgelöst von den tatsächlichen Kosten", betonte die Sprecherin."
Was übersetzt heisst: Die auf die genannte Entfernungspauschale angewiesenen Personen stehen in der politischen Nahrungskette zu weit unten, als dass man sich über ihre Probleme Gedanken machen müsste. Ausserdem: Sie haben sich die letzten Jahrzehnte nicht darüber beschwert, warum fangen Sie dann ausgerechnet jetzt damit an? Tut mir leid, aber wir haben derzeit wichtigeres zu tun. Mal wieder den Euro retten, etc. Man muss eben Prioritäten setzen nicht wahr?
Freilich machen Steuern einen großen Teil des Benzinpreises aus. Die Steuern darauf sind aber in den letzten Monaten nicht gestiegen.
Das Einzige, was an Steuern mit ansteigt ist die Mehrwertsteuer und das ist Folge, nicht Ursache des Preisanstiegs.
Daher: Thema verfehlt.
Im Übrigen wäre es aus meiner Sicht Aufgabe der Politik gewesen, schon in Zeiten noch billigen Öls (man denke an die späten 90er) ein Umsteuern einzuleiten. Wo die Steuern auf Sprit gering sind, treffen Preiserhöhungen aus anderen Gründen (die nicht mit einem Jahr Vorankündigung und in kleinen Schritten kommen müssen) die Bürger um so stärker (weil der übliche Verbrauch größer ist).
nicht mehr. Auch wenn hier ein nicht geringer spekulativer Anteil am Ölpreisanstieg mitverantwortlich sein mag, so ist es letztendlich die Nachfrage. Immer mehr Autos weltweit wollen betankt sein:
http://de.wikipedia.org/w...
"Die Märkte" handeln die Zukunft einer Ware. Um es ganz klar zu sagen: Öl wird nie mehr so billig sein wie heute! Leben sie damit und ziehen ihre Konsequenzen, aber jammern bitte nicht nach Billig-Kraftstoff. Vorbei!
Richtig wäre die Mineralölsteuer 1:1 an den Ölpreis zu koppeln. Dann verpulvern wir nicht nur unsere Devisen an die OPEC-Staaten, sondern es haben auch die Bewohner dieses Landes etwas davon, wenn hier Kraftstoff verbrannt wird.
Freilich machen Steuern einen großen Teil des Benzinpreises aus. Die Steuern darauf sind aber in den letzten Monaten nicht gestiegen.
Das Einzige, was an Steuern mit ansteigt ist die Mehrwertsteuer und das ist Folge, nicht Ursache des Preisanstiegs.
Daher: Thema verfehlt.
Im Übrigen wäre es aus meiner Sicht Aufgabe der Politik gewesen, schon in Zeiten noch billigen Öls (man denke an die späten 90er) ein Umsteuern einzuleiten. Wo die Steuern auf Sprit gering sind, treffen Preiserhöhungen aus anderen Gründen (die nicht mit einem Jahr Vorankündigung und in kleinen Schritten kommen müssen) die Bürger um so stärker (weil der übliche Verbrauch größer ist).
nicht mehr. Auch wenn hier ein nicht geringer spekulativer Anteil am Ölpreisanstieg mitverantwortlich sein mag, so ist es letztendlich die Nachfrage. Immer mehr Autos weltweit wollen betankt sein:
http://de.wikipedia.org/w...
"Die Märkte" handeln die Zukunft einer Ware. Um es ganz klar zu sagen: Öl wird nie mehr so billig sein wie heute! Leben sie damit und ziehen ihre Konsequenzen, aber jammern bitte nicht nach Billig-Kraftstoff. Vorbei!
Richtig wäre die Mineralölsteuer 1:1 an den Ölpreis zu koppeln. Dann verpulvern wir nicht nur unsere Devisen an die OPEC-Staaten, sondern es haben auch die Bewohner dieses Landes etwas davon, wenn hier Kraftstoff verbrannt wird.
Das Argument ist doch wohl ein Witz und man weiß wofür der ADAC steht, nämlich für nichts!
Monopolisten führen seit Jahrzehten die Welt vor, unsere Politiker halten den Mund, man hat ja schließlich ein Kartellamt. Das schießt seit Jahrzehnten mit Platzpatronen, der Wirtschaftsminister hält als Hauptverantwortlicher den Mund. Schön ist einfach, dass das Kartelamt sich beschwert, die Politiker und besagter ADAC ins gleiche Horn blasen, nur passieren tut nichts.
Die Mär vom niedrigen Euro ist ja mehr als lächerlich, denn dieser Steigt gerade. So lullt man gemeinsam den deutschen Michel ein.
Die Pendlerpauschale kann nicht erhöht werden, wovon denn? Ja von den Steuermehreinnahmen aus dem Benzingeschäft zum Beispiel.
Wui, hohe Spritpreise! Zeit zum Hellsehen!
1. Sämtliche Medien nehmen sich des Themas an (läuft).
2. Die Verbände und Vereine (ADAC, AvD, ...) jammern was von Mobilität, Grundrecht, teuer, bla (läuft auch).
3. Die Ölkonzerne schieben es auf den Ölpreis/Dollarkurs/Luftdruck/Mittagessen (läuft ebenfalls).
3a (optional) Politische Gründe mitnehmen, auch wenn nur ein marginaler Zusammenhang vermutet wird (läuft auch hier).
4. Das Bundeskartellamt schaltet sich ein, sieht Marktverzerrungen und Absprachen, tut aber wie immer nichts. (läuft ebenfalls, siehe SpOn).
5. Die Kommentare schwanken zwischen "Da meld ich mich gleich abreitslos, kommt billiger" und "So lange blabla kann Sprit noch nicht teuer genug sein!". (kommt noch)
6.Die meisten Leute stimmen einem Teil der Kommentare zu und lehnen den anderen ab, je nach Überzeugung, der Rest hört nach dem Teaser auf zu lesen. Aber niemand liest den Artikel, weil alles schon bekannt ist (kommt wohl auch, ich lasse mir vom zust. Redakteur aber gerne mit Zahlen das Gegenteil belegen^^).
Zum Thema: Irgendwie müssen die Leute ja zur Arbeit kommen und auch sonst mobil sein. Herrgott, die Zeit wird's richten, und wenn alle Stricke reißen gehen wir halt zu Fuß. Die Frage ist nur, was das mit der Wirtschaft anstellt...
Danke für den Kommentar, hab gerade herzlich gelacht.
P.S.: Das Mobilitätsproblem ließe sich prima mit Esel und Karren lösen.
Selbst diejenigen, die den Sprit selbst zahlen, scheinen ihr Verhalten kaum zu ändern. Manchmal habe ich starke Zweifel, ob Autofahrer den ursächlichen Zusammenhang zwischen Fahren, daraus resultierenden Verbrauch mit der späteren Notwendigkeit des Tankens kennen. Der Geldabfluss für Parkgebühr oder Busfahrkarte wird sofort und unmittelbar gespürt, der Geldabfluss fürs Benzin aber erst mit Verzögerung und nicht im unmittelbaren Zusamenhang mit dem Fahren. Der Vorgang des Tankens ist davon vollkommen losgelöst eine regelmässige Übung, vielleicht täglich, wöchentlich, monatlich. Der jeweilige Preis wird kurz registriert, vielleicht vorgemerkt für einen späteren Smalltalk mit ritueller Meckereinlage (Spritpreis, verstopfte Strassen, zuwenig Parkplätze), bei der ersten Berührung des Gaspedals aber wieder vergessen.
Danke für den Kommentar, hab gerade herzlich gelacht.
P.S.: Das Mobilitätsproblem ließe sich prima mit Esel und Karren lösen.
Selbst diejenigen, die den Sprit selbst zahlen, scheinen ihr Verhalten kaum zu ändern. Manchmal habe ich starke Zweifel, ob Autofahrer den ursächlichen Zusammenhang zwischen Fahren, daraus resultierenden Verbrauch mit der späteren Notwendigkeit des Tankens kennen. Der Geldabfluss für Parkgebühr oder Busfahrkarte wird sofort und unmittelbar gespürt, der Geldabfluss fürs Benzin aber erst mit Verzögerung und nicht im unmittelbaren Zusamenhang mit dem Fahren. Der Vorgang des Tankens ist davon vollkommen losgelöst eine regelmässige Übung, vielleicht täglich, wöchentlich, monatlich. Der jeweilige Preis wird kurz registriert, vielleicht vorgemerkt für einen späteren Smalltalk mit ritueller Meckereinlage (Spritpreis, verstopfte Strassen, zuwenig Parkplätze), bei der ersten Berührung des Gaspedals aber wieder vergessen.
Berechnungen zufolge ließ allein die Politik der US-Zentralbank den Ölpreis um fast ein Viertel steigen
Da sämtliche Währungshüter nun diese Maßnahmen imitieren, könnten bald neue Rekordstände am Rohölmarkt erreicht werden.
http://www.welt.de/print/...
Nicht nur dass die britischen und US-Banken gerade Europa wirtschaftlich komplett absaufen lassen, nein auch das Iran Embargo schadet Europa mehr als dem Iran.
Auch eine Art sich die Konkurrenz der EU schnell und einfach vom Hals zu halten.
Und Merkel macht mit und wir Bürger zahlen für den teuren Blödsinn.
Am Freitag kappt der Iran GB und Frankreich die Öllieferungen, am Montag gehen hier die Preise durch die Decke.
Und der Iran verkauft nun genau die gleichen Mengen an Indien und China - und wir bezahlen fortan nur noch in Dollar und fluten den Amis und Briten die Kassen.
Denn Öl ist genug da, die Frage ist nur wo wir kaufen und mit wessen Währung.
Witzig auch, wie die deutsche Presse dieses klaren Zusammenhänge vertuscht und uns für dumm verkauft.
recht erinnere, war der Preis 2008 schon mal so hoch.
Der Barel preis lag aber bei ca 150-160 Dollar. Komisch das es bei 122 Dollar schon wieder so hoch ist.
Es ist der unerträglich Sinn nach Gewinnmaximierung - ausquetschen solange was rauskommt.
Der Eurokurs liegt heute bei 1,32, damals bei etwa 1,60. Daher kommt der Preisunterschied und nicht von den "globalen kapitalistischen Unterdrückern".
Der Eurokurs liegt heute bei 1,32, damals bei etwa 1,60. Daher kommt der Preisunterschied und nicht von den "globalen kapitalistischen Unterdrückern".
begründet wird. Die Fakten sehen anders aus, denn 5 Mineralölgesellschaften diktieren den Preis. BP z. B. trotz hoher Kosten für die Haftung der Umweltkatastrophe vermeldete trotzdem Milliarden- Gewinne. Der Staat kassiert Mineralölsteuer prozentual, d. h. je höher der Preis desto höher die Steuereinnahmen. Als der Benzinpreis damals auf 1 Euro stieg forderte Merkel Herrn Schröder auf etwas zu unternehmen. Wo bleibt der Aufschrei heute?
Die Sanktionen gegen den Iran seien teilweise Schuld. Sollte nicht der Iran damit sanktioniert werden? Wenn dafür der Autofahrer sanktioniert wird trifft es wohl eindeutig die falsche Zielgruppe.
Seltsam ist, daß bei allen Sanktionen immer die Falschen leiden müssen, siehe auch Griechenland.
Wann endlich werden diejenigen zur Verantwortung gezogen, die die Verursacher sind?
So wie in der Ölbranche ist es in der Strombranche, Nahrungsmittelbranche etc., d. h. Konzentration und damit Marktbeherrschung mit Preisdiktat. Das kartellamt sollte so wie die Politik das verhindern. Sozial marktwitschaftlich gesehen ist das ein eindeutiges Marktversagen und damit eindeutig keine soziale Marktwirtschaft mehr.
hebt auch den mahnenden Finger.
Mehr können sie auch nicht tun.
Wir sind dem ganzen Konstrukt nun mal auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.
Die OPEC entscheidet nur bei Bedarf über Steigerung der Fördermengen. Den Ölkonzernen sind "natürlich" die Hände gebunden und der Autofahrer darf sich mit ADAC und Bild empören.
Nur als Beispiel.
Den Autoherstellern wird vorgeworfen, sie bauen keine sparsamen Autos. Jein, diese sagen nämlich, wir würden ja, die kauft aber keiner.
Ausserdem, Klimaanlage und Co. muss ja irgendwo herkommen.
Warum ist der Gaspreis am Ölpreis gekoppelt?
Besser gefragt, warum immer noch?
Die Autobauer, allen voran z.B. VW haben kurz vor 1995 den Lupo aufgelegt.
Dieser war in der Anschaffung derart teuer, dass man sich im Preis-Leistungsverhältnis nicht wundern musste, dass dieses Fahrzeug nicht gekauft wurde.
Die Hersteller bauen bereits eine Menge sparsamer Autos. Es gibt aber zwei Hauptprobleme:
1. Viele Menschen glauben, sie bräuchten unbedingt ein 2 Tonnen Pseudogeländefahrzeug, um sich und ihre Aktentasche ins Büro zu befördern (das wird dann immer mit angeblichen Transportbedürfnissen rationalisiert, die mit einem viel effizienteren Kombi weit besser gestillt werden könnten - so sie denn überhaupt real existieren ;-)).
2. Die meisten Autofahrer haben sich eine äußerst ineffiziente Fahrweise angewöhnt. Da liegt unglaubliches Sparpotenzial.
Ich habe das mal konkret vergleichen können, als ein Freund von mir mit meinem Auto eine Strecke fuhr, die ich bereits mehrfach gefahren war. Mein Verbrauch gut 4 Liter Diesel pro 100 Km. Sein Verbrauch gut 6 Liter. Ach ja, auf den 220 Kilometern Gesamtstrecke war er ca. 10 Minuten schneller. Dafür kostete das Ganze 50% mehr Sprit, der Verschleiß an Motor und Bremsen war deutlich höher und mehr Nerven hat es ihn auch gekostet :-)
Die Autobauer, allen voran z.B. VW haben kurz vor 1995 den Lupo aufgelegt.
Dieser war in der Anschaffung derart teuer, dass man sich im Preis-Leistungsverhältnis nicht wundern musste, dass dieses Fahrzeug nicht gekauft wurde.
Die Hersteller bauen bereits eine Menge sparsamer Autos. Es gibt aber zwei Hauptprobleme:
1. Viele Menschen glauben, sie bräuchten unbedingt ein 2 Tonnen Pseudogeländefahrzeug, um sich und ihre Aktentasche ins Büro zu befördern (das wird dann immer mit angeblichen Transportbedürfnissen rationalisiert, die mit einem viel effizienteren Kombi weit besser gestillt werden könnten - so sie denn überhaupt real existieren ;-)).
2. Die meisten Autofahrer haben sich eine äußerst ineffiziente Fahrweise angewöhnt. Da liegt unglaubliches Sparpotenzial.
Ich habe das mal konkret vergleichen können, als ein Freund von mir mit meinem Auto eine Strecke fuhr, die ich bereits mehrfach gefahren war. Mein Verbrauch gut 4 Liter Diesel pro 100 Km. Sein Verbrauch gut 6 Liter. Ach ja, auf den 220 Kilometern Gesamtstrecke war er ca. 10 Minuten schneller. Dafür kostete das Ganze 50% mehr Sprit, der Verschleiß an Motor und Bremsen war deutlich höher und mehr Nerven hat es ihn auch gekostet :-)
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