GebrauchtwagenSchnäppchenkauf bei Schmuddelwetter

Wer einen günstigen Gebrauchtwagen sucht, sollte jetzt losziehen: Im Winter stehen die Rabattchancen am besten. Dabei sollte man wichtige Regeln beachten. von Susanne Kilimann

Rund 6,8 Millionen Autofahrer in Deutschland werden sich im Jahresverlauf einen Gebrauchtwagen kaufen, schätzt der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Hochkonjunktur herrscht dabei erfahrungsgemäß im Frühling und im Herbst. Wer Kaufabsichten hegt, sollte sich aber besser bei Wind und Regen, am besten bei Schneegestöber auf den Höfen der Gebrauchtwagenhändler umsehen, raten Experten.

Denn wer antizyklisch kauft, kann durchaus ein paar Hundert Euro sparen. "Gebrauchtwagen, die sich nicht zeitnah verkaufen lassen, verursachen beträchtliche Kosten", erläutert Thomas Rosenwald vom Hamburger Gebrauchtwagen-Onlineshop autoda.de. "Für ein einziges Fahrzeug fallen pro Tag durchschnittlich 22 Euro und damit Kosten von über 600 Euro im Monat an." Händler sind darum bestrebt, ihre Bestände auszudünnen, solange die wetterfühlige Gebrauchtwagen-Kundschaft auf sich warten lässt. Im April, wenn die Kundenströme anschwellen, sinken die Chancen für Schnäppchenjäger.

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Zum überstürzten Kauf sollte man sich von den Schlechtwetter-Tiefpreisen trotzdem nicht verleiten lassen. Ganz gleich, ob der Gebrauchte privat oder bei einem Händler angeboten wird, eine Probefahrt ist unverzichtbar. Um unangenehme Überraschungen zu vermeiden, sollte vor Antritt der Testrunde eine Probefahrtvereinbarung unterschrieben werden. Für den Kaufinteressenten schafft das Schreiben Klarheit, wenn es um die Höhe der Kaskoselbstbeteiligung im Schadenfall geht; dem Verkäufer hilft es, maximale Nutzungsdauer samt Kilometer-Limit und Übernahme der Spritkosten zu regeln.

Empfehlenswert aus Kundensicht ist es, vor Antritt der Probefahrt alle sichtbaren Schäden schriftlich zu fixieren. So kann man zumindest nicht für Kratzer im Lack und andere bereits dagewesene Macken am Auto verantwortlich gemacht werden. Weist das Auto erkenntliche sicherheitsrelevante Mängel – beispielsweise völlig abgefahrene Reifen – auf, sollte die Tour gar nicht erst angetreten werden. Andernfalls riskiert der Probefahrer, dass im Fall einer Kontrolle Bußgeld und Punkte auf sein Konto gehen.

Man muss kein Kfz-Fachmann sein, um die eine oder andere Schwachstelle an der automobilen Gebrauchtware auszumachen. So können stark unterschiedlich abgefahrene Profilblöcke der Reifen ein Hinweis auf mangelhafte Stoßdämpfer, Radlager oder Achsaufhängung sein. Auch poröse oder brüchige Kabel unter der Motorhaube sind ein für jeden Laien sichtbares Alarmsignal.

Leserkommentare
  1. gibts die guten Gebrauchten auch erst wieder im Frühjahr.
    Klar, findet das Huhn immer mal ein Körnchen, aber im Großen und Ganzen gibts jetzt wirklich nur die Reste, bei denen man genau gucken sollte.

    • himdea
    • 23. Februar 2012 10:15 Uhr

    Was hier alles an Artikeln zum Thema „Auto“ veröffentlicht wird ist an Peinlichkeit und zeilenfüllendem Unwissen und Desinteresse nicht mehr zu toppen.

    Um beim Autokauf zu sparen, kauft man einen Gebrauchtwagen selbstverständlich im Frühjahr oder im Sommer bei strahlendem Sonnenschein und möglichst warmen Wetter.

    Denn:

    - nur bei perfektem Sonnenlicht sieht man, wie schlecht Gebrauchtwagen wirklich aussehen

    - bei Regen, Schnee, Glatteis kann man kein Auto bei einer Probefahrt vernünftig ausfahren, schon gar nicht mit geschwindigkeitsreduzierten Winterreifen

    - Autoheizungen kann man auch im Sommer testen, Klimaanlagen im Winter allerdings nicht

    - das Angebot an günstigen Autos, die als Ersatzwagen im Winter gefahren wurden, ist logischerweise im Frühjahr besonders groß; diese Besitzer wechseln dann wieder auf ihre Cabrios und Sportwagen

    - viele Neuwagen werden im Frühjahr gekauft, die Altautos dieser Besitzer sind also dann als Gebrauchte zu haben

    Wenn man sich mit dem Thema journalistisch beschäftigt hätte, wäre einem außerdem aufgefallen, dass viele kleine Gebrauchtwagen aus dem Jahr 2009 besonders günstig sind.

    2009 gab es in Deutschland eine „Umweltprämie“.

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  • Schlagworte ADAC | Autohändler | Dekra | Download | Gebrauchtwagen | TÜV
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