Bond-Autos : 007s Liebe zum Aston

Vor 50 Jahren kam der erste James-Bond-Film ins Kino. Im Lauf der Zeit fuhr der Geheimagent Bentley, Lotus, Ford und BMW – doch unvergessen bleibt der Aston Martin DB5.

Wenn irgendwo auf der Welt ein Aston Martin vorfährt, erwartet man folgendes: Ein perfekt gekleideter Gentleman steigt aus, mit einem geschüttelten (nicht gerührten) Martini in der Hand und einer attraktiven Dame im Schlepptau. Im Terminplan des Mannes steht nur ein Eintrag: Welt retten.

Niemand hat unser Bild der englischen Nobelmarke so geprägt wie James Bond. Schließlich ist der silbergraue Aston Martin DB5 das wohl bekannteste Modell, mit dem der Agent des britischen Geheimdienstes MI6 auf Verbrecherjagd ging. Dabei begann die Beziehung zwischen 007 und Aston nicht gerade als Liebe auf den ersten Blick. "Mein Bentley hat mich doch nie im Stich gelassen", sagt Bond, gespielt von Sean Connery , im Film Goldfinger entrüstet zu Major Boothroyd alias Q, als er erstmals seinen neuen Dienstwagen sieht. Doch der MI6-Cheftüftler lässt nicht mit sich diskutieren: "Befehl von M, 007 – Sie werden diesen modifizierten Aston Martin fahren."

Q hat freilich alle Register gezogen, um Bond den Umstieg auf Aston Martin so angenehm wie möglich zu machen. Der DB5 hat alles, was ein Geheimagent braucht: zwei 7,6-Millimeter-Maschinengewehre hinter den Frontblinkern, ein kugelsicheres Schutzschild zum Ausfahren im Kofferraum und einen Schleudersitz für unliebsame Beifahrer. Die Nummernschilder lassen sich auf Knopfdruck wechseln. Selbst das Navigationssystem nehmen die Bond-Macher 1964 schon vorweg: Der Aston hat eine Peilvorrichtung samt Kartendarstellung auf einem Bildschirm, um Übeltätern auf den Fersen zu bleiben.

Es ist nicht zuletzt dem Aston Martin DB5 zu verdanken, dass die Bond-Mania mit Goldfinger , dem dritten Teil der Filmreihe, so richtig in Fahrt kam. Legendär sind die Tricks, mit denen sich Bond seine Verfolger vom Leib hält. In Goldfinger versprüht der Aston auf Knopfdruck einen Ölteppich, auf dem Auric Goldfingers Häscher in ihrem Ponton-Mercedes ins Schleudern geraten. In Feuerball , wo der Wagen erneut auftaucht, spritzen dagegen Wasserstahlen aus dem Heck, um zwei herbei rennende Schurken von den Füßen zu holen.

Insgesamt wurden vier DB5 mit Bond-Extras gebaut. Der edle Sportwagen tourte um den Globus, etwa zur Pariser Automesse 1964 und zur US-Premiere von Goldfinger in New York . "Ich war der Glückspilz, der diesen Wagen auf einer Welttournee vorführen durfte", erinnerte sich einmal Mike Ashley, der ehemalige Europa-Verkaufsleiter von Aston Martin Lagonda, in einem Interview. Dabei führte er der Presse viele Ausstattungsdetails vor, die im Film gar nicht auftauchten: ein Telefon in der Fahrertür, ausfahrbare Rammstangen, eine Vorrichtung zum Abwurf von Nägeln oder eine Waffenschublade unter dem Sitz.

Der DB5 wurde zu einem festen Bestandteil der Popkultur. 1966 besuchte die englische Königin höchstpersönlich das Aston-Martin-Werk, wo sie natürlich auch einen Blick auf den ausgestellten Bond-Wagen warf. Als Geschenk für Prinz Andrew erhielt die Queen ein elektrisches Kinderauto im DB5-Design, mit allen Extras wie Nummernschild-Wechsler und Rauch-Generator.

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Limousine auf Kies

Ich kam seinerzeit in den Genuss mit dem "Aston Martin DB6" einige hundert Kilometer auf der Autobahn zurückzulegen. Ich kann nur sagen, es ist ein Männer-Auto "zum Vorfahren" - nicht so sehr zum Reisen.
Obwohl "Aston Martin" irgendwie immer kultig ist, steh ich persönlich mehr auf "Limousine auf knirschendem Kiesbett an stadtnahem Gutshaus".
;-)