Radfahren: Mach's wie Kopenhagen
Kaum eine Stadt fördert den Fahrradverkehr so vorbildlich wie die dänische Hauptstadt. Was können deutsche Städte davon lernen?
Im ersten Moment glaubt man sich verhört zu haben und fragt nach. Aber nein, versichert Mikael Colville-Andersen und wiederholt sein Statement: In nur fünf Jahren könnten auch Städte wie Berlin und Hamburg genau so eine Fahrradstadt sein wie heute Kopenhagen. "Es braucht nur den Mut und die Entschlossenheit der zuständigen Verantwortlichen", sagt der 44-Jährige.
Niemand verkörpert das Radfahren in der dänischen Hauptstadt so wie Colville-Andersen. Der dänische Filmemacher ist zum wichtigsten Velo-Botschafter seines Landes geworden. Er berät Städte in aller Welt, wie sie dem Beispiel Kopenhagens folgen können. Mittlerweile ist sogar schon ein eigener Terminus entstanden: copenhagenize. In seinem Blog Copenhagen Cycle Chic zeigt Colville-Andersen mit vielen Fotos, wie alltäglich das Radfahren dort inzwischen geworden ist. Mehr als die Hälfte der Einwohner fährt mit dem Rad zur Arbeit oder Schule. Bei den Pendlern, die aus dem Umland in die Stadt fahren, liegt die Quote bei 37 Prozent. Bis 2015 soll sie auf 50 Prozent steigen.
Berlin ist von solchen Errungenschaften noch weit entfernt. Dennoch habe die Hauptstadt gute Chancen, sagt Colville-Andersen. Bereits heute gebe es viele Radspuren, lediglich das Wegenetz sei unstrukturiert. "Als Radfahrer muss man in Berlin immer rätseln, wo der Radweg gerade ist – eben ist man auf der Straße, dann wird man plötzlich auf den Bürgersteig geführt und dann wieder auf die Straße", sagt er.
Klarere Wegführung, die das Radfahren zugleich sicherer macht: Colville-Andersen glaubt, dass Städte auf diese Weise mehr Menschen aufs Fahrrad bringen können. Doch das allein reicht natürlich nicht. "Wenn Sie bei einer fixen Fläche den Fahrradanteil erhöhen wollen, gibt es nur eines: Sie müssen dem Autoverkehr Raum wegnehmen", sagt der Radfahr-Experte. Die Bedingungen in Berlin sind dafür perfekt: Die Straßen sind breit, es gibt viel Platz.
Geschwindigkeit drosseln
Dem stimmt Niels Tørsløv zu. Er leitet das Verkehrsamt der Stadt Kopenhagen. "Oberste Priorität hat der Ausbau der Infrastruktur. Wandeln Sie Parkplätze in Radwege um", rät Tørsløv. Dann steigen mehr Autofahrer auf das Fahrrad um, weil sie damit bis an ihr Ziel kommen – als Autofahrer müssten sie noch einen langen Fußweg vom Parkplatz in Kauf nehmen. In Dänemark weiß man das schon lange. Die meisten der Kopenhagener Radfahrer nennen als Grund für ihre Verkehrsmittelwahl, dass man mit dem Rad eben am schnellsten von A nach B komme. Die Fahrzeit ist ausschlaggebend – nicht der Umweltschutz oder der Wunsch, seinem Körper etwas Gutes zu tun.
- Radstadt Kopenhagen
Kopenhagen gilt als großes Vorbild für Fahrradverkehr. Das Bike gehört in der dänischen Hauptstadt zum Alltagsbild, selbst die Taxis haben Träger, damit Kunden Fahrräder mitnehmen können. Es gibt mehr Fahrräder als Einwohner. 55 Prozent der Kopenhagener fahren mit dem Rad zur Schule oder zur Arbeit. Die große Mehrheit der Kopenhagener Radfahrer sagt in Umfragen, sie radle, weil es einfach und schnell sei. Nur ein Prozent führt Umweltschutzgründe an.
Das alles funktioniert jedoch nur, wenn sich die Bürger auf den Radwegen sicher fühlen. In Kopenhagen sind in Hauptverkehrsstraßen Radwege mit Bordsteinkanten klar von den Autospuren getrennt. "Einfach nur farbige Radspuren auf die Straße zu malen, ist keine gute Lösung", sagt Tørsløv. Zumindest bei einem normalen Höchsttempo von 50 Stundenkilometern. "Wenn sich Autos und Fahrräder in der Stadt den Raum teilen sollen, müssen Sie die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer senken", sagt der Verkehrsamtschef.
Das Rad bekommt auf diese Weise gegenüber dem Auto einen Zeitvorteil. In Kopenhagen verstärkt man den Effekt sogar noch: In fünf Straßen mit viel Radverkehr wurden die Ampelschaltungen so verändert, dass die langsameren Verkehrsteilnehmer bei 20 Stundenkilometern eine grüne Welle haben. Die schnelleren Autofahrer stehen nun öfter vor einer roten Ampel. Tørsløv sieht darin einen zusätzlichen Impuls, um Autofahrer zum Umstieg auf das Velo zu bewegen.








in Westfalen ist auch ein gutes Beispiel. Wurde sogar sehr vom ACDC äh ....., ADAC heisst der glaub ich,gelobt. Bemängelt wurde an den münsteraner Fahrradfahrern, dass sie rücksichtsloser als die hiesigen Autofahrer fahren. Wenn man mal mitkriegt wie die Mütter die mit ihren Kinderwägen sich über den Bürgersteig quälen vorbei an fluchenden Radfahrern..........Diese sind auch eine Herde für sich.
Kopenhagen wird immer gerne mit Berlin oder Hamburg verglichen. Das ist aber falsch. Kopenhagen ist ungefähr so groß wie Nürnberg oder Hannover. In letzterer Stadt gibt es relativ viel Radverkehr, auch wenn das Radwegenetz nicht optimal ist. In Hamburg ist so etwas wie ein Radverkehrsnetz das den Namen verdient nicht vorhanden. Es gibt natürlich auch hier Berufspendler, da Hamburg hier den Vorteil bietet, dass durch das ausgesprochen weitmaschige U- und S-Bahn Netz und die notorisch unzuverlässigen Busse das Rad oftmals doch das schnellste Verkehrsmittel ist.
Klar könnte man da einige mehr zum Umsteigen bewegen, aber die Strecken die durchschnittliche Berufspendler zurücklegen, sind in Berlin und Hamburg enorm. Ich bin selbst mal eine ganze Weile jeden Tag 20km (ein Weg) gependelt. Das geht, aber nur bei schönem Wetter, weil die meisten Arbeitgeber nun mal keine Dusche und keine Umkleideräume haben und schon gar keine vernünftigen (überdachten) Stellplätze für Fahrräder haben. Dazu kommt in vielen Städten das Mitnahmeverbot für Fahrräder gerade dann, wenn man es mitnehmen will - im Berufsverkehr.
... genau die Ansatzpunkte für mehr Radverkehr angesprochen. Die Arbeitgeber müssen sich bewegen, im ÖV muss was passieren. Wenn dann noch mehr Verkehrsraum für Radler entsteht und so der Konflikt mit den Fußgängern entschärft wird kann die Radlerquote rasant nach oben gehen ...
... genau die Ansatzpunkte für mehr Radverkehr angesprochen. Die Arbeitgeber müssen sich bewegen, im ÖV muss was passieren. Wenn dann noch mehr Verkehrsraum für Radler entsteht und so der Konflikt mit den Fußgängern entschärft wird kann die Radlerquote rasant nach oben gehen ...
Ist logisch, dass das Fahrrad als Alternative gepriesen wird, wenn der ÖPNV nach der Privatisierung kaputtgespart wurde und viele Verbindungen wegfielen oder unbrauchbare Intervalle haben.
Ich pendle jeden Tag 35km nach Berlin und wieder zurück. Mit dem ÖPNV brauche ich etwa 2-3mal zu lange als mit meinem Auto. Mit dem Fahrrad würde ich 4-5mal so lange als mit dem Auto brauchen. Nach Berlin zu ziehen ist mich keine Alternative, da kein Großstadtmensch bin und mich dort einfach nicht wohlfühlen würde.
Das sind sicherlich keine vorgeschobenen Gründe nicht mit dem Fahrrad fahren zu müssen, wie es hier einige Kommentatoren behaupten.
Übrigens finde ich es daneben Kopenhagen mit Berlin zu vergleichen. Berlin ist um einiges größer. Auch das Klima ist ein anderes. Ich wüsste nicht, wie man bei -15°C im Winter mit Fahrrad fährt ohne Erfrierungen im Gesicht zu bekommen.
Sie sollten bei -15° keine Gesichtscreme mit hohem Wasseranteil benutzen, sondern eher eine regelrechte Fettcreme, dann bekommen Sie auch keine Erfrierungen im Gesicht!
Man kann bei praktisch jedem Wetter radfahren. Wenn man aufs Auto verzichtet, hat man jede Menge Geld für vernünftige Kleidung übrig. Das einzige, was wirklich nerven kann, ist Wind (ich wohne an der Küste).
Übrigens gibt es auch in Berlin sehr viele Wohnviertel, die ausgesprochen ungroßstädtisch sind. Jeden Tag 35 km zu pendeln, weil man sich in der Großstadt "einfach nicht wohlfühlen" würde, halte ich also trotzdem für eine Ausrede.
> Ich pendle jeden Tag 35km nach Berlin und wieder zurück. [...]
> Das sind sicherlich keine vorgeschobenen Gründe nicht mit dem Fahrrad fahren zu müssen, wie es hier einige Kommentatoren behaupten.
Hat Ihnen denn jemand vorgeworfen, dass Sie diese Strecke nicht mit dem Rad bewältigen? Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Radfahren _innerhalb_ einer Stadt attraktiver zu machen. Dass nicht jeder in einer Stadt leben kann/möchte, ist selbstverständlich.
> Auch das Klima ist ein anderes. Ich wüsste nicht, wie man bei
> -15°C im Winter mit Fahrrad fährt ohne Erfrierungen im Gesicht zu bekommen.
Ist es in Kopenhagen wärmer als in deutschen Großstädten? -15° sind auch auf dem Fahrrad übrigens kein Problem. Wie hafensonne bereits geschrieben hat, ist das eine Frage der Ausrüstung. Mütze und Schal hat man eh im Schrank. Wenn's wirklich eisig wird, kriegt man für ein paar Euro eine Sturmhaube. Einzig vernünftige Handschuhe gehen mehr ins Geld.
Diese Strecke legen Sie mit etwas Übung in etwa 2 Stunden zurück. Mit dem Auto sind Sie angeblich 4-5 Mal so schnell.
Sie schaffen es also im Berufsverkehr eine 35 Kilometer lange Strecke in einer knappen halben Stunde zu fahren? Also im Rhein-Main-Gebiet dauert so etwas 45 bis 60 Minuten und wenn der Verkehr mal richtig schlimm ist (Buchmesse, IAA etc.) fast beliebig lang.
Abgesehen davon haben Sie beim Radfahren auch gleich etwas für die Gesundheit getan. Kaufen Sie sich mal ein richtig gutes Rad, das trägt in einer Weise zum Fahrspaß bei, die man sich nicht vorstellen kann, wenn man immer nur billige oder Mittelklasseräder gefahren hat.
Sie sollten bei -15° keine Gesichtscreme mit hohem Wasseranteil benutzen, sondern eher eine regelrechte Fettcreme, dann bekommen Sie auch keine Erfrierungen im Gesicht!
Man kann bei praktisch jedem Wetter radfahren. Wenn man aufs Auto verzichtet, hat man jede Menge Geld für vernünftige Kleidung übrig. Das einzige, was wirklich nerven kann, ist Wind (ich wohne an der Küste).
Übrigens gibt es auch in Berlin sehr viele Wohnviertel, die ausgesprochen ungroßstädtisch sind. Jeden Tag 35 km zu pendeln, weil man sich in der Großstadt "einfach nicht wohlfühlen" würde, halte ich also trotzdem für eine Ausrede.
> Ich pendle jeden Tag 35km nach Berlin und wieder zurück. [...]
> Das sind sicherlich keine vorgeschobenen Gründe nicht mit dem Fahrrad fahren zu müssen, wie es hier einige Kommentatoren behaupten.
Hat Ihnen denn jemand vorgeworfen, dass Sie diese Strecke nicht mit dem Rad bewältigen? Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Radfahren _innerhalb_ einer Stadt attraktiver zu machen. Dass nicht jeder in einer Stadt leben kann/möchte, ist selbstverständlich.
> Auch das Klima ist ein anderes. Ich wüsste nicht, wie man bei
> -15°C im Winter mit Fahrrad fährt ohne Erfrierungen im Gesicht zu bekommen.
Ist es in Kopenhagen wärmer als in deutschen Großstädten? -15° sind auch auf dem Fahrrad übrigens kein Problem. Wie hafensonne bereits geschrieben hat, ist das eine Frage der Ausrüstung. Mütze und Schal hat man eh im Schrank. Wenn's wirklich eisig wird, kriegt man für ein paar Euro eine Sturmhaube. Einzig vernünftige Handschuhe gehen mehr ins Geld.
Diese Strecke legen Sie mit etwas Übung in etwa 2 Stunden zurück. Mit dem Auto sind Sie angeblich 4-5 Mal so schnell.
Sie schaffen es also im Berufsverkehr eine 35 Kilometer lange Strecke in einer knappen halben Stunde zu fahren? Also im Rhein-Main-Gebiet dauert so etwas 45 bis 60 Minuten und wenn der Verkehr mal richtig schlimm ist (Buchmesse, IAA etc.) fast beliebig lang.
Abgesehen davon haben Sie beim Radfahren auch gleich etwas für die Gesundheit getan. Kaufen Sie sich mal ein richtig gutes Rad, das trägt in einer Weise zum Fahrspaß bei, die man sich nicht vorstellen kann, wenn man immer nur billige oder Mittelklasseräder gefahren hat.
Sie sollten bei -15° keine Gesichtscreme mit hohem Wasseranteil benutzen, sondern eher eine regelrechte Fettcreme, dann bekommen Sie auch keine Erfrierungen im Gesicht!
Man kann bei praktisch jedem Wetter radfahren. Wenn man aufs Auto verzichtet, hat man jede Menge Geld für vernünftige Kleidung übrig. Das einzige, was wirklich nerven kann, ist Wind (ich wohne an der Küste).
Übrigens gibt es auch in Berlin sehr viele Wohnviertel, die ausgesprochen ungroßstädtisch sind. Jeden Tag 35 km zu pendeln, weil man sich in der Großstadt "einfach nicht wohlfühlen" würde, halte ich also trotzdem für eine Ausrede.
das geht immer, selbst bei -20°C.. Warum heute nicht mehr so oft?
Man wird älter und achtet mehr auf sich selbst. Früher hat es mich nicht gestört, wenn ein LKW mit 50 Sachen in 20 cm Abstand an meinem Fahrrad vorbeigerauscht ist. Heute hab ich dabei Angst und nehm dann lieber das Auto..
Ist halt blöd, wenn der Fahrradweg nur farbig markiert ist und Platz von der eigentlichen Strasse wegnimmt. Kopenhagen war ich noch nicht, dafür in Amsterdam, wo Fahrradwege eigene Bordsteine haben und Autos gar nicht den Freiraum wie hier.. Sind ein paar gute Ansätze in dem Artikel, aber ob sich das hier umsetzen lässt?
> Ich pendle jeden Tag 35km nach Berlin und wieder zurück. [...]
> Das sind sicherlich keine vorgeschobenen Gründe nicht mit dem Fahrrad fahren zu müssen, wie es hier einige Kommentatoren behaupten.
Hat Ihnen denn jemand vorgeworfen, dass Sie diese Strecke nicht mit dem Rad bewältigen? Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Möglichkeit, Radfahren _innerhalb_ einer Stadt attraktiver zu machen. Dass nicht jeder in einer Stadt leben kann/möchte, ist selbstverständlich.
> Auch das Klima ist ein anderes. Ich wüsste nicht, wie man bei
> -15°C im Winter mit Fahrrad fährt ohne Erfrierungen im Gesicht zu bekommen.
Ist es in Kopenhagen wärmer als in deutschen Großstädten? -15° sind auch auf dem Fahrrad übrigens kein Problem. Wie hafensonne bereits geschrieben hat, ist das eine Frage der Ausrüstung. Mütze und Schal hat man eh im Schrank. Wenn's wirklich eisig wird, kriegt man für ein paar Euro eine Sturmhaube. Einzig vernünftige Handschuhe gehen mehr ins Geld.
Meine dänischen Freunde, fahren Rad in Kopenhagen:
Weil es kaum Parkplätze im Innenstadtbereich für PKW gibt, schon gar nicht kostenlos (und obwohl man eine große Steuerbelastung beim PKW hat) und Sie die Lebenshaltungskosten (Mieten etc.) in der Hauptstadt so kompensieren müssen. So "traditionlell" freiwillig ist das eben leider auch nicht, obgleich natürlich das Rad zum Stadtbild gehört.
Kopenhagen hat ein großes Einzugsgebiet, wir sehen den Innenstadtbereich, aber vor den Firmen am Rand stehen genauso PKW wie in Deutschland.
Ich bin auch fürs Radfahren und wünsche mir eine vernünftige Planung, die ALLE Verkehrsteilnehmer berücksichtigt. Was mich stört ist immer dieser Öko-Imperativ, da soll man sich in Buisnesklamotten einfach fett eincremen oder muss natürlich zwangsweise umziehen in urbane arbeitsnahe Viertel. Gehts noch? In Deutschland wird sowieso immer mehr an Verhalten festgeschrieben, soll doch jeder so Rad- oder Autofahren wie er mag. Dann fordere ich im Übrigen auch eine Rad-Steuer für Ausbau und Pflege der Straßen, analog zur PKW-Steuer.
Man könnte auch den ÖPNV endlich mal günstiger machen oder die Bahn, das würde etwas bringen und die Menschen aus den Flugzeugen holen! Wie gesagt, ich mag auch Radfahren, aber nicht bei jedem Wetter oder Termin. Tempo 30 und Hindernisse um dann zwangsweise das Radfahren zu propagieren halte ich für eine bevormundene Frechheit. Ich zahle Sprit und Steuern und möchte dann auch mit der Errungenschaft Auto voran kommen!
Sie schreiben "Was mich stört ist immer dieser Öko-Imperativ, da soll man sich in Buisnesklamotten einfach fett eincremen oder muss natürlich zwangsweise umziehen in urbane arbeitsnahe Viertel. Gehts noch?".
Dass Ihnen offenbar eher unpraktische Kleidung vorgeschrieben wird, ist aber dann kein Aufreger? Und das obwohl niemand einen Schaden davon hat, wenn Sie sich entsprechend anziehen. Ganz im Gegensatz zu den unbestrittenen Schäden durch motorisierten Individualverkehr (den ich trotzdem nicht ganz abschaffen will!).
Da würde ich mir eher eine Kultur wünschen, die (dem Wetter) angemessene Kleidung auch akzeptiert.
Umgekehrt im Sommer übrigens auch: Wenn ich in meine Bank komme und da im Sommer ein Anzugträger im vollklimatisierten Raum sitzt, ärgere ich mich immer wieder, dass gerade sowas einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld symbolisieren soll...
Wo entdecken Sie denn in diesem Beitrag einen erhobenen Zeigefinger?
Gerade dieser Beitrag hebt doch auf den vielschichtigen und allgemeinen Nutzen für alle Stadtbewohner und -benutzer ab.
Aber man findet natürlich immer das, was man sucht....
Sie schreiben "Was mich stört ist immer dieser Öko-Imperativ, da soll man sich in Buisnesklamotten einfach fett eincremen oder muss natürlich zwangsweise umziehen in urbane arbeitsnahe Viertel. Gehts noch?".
Dass Ihnen offenbar eher unpraktische Kleidung vorgeschrieben wird, ist aber dann kein Aufreger? Und das obwohl niemand einen Schaden davon hat, wenn Sie sich entsprechend anziehen. Ganz im Gegensatz zu den unbestrittenen Schäden durch motorisierten Individualverkehr (den ich trotzdem nicht ganz abschaffen will!).
Da würde ich mir eher eine Kultur wünschen, die (dem Wetter) angemessene Kleidung auch akzeptiert.
Umgekehrt im Sommer übrigens auch: Wenn ich in meine Bank komme und da im Sommer ein Anzugträger im vollklimatisierten Raum sitzt, ärgere ich mich immer wieder, dass gerade sowas einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld symbolisieren soll...
Wo entdecken Sie denn in diesem Beitrag einen erhobenen Zeigefinger?
Gerade dieser Beitrag hebt doch auf den vielschichtigen und allgemeinen Nutzen für alle Stadtbewohner und -benutzer ab.
Aber man findet natürlich immer das, was man sucht....
Ich habe zudem noch ein Argument für den Ausbau und Vergünstigung des ÖPNV (und der Bahn):
Das Alter unseer Gesellschaft! In deutschalnd wird es in den nächsten Jahren grauer, nicht Wettertechnisch, sondern in den Haaren: Unsere Gesellschaft altert und somit ist fraglich, ob sich die Bürger, die einen Großteil der Bevölkerung ausmachen (gerade auch in Stadtzentren, denn die Alten können sich das oft noch leisten, junge Familien müssen z.B. in Hamburg wegen der Mieten meist an den Rand oder gleich nach Pinneberg ziehen), so stark auf Rad setzen werden. Natürlich ist Bewegung zu begrüßen, der Ausbau von Radwegen ja auch eine gute Sache, aber werden alle 80zig jährigen Rad- oder Busfahren?
Also bitte keine Konzentration aufs Rad! Ein schlauer Mix ist gefragt und ich halte einen günstigen, sicheren und sauberen ÖPNV für ein wirksames Instrument.
"Unsere Gesellschaft altert und somit ist fraglich, ob sich die Bürger, die einen Großteil der Bevölkerung ausmachen, so stark auf Rad setzen werden."
Wieso nicht? Wer radfährt bleibt länger fit, in Holland gehts doch auch. Und dann gitbs ja noch Pedelecs.
Woher kommt eigentlich immer dieses Vorurteil, Menschen ab 60 seien zu dement für Fahrkartenautomaten und zu schwach fürs Fahrrad? Weil wir es uns 60 Jahre lang einreden, bis wir es uns selber glauben?
Ansonsten gebe ich Ihnen recht, der richtige Mix aus Bahn und Bus, Fahrrad- und Fußwegen zält.
"Unsere Gesellschaft altert und somit ist fraglich, ob sich die Bürger, die einen Großteil der Bevölkerung ausmachen, so stark auf Rad setzen werden."
Wieso nicht? Wer radfährt bleibt länger fit, in Holland gehts doch auch. Und dann gitbs ja noch Pedelecs.
Woher kommt eigentlich immer dieses Vorurteil, Menschen ab 60 seien zu dement für Fahrkartenautomaten und zu schwach fürs Fahrrad? Weil wir es uns 60 Jahre lang einreden, bis wir es uns selber glauben?
Ansonsten gebe ich Ihnen recht, der richtige Mix aus Bahn und Bus, Fahrrad- und Fußwegen zält.
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