Neuvorstellung A3 : Audi entdeckt das Erdgas

Audi präsentiert auf dem Genfer Salon den neuen A3: leichter als der Golf und schicker obendrein. Erstmals wird es den Kompaktwagen auch mit Erdgas-Turbomotor geben.
Der neue Audi A3 © Audi

Aus der Ferne lassen sich Audi A1, A4 , A5, A6 und auch der neue A3 am besten durch das unterschiedliche Design der Tagfahrleuchten unterscheiden. Beim A3 sind es LED-Bänder in L-Form. Denn ansonsten gleicht der Kompaktwagen den anderen Audi-Modellen, zumindest von vorn. Er hat den typischen Singleframe-Kühlergrill, den ein Audi-Sprecher als "die DNA der Marke" bezeichnet. Darum will Audi auch weiterhin an diesem Merkmal an der Fahrzeugfront festhalten.

Von der Seite wirkt der neue A3, der in dieser Woche auf dem Genfer Autosalon Weltpremiere feiert, dynamischer als sein etwas streng geratener Vorgänger. Trotzdem sind die Designer nicht der Versuchung erlegen, die Seitenlinie zu stark nach oben zu schwingen. Die hinteren Seitenfenster sind recht groß ausgefallen. So fühlt man sich im Fond nicht so eingebunkert. Platz hat man auch genügend, zwei Erwachsene können bequem hintereinander sitzen.

Das liegt auch daran, dass der Radstand im Vergleich zum Vorgänger um zwei Zentimeter gewachsen ist, bei einer unveränderten Länge von 4,24 Metern. Nur der Einstieg in den Fond des Dreitürers, an den Vordersitzen vorbei, ist etwas beschwerlich. Audi hat außerdem den Kofferraum vergrößert: Er fasst nun 365 Liter, während der Vorgänger nur ein Ladekapazität von 281 Litern bot. Der Laderaumboden lässt sich in zwei verschiedenen Höhen anbringen. Zugleich hat der A3 um bis zu 80 Kilogramm abgespeckt. Das Leergewicht des Basismodells liegt unter 1.200 Kilogramm, ein VW Golf ist schwerer.

Navi mit Bedienelementen wie in der Oberklasse

Außen haben die Formgestalter eine Reihe sportlicher Akzente gesetzt. Die Außenspiegel zum Beispiel sind an der Türbrüstung angebracht, ein dezenter Dachspoiler fügt sich harmonisch ins Gesamtdesign ein. Mit seinen 19-Zoll-Felgen sieht der neue A3 ein bisschen bullig aus – die Serienmodelle bekommen aber Felgen mit einer Größe zwischen 16 und 18 Zoll. Mit Außenspiegeln liegt die Breite bei knapp unter zwei Metern – nicht unwichtig fürs Überholen in Autobahnbaustellen.

Das Cockpit des A3 wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Zudem bringt Audi Bedienelemente, die bisher nur in der Oberklasse verfügbar waren, ins Kompaktsegment. Denn das sogenannte Touchwheel, mit dem das Infotainment-System bedient wird, dient gleichzeitig als Touchpad wie bei einem Notebook. Damit lässt sich ähnlich wie im Audi A8 das gewünschte Reiseziel ins Navigationssystem eingeben, indem man Buchstaben mit dem Finger "malt". Der elf Millimeter schmale und sieben Zoll große Navigationsbildschirm fährt aus dem Armaturenbrett aus.

Das Ablagefach in der Mittelkonsole wird zur drahtlosen Telefon-Box. Per Bluetooth-Verbindung nimmt das Handy Kontakt zur Koppelantenne des Autos auf. Das Signal des Handys wird dadurch verstärkt und die Sendeleistung vervierfacht. "Wir arbeiten außerdem an einer Möglichkeit zur induktiven Ladung", sagt A3-Projektleiter Frank Herrmann. Dann muss man ein geeignetes Handy nur noch in die Box legen und der Akku wird kabellos aufgeladen. Zu den weiteren Optionen des A3 zählen ein Spurwechselassistent, ein automatisches Parksystem und ein Abstandsregeltempomat mit Notbremsfunktion.

A3 wird es auch mit Erdgasantrieb geben

Für den neuen A3 bietet Audi zunächst drei verschiedene Ottomotoren und einen Diesel an. Zur Wahl stehen bei den Turbobenzinern ein 1,2 Liter großer TFSI-Motor mit einer Leistung von 77 kW (105 PS), ein 1,4-Liter-TFSI mit 90 kW (120 PS) und ein TFSI mit einem Hubraum von 1,8 Litern und 132 kW (180 PS) Leistung. Die Dieselvariante 2.0 TDI hat rund 140 PS.

Später soll ein kleinerer TDI folgen, der mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern Diesel nur 99 Gramm CO2 je Kilometer ausstößt. Dazu gesellt sich ein Sparbenziner (1.4 TFSI) mit 103 kW (140 PS) und Zylinderabschaltung . Erstmals wird es zudem einen Audi mit Erdgasantrieb geben. Der A3 TCNG – das T steht für Turbo, CNG für Compressed Natural Gas , also Erdgas – hat 1,4 Liter Hubraum, Turboaufladung und eine Leistung von ungefähr 150 PS. Der Antrieb soll nach bisheriger Planung bivalent sein, man kann also zwischen Benzin- und Erdgasbetrieb umschalten.

Der neue A3 steht im Sommer bei den Händlern. Das Basismodell 1.2 TFSI kostet dann mindestens 21.600 Euro. Der Endpreis hängt davon ab, für welche Ausstattungslinie – Attraction, Ambition und Ambiente – sich der Kunde entscheidet. Nach dem Dreitürer will Audi die A3-Familie zügig ausbauen: Anfang 2013 soll die Kombi-Version Sportback hinzukommen. Beim bisherigen A3 wählten rund 80 Prozent der Käufer diese Variante. Ebenfalls 2013 dürften das A3-Cabrio und die Hochleistungsversion S3 mit Zweiliter-Turbomotor erscheinen.

Kommentare

11 Kommentare Seite 1 von 2 Kommentieren

Unglaublich, ein Audi A3 mit 99 Gramm CO2 je Kilometer

Das Erscheinungsdatum ist auch noch nicht bekannt. Das nenne ich Technik durch Fortschritt. Wer Geld sparen will und Wert auf einen CO2 Ausstoß von 99g/Km legt sollte sich dieses Auto bestellen: http://www.opel.de/ueber-...

Wer ein wirklich sparsames Auto will sollte dafür kämpen, dass soetwas auf die Straße kommt:
http://www.youtube.com/wa...
http://www.youtube.com/wa...
Beides Vorschläge aus den 90ern, sollte also 2012 machbar sein.

Sie Bundesregierung sollte dieses Projekt unterstützen:
http://www.mute-automobil...
anstatt das Geld für E-Mobilität an die Konzerne VW,Mercedes und BMW zu verteilen.

Das sind mal Alternativen

Ein kleiner, häßlicher zweisitzer ohne Kofferraum und mit einer Reichweite von >100km bis dann wieder 8 stunden getankt werden muss. Übrigens ein Prokekt das von der Bundesregierung unterstützt wird, oder wie meinen sie finanzieren sich Unis?
Das Projekt ist eine nette spinnerei, sonst nichts.

Und der Astra? Sehe grad den Vorteil gegenüber dem A3 nicht wirklich. Ich würd dann doch lieber auf den A3 warten. Oder gleich einen 520d nehmen (4.5 liter/100km) und was anständiges fahren.

Der Opel ist nicht besser,

aber auch nicht schlechter als der Audi. Er ist jedoch heute schon bestellbar im gegensatz zum A3. Den Fortschritt durch Technik kann ich bei dem A3 gegenüber anderen Modellen in der Klasse nicht sehen. Einzig die Marketingstrategie einen Golf als Premium zu verkaufen ist Fortschritt pur.

Die Universitäten finanzieren sich sicherlich auch durch Steurgelder, aber da kommen die Gelder wenigstens bei mehr Menschen an, als bei den Aktiengesellschaften, die Mrd. Euro verdienen und trotzdem Subventionen fordern.

Der Mute bei dem Sie die Reichweite kritisieren wäre für die meisten Haushalte ein ideales zweit Auto. Durch das niedrige Gewicht des Mute können kleinere Akkus verbaut werden, die bestimmt keine 8 Stunden ladedauer haben. Außerdem könnte ich mir auch vorstellen, dass man ein ähnliches Auto mit Verbrennungsmotor bauen kann, welches nicht mehr als 2 Liter Treibstoff vrbraucht(Siehe die 2 anderen Links)

audi steht

für mich für: technik, sportlichkeit, qualität, eleganz, geschwindigkeit, deutsche renngeschichte und natürlich für einen gewissen status.

und atm gibt es für mich kaum elegantere autos wie von audi(jedenfalls für einen normalen menschen noch halbwegs bezahlbare), auch wenn sie natürlich recht haben mit den geringen äusserlichen unterscheidungsmerkmalen...

also für mich sehr starke gründe audi zu kaufen;-)

Kommt noch

"Erdgas mag ja effizienter als Autogas sein, aber die Realität in Sachen Tankstellen ist erschreckend, auf eine CNG (Erdgas) kommen sieben LPG (Autogas) Tankstellen."

Kommt noch, keine Sorge. Mit jedem Modell wird es für die Tankstellenbetreiber attraktiver. Alleinstellungsmerkmale wenigen Anderen zu überlassen, wird sich bald niemand mehr leisten können. Und dann gibt's auch überall CNG...

Antwort auf Zack 34

"Sie scheinen von der Fahrzeugentwicklung in der Praxis nicht gerade zu viel mitbekommen zu haben; wünschen kann ein jeder alles."

Ich beobachte die Fahrzeugentwicklung wie man sieht schon ein wenig genauer. Leider sehe ich da nicht viel was mich erfreut, zumindest nicht von den großen Autoherstellern. Da Schließe ich alle mit ein. Ich kann bei mir kein offensichtliches Feindbild festtellen. Auch der Opel ist zu schwer und überfrachtet mit einer menge Schnickschnack den keiner braucht.

Ausserdem denke ich es ist besser die einzige "Wahre" die noch wirklich Made in Germany ist mit Steuergeldern zu fördern, als Autos die in der Ganzen Welt produziert werden. Die "Wahren" die ich meine sind die Köpf der Menschen, die in diesem Land leben und die Visionen haben sollten. Wer im gestern denkt verschläft die Zukunft. Wenn wir an den ewig gestrigen Ideen festhalten wird unser Wohlstand schneller schwinden als Sie Auto sagen können.