GebrauchtwagenEin Wagen für Klein-Umzug bis Kleinfamilie

Der Nissan Note besticht durch einen langen Radstand und entsprechend viel Platz. Den Minivan gibt es mit dem ratsamen Dieselmotor 1.5 dCi aber nur noch gebraucht. von Marcel Sommer

Der Minivan Nissan Note

Der Minivan Nissan Note  |  © Hersteller

2004 präsentierte Nissan seinen Minivan auf dem Pariser Autosalon noch als Konzeptstudie namens Tone – ein Jahr später kam das Modell, das sich mit dem Micra und dem Cube die Plattform teilt, unter dem Namen Note in den Handel, auch in Deutschland. Seit der Markteinführung hat Nissan den Van immer wieder einer Modellpflege unterzogen: 2009 bekam er – neben ein paar Schönheitskorrekturen am Chassis – unter anderem Kopfairbags vorn und hinten sowie aktive Kopfstützen. Der Schleuderschutz ESP ist seit dem kleinen Facelift Anfang 2011 schon in der kleinsten Version serienmäßig vorhanden.

In der Pannenstatistik fährt der kleine Japaner mit dem Steilheck seit Jahren in der Spitzengruppe um den Sieg. Nur in wenigen Fällen musste ein Kfz-Meister dem Vierzylindermotor wieder neues Leben einhauchen. Das macht den Note auch als Gebrauchtwagen interessant. Insbesondere in einer Motorisierung, die es seit Ende August 2010 nicht mehr neu zu kaufen gibt.

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Damals nahm Nissan das 76 kW (103 PS) starke Dieselaggregat 1.5 dCi aus dem Note-Motorensortiment. Er war der stärkste Note-Diesel mit einem maximalen Drehmoment von 240 Nm. Der Selbstzünder treibt mit seinem Sechsgang-Schaltgetriebe den Nissan Note bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 180 Kilometern pro Stunde. Den Sprint aus dem Stand bis Tempo 100 absolviert er in 11,1 Sekunden. In seiner höchsten Ausstattungsvariante Tekna fährt der Note zudem serienmäßig auf 16 Zoll großen Leichtmetallfelgen.

Variabel im Innenraum

Auch an der Zapfsäule überzeugt der Nissan Note 1.5 dCi. Fahrer, die ihn sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn bewegen, werden an der Tankstelle selten mehr als 60 Euro für einen vollen Tank zahlen müssen. Zum einen liegt das an seinem Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern auf 100 Kilometern, zum anderen an seiner äußerst früh aufleuchtenden Reservetankanzeige. Im Normalfall verfügt der 4,10 Meter lange Fünfsitzer nämlich über einen Rest-Dieselvorrat von knapp sieben Litern beziehungsweise über Restreichweite von über 100 Kilometern.

Der 1.278 Kilogramm schwere 1.5 dCi DPF Tekna erfreut aber auch mit anderen Literangaben. Der Kofferraum bietet zunächst 280 Liter Stauvolumen und lässt sich durch Umklappen der geteilten Rückbank auf bis zu 1.332 Liter erweitern. Damit eignet sich der Note auch für einen Klein-Umzug. In der Tekna-Ausstattung ist zudem das praktische Flexi-Board-System dabei, mit dem sich der Kofferraum in verschiedene Bereiche aufteilen lässt. So können zerbrechliche Gegenstände durch Trennwände besser geschützt werden.

Dank des langen Radstandes bietet der Note im Innenraum viel Platz. Die gesamte Rückbank kann um 17 Zentimeter in Längsrichtung verschoben werden. Das schafft auch für großgewachsene Fondpassagiere ausreichend Beinfreiheit. Außerdem besticht der Minivan mit einer Vielzahl an Ablagen und Verstautaschen. Die ab der B-Säule schwarz getönten Scheiben halten vor allem im Sommer die Sonnenstrahlen fern, das ganze Jahr über aber auch neugierige Blicke. Das festeingebaute Navigationssystem Nissan Connect verbindet sich nach einmaligem Einrichten sofort mit einem Bluetooth-fähigen Mobiltelefon und spielt auch mp3-Musikdateien vom angeschlossenen USB-Stick oder iPod ab.

In Fahrtests werden unter anderem das gute Bremsverhalten und die sehr gute Handlichkeit des Nissan Note hervorgehoben. Allerdings ist der Minivan nach vorn etwas unübersichtlich. In der ADAC-Pannenstatistik 2010 belegte er in der Kategorie der Kleinwagen den fünften Platz von 23 – ein direkter Konkurrent des Note, der Ford Fusion, landete auf Platz 8. Beanstandet wurde bei dem Nissan, dass sich die Batterie sehr häufig entlädt. Weitere Pannen waren ausfallendes Abblendlicht und defekter Anlasser beim Diesel. Der Nissan Note 1.5 dCi DPF Tekna wurde bis zu seiner Einstellung zu einem Neupreis von 22.490 Euro angeboten, heute ist er auf dem Gebrauchtwagenmarkt für knapp 13.000 Euro zu haben.

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Leserkommentare
  1. Diesel-Fetischisten?
    Der Dieselmotor bei diesem Auto ist offenbar sehr fehleranfällig. Überhaupt ist in Kleinwagen ein Dieselmotor sehr fraglich, die höheren Kosten fahren sich bei den wenigsten Leuten wieder ein. Eine Dreckschleuder bleiben Dieselmotoren weiterhin, Filter und Co. haben sich als reine Maskerade herausgestellt.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    >>die höheren Kosten fahren sich bei den wenigsten Leuten wieder ein<<
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    Aufgrund des wesentlich geringeren Verbrauchs (kombiniert mit niedrigerem Spritpreis) gegenüber einem Benziner mit gleicher PS-Zahl geschieht das sogar relativ schnell

  2. "Fahrer, die ihn sowohl in der Stadt als auch auf der Autobahn bewegen, werden an der Tankstelle selten mehr als 60 Euro für einen vollen Tank zahlen müssen. Zum einen liegt das an seinem Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern auf 100 Kilometern, zum anderen an seiner äußerst früh aufleuchtenden Reservetankanzeige."

    Es liegt wohl eher am Fassungsvermögen des Tanks. Der Preis für Volltanken dürfte jedenfalls unabhängig davon sein, ob der Nissan 5l oder 10l pro 100km schluckt.

  3. 3. Irrtum

    >>die höheren Kosten fahren sich bei den wenigsten Leuten wieder ein<<
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    Aufgrund des wesentlich geringeren Verbrauchs (kombiniert mit niedrigerem Spritpreis) gegenüber einem Benziner mit gleicher PS-Zahl geschieht das sogar relativ schnell

  4. 4. ach so

    Das das Auto eine Dreckschleuder ist sollte erst einer beweisen. Wieder so einer der auf dem Sofa sitzt bei Kerzenlicht ohne Stromanschluss und fuer den Kompi den Strop erradelt LOL. Der Note ist ein wirklich gute brauchbares Auto, bei der Groesse sparsam fahrbar, das gibt es nicht so oft.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Ford | Nissan | Facelift | Gebrauchtwagen
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