NeuvorstellungKastenlieferwagen für Familienväter

Der neue Opel Combo ist eine günstige Alternative zum Familienvan. Er bietet den Fahrkomfort einer Limousine, zugleich auch die Vorteile eines Kastenwagens. von Marcel Sommer

Wie bekommt man ein Fahrrad in ein Auto? Ganz einfach: Heckklappe auf, Fahrrad rein, Heckklappe zu. Bei der neuen Generation des Opel Combo Tour geht das ohne grobe Schäden an Rad und Auto. Der geräumige Kastenwagen bietet ein maximales Ladevolumen von 3.200 bis zu 4.000 Litern, je nach Größe. Denn der Combo ist in zwei Varianten mit unterschiedlich großem Radstand zu haben und somit wahlweise 4,39 und 4,74 Meter lang. Da lässt sich mehr als nur ein Freizeitsportgerät binnen kürzester Zeit verstauen. Dank der niedrigen Ladekante von 54,5 Zentimetern Höhe können auch die kleinen Familienmitglieder beim Packen helfen.

Nicht ganz nachzuvollziehen ist im Innenraum die Bestuhlungsphilosophie von Opel. Während der Combo mit kurzem Radstand sowohl als Fünf- und Siebensitzer erhältlich ist, kann die Variante mit langem Radstand nur als Fünfsitzer geordert werden. Gleichzeitig ist die Ausführung mit kurzem Radstand auch mit einem Hochdach verfügbar. Ohne Hochdach misst das Fahrzeug 1,85 Meter in der Höhe, mit Hochdach 2,10 Meter.

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Die vielen und großen Glasflächen sorgen für einen angenehm lichtdurchfluteten Innenraum, und die Passagiere haben genügend Platz für Kopf und Beine sowie eine Vielzahl von Ablagen für alles, was man unterwegs dabei haben möchte. Eingestiegen wird serienmäßig durch zwei lange Schiebetüren. Diese lassen sich jedoch von innen mehr schlecht als recht und erst nach einer kurzen Einweisung einigermaßen flüssig öffnen. Der anscheinend einem Pistolenzug nachempfundene Öffnungshebel erweckt zudem nicht den Eindruck, dass er allzu oft benutzt werden möchte. Gleiches gilt für den Plastiktankdeckel.

Bequemes Fahren

Doch seine Benutzung wird beim Opel Combo Tour mit 1,6-Liter-Dieselmotor (77 kW/105 PS) im Optimalfall sowieso nur alle 1.000 Kilometer von Nöten sein – der Normverbrauch liegt bei 5,2 Litern auf 100 Kilometer, entsprechend 138 Gramm CO2 je Kilometer. Die Normwerte gelten allerdings nur für die Ecoflex-Variante des CDTI-Motors, die mit einem Start-Stopp-System ausgerüstet ist. Sie kostet im Vergleich zum normalen 1.6 CDTI 355 Euro mehr. Für die Fahrzeuggröße und das Gewicht (1.415 Kilogramm) ist der Spritverbrauch akzeptabel.

Der Vierzylindermotor arbeitet zwar hörbar, aber nicht störend und treibt den Kastenwagen auf bis zu 164 Kilometer pro Stunde. Das 290 Nm starke Drehmoment sorgt für eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 13,4 Sekunden. Der Wagen kommt mit einem manuellen Sechsganggetriebe auf den Markt. Das serienmäßige ESP hilft bei der Traktionsfindung an der angetriebenen Vorderachse.

Für ein solches Nutzfahrzeug ist das Fahrwerk ungewohnt gut abgestimmt, die Federung ist komfortabel. Der Fahrer erhält über das bequem in der Hand liegende Lenkrad ausreichend Rückmeldung von der Straße. Das verbesserte Handling ist der Einzelradaufhängung an der Hinterachse zuzuschreiben. Außerdem hat der Fahrer durch die hohe Sitzposition einen guten Überblick.

Günstige Alternative zum Zafira

Opel bietet den auf dem Fiat Doblò basierenden Combo als extrem variables Modell an – nicht nur im Hinblick auf den Radstand. Zur Wahl stehen drei Ausstattungsvarianten und bei der Motorisierung sechs verschiedene Aggregate. Neben einem 70 kW (95 PS) starken Benziner stehen vier Dieselversionen von 66 kW (90 PS) bis 99 kW (135 PS) zum Kauf bereit. Außerdem ist der Combo auch mit einem Erdgasantrieb erhältlich. Dieser bietet eine Leistung von 88 kW (120 PS). Eine Elektrovariante ist bislang nicht geplant.

Als Business-Modell für Handwerker und andere Gewerbetreibende kostet der neue Opel Combo mindestens 16.362 Euro, für die Pkw-Familienversion beginnen die Preise bei 17.650 Euro. Für den Combo Tour 1.6 CDTI Ecoflex sind mindestens 20.805 Euro fällig. Die Preise sind durchaus attraktiv: Im Combo ist mehr Platz als im Opel Zafira und zugleich ist er günstiger. Wer sich am vielen Plastik im Combo-Cockpit nicht stört – dort glänzt der Zafira mehr mit Klavierlack – und eher auf das Raumangebot schaut, bekommt mit dem Combo eine gute Familienvan-Alternative.

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Leserkommentare
  1. ... aber Titel kommen nicht immer vom Autor selbst. Tatsächlich kommen sie sogar eher selten vom Autor.

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Männerauto?"
  2. 10. Stimmt

    Mich nervt das auch immer, wenn in der Vorschau ein Bild zu sehen ist, aber wenn man den Artikel aufmacht ist keines da.

    Antwort auf "Bilder"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen
    Redaktion

    Lieber Leser,
    durch einen technischen Fehler war die Bildergalerie zunächst nicht zu sehen. Jetzt haben wir den Fehler behoben.

    Beste Grüße
    Matthias Breitinger

  3. ist baugleich und ein paar hunderter billiger. Ich frage mich, warum in diesem Artikel nicht darauf hingewiesen wird. Andere Zeitungen enthalten den Lesern diese Information nicht vor. Ich halte die zunehmende Zusammenarbeit zwischen Fiat und Opel sowieso für schädlich. Bei Reparaturen wird man öfter darauf hingewiesen, "Zukaufteil von Fiat". Man sollte bei Opel mal darüber nachdenken, wo denn der Vorteil eines Fiats mit dem Blitz als Logo ist und dies dem Kunden vermitteln. Bei der Elektrik ließe sich mit wenig Aufwand einiges machen.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Beide Modelle sind nicht baugleich, wenn auch der Opel auf dem Fiat basiert, wie es im Artikel angegeben ist.

  4. Beide Modelle sind nicht baugleich, wenn auch der Opel auf dem Fiat basiert, wie es im Artikel angegeben ist.

    Antwort auf "Der Fiat Doblo"
    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Ich nehm's zurück, die Unterschiede in der Motorisierung und Innenraum, die ich zuerst gesehen habe, sind offenbar keine.

  5. Ich nehm's zurück, die Unterschiede in der Motorisierung und Innenraum, die ich zuerst gesehen habe, sind offenbar keine.

    Antwort auf "Stimmt nicht"
  6. dann bitte wenigstens mit nicht ugly-design.

  7. Was Leser Methusalixchen zur Einfahrthöhe schreibt, beruht auf Vermutung, nicht auf Wissen. Die maximale Höhe in Parkhäusern beträgt in der Regel nicht 2,00 m, sondern nur 1,80 m, wodurch zahlreiche PKW ausgeschlossen sind. Ich bestreite nicht, daß es Parkhäuser mit 2,00 m Höhe geben mag, ich bin einem solchen aber noch nie begegnet. Die Regel sind sie somit nicht.

    Berlin Innenstadt: ich mußte aus einer Einfahrt rückwärts herausfahren, weil die maximale Höhe an der Einfahrt mit 1,70 m angegeben war. KO für meinen Ford Galaxy.

    Berlin, Parkhaus hinter der Komischen Oper: 1,80 m Höhe. Ein VW T5 war dennoch hineingefahren. Das gab keine Probleme, die Standfläche selbst gibt auch nie Probleme - dafür das Hinein- oder Herausfahren. Beim Hinausfahren aber blieb der T5 mit seinem Dach an der Schrägen hängen.

    Bochum, Parkhaus am Rathaus: Höhe 1,80 m. Damit auch höhere PKW dort parken können, hat man im Erdgeschoß für eine größere Höhe gesorgt und sie mit Schildern großen PKW über 1,80 m Höhe vorbehalten. Die Sache funktioniert aber nicht. Auf diesen Plätzen stehen regelmäßig Kleinwagen.

    Wo also gibt es die Parkhäuser mit 2,00 m Höhe?

    Antwort auf "Die Einfahrhöhe ..."
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    • FZ
    • 03. April 2012 17:58 Uhr

    in Karlsruhe...

    • Zack34
    • 01. April 2012 12:42 Uhr
    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Männerauto?"

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Opel | Europa
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