Verbrauchsarme Autos : An Tankstellen nicht gern gesehen

Die hohen Spritpreise machen den Verbrauch zum wichtigsten Kriterium beim Autokauf. Es gibt ein breites Angebot an sparsamen Autos. Eine Übersicht

Pünktlich zu Ostern stand der Benzinpreis auf Rekordhoch . Mehr als 1,70 Euro kostete ein Liter Superbenzin E5, nachdem schon im März die alten Rekordniveaus vom Sommer 2008 überschritten worden waren. Jedem Autofahrer müsste jetzt klar sein: Langfristig gehen die Preise wohl nicht mehr nach unten – schließlich muss mit weiter steigenden Rohölnotierungen gerechnet werden.

Wer dennoch einen Neuwagenkauf plant, kann den hohen Preisen an der Zapfsäule immerhin ein kleines Schnippchen schlagen. Denn quer durch alle Fahrzeugklassen war es noch nie so einfach, sich für ein sparsames Auto zu entscheiden. Wir stellen in zwei Teilen in einer Übersicht die Spritknauser vor, im Folgenden zunächst die verbrauchsarmen Modelle unter den Kleinst- und Kleinwagen sowie in der Kompaktklasse. Der Vergleichbarkeit wegen wird der jeweils im offiziellen Fahrzyklus NEFZ ermittelte Normverbrauch zugrunde gelegt, auch wenn bekanntlich der Wert nur schwer zu erreichen ist.

Los geht es mit den Kleinstwagen. Den geringsten Spritverbrauch, nämlich 0,0 Liter auf 100 Kilometer, haben hier der Mitsubishi i-MiEV und seine Schwestermodelle Citroën C-Zero und Peugeot iOn – sie fahren rein elektrisch. Zugegeben, ganz kostenfrei ist das Fahren hier natürlich auch nicht. Aber den Ärger über steigende Benzinpreise spart man sich. Der i-MiEV bietet Platz für vier Personen und bis zu 150 Kilometer Reichweite, bei ordentlichen Fahrleistungen. Leider schwankt die tatsächliche Reichweite je nach Fahrweise und Außentemperatur, zudem ist der Preis von 34.390 Euro happig. Die weitgehend identische Variante von Citroën ist mit 29.393 Euro günstiger; der Peugeot iOn ist derzeit nur zu leasen.

Noch tanken, aber nicht wirklich viel, muss man als Fahrer des 54 PS starken Smart Fortwo 0.8 CDI . Der Normverbrauch liegt bei 3,3 Litern Diesel auf 100 Kilometer, der Wagen kostet 15.185 Euro. Sparsamster Benziner-Smart ist der 13.925 Euro teure 1.0 mhd , der 4,3 Liter pro 100 Kilometer benötigt. Der Haken am Smart bleibt allerdings das schlechte Platzangebot. Ein wenig mehr Raum bietet der Mini One Diesel (3,8 Liter Verbrauch, 18.500 Euro). Noch sparsamer soll der VW eco up! sein. Deutschlands kleinstes Serien-Erdgasauto werde im Schnitt nur 2,9 Kilogramm Gas (CNG) pro 100 Kilometer verbrauchen, verspricht VW . Ein kleiner Reservebenzintank ist auch an Bord. Der 68 PS starke eco up! soll noch in diesem Jahr auf den Markt kommen und ungefähr 13.000 Euro kosten.

Kleinwagen

Schier unerschöpflich ist das Sparangebot bei den Kleinwagen. Hier finden sich viele Autos, die weniger als vier Liter auf 100 Kilometer verbrauchen. Dazu zählen zum Beispiel der Fiat 500 1.3 Multijet (im Schnitt 3,9 Liter Diesel auf 100 Kilometer) für 16.400 Euro, der Alfa Romeo Mito 1.3 JTDM Eco (3,5 Liter, 16.950 Euro), der Audi A1 1.6 TDI (3,8 Liter, 18.200 Euro), der Citroën C3 e-HDi 70 (3,4 Liter, 17.750 Euro), der Hyundai i20 1.4 CRDi Blue (3,7 Liter, 16.520 Euro), der Ford Fiesta 1.6 Econetic (3,6 Liter, 16.025 Euro), der Renault Twingo dCi 85 (3,4 Liter, 15.500 Euro) oder der VW Polo Bluemotion (3,3 Liter, 16.900 Euro). Die Benzinversionen der entsprechenden Modelle sind deutlich billiger und verbrauchen häufig auch nur zwischen vier und fünf Litern Treibstoff auf 100 Kilometer.

Im reinen Stadtverkehr können besonders Hybridmodelle ihre Vorteile ausspielen, denn je häufiger abgebremst wird, desto mehr kann rekuperiert, also die Bremsenergie rückgewonnen, werden. Im Kleinwagensegment hat man die Auswahl zwischen dem Honda Jazz Hybrid (Systemleistung: 98 PS, Durchschnittsverbrauch: 4,5 Liter Benzin, Preis: 18.900 Euro), dem sportlich angehauchten Honda CR-Z (124 PS, fünf Liter, 21.990 Euro) und dem ab Juni erhältlichen Toyota Yaris Hybrid mit einem Durchschnittsverbrauch von 3,5 Litern auf 100 Kilometer (100 PS, ab 16.950 Euro).

Kompaktklasse

In der Kompaktklasse hat fast jeder Hersteller verbrauchsoptimierte Diesel-Modelle im Programm. Unter der 4,5-Liter-Marke zum Beispiel liegen der BMW 118 d (3,8 Liter Verbrauch, 27.100 Euro), der Citroën C4 e-HDi 110 (4,3 Liter, 21.950 Euro), der Dacia Sandero dCi 90 (4,0 Liter, 11.990 Euro), der Fiat Bravo 1.6 Multijet (4,5 Liter, 18.390 Euro), der Hyundai i30 1.6 CRDi (4,0 Liter, 20.510 Euro), der Mazda 3 1.6 MZ-CD (4,3 Liter, 21.390 Euro), die Mercedes B-Klasse B 180 CDI (4,4 Liter, 27.578 Euro), der Opel Astra 1.3 CDTi (3,9 Liter, 20.615 Euro), der Peugeot 208 e-HDi 68 (3,4 Liter, 16.250 Euro), der Seat Leon 1.6 TDI (3,8 Liter, 21.590 Euro), der Škoda Fabia 1.2 TDI (3,4 Liter, 17.180 Euro) oder der VW Golf TDI Bluemotion (3,8 Liter, 22.150 Euro).

Auch für die Kompaktklasse gilt: Die jeweiligen Benziner-Einstiegsversionen dieser Modelle sind deutlich günstiger zu haben und verbrauchen im Schnitt fünf bis sechs Liter auf 100 Kilometer.

Hybridfahrzeuge und Elektroautos gibt es natürlich auch im Kompaktsegment. Der Nissan Leaf kommt mit einer Batterieladung rund 175 Kilometer weit – in der Praxis kann die Reichweite aber deutlich geringer ausfallen – und kostet 36.990 Euro. Renault bietet den ebenfalls rein elektrischen Fluence (185 Kilometer Reichweite) an, dessen Kaufpreis mit 25.690 Euro deutlich niedriger erscheint. Allerdings kommen noch Leasingkosten für die Batterie hinzu. Der Toyota Prius bietet bewährte Hybridtechnik, kostet 25.750 Euro und verbraucht im Schnitt 3,9 Liter auf 100 Kilometer.

Die seriellen Plug-In-Hybride Opel Ampera (45.500 Euro) und Chevrolet Volt (42.950 Euro) verbrauchen im Schnitt nur 1,2 Liter auf den ersten 100 Kilometern, wenn die Akkus voll aufgeladen sind. Dann nämlich können sie ihre Batteriereichweite von bis zu 80 Kilometern ausnutzen. Danach liefert ein kleiner Benzinmotor (Range Extender) elektrische Energie für mindestens 400 weitere Kilometer. Je mehr Gefällstrecken die Route enthält, desto mehr kann die leistungsfähige Rekuperation ihre Wirkung entfalten. Der Verbrauch sinkt dadurch erheblich und die Batteriereichweite steigt wieder.


Kommentare

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Ungerechte Überschrift

Ich hatte ein Elektroauto, und bin des öfteren zu ganz normalen Tankstellen gefahren, um dort aus irgendeiner Steckdose nachzuladen. Das durfte ich so gut wie immer, und zwar kostenfrei, da sich das extra berechnen der ca. 50 Cent für den Strom auch kaum gelohnt hätte.

Von "nicht gerne gesehen" kann keine Rede sein. Ich will eine Lanze für die Spritverkäufer brechen, die immer freundlich und hilfsbereit waren, und von ihrer eigenen Industrie keineswegs so vorbehaltlos voreingenommen waren wie man das glauben könnte. Die emfpanden ihre eigene Handelsware teilweise als "Dreck". Kein Wunder, die mussten schließlich den ganzen Tag im Benzin-Mief stehen.

Außerdem kann es ihnen egal sein, denn wenn sie in Zukunft Strom statt Benzin verkaufen, dann bleiben sie immernoch im Geschäft.

Lenticularis hat vollkommen Recht

Die Einnahmen einer Tankstelle aus Spritverkauf machen nur einen relativ geringen Teil Gesamteinnahmen aus, aber die Betriebskosten dafür sind recht hoch. Gleichzeitig ist das auch noch der Hebel, mit dem der Pächter von den Mineralölkonzernen geknechtet wird.

Schätze mal, die Pächter wären gar nicht so unglücklich, wenn sie auf den Spritverkauf verzichten könnten und der Knechtschaft entfliehen. Stattdessen weiterhin exklusiv als Kiosk/Bistro der Nacht und des Sonntags mit dem Shop Geld verdienen und Serviceleistungen bieten - auch der Elektrische will gewaschen und gestaubsaugt werden...

Na das ist doch mal ein Angebot - allerdings wohl nur für ...

... Leute, die eine Baumschule absolviert haben. Selbst das gute Gewissen muss man sich schönrechnen, denn in Wahrheit werden die Emissionen ja nur verschoben, nicht etwa vermieden - zumindest so lange, wie die Energie aus Kohle oder Öl kommt, was angesichts der fabelhaften Umsetzung der angeblichen Energie-Wende wohl noch lange der Fall sein wird, man denke nur an die politische Machbarkeit von Netzausbau oder notwendiger Speicherkraftwerke. Dann aber der ökonomische Irrsinn: Nehmen wir den elektrischen Kleinwagen Citroen C-Zero, der kostet "nur" knapp 30.000 Euro, fast geschenkt. Nehmen wir der Einfachheit halber an, der Strom wird uns auch geschenkt und die Batterie hält ewig - und vergleichen wir das dann mit einem Skoda Fabia 1.2 TDI für gut 17.000 Euro. Nehmen wir weiter an, dass dieser, bei deutlich höherem Nutzwert, in der Praxis knapp 5 Liter verbraucht - dann können wir für die Preisdifferenz von rund 12.200 Euro fünf Jahre lang 20.000 km im Jahr fahren, selbst wenn der Liter 2,40 Euro kostet. Wer möchte sich da noch wundern, dass sich 2011 weniger als 1.000 Privatkunden für ein Elektro-Auto entscheiden konnten? Und, um gleich vorzubeugen: Solchen Schwachsinn setzt man auch mit noch so fetten staatlichen Subventionen, von denen die Industrie schon wieder träumt, nicht durch - wetten?!

Bitte...

Bitte dabei in Betracht ziehen, dass ein Auto auch einen Wiederverkaufswert hat und die Differenz im Einkaufspreis nicht automatisch verloren ist - sondern teilweise durch den höheren Verkaufpreis als Gebrauchter wieder hereingeholt wird. Und je höher die Kraftstoffpreise steigen, um so vorteilhafter wird sich der Wiederverkaufswert von Fahrzeugen mit niedrigem Verbrauch/keinem Kraftstoffverbrauch entwickeln.

Dass die Preise für Elektrofahrzeuge noch nicht mit dem Massenmarkt kompatibel sind, das ist allerdings auch klar. Aber so ist das nun mal bei neu eingeführten Technologien, das wird sich mit der Zeit und höheren Stückzahlen ändern.

An sich haben Sie recht - allerdings kaum bei E-Autos

Der Einwurf stimmt. Der Benzimpreis steigt. Und er wird weiter steigen. 2,40 halte ich auch für Mittelfristig drin. man muss einfach schauen wie er in der Vergangenheit gestiegen ist.

Bei Elektroautos aber, da ist das tatsächlich eine Milchmädchenrechnung. Noch. Denn einerseits kann man davon ausgehen das die Batterie nach 5 Jahren durch ist. Jedenfalls alles andere als neu.
Und andererseits steigt der Strompreis ja auch. Auch wenn die Energiekosten hier nicht so viel ausmachen, aber der Faktor ist da. Ob die Strompreise weiter steigen ist schwer vorauszusagen, hier greift der Staat ja viel häufiger ein. Jedenfalls kostet ne KWh jetzt 25 cent statt 20, was gar nicht so lange her ist.

Im Moment sollte man zu einem sparsamen Diesel oder Benziner greifen. U.u ist auch Erdgas interessant.

Energiegewinnung für e-Autos

Nur eine kleine Anmerkung: Der Ottomotor kommt (haupts. wg. der verlorenen Abwärme) auf eine Energieausbeute (auch Wirkungsgrad) von max. 0,39 (Thermodynamik I&II).
Dagegen gibt es bereits Kraftwerke, die mit 0,6-0,68 arbeiten. Dies liegt daran, dass Abwärme oft für andere Zwecke verwendet wird, für die ansonsten zusätzliche Brennstoffe verfeuert würden.
Leider lässt sich die Abwärme bei einem Fahrzeug (ausser im Winter für die Innenraumheizung) nur schlecht anderweitig nutzen - daher die miserable Energieausbeute.

Wenn ich aber jetzt den zentral erzeugten(!) Strom für die Fortbewegung nutze, erreiche ich in Summe (0,65 * 0,98 = 0,64) immer noch eine höhere Energieausbeute als wenn ich den Sprit im Automotor berfeuere.

Wie gesagt, nur mal so als Anmerkung.

E-Auto lohnt sich doch

Sie vergleichen Skoda Fabia 1.2 TDI und Citroën C-Zero, und stellen fest, dass sich 12000 € Preisdifferenz bei aktuellen Spritpreisen nicht lohnt. Wie kommen Sie aber darauf, dass man ein Auto nur 5 Jahre fährt? Die übliche Lebensdauer von Autos liegt mittlerweile bei 10 bis 15 Jahren! Bei 200.000 km Gesamtfahrleistung, 5 Liter durchschnittlichem Verbrauch und 1,80 Euro durchschnittlichen Spritkosten (1,50 Euro heute für Diesel, 2,10 Euro dann in 10 bis 15 Jahren, was noch vorsichtig geschätzt ist) ergeben sich Spritkosten von 18.000 Euro!

Strom kostet bei 15 kWh auf 100 km hingegen ca. 8100 Euro (27 Ct./kWh auf Basis von 24 Ct./kWh aktuell und 30 Ct./kWh künftig). Macht also 10.000 Euro Verbrauchsersparnis, die die 12.000 Euro Differenz bei der Anschaffung fast kompensiert!

Bleibt die Frage nach der Wartung: Diesel-Fahrzeuge brauchen viele Ölwechsel, ab und zu werden neue Zahnriemen und Keilriemen fällig, und die Auspuffanlage hält auch nur eine bestimmte Zeit durch. Das sind alles Wartungsaufwendungen, die ein E-Auto nicht haben sollte. Dafür ist bei diesen die Batterielebensdauer endlich. Ich persönlich halte es aber für wahrscheinlich, dass die Ersatzbatterien in 10 Jahren billiger sein werden als heute, weil große Akkus mit steigenden Stückzahlen billiger werden.

Am Ende könnten sich die 12.000 Euro extra für das E-Auto also schon heute rechnen. Oder man wartet nochmal 3 oder 5 Jahre, denn Akkus und E-Autos werden, wie schon geschrieben, günstiger werden.

Jag

@JaguarCat&HansGlück

@Jagar: Leider halten die Akkus keine 10-15Jahre. Die maximale "Garantie" die bisher ein Autohersteller auf die Batterien gibt sind soweit ich weiß 8 Jahre. Nach 10 Jahren fahren sie dann wahrscheinlich nur noch 50% der angegebenen Reichweite.
Viel Spaß!
@Hans: An sich könnte man annehmen, dass der Widerverkaufswehrt mit höherem Kaufpreis auch höher sein könnte. Das wird aber wahrscheinlich nicht der Fall sein, weil die Batterien sich schneller "abfahren", als bei konventionellen Autos die Motoren. Somit wird der Wertverlust bei einem Elektroauto deutlich höher ausfallen.

My two cents

Chris

Nicht schlecht!

Sie beziehen Strom ausschließlich aus GuD-Kraftwerken und Ihr Elektroauto ist direkt mit einem Kabel an jenes Kraftwerk angeschlossen und kann den produzierten Strom untransformiert aufnehmen?

Der gesamte deutsche Kraftwerkspark kommt im Schnitt auf einen Wirkungsgrad von rund 45% (und nein, es ist nicht möglich, den gesamten Kraftwerkspark auf Kraft-Wärme-Kopplung umzustellen). Der Strom muss ins Netz eingespeist und aus selbigem entnommen werden. Die beiden Transformationsvorgänge laufen mit 99% bzw. 95% Wirkungsgrad ab. Der aus dem Netz entnommene Strom muss zunächst im Autoakku chemisch gespeichert und erst bei der tatsächlichen Fahrt aus diesem entnommen werden (Ja, auch dabei wird ungenutzte Wärme frei). Wirkungsgrad bei modernen Akkus: 90%. Der E-Motor selbst muss die elektrische Energie in mechanische umwandeln. Typisch sind hierbei 90%. Ich verwende mal großzügig die von Ihnen genannten 98%.

Wir haben also: 0,45 * 0,99 * 0,95 * 0,9 * 0,9 * 0,98 = 0,33596 oder einen Wirkungsgrad des Elektroautos von 33,6%.

Das nur zum Wirkungsgrad. Hinzu kommen enorme Kosten für die Fabrikation von Akkus aufgrund seltener Erden etc. und ein entsprechend hoher Preis. Ferner Probleme wie Selbstentladung und Verlust von Speicherkapazität über die Zeit und extrem verringerte Reichweite. Waschmaschine und Wohnzimmermöbel transportiert man auch nicht in so einem MiEV. Ein Kraftstofftank verliert auch nach Jahren der Lagerung nichts von seinem Inhalt und schrumpft auch nicht in der Größe.

Wer will denn diese Autos?

Unsere Regierenden wohl ehr nicht, wenn man bedenkt was ins Staatssäckel fliest! Ich habe das Gefühl, denen kann der Benzinpreis nicht hoch genug sein, sonst hätten diese Politiker nicht seit Monaten nur diskutiert ,sondern einen gesetzlichen Höchstpreis festgelegt! Wenn sich dieses Monopol nicht anders knacken lässt sollte sich ganz Europa da einig sein!

Falsches wird nicht wahrer...

...indem man es immer wiederholt.

"Ich habe das Gefühl, denen kann der Benzinpreis nicht hoch genug sein, sonst hätten diese Politiker nicht seit Monaten nur diskutiert ,sondern einen gesetzlichen Höchstpreis festgelegt!"

Basierend auf welchem Gesetz, bitte schön? Damit Sie morgen wieder brav Ihr Kreuzchen bei der Partei machen, die so ein Gesetz verabschiedet, weil grad mal wieder Wahlen sind?

Es gibt kein Grundrecht auf billigen Sprit und das ist auch gut so! Knappheit hat einen Sinn, auch hier. Er macht uns deutlich, dass alles irgendwann zur Neige geht und wir rechtzeitig auf Alternativen setzen sollten. Und nicht erst dann, wenn der letzte Tropfen Öl aus der Erde gepumpt ist.

Wetten, es gäbe keine spritsparenden Autos, wäre der Spritpreis niedrig?

Man hat die Grünen fast gesteinigt...

...1998, für Ihre Argumentation, man hat Kretschmann fast gelyncht, letztes Jahr, als er weniger statt mehr Fossilmobile für sinnvoll hielt, das deutsche, schwäbische Geschäftsmodell schien in akuter Gefahr, durch Grüne - und jetzt scheint sich, schneller als gedacht, alles Grüne zu bestätigen: Ein Benzinpreis von 5 Mark, die Endlichkeit wertvoller Ressourcen, die Umweltschädlichkeit fossilmobilen Verkehrs, aber wieder wird ein Grüner fast gelyncht für seinen Vorschlag einer City-Maut in Stuttgart. Die Menschen klammern sich an fossile Individualmobilität wie Süchtige, statt sanften Entzug führt die Politik zum cold turkey, bald.

Staat und Benzinpreis

Aktuell liegt der Steueranteil eher bei 56 Prozent. http://www.aral.de/aral/s...

Ohne die hohen Steuern zu lieben muß man doch zugeben, dass der Staat bis 2003 der Preistreiber war. Natürlich kann der Staat die Steuern reduzieren, aber es spricht doch viel dafür, dass dies den Preisanstieg nur etwas verlangsamen würde. Mittel- bis langfristig hilft nur die Anpassung von Verhalten und Motoren