Benzinpreise: Ökonom will Pendler besteuern statt ihnen etwas zahlen
Der Wirtschaftsexperte Straubhaar hat einen neuen Vorschlag in die Debatte um die Pendlerpauschale eingebracht. Er will die Pauschale abschaffen und Pendler besteuern.
In der Debatte um die Pendlerpauschale hat sich der renommierte Wirtschaftsexperte Thomas Straubhaar für einen radikalen Kurswechsel ausgesprochen. Die Pendlerpauschale sollte abgeschafft, die Pendler sollten stattdessen besteuert werden.
"Abgase, Verkehrslärm, Stau oder Parkplatzmangel könnten gute Gründe sein, die Pendlerpauschale abzuschaffen und sie durch eine Pendlersteuer zu ersetzen", sagte der Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI). "Damit könnten Städter für das Leid entschädigt werden, das ihnen autofahrende Pendler antun."
Für den Ökonomie-Professor hat sich die Pendlerpauschale überholt. Sie begünstige heute meist gut verdienende Alleinverdiener, obwohl sie ursprünglich Familien schützen sollte.
"Negative Folgekosten"
Straubhaar sagte: "Die Kosten des Arbeitsweges mit Auto, Bahn, Flugzeug sind dabei nur ein Aspekt. Für die Gesellschaft entstehen negative Folgekosten durch Staus, Unfallgefahren und die Zersiedelung der Landschaft, während sich die Pendler im Grünen über tiefe Landpreise, günstige Grundstücke und Mieten freuen."
Die Preissteigerungen an den Tankstellen hatten in den vergangenen Wochen heftige Debatten über den Wettbewerb am Kraftstoffmarkt ausgelöst. Dabei waren auch staatliche Preiskontrollen oder eine höhere Pendlerpauschale zur Entlastung der Autofahrer gefordert worden.
Der Wirtschaftsexperte stellt sich damit gegen Forderungen der FDP. Die Partei setzt sich seit Wochen für eine Erhöhung der Pauschale ein, stößt jedoch auf den Widerstand des Koalitionspartners. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) sind gegen eine Anhebung der Pauschale.







Aus so einem Elfenbeinturm kann man ja nur pendeln, weil man gern das Häuschen im Grünen hat aber den dicken Managerposten in der Stadt. Dass Viele pendeln, weil sie sich angemessenen Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeit aufgrund mieser Löhne nicht leisten können, oder weil sie von Zeitarbeitsfirmen heute hier und morgen dorthin verkauft werden und nicht alle drei Monate umziehen können, wird mal gekonnt ignoriert.
Wirtschaftsweise eben. Die Weisheit erschließt sich da kaum jemandem.
Schon wieder Professorenschelte, wie damals beim Professor aus Heidelberg?
Manche Leute müssen halt im Vorfeld Situationen durchdenken, die andere erst sehen, wenn sie schon eingetreten sind.
Da das Modell "Pendlerpauschale" keineswegs alle Kosten zum und vom Arbeitsplatz übernimmt, sondern diese lediglich steuerfrei stellt, sollte doch langsam allen klar werden, dass anlässlich stetig steigender Benzinpreise Alternativen zum täglichen Pendeln über viele Kilometer gesucht werden müssen.
Die Abschaffung der Pendlerpauschale würde diese ohnehin notwendige Umstrukturierung zwar beschleunigen, wäre aber nicht ursächlich.
Vermutlich werden sogar diejenigen besser dran sein, die sich beizeiten umgestellt und angepasst haben, anstatt zu warten, bis nichts mehr geht.
...der beste Vorschlag, von dem ich bisher gelesen habe. In unserer Stuttgarter Region ist ständiger Verkehrsinfarkt, dank des Pendelverkehrs und trotz laufender Straßenbauinvestitionen, Lärm-und Gestankemissionen längst gesundheitsschädlich, wer Beschäftigte in seinem Betrieb benötigt, sollte künftig verpflichtet werden, diesen Beschäftigten gut erreichbare Wohnmöglichkeiten zu angemessenen Preisen nachzuweisen, dies geschieht auch, aber die Beschäftigten wollen eben nicht in Nähe der Fabrik wohnen und in Nähe der dorthin führenden Zufahrtsstraßen, sondern im ruhigen Grünen, ein direkt vor den Daimler-Werkstoren entstehendes Wohngebiet wird aus diesem Grund kaum nachgefragt.
Wenn Sie beklagen, "Dass Viele pendeln, weil sie sich angemessenen Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeit aufgrund mieser Löhne nicht leisten können", beachten Sie zweierlei offenbar nicht:
1. Je mieser der Lohn, desto weniger hat man von der Pendlerpauschale. Wer (gemessen an der Anzahl der Haushaltsmitglieder) so mies verdient, das er keine Steuern zahlt, hat sogar garnix davon. Eine Leistung für die besonders Armen ist diese Pauschale also nicht.
2. Dass angemessener Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes finanziell schwerer zu stemmen ist als tägliche Pendelfahrten wird durch die steuerliche Besserstellung von Pendlern ja gerade noch verschärft.
Wenn Sie jetzt fairerweise eine "Vor-Ort-Wohner-Pauschale" fordern (weil das ja auch teuer ist), dürfte auffallen, dass es am einfachsten wäre, diese Pauschale einfach abzuschaffen und das Ganze aufkommensneutral in einer Senkung der Einkommenssteuer (gerne auch als Erhöhung des Freibetrags oder Verschiebung der Ecksätze) auszugleichen.
Der Inhalt des Artikels ist logisch. Ihr Kommentar hingegen spricht für sich.
Mit den Geldern, die man dort einnimmt, könnte man den ÖPNV derartig vergünstigen, dass es schon fast dämlich wäre, mit dem Auto zu fahren.
Ich komme aus einer sehr ländlichen Gegend und kenne das Problem, dass nicht jede Milchkanne vom Bus angefahren werden kann: Aber auch da lassen sich doch mit Sicherheit Lösungen finden.
Würde ich spannend finden..
Oder war das wieder zu gutgemenschelt?!
Der Professor liegt vollkommen richtig in seinen Beurteilungen. Dass Sie hier die Lohn-Keule als Argument schwingen ist einfach nur deplatziert. Die Wahrheit ist dass Pendlerströme durch (meist Besserverdienende) entstehen, die aus ihrem Häuschen im Grünen morgens in die Städte einfallen. Zu Lasten der Stadtbewohner. Das kann man leicht nachweisen wenn man sich einmal die Pendlerströme in z.B. FFM, HH oder Berlin ansieht. Die Giftwolke stinkt immer aus dem Speckgürtel ins Zentrum. Dieses unökologische, unsoziale Verhalten zu besteuern ist nur richtig und überfällig.
Thomas Straubhaar hat Recht! Und jetzt kommen natürlich diejenigen, die darüber jammern, dass sie sich keinen angemessenen Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes leisten könnten. Der Wohnraum auf dem Land ist deshalb so preiswert, weil wir (die Städter) diesen subventionieren. Durch unsere Steuergelder für Straßenbau, Infrastruktur, Abwrackprämie, Eigenheimzulage/7b-Abschreibung und nicht zuletzt die Pendlerpauschale. Sehr herzig finde ich das Beharren auf einem ruhigen Haus im Grünen, während man auf dem täglichen Weg dorthin anderen mit Lärm und Abgasen das Leben schwer macht.
Sollten diese Kosten umgelegt werden auf die Pendler, wie es Straubhaar fordert, wäre das Wohnen auf dem Land teurer als in der Stadt.
Schon wieder Professorenschelte, wie damals beim Professor aus Heidelberg?
Manche Leute müssen halt im Vorfeld Situationen durchdenken, die andere erst sehen, wenn sie schon eingetreten sind.
Da das Modell "Pendlerpauschale" keineswegs alle Kosten zum und vom Arbeitsplatz übernimmt, sondern diese lediglich steuerfrei stellt, sollte doch langsam allen klar werden, dass anlässlich stetig steigender Benzinpreise Alternativen zum täglichen Pendeln über viele Kilometer gesucht werden müssen.
Die Abschaffung der Pendlerpauschale würde diese ohnehin notwendige Umstrukturierung zwar beschleunigen, wäre aber nicht ursächlich.
Vermutlich werden sogar diejenigen besser dran sein, die sich beizeiten umgestellt und angepasst haben, anstatt zu warten, bis nichts mehr geht.
...der beste Vorschlag, von dem ich bisher gelesen habe. In unserer Stuttgarter Region ist ständiger Verkehrsinfarkt, dank des Pendelverkehrs und trotz laufender Straßenbauinvestitionen, Lärm-und Gestankemissionen längst gesundheitsschädlich, wer Beschäftigte in seinem Betrieb benötigt, sollte künftig verpflichtet werden, diesen Beschäftigten gut erreichbare Wohnmöglichkeiten zu angemessenen Preisen nachzuweisen, dies geschieht auch, aber die Beschäftigten wollen eben nicht in Nähe der Fabrik wohnen und in Nähe der dorthin führenden Zufahrtsstraßen, sondern im ruhigen Grünen, ein direkt vor den Daimler-Werkstoren entstehendes Wohngebiet wird aus diesem Grund kaum nachgefragt.
Wenn Sie beklagen, "Dass Viele pendeln, weil sie sich angemessenen Wohnraum in der Nähe ihrer Arbeit aufgrund mieser Löhne nicht leisten können", beachten Sie zweierlei offenbar nicht:
1. Je mieser der Lohn, desto weniger hat man von der Pendlerpauschale. Wer (gemessen an der Anzahl der Haushaltsmitglieder) so mies verdient, das er keine Steuern zahlt, hat sogar garnix davon. Eine Leistung für die besonders Armen ist diese Pauschale also nicht.
2. Dass angemessener Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes finanziell schwerer zu stemmen ist als tägliche Pendelfahrten wird durch die steuerliche Besserstellung von Pendlern ja gerade noch verschärft.
Wenn Sie jetzt fairerweise eine "Vor-Ort-Wohner-Pauschale" fordern (weil das ja auch teuer ist), dürfte auffallen, dass es am einfachsten wäre, diese Pauschale einfach abzuschaffen und das Ganze aufkommensneutral in einer Senkung der Einkommenssteuer (gerne auch als Erhöhung des Freibetrags oder Verschiebung der Ecksätze) auszugleichen.
Der Inhalt des Artikels ist logisch. Ihr Kommentar hingegen spricht für sich.
Mit den Geldern, die man dort einnimmt, könnte man den ÖPNV derartig vergünstigen, dass es schon fast dämlich wäre, mit dem Auto zu fahren.
Ich komme aus einer sehr ländlichen Gegend und kenne das Problem, dass nicht jede Milchkanne vom Bus angefahren werden kann: Aber auch da lassen sich doch mit Sicherheit Lösungen finden.
Würde ich spannend finden..
Oder war das wieder zu gutgemenschelt?!
Der Professor liegt vollkommen richtig in seinen Beurteilungen. Dass Sie hier die Lohn-Keule als Argument schwingen ist einfach nur deplatziert. Die Wahrheit ist dass Pendlerströme durch (meist Besserverdienende) entstehen, die aus ihrem Häuschen im Grünen morgens in die Städte einfallen. Zu Lasten der Stadtbewohner. Das kann man leicht nachweisen wenn man sich einmal die Pendlerströme in z.B. FFM, HH oder Berlin ansieht. Die Giftwolke stinkt immer aus dem Speckgürtel ins Zentrum. Dieses unökologische, unsoziale Verhalten zu besteuern ist nur richtig und überfällig.
Thomas Straubhaar hat Recht! Und jetzt kommen natürlich diejenigen, die darüber jammern, dass sie sich keinen angemessenen Wohnraum in der Nähe des Arbeitsplatzes leisten könnten. Der Wohnraum auf dem Land ist deshalb so preiswert, weil wir (die Städter) diesen subventionieren. Durch unsere Steuergelder für Straßenbau, Infrastruktur, Abwrackprämie, Eigenheimzulage/7b-Abschreibung und nicht zuletzt die Pendlerpauschale. Sehr herzig finde ich das Beharren auf einem ruhigen Haus im Grünen, während man auf dem täglichen Weg dorthin anderen mit Lärm und Abgasen das Leben schwer macht.
Sollten diese Kosten umgelegt werden auf die Pendler, wie es Straubhaar fordert, wäre das Wohnen auf dem Land teurer als in der Stadt.
ist ganz sicher keine Lösung für das Benzinpreisproblem, aber wenn man Pendler für den öffentlichen Nah- oder Fernverkehr gewinnen will sollte man dort die Infrastruktur verbessern. Es ist in manchen Regionen unmöglich einigermassen zügig in die nächst grössere Stadt zu kommen. Und da sind nunmal die Arbeitsplätze.
Ich musste schon mehrmals wegen einen neuen Arbeitsstelle umziehen. Jedes mal war die Arbeit in einem Ballungszentrum und wir sind nah genug an die Arbeitsstelle gezogen dass sie bequem erreichbar war mit oeffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrrad. Und die Wohnungsmieten waren immer wessentlich hoeher als die fuer solche die von ausserhalb gependelt sind. Also, warum gibt es keine Wohnungspauschale? Eine Pendlerbesteuerung ist vielleicht etwas radikal, aber gerecht waere es die Pendlerpauschale abzuschaffen.
dass bei Ihrem nächsten Umzug die Mietpreise in der Stadt nochmals höher wären.
Wäre Ihnen dann geholfen?
...schaffen wir das Wohngeld aber auch gleich mit ab, gelle?
Dass Familien gern im Grünen wohnen möchten, dass Partner in verschiedenen Städten arbeiten etc. lassen wir einfach unter den Tisch fallen.
Solange man weiter Boomregionen züchtet, anstatt Jobs in den lebenswerten Regionen zu schaffen, solange ist die Pendlerpauschale zumindest eine Entlastung für alle die dieser menschenverachtenden kapitalistischen Verwertungslogik nicht folgen wollen oder können...
Auf welcher Seite die ZEIT bei diesem Thema steht, ist offensichtlich, ähnlich wie seinerzeit bei den Studiengebühren...
dass bei Ihrem nächsten Umzug die Mietpreise in der Stadt nochmals höher wären.
Wäre Ihnen dann geholfen?
...schaffen wir das Wohngeld aber auch gleich mit ab, gelle?
Dass Familien gern im Grünen wohnen möchten, dass Partner in verschiedenen Städten arbeiten etc. lassen wir einfach unter den Tisch fallen.
Solange man weiter Boomregionen züchtet, anstatt Jobs in den lebenswerten Regionen zu schaffen, solange ist die Pendlerpauschale zumindest eine Entlastung für alle die dieser menschenverachtenden kapitalistischen Verwertungslogik nicht folgen wollen oder können...
Auf welcher Seite die ZEIT bei diesem Thema steht, ist offensichtlich, ähnlich wie seinerzeit bei den Studiengebühren...
Und ja, ich bin Pendler. ;-)
Nicht weil ich es möchte, sondern weil unsere Arbeitsstätten zu weit auseinanderliegen. Natürlich könnte meine Frau auch aufhören zu arbeiten und um dem Herrn Professor zu gefallen könnten wir versuchen, in die Nähe meiner Arbeitsstelle zu ziehen, doch können wir uns die Mieten dort dann schon gar nicht mehr leisten.
So ein Herr, der auf die paar Euro gar nicht angewiesen ist, kann ganz leicht mal vorschlagen, dem Normalbürger einige 100er wegzunehmen.
Wer zahlt eigentlich die Dienstreisen dieses Herren, die er unternimmt, um seine kruden Thesen zu verbreiten?
"..könnten wir versuchen, in die Nähe meiner Arbeitsstelle zu ziehen, doch können wir uns die Mieten dort dann schon gar nicht mehr leisten..."
Und? Genau darum geht es. Die Pendlerpauschale sollte hier nicht die Loesung sein. Und wieso muss die Gesellschaft fuer Sie sorgen?
Aus dem gleichen Grund habe ich ganz einfach Angebote von Muenchen abgesagt statt Mamma Staat nach der absurden Pendlerpauschale zu fragen.
Priced out, nennt man das. Wenn man sich Sachen nicht leisten kann, sollte man erst einmal bei sich selbst suchen.
Sie greifen die höheren Löhne von Ballungszentren ab um im Grünen zu wohnen und billig Miete zu zahlen.
Zusätzlich verlanen Sie noch, dass der Staat Sie finanziell bezuschusst.
Irgendwo ist da Meinermeinung der Wurm drin.
Ich bin zwar nicht gerade für eine Besteuerung von Pendlern - eher für eine ggf höhere City-Maut für Ortsfremde - aber für eine Abschaffung der Pendlerpauschale bin ich definitiv.
"..könnten wir versuchen, in die Nähe meiner Arbeitsstelle zu ziehen, doch können wir uns die Mieten dort dann schon gar nicht mehr leisten..."
Und? Genau darum geht es. Die Pendlerpauschale sollte hier nicht die Loesung sein. Und wieso muss die Gesellschaft fuer Sie sorgen?
Aus dem gleichen Grund habe ich ganz einfach Angebote von Muenchen abgesagt statt Mamma Staat nach der absurden Pendlerpauschale zu fragen.
Priced out, nennt man das. Wenn man sich Sachen nicht leisten kann, sollte man erst einmal bei sich selbst suchen.
Sie greifen die höheren Löhne von Ballungszentren ab um im Grünen zu wohnen und billig Miete zu zahlen.
Zusätzlich verlanen Sie noch, dass der Staat Sie finanziell bezuschusst.
Irgendwo ist da Meinermeinung der Wurm drin.
Ich bin zwar nicht gerade für eine Besteuerung von Pendlern - eher für eine ggf höhere City-Maut für Ortsfremde - aber für eine Abschaffung der Pendlerpauschale bin ich definitiv.
Die meisten Arbeitplätze befinden sich am Rand der Städte.
Grössere industrieproduktionen sind noch weiter von den städten entfernt!
Die wenigsten Menschen, fahren zur Arbeit in eine Stadt.
Das Hauptargument von diesem "Wirtschaftsexperten" ist schon Falsch!
"Die meisten Arbeitplätze befinden sich am Rand der Städte.
Grössere industrieproduktionen sind noch weiter von den städten entfernt!
Die wenigsten Menschen, fahren zur Arbeit in eine Stadt."
Wenn Sie Herrn Straubhaar hier wiedersprechen, interessiert es mich schon, ob Sie dafür auch Belege anführen können.
Ich habe Zweifel an Ihrer These, denn die meisten Arbeitsplätze gibt's im Dienstleistungssektor [1] und die Beispiele, die mir so einfallen liegen typischerweise eher in der Stadt (über Zahlen würde ich mich freuen, ich weis nur spontan nicht, wo ich die finde).
An den "Rand der Stadt" kann man übrigens auch ganz gut ohne Auto pendeln. Wenn man die Pendlerpauschale aufkommensneutral abschafft (also die Einsparung als Steuersenkung an Alle weitergibt), dürfe sich für Leute, die 5 km aus der Stadt raus oder ans andere Ende fahren müssen, auch keine Mehrbelastung ergeben.
[1] http://de.wikipedia.org/w...
Ohne die Anregung von Hr. Straubhaar bewerten zu wollen:
Die täglichen Staus Stadteinwärts am Morgen und Stadtauswärts am Abend sind nicht geeignet ihre These zu erhärten.
Die wenigsten Menschen, fahren zur Arbeit in eine Stadt.
Schauen Sie sich beispielsweise die S-Bahn-Züge in Berlin stadteinwärts und -auswärts an einem Wochentag zwischen 7 und 8 Uhr an. Die Züge stadteinwärts sind so voll, dass man bangen muss, überhaupt noch reinzukommen. Die Leute fahren sicherlich nicht alle zu einer Party. Die Züge stadtauswärts sind so leer, dass man garantiert immer einen Sitzplatz bekommt. Am Abend tritt die gegenteilige Situation ein.
Das spricht sehr dafür, dass in einer Stadt auch überwiegend gearbeitet und außerhalb gewohnt werden kann.
Wohnraum in der Stadt ist extrem teuer, weswegen die meisten Menschen in den Randbezirken oder sogar außerhalb von Berlin leben.
"Die meisten Arbeitplätze befinden sich am Rand der Städte.
Grössere industrieproduktionen sind noch weiter von den städten entfernt!
Die wenigsten Menschen, fahren zur Arbeit in eine Stadt."
Wenn Sie Herrn Straubhaar hier wiedersprechen, interessiert es mich schon, ob Sie dafür auch Belege anführen können.
Ich habe Zweifel an Ihrer These, denn die meisten Arbeitsplätze gibt's im Dienstleistungssektor [1] und die Beispiele, die mir so einfallen liegen typischerweise eher in der Stadt (über Zahlen würde ich mich freuen, ich weis nur spontan nicht, wo ich die finde).
An den "Rand der Stadt" kann man übrigens auch ganz gut ohne Auto pendeln. Wenn man die Pendlerpauschale aufkommensneutral abschafft (also die Einsparung als Steuersenkung an Alle weitergibt), dürfe sich für Leute, die 5 km aus der Stadt raus oder ans andere Ende fahren müssen, auch keine Mehrbelastung ergeben.
[1] http://de.wikipedia.org/w...
Ohne die Anregung von Hr. Straubhaar bewerten zu wollen:
Die täglichen Staus Stadteinwärts am Morgen und Stadtauswärts am Abend sind nicht geeignet ihre These zu erhärten.
Die wenigsten Menschen, fahren zur Arbeit in eine Stadt.
Schauen Sie sich beispielsweise die S-Bahn-Züge in Berlin stadteinwärts und -auswärts an einem Wochentag zwischen 7 und 8 Uhr an. Die Züge stadteinwärts sind so voll, dass man bangen muss, überhaupt noch reinzukommen. Die Leute fahren sicherlich nicht alle zu einer Party. Die Züge stadtauswärts sind so leer, dass man garantiert immer einen Sitzplatz bekommt. Am Abend tritt die gegenteilige Situation ein.
Das spricht sehr dafür, dass in einer Stadt auch überwiegend gearbeitet und außerhalb gewohnt werden kann.
Wohnraum in der Stadt ist extrem teuer, weswegen die meisten Menschen in den Randbezirken oder sogar außerhalb von Berlin leben.
Schon wieder Professorenschelte, wie damals beim Professor aus Heidelberg?
Manche Leute müssen halt im Vorfeld Situationen durchdenken, die andere erst sehen, wenn sie schon eingetreten sind.
Da das Modell "Pendlerpauschale" keineswegs alle Kosten zum und vom Arbeitsplatz übernimmt, sondern diese lediglich steuerfrei stellt, sollte doch langsam allen klar werden, dass anlässlich stetig steigender Benzinpreise Alternativen zum täglichen Pendeln über viele Kilometer gesucht werden müssen.
Die Abschaffung der Pendlerpauschale würde diese ohnehin notwendige Umstrukturierung zwar beschleunigen, wäre aber nicht ursächlich.
Vermutlich werden sogar diejenigen besser dran sein, die sich beizeiten umgestellt und angepasst haben, anstatt zu warten, bis nichts mehr geht.
...derjenige der zuletzt umstellt ist Gewinner. Denn die Strukturen sind alle fürs Auto ausgelegt, das beginnt beim Tante-Emma-Sterben und hört bei den Gemeindestrukturreformen nicht auf.
Das wird sich erst wieder ändern, wenn Mobilität für viele unbezahlbar geworden ist und der Handlungsdruck entsprechend groß.
Ich würde gerne ökologisch etc. pendeln oder wohnen, aber in meinem Falle hiesse das: statt 30min Fahrzeit 60-90min oder alternativ eine überteuerte kleine stinkige laute Stadtwohnung statt ein Häuschen auf dem Land.
Und jede Wette: egal was ich mache, irgendein Besserwisser belehrt mich dann entweder, dass ich zuwenig Zeit für meine Frau und Kinder aufwende oder dass ich unzureichend in meine Zukunft investiere.
Meine Geschwister wohnen in München und bei denen geht locker die Hälfte des Nettoeinkommens für die Miete drauf, die leben alle mehr oder weniger von der Hand in den Mund.
...derjenige der zuletzt umstellt ist Gewinner. Denn die Strukturen sind alle fürs Auto ausgelegt, das beginnt beim Tante-Emma-Sterben und hört bei den Gemeindestrukturreformen nicht auf.
Das wird sich erst wieder ändern, wenn Mobilität für viele unbezahlbar geworden ist und der Handlungsdruck entsprechend groß.
Ich würde gerne ökologisch etc. pendeln oder wohnen, aber in meinem Falle hiesse das: statt 30min Fahrzeit 60-90min oder alternativ eine überteuerte kleine stinkige laute Stadtwohnung statt ein Häuschen auf dem Land.
Und jede Wette: egal was ich mache, irgendein Besserwisser belehrt mich dann entweder, dass ich zuwenig Zeit für meine Frau und Kinder aufwende oder dass ich unzureichend in meine Zukunft investiere.
Meine Geschwister wohnen in München und bei denen geht locker die Hälfte des Nettoeinkommens für die Miete drauf, die leben alle mehr oder weniger von der Hand in den Mund.
Endlich einmal ein vernünftiger Ansatz, ich habe nie verstanden, warum diese Subvention so sakrosankt behandelt wird. Die Frage des Wohnortes ist für jeden eine persönliche Entscheidung. Entweder ich wohne auf dem Land, habe wenig finanzielle Aufwendung für Haus oder Wohnung, dafür eben höhere Ausgaben für die Fahrt zur Arbeit oder eben umgekehrt. Die Arbeitnehmer in den Ballungsräumen haben kurze Wege zu ihrer Arbeitsstätte, dafür sind die Mieten sehr viel höher. Es gleicht sich aus. Es gibt überhaupt keinen Grund irgendeine private Lebensentscheidung über Steuergelder zu subventionieren.
Ein sukzessiver Abbau der Pendlerpauschale, verteilt über 5 Jahre oder so, würde aber völlig ausreichen. Eine Besteuerung des Pendelns hielte ich für kontraproduktiv, weil es die räumliche Arbeitskräftemobilität mutmaßlich stark einschränkte. Die Arbeitskräftemobilität ist aber entscheidend für eine nachhaltig prosperierende Wirtschaft.
Zumutbar nach SGIII §112 sind tägliche Pendelzeiten von
2 1/2 Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden.
Lohnt sich dann noch ein Eigenheim? Ach ja, man kann ja in die Ballungsräume umsiedeln und in 3 Jahren 4x umziehen, wenn der Arbeitgeber wieder einmal "Personal freisetzt".
Eigentlich fehlt nur noch ihr Vorschlag, einen Wohnwagen oder Wohnmobil anzuschaffen. Dann wäre man doch flexibel, siehe USA.
Zur Erinnerung:
"Zum Jahr 2007 wurde § 9 Abs. 2 EStG dergestalt geändert, dass nach Satz 1 die Fahrtkosten zur Arbeit nicht mehr als Werbungskosten geltend gemacht werden konnten und nach Satz 2 ab dem 21. Entfernungskilometer eine Pauschale von 0,30 Euro, nicht als Werbungskosten, sondern lediglich „wie Werbungskosten“ steuerlich abziehbar war (siehe → Entwicklung der Pauschale).
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 9. Dezember 2008 entschieden, dass diese Fassung von § 9 Abs. 2 S. 1 und S. 2 EStG verfassungswidrig ist.[BVerfG 1][6][7]"
Ist ihnen bekannt, was Unternehmen so alles als Werbungskosten steuerlich absetzen können?
Aber wie heißt es doch so schön: Was kümmert mich das Volk, das in der Küche frisst.
Warum Pendler für Umweltverschmutzungen besteuern und nicht Autofahrer, die auch wirklich viel in die Umwelt blasen. Ja das ganze nennt sich dann Kraftstoffsteuer und die gibt's ja schon längst. Also die anheben und gut ist's.
Arbeiter könnten ja wieder auf dem Fabrikgelände wohnen, Bergarbeiter in den Zechensiedlungen neben der Zeche , Lehrer wohnen dann wieder neben der Schule und der Staat stellt seinen Beamten und Angestellten wieder billige Wohnungen zu Verfügung - natürlich mit dem Fahrrad zu erreichen...
Ach, ich vergaß, es gibt ja gar keine Zechen mehr, auch keine billigen Dienstwohnungen, die Schulen sind nicht mehr in dem kleinen Ort und die Firmen haben ihre Produktionsstätten an den Rand der Autobahnen verlegt, weil dort billiger Baugrund angeboten wird.
Aber es gibt doch bestimmt ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz? Nein?
Was mache ich jetzt? Ich armer, Steuergelder verschwendender Tropf? Wie konnte ich so egoistisch sein, mein Leben nur nach meinen privaten Vorlieben zu gestalten? Schande über mich!
Im Ruhrgebiet mag es eine private Entscheidung sein (sofern man dort Arbeit findet), in Bayern ist es eine Entscheidung des Wohnungsmarktes. Dort, wo die Arbeitsstätte ist, kann man sich oft die Wohnungen schlichtweg nicht leisten. Bezahlbarer Wohnraum in Städten ist - zumindest in Süddeutschland - ein untrennbar damit verbundenes Thema. Als C4-Professor kann man sich freilich sogar Erlangen, Stuttgart oder München leisten - als Angestellter mit kleinem Gehalt leider nicht!
So vernünftig das theoretisch klingen mag, so praxisfern ist es im realen Wohnungs- und Arbeitsmarkt.
Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, ein kostengünstigerer ÖPNV oder einfach Förderung von sozialem wie Untere-Mittelklasse-konformen Wohnungsbau wären da die angemessenen Ansätze.
Niemand würde darüber reden, wenn die Kosten für den Weg zu Arbeit nicht inzwischen Platz 2 bei den Ausgaben einnehmen würden (nach Wohnen)
Niemand würde darüber reden, wenn jeden mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen würde. Bei meiner Rechnung würde ich für 16km 2,5 Std brauchen, Würde nach dem Spätdienst nicht nach Hause und zum Frühdienst nicht zur Arbeit kommen. Dann fährt nämlich auf dem Land kein Bus mehr bzw noch nicht!
Allerdings würde auch niemand mehr darüber reden, wenn Herr Prof ehrlich wäre. Wie oft wurde schon gefordert, ALLE Abschreibemöglichkeiten abzuschaffen, sodaß JEDER seinen tatsächlichen Steuersatz bezahlt. Solange sich Bestverdienende wie Herr Prof armrechnen kann, sind solche Forderungen populistisch und unintellektuell.
Diese stark vereinfachte Darstellung kann man nicht gelten lassen und kann nur von jemanden kommen, der nicht betroffen ist. Wenn ich gut verdienender, sozial ungebundener Singlearbeitsnomade bin habe ich durchaus die Möglichkeit einfach eine Wahl zu treffen....
Das ist eine Fehlannahme, ich bin betroffen,ich bin jeden Arbeitstag mindestens 2 Stunden unterwegs, bin sozial gebunden und keineswegs ein Singlearbeitsnormade, mein gehalt ist durchschnittlich, nur bin ich nicht der Ansicht, dass ich der Allgemeinheit meine private und berufliche Lebenshaltung in Rechnung stellen muss, ein bisschen Eigenverantwortung schadet nicht.
Ein sukzessiver Abbau der Pendlerpauschale, verteilt über 5 Jahre oder so, würde aber völlig ausreichen. Eine Besteuerung des Pendelns hielte ich für kontraproduktiv, weil es die räumliche Arbeitskräftemobilität mutmaßlich stark einschränkte. Die Arbeitskräftemobilität ist aber entscheidend für eine nachhaltig prosperierende Wirtschaft.
Zumutbar nach SGIII §112 sind tägliche Pendelzeiten von
2 1/2 Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als 6 Stunden.
Lohnt sich dann noch ein Eigenheim? Ach ja, man kann ja in die Ballungsräume umsiedeln und in 3 Jahren 4x umziehen, wenn der Arbeitgeber wieder einmal "Personal freisetzt".
Eigentlich fehlt nur noch ihr Vorschlag, einen Wohnwagen oder Wohnmobil anzuschaffen. Dann wäre man doch flexibel, siehe USA.
Zur Erinnerung:
"Zum Jahr 2007 wurde § 9 Abs. 2 EStG dergestalt geändert, dass nach Satz 1 die Fahrtkosten zur Arbeit nicht mehr als Werbungskosten geltend gemacht werden konnten und nach Satz 2 ab dem 21. Entfernungskilometer eine Pauschale von 0,30 Euro, nicht als Werbungskosten, sondern lediglich „wie Werbungskosten“ steuerlich abziehbar war (siehe → Entwicklung der Pauschale).
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Urteil vom 9. Dezember 2008 entschieden, dass diese Fassung von § 9 Abs. 2 S. 1 und S. 2 EStG verfassungswidrig ist.[BVerfG 1][6][7]"
Ist ihnen bekannt, was Unternehmen so alles als Werbungskosten steuerlich absetzen können?
Aber wie heißt es doch so schön: Was kümmert mich das Volk, das in der Küche frisst.
Warum Pendler für Umweltverschmutzungen besteuern und nicht Autofahrer, die auch wirklich viel in die Umwelt blasen. Ja das ganze nennt sich dann Kraftstoffsteuer und die gibt's ja schon längst. Also die anheben und gut ist's.
Arbeiter könnten ja wieder auf dem Fabrikgelände wohnen, Bergarbeiter in den Zechensiedlungen neben der Zeche , Lehrer wohnen dann wieder neben der Schule und der Staat stellt seinen Beamten und Angestellten wieder billige Wohnungen zu Verfügung - natürlich mit dem Fahrrad zu erreichen...
Ach, ich vergaß, es gibt ja gar keine Zechen mehr, auch keine billigen Dienstwohnungen, die Schulen sind nicht mehr in dem kleinen Ort und die Firmen haben ihre Produktionsstätten an den Rand der Autobahnen verlegt, weil dort billiger Baugrund angeboten wird.
Aber es gibt doch bestimmt ein gut ausgebautes öffentliches Verkehrsnetz? Nein?
Was mache ich jetzt? Ich armer, Steuergelder verschwendender Tropf? Wie konnte ich so egoistisch sein, mein Leben nur nach meinen privaten Vorlieben zu gestalten? Schande über mich!
Im Ruhrgebiet mag es eine private Entscheidung sein (sofern man dort Arbeit findet), in Bayern ist es eine Entscheidung des Wohnungsmarktes. Dort, wo die Arbeitsstätte ist, kann man sich oft die Wohnungen schlichtweg nicht leisten. Bezahlbarer Wohnraum in Städten ist - zumindest in Süddeutschland - ein untrennbar damit verbundenes Thema. Als C4-Professor kann man sich freilich sogar Erlangen, Stuttgart oder München leisten - als Angestellter mit kleinem Gehalt leider nicht!
So vernünftig das theoretisch klingen mag, so praxisfern ist es im realen Wohnungs- und Arbeitsmarkt.
Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, ein kostengünstigerer ÖPNV oder einfach Förderung von sozialem wie Untere-Mittelklasse-konformen Wohnungsbau wären da die angemessenen Ansätze.
Niemand würde darüber reden, wenn die Kosten für den Weg zu Arbeit nicht inzwischen Platz 2 bei den Ausgaben einnehmen würden (nach Wohnen)
Niemand würde darüber reden, wenn jeden mit dem ÖPNV zur Arbeit kommen würde. Bei meiner Rechnung würde ich für 16km 2,5 Std brauchen, Würde nach dem Spätdienst nicht nach Hause und zum Frühdienst nicht zur Arbeit kommen. Dann fährt nämlich auf dem Land kein Bus mehr bzw noch nicht!
Allerdings würde auch niemand mehr darüber reden, wenn Herr Prof ehrlich wäre. Wie oft wurde schon gefordert, ALLE Abschreibemöglichkeiten abzuschaffen, sodaß JEDER seinen tatsächlichen Steuersatz bezahlt. Solange sich Bestverdienende wie Herr Prof armrechnen kann, sind solche Forderungen populistisch und unintellektuell.
Diese stark vereinfachte Darstellung kann man nicht gelten lassen und kann nur von jemanden kommen, der nicht betroffen ist. Wenn ich gut verdienender, sozial ungebundener Singlearbeitsnomade bin habe ich durchaus die Möglichkeit einfach eine Wahl zu treffen....
Das ist eine Fehlannahme, ich bin betroffen,ich bin jeden Arbeitstag mindestens 2 Stunden unterwegs, bin sozial gebunden und keineswegs ein Singlearbeitsnormade, mein gehalt ist durchschnittlich, nur bin ich nicht der Ansicht, dass ich der Allgemeinheit meine private und berufliche Lebenshaltung in Rechnung stellen muss, ein bisschen Eigenverantwortung schadet nicht.
Völlig richtig beobachtet ist die Tatsache, dass durch Pendeln hohe gesellschaftliche Kosten entstehen. Sofern man diese allerdings mit einer Pendlersteuern ausgleichen will, verschärft man ein bereits bestehendes Problem: Die Landflucht.
Wenn man den Bewohnern des Landes nicht die Möglichkeit einräumt, einigermaßen Kostengünstig ihre Arbeitsplätze (in den Städten oder in einem anderen Dorf) zu erreichen, sind sie gezwungen, zu den Arbeitsplätzen zu ziehen. Da die Arbeitsplätze in den Ballungsgebieten konzentriert sind, würden Siedlungen auf dem Land aufgegeben werden während die Infrastruktur der Städte unter hohen Kosten erweitert werden müsste. Dies ist gesellschaftlich nicht gerade wünschenswert und darüber hinaus eine hochgradige Verschleuderung von volkswirtschaftlichen Ressourcen.
Sofern Herr Straubhaar die Pendlerströme reduzieren will, sollte er vielleicht eher die Anpassung der Gewerbesteuer an die Größe der Gemeinde fordern. Höhere Steuern in Großstädten würden die Betriebe dazu motivieren, sich gleichmäßiger über die Republik zu verteilen. Hierdurch könnte wohnortnahes Arbeiten einfacher realisiert und das Pendeln nachhaltig beseitigt werden.
Zumindest sollte man erwarten, dass ein Wirtschaftsexperte ein wenig über die Komplexität dieses sozial-ökonomischen Systems nachdenken, bevor er an die Öffentlichkeit wendet.
Bei allem Respekt und um mit Präsident Sarkozy zu sprechen: Hier hat ein Theoretiker die Gelegenheit verpasst, den Mund zu halten.
Landflucht gibt es nur im Osten, und das hat bekanntlich andere Gründe. Ansonsten geht die Zersiedelung der Landschaft munter weiter. Selbstverständlich ist Erschließung in Ballungsräumen sehr viel billiger als auf dem Land, weil die Strecken kürzer sind. Zersiedelung kostet auch dann mehr, wenn man keine Kosten für die Naturzerstörung ansetzt.
Wer von billigen Mieten und Grundstückspreisen profitiert, muß nicht auch noch staatlich subventioniert werden.
Ihr einziger Irrtum besteht darin, anzunehmen, Landflucht wäre ökonomisch mittelfristig nicht sinnvoll.
Infrastruktur in Städten ist billiger als auf dem Land, deswegen gibt es dort oft brauchbaren Nahverkehr und schnelles Internet.
Es gibt keinen Grund ökonomisch nachteilige Strukturen steuerlich auch noch zu fördern, jedenfalls nicht, wenn das Geld an allen Ecken fehlt.
Großartig, es gibt nichts schöneres, als Leute, die in die Vorstädte ziehen, weil dort die EFH-Seeligkeit mit dem eigenen Rasenstreifen finanzierbar, die Landschaft mit einem eigenen Betonbeitrag weiter versiegelt werden kann, Mieten usw. billiger... und sich auch noch beschweren, wenn sie keinen schnellen Internetzugang bekommen, neidvoll-dümmliche Kommentare auf die "Stadt-Menschen" abfassend.
In Ihrem Beitrag ist wirklich manches "wünschenswert".
Im noch vorindustriellen England wurde das verdrängte Landvolk, das sich auf der Suche nach Lohn und Brot auf den Strassen herumtrieb, ohne viel Federlesens kriminalisiert und exemplarisch abgestraft.
Landflucht gibt es nur im Osten, und das hat bekanntlich andere Gründe. Ansonsten geht die Zersiedelung der Landschaft munter weiter. Selbstverständlich ist Erschließung in Ballungsräumen sehr viel billiger als auf dem Land, weil die Strecken kürzer sind. Zersiedelung kostet auch dann mehr, wenn man keine Kosten für die Naturzerstörung ansetzt.
Wer von billigen Mieten und Grundstückspreisen profitiert, muß nicht auch noch staatlich subventioniert werden.
Ihr einziger Irrtum besteht darin, anzunehmen, Landflucht wäre ökonomisch mittelfristig nicht sinnvoll.
Infrastruktur in Städten ist billiger als auf dem Land, deswegen gibt es dort oft brauchbaren Nahverkehr und schnelles Internet.
Es gibt keinen Grund ökonomisch nachteilige Strukturen steuerlich auch noch zu fördern, jedenfalls nicht, wenn das Geld an allen Ecken fehlt.
Großartig, es gibt nichts schöneres, als Leute, die in die Vorstädte ziehen, weil dort die EFH-Seeligkeit mit dem eigenen Rasenstreifen finanzierbar, die Landschaft mit einem eigenen Betonbeitrag weiter versiegelt werden kann, Mieten usw. billiger... und sich auch noch beschweren, wenn sie keinen schnellen Internetzugang bekommen, neidvoll-dümmliche Kommentare auf die "Stadt-Menschen" abfassend.
In Ihrem Beitrag ist wirklich manches "wünschenswert".
Im noch vorindustriellen England wurde das verdrängte Landvolk, das sich auf der Suche nach Lohn und Brot auf den Strassen herumtrieb, ohne viel Federlesens kriminalisiert und exemplarisch abgestraft.
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