Neuvorstellung: Citroëns Öko-Oberklasse für China
Auf der Automesse in Peking zeigt Citroën, was man speziell für den chinesischen Markt entwickelt hat: einen windschnittigen Luxuswagen mit Hybridantrieb und viel Platz.
© Hersteller

Die Citroën-Studie Numéro 9
Die Automobilbranche will ihre globalen Absatzzahlen kräftig steigern: Am Ende des Jahrzehnts sollen weltweit rund 100 Millionen Pkw an die Kundschaft gebracht werden – 2011 waren es 60 Millionen. Kräftige Zuwachsraten werden vor allem in Asien erwartet. China dürfte aktuellen Prognosen zufolge im Jahr 2020 der absatz- und umsatzstärkste Automarkt der Welt sein. Wer daran verdienen will, wird sich der asiatischen Kundschaft zunehmend mit maßgeschneiderten Produkten empfehlen müssen.
Das hat nun auch die Führung des PSA-Konzerns (Peugeot und Citroën) erkannt. Europas zweitgrößter Automobilhersteller profitierte bisher wenig vom Auto-Boom in Asien, weil man die dortigen Märkte vernachlässigte. Während Volkswagen China im vergangenen Jahr erstmals mit mehr als zwei Millionen Autos bestückte, konnten die Franzosen dort gerade mal 400.000 Fahrzeuge absetzen. Den Kampf um Marktanteile will PSA jetzt mit einem speziell für den chinesischen Markt konzipierten Luxusgleiter aufnehmen. Auf der an diesem Montag startenden Automesse in Peking, die bis zum 2. Mai läuft, zeigt Citroën eine Studie namens Numéro 9, die mit PSAs chinesischem Joint-Venture-Partner Dongfeng entwickelt wurde.
Das Fahrzeug ähnelt dem Concept Car Metropolis, das die Franzosen vor zwei Jahren auf ihre Messebühnen stellten. Der 4,93 Meter lange Luxusliner ist eine Weiterentwicklung der Citroën-Designlinie DS. Er vereint Merkmale einer Limousine und eines Coupés, beeindruckt mit breiter Front und gibt sich mit gerade mal 1,27 Metern Höhe äußerst windschnittig und sportlich.
Verstärkt wird die dynamische Silhouette durch eine betont hohe Gürtellinie, ausmodellierte Seiten und das knackig abgerundete Heck. Als schmucken Eyecatcher haben Citroëns Designer der Studie 21-Zoll-Leichtmetallräder und Speichen im Turbinen-Look spendiert. Mit einem Radstand von drei Metern gewährt das neue Flaggschiff des französischen Herstellers reichlich Beinfreiheit, was Chinas zahlungskräftige Autokäufer durchaus goutieren dürften – Chinesen lassen sich nun mal gern chauffieren.
50 Kilometer rein elektrisch
Angetrieben wird Numéro 9 von einem Plug-In-Hybridantrieb. Dabei kann Citroën je nach Absatzmarkt entweder die Kombination Elektromotor und Benziner oder das Duo Elektromotor und Dieselaggregat anbieten. Auf dem Pekinger Messestand zeigt sich die Studie mit einem 1,6 Liter großen Benziner.
Diese Variante leistet insgesamt 217 kW (295 PS). Der Elektromotor trägt 51 kW (70 PS) zur Gesamtleistung bei und bringt ein Drehmoment von 200 Nm auf die Achse. Der Benziner mit einem maximalen Drehmoment von 275 Nm besorgt den Rest. Den Strom erhält der Elektromotor von einer Lithium-Ionen-Batterie, die in dreieinhalb Stunden komplett aufgeladen sein soll. Rein elektrisch kann das neue Modell rund 50 Kilometer zurücklegen. Den Kohlendioxidausstoß hat Citroën mit 39 Gramm je Kilometer angegeben. Das entspricht einem Benzinverbrauch von 1,7 Litern auf 100 Kilometer.
Mit leichten Abwandlungen soll das Serienmodell 2013 zunächst in China an den Start gehen. Dann wird es in einer Liga mit der Mercedes E-Klasse und dem Audi A6 um die Gunst der Kunden buhlen. Wann der DS9 hierzulande zu den Händlern kommt, hat Citroën noch nicht bekannt gegeben. Dafür kündigte der Autohersteller schon einmal an, dass ein Kompaktmodell, ein SUV und ein Fahrzeug der oberen Mittelklasse ebenfalls in Arbeit sind und die DS-Reihe – nach DS3, DS4 und DS5 – in nächster Zeit ergänzen werden.









Der Wagen soll vor allem rollendes Statussymbol sein, mit für überfüllte Grossstädte im höchsten Masse unvernünftigen Proportionen (21 Zoll Felgen, 127cm flach, 3m Radstand, fast 2m breit und 5m lang), mit unvorteilhaftem Verhältnis zwischen Nutzlast, Nutzraum und auf Strasse bzw. Parkplatz eingenommener Fläche. Und die Proportionen schreien in die Welt hinaus, dass der Fahrzeugbesitzer im Überfluss lebt und sich um Effizienz nicht scheren muss, mal ganz abgesehen von fast 300PS Motorleistung.
Der nominell sensationelle Normverbrauch berücksichtigt eben nicht den Resourcesverzehr für Stromerzeugung und Batterieherstellung.
...richtig oberklassig aus!
Flaminio würde sich im Grabe umdrehen....
Frankreich hat etliche Luxuskonzerne, die erfolgreich agieren und weltweite Märkte im Visier haben. PPR beispielsweise. Es sind wichtige Markenkonglomerate, die ihre Markenemotion als Wert dem Kunden im Produkt verankert anbieten. Auch diese "nicht anfassbare Werte" sind hoch wichtig, da es der Kunde honoriert. Es vermittelt dem Kunden Status und ein positives Lebensgefühl.
Citroen versucht dieses erfolgreiche französisches Luxusverständnis nun auf Autos zu übertragen und greift in die eigenen Vergangenheit zurück, um das DS-Vermächnis zu heben. Zugleich besinnt man sich mit wieder auf eine schlichtere Formensprache, aber sich doch in einer Ornamentik auszuleben. Volkstümlich als Schischi-Werte umgangssprachlich beschrieben. Wenn dieser Schritt Citroen gelingt, kann mehr Geld mit dem Verkauf eines einzelnen Autos verdient werden und die Markenwahrnehmung von Citroen nach oben geschoben werden.
Es wird aber schwer eine Marke so zu spreizen, dass es viele Billigautos kreiert aber halt auch sehr teure Autos. Hier soll es die "DS-Submarkenwahrnehmung" diesen Spagat vollziehen.
Die Anzahl der Kunden werden vermitteltn, ob es gelingt zu überzeugen. Die Kunden werden entscheiden, ob sie den "DS-Preisaufschlag" das Submarkenluxusempfinden zahlen möchten.
... hat in den letzten Jahren wirklich riesige Fortschritte gemacht. Wenn die Qualität stimmt, dann wird Citroen in Zukunft ein ernstzunehmender Gegner für die etablierten deutschen Hersteller!
Citroen Numero 9 Concept: http://www.netcarshow.com...
Übersicht Gesamtprogramm Citroen: http://www.netcarshow.com...
Aber hoffentich mit Hydropneumatik.
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