VW Touran und Mazda 5 © press-inform

Was darf's sein: schlicht oder ein wenig verspielt? Äußerlich zeigen sich die größten Unterschiede zwischen  VW Touran und Mazda 5. Der Touran ist nüchtern gezeichnet, der Mazda integriert seit seinem Facelift dreidimensional geschwungene Linien in die Karosserie. Der Nagare-Designsprache folgend soll die extravagante Seitenlinie an geschwungene Sanddünen oder Wind erinnern.

Der Mazda hat nicht nur ein etwas emotionaleres Design als der Touran, sondern er ist mit 4,58 Metern auch 18 Zentimeter länger. Allerdings nutzt er diesen Größengewinn nicht konsequent aus. Der Kofferraum fasst nur 538 Liter, bei umgelegten Rücksitzen 1.597 Liter, während der Touran 695 bis 1.989 Liter unterbringt. Eine niedrige und breite Ladekante haben beide Vans.

Sowohl im Touran als auch im Mazda 5 bringt man zur Not Passagiere in einer dritten Sitzreihe unter – die Plätze sind aber nur kleinen Kindern auf Dauer zuzumuten. Der Mazda schneidet hier bei der Kniefreiheit ein bisschen besser ab. Beide Modelle überzeugen mit einem variablen Sitzkonzept. Das Touran-Gestühl lässt sich verschieben, versetzen und einzeln sogar mit wenigen Handgriffen ausbauen. Auch der Mazda bietet viel Komfort im Fond, allerdings ist der mittlere Sitz arg schmal und hart geraten. Der Japaner taugt eher zum 2+2-Sitzer, dann aber kann man kaum bequemer unterwegs sein.

VW im Innenraum etwas hochwertiger

Eine Besonderheit des Mazda 5 sind seine Schiebetüren, sie erleichtern den Einstieg und bieten große Vorteile in kleinen Parklücken. Gegen Aufpreis öffnen und schließen sie sich elektrisch.

Was das Ambiente im Cockpit betrifft, hat der Touran die Nase vorn. Materialien und Kunststoffe sind allesamt eine Spur hochwertiger als die nüchternen Plastikwüsten des Mazda. Übersichtliche Instrumenten und viele Ablagen bieten beide Vans. Der Sitzkomfort ist im Touran höher, seine Polster sind straffer als die des Mazda. Auch das optionale Navigationssystem ist besser.

Im Hinblick auf den Fahrkomfort gibt es keinen klaren Gewinner. Der Touran liegt etwas satter und straffer auf der Straße, der Mazda ist in schnellen Kurven weicher und weniger agil. Da schnelles Fahren aber nicht zu den entscheidenden Faktoren einer Familienkutsche gehört, kann der kommod abgestimmte Japaner als Reisemobil sehr wohl überzeugen.