ElektromobilitätKeine Regeln fürs Abschleppen an der Ladesäule
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Problem wird bald akut

Auf den markierten Plätzen vor den Ladesäulen herrscht also doppelte Blockade. Zum einen durch die Fahrer von normalen Autos, die dahinter gekommen sind, dass man hier ungestraft stehen kann. Und in seltenen Fällen auch durch die Halter von Elektroautos, die hier, legitimiert durch das Kabel, ausharren, so lange es ihnen passt.

Bisher ist das noch kein großes Problem. Dazu gibt es noch zu wenige Elektroautos. Das wird sich langsam, aber sicher ändern. Nicht nur Renault ist mit den Z.E.-Modellen in die Offensive gegangen. Auch die Deutschen kommen: Im Sommer erscheint der Smart electric drive in seiner Serienversion; er ist wie gemacht für die Stadt. Nächstes Jahr kommt der BMW i3 auf den Markt, und Volkswagen bringt den up! und den Golf VII in vollelektrischen Varianten. Zu Beginn werden diese Autos teuer sein. Aber alles ist relativ: Wer einen 7er BMW in der Garage hat, kann sich ein hochinnovatives Produkt wie den i3 möglicherweise leisten, ohne sich finanziell zu überheben, selbst wenn der Wagen mehr als 40.000 Euro kostet.

Wenig regelte Markteinführung

Hier sieht Hofreiter das nächste Konfliktpotenzial: "Würde man Elektroautos ein bevorrechtigtes Parken in Innenstädten einrichten, käme das einem einseitigen Vorteil für Wohlhabende gleich, die sich zuerst teure Elektroautos leisten können", sagt der Grünen-Abgeordnete. Er hat ohnehin eine ganz andere Lösung für Stadtbewohner: Hofreiter empfiehlt das Pedelec, weil damit auch größere Strecken zurückgelegt werden könnten. Und wenn es aus der Metropole hinausgehen soll, "plädiere ich für einen guten Anschluss an den Schienenverkehr, also etwa gesicherte Fahrradstellplätze", damit die teuren Pedelecs nicht gestohlen oder beschädigt werden.

Was bleibt, ist der Eindruck, dass die Markteinführung von Elektrofahrzeugen wenig strategisch verläuft. So defizitär, wie die Infrastruktur sich zurzeit entwickelt, eignen sich die Stromer nicht für die Bewohner der Stadt. Die Chance des Elektroautos liegt woanders: in den Vorstädten, den Speckgürteln und selbst in vielen Dörfern. Hier leben viele Menschen in Ein- und Mehrfamilienhäusern, die einen Stellplatz mit Steckdose haben – und mehr braucht man nicht zum Tanken von Strom.

Die Zweitwagen genau dieser Klientel könnten sinnvoll durch batterieelektrische Autos ersetzt werden. Die Tour zum Einkaufen in den Supermarkt oder in die nahe gelegene Stadt und zurück packen die Elektroautos locker. Für die Städter wiederum wächst das Angebot an intermodalen Verkehrskonzepten, die Fahrrad, Leihauto und Bahn verbinden. Und das ist vielleicht nicht die schlechteste Lösung.

 
Leserkommentare
  1. Die Helsinkier haben die Frage recht einfach gelöst: absolutes Halteverbot mit Zusatzzeichen "ausgenommen E-Autos für max. 4h".

    Autos mit Verbrennungsmotor und dauerparkende E-Mobile können so problemlos abgeschleppt werden. Das ohnehin für alle Parkverstöße geltende horrende Verwarnungsgeld i.H.v. 80EUR tut sein übriges.

  2. Das (Zitat) "warten auf die serienreife brennstoffzelle" ist längst gelaufen. Es gibt kurzfristig Brennstoffzellenfahrzeuge serienmäßig zu kaufen - es fehlen nur die Wasserstofftankstellen, die seit Jahren aus ideologischen Gründen von staatlichen Behörden behindert werden-und zwar mit dem Argument, der deutsche Strommix würde bei der Verwendung für die Wasserstoffherstellung keine Vorteile bei der CO2-Bilanz bringen. Dabei böte der Wasserstoff eine sehr gute zusätzliche Speichermöglichkeit für den mittlerweile zeitweise im Übermaß vorhandenen und sonst nicht verwertbaren Photovoltaik- oder auch Windstrom.
    Eine Anschubfinanzierung für die flächendeckende Wasserstoffinfrastruktur würde nur einen Bruchteil der sinnlos verpulverten Photovoltaiksubventionen erfordern und wäre äußerst effektiv - aber wie gesagt-dem steht wieder einmal eine sinnentleerte und von keinem Sachverstand getrübte Ideologie entgegen.

    Antwort auf "später eindruck ... "
  3. empfinde ich die Forderung nach einem Ich-darf-dich-abschleppen-lassen Gesetz.

    Sind die Solartankstellen Tankstellen, muß der Betreibver eben die Parkfläche kaufen/pachten und damit das Hausrecht bekommen und schon sind die Hausregeln zu beachten und Abschleppen etc. ist kein Thema.

    Umgekehrt gilt das selbe: Es kann ja wohl nicht angehen, dass öffentlicher Raum ausgewählten privilegierten zur Verfügung gestellt wird um deren wirtschaftliche Interessen zu befriedigen.

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    • a.bit
    • 18.05.2012 um 11:51 Uhr

    Wenn das Problem ist, dass die Parkplätze öffentlicher Raum sind, warum macht man sie dann nicht einfach zu nichtöffentlichem Raum?

    Immerhin sind sie ja per Beschilderung dazu gedacht, einem privaten Unternehmen das Anbeiten der Dienstleistung "Elektroauto aufladen" zu ermöglichen, warum soll dieser Dienstleister dann nicht auch die Parkplätze betreiben? Kann es so schwer sein, ein oder zwei Parkpätze an einer öffentlichen Straße zu verkaufen oder wenigstens zu verpachten?

    Dann könnte man das Problem auch über Parkgebühren lösen: Man lässt eine Stunde Parken mit Aufladen mehr kosten als eine Stunde Parken ohne Aufladen. Mal sehen, wie lange das Problem bestehen bleibt.

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    • a.bit
    • 18.05.2012 um 11:56 Uhr
    13. Ironie

    "Obwohl das deutlich sichtbare Schild 'Ladeplatz E-Mobil' durch den drohenden Hinweis 'Widerrechtlich parkende Fahrzeuge werden kostenpflichtig abgeschleppt' ergänzt ist, steht ein konventionelles Auto mit Verbrennungsmotor vor der Ladesäule."

    Mir fällt gerade noch auf: Wieso eigentlich obwohl? In den darauffolgenden Absätzen wird doch dargelegt, dass ein dort parkendes nichtladendes Auto eben nicht widerrechtlich im Sinne der Abscheppfähigkeit dort parkt. Der Hinweis: Smoke and Mirrors. ;-)

    Eine Leserempfehlung
  4. Redaktion

    Lieber User Mc-Noise,

    die Regierung hat vor zwei Jahren die Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) ins Leben gerufen. Dort könnte/sollte die strategische Planung angesiedelt sein.

    Viele Grüße
    Matthias Breitinger

    Antwort auf "später eindruck ... "
    • revera
    • 18.05.2012 um 15:45 Uhr

    Elektromobilität – oder, das Schreckgespenst der Auto und Mineralöl - Industrie.
    Elektroautos, argumentiert, teuer, Preis künstlich hochgehalten, immer im Versuchsstadium, Akku zu wenig Kapazität, lange Aufladzeit, geringe Reichweite
    Problem Ladesäule, je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt
    sie den Anschein der Klugheit.
    So wird der Einsatz von Elektroautos von der etablierten Industrie „gesteuert“.
    Ladesäulen in Hochhaus - Wohnsiedlungen? Dem Vandalismus ist
    Tür und Tor geöffnet. Und bei Regen, Eis, Schnee? Stromschlag!
    Kurzschlussgefahr! Wir tanken nicht unter freiem Himmel.
    „Schlangestehen“ an der Ladestation? Eine unausgegorene Phantasie.
    Wo bitte ist die passende Ladesäule, (erst wieder in der eigenen Garage?
    Sind die Anschlüsse international genormt oder macht jeder seinen eigenen
    Sch..önen Stecker?

    • revera
    • 18.05.2012 um 15:45 Uhr

    Teil 2 Was wurde aus dem Audi A2, der schaffte am 26.10.2010 rund 600
    Kilometer, ohne aufzuladen. Ach ja, das DBM-Rekordauto ist beim Brand
    In einer Berliner Lagerhalle am 12.12.2010 komplett zerstört worden.
    Seltsame parallelen mit Volt und Ampera
    Will ich mobil sein auch im Ausland, gibt es nur eine Lösung:
    AKKU – WECHSEL AN DER TANKSTELLE!
    Dauert nicht länger wie Benzintanken und ist nicht teurer als derzeitiger
    Treibstoff, im Gegenteil! Und auf einmal wird Benzin, Diesel und Kraftfahrzeuge
    mit Verbrennungsmotoren angeboten wie „SAUERBIER“!
    Eine einheitliche Norm für die Wechselbatterien ist ebenso Pflicht.
    Die Reichweite der E-Autos kann ohne weiteres verdreifacht werden indem
    die Fahrzeuge mit Solarpanel bestückt werden. Flexible Solarpanel.
    Statt sinnlose Steuerprämien, sollte Intelligenter Weise die Infrastruktur
    ausgebaut werden und einen höheren Anteil der Fördermittel zur Entwicklung
    Leistungsstärkerer Akkus ausgegeben werden.
    Die Nachfrage nach Elektroautos ist doch Heute schon so groß wie auf das
    Begrüßungsgeld nach dem Mauerfall ! Geht die Produktion in Großserie, wird
    der VKP rapide in den Keller gehen, das ist mehr Ersparnis als Steuerprämie.

    Reaktionen auf diesen Kommentar anzeigen

    Hast du das einmal durchdacht?
    .
    Nimm einmal das Benzin das eine durchschnittliche Tanke an einem Tag verkauft= 10.000l. Rechne den Energiegehalt in Akkuleistung um.Teile diese Akkuleistung in Portionen.
    .
    Wenn du dann davon ausgehst, das nur 1/2 dieser Menge in 4Std geladen werden soll....
    .
    Dann bauen wir hinter dieser Tankstelle ein mittleres Umspannwerk und daneben eine Lagerhalle mittlerer Größe. Mit Verkehrswegen für den Transport, zu und Abfahrt, Werkstatt und Prüfräumen benötigst du für eine kleine Tankstelle geschätz die Fläche von 1-2 Fußballfeldern :-((( (Da ist die Hochspannungszuleitung noch nicht drin)
    .
    So einfach wie beim Kofferradio ist das nicht mit dem Wechsleakku!
    .
    Sorry wenn dich das jetzt fustriert :-((
    Gruss Sikasuu

    Hast du das einmal durchdacht?
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    Nimm einmal das Benzin das eine durchschnittliche Tanke an einem Tag verkauft= 10.000l. Rechne den Energiegehalt in Akkuleistung um.Teile diese Akkuleistung in Portionen.
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    Wenn du dann davon ausgehst, das nur 1/2 dieser Menge in 4Std geladen werden soll....
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    Dann bauen wir hinter dieser Tankstelle ein mittleres Umspannwerk und daneben eine Lagerhalle mittlerer Größe. Mit Verkehrswegen für den Transport, zu und Abfahrt, Werkstatt und Prüfräumen benötigst du für eine kleine Tankstelle geschätz die Fläche von 1-2 Fußballfeldern :-((( (Da ist die Hochspannungszuleitung noch nicht drin)
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    So einfach wie beim Kofferradio ist das nicht mit dem Wechsleakku!
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    Sorry wenn dich das jetzt fustriert :-((
    Gruss Sikasuu

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