Emission: Brüssel muss gegenüber Autoindustrie hart bleiben
Die Autoindustrie ist erneut dabei, die CO2-Ziele in ihrem Sinne aufzuweichen. Die EU-Kommission darf nicht zum zweiten Mal einknicken, kommentiert Matthias Breitinger.
Die Autoindustrie könnte sich in Brüssel wieder einmal durchsetzen: Sie dringt darauf, dass die EU-Kommission die Klimaschutzauflagen erneut aufweicht. So muss man jedenfalls den entscheidenden Passus im neuen 84-seitigen Strategiebericht der sogenannten Cars21-Gruppe verstehen. In dem Gremium sitzen führende Vertreter der EU-Kommission, der Autoindustrie, der EU-Regierungen sowie von Gewerkschaften und Verbraucherverbänden. Das Papier wurde am Mittwoch vorgestellt.
Vor drei Jahren hatte die EU-Kommission festgelegt, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller produzierten Autos eines Herstellers bis 2020 auf 95 Gramm je Kilometer sinken soll. Nun heißt es auf Seite sieben des Berichts, dass mehr "Flexibilität" notwendig sei, "um eine kostengünstige Umsetzung der Ziele zu erreichen".
Es geht mal wieder ums Geld. Die Vertreter der Cars21-Gruppe halten es nämlich durchaus für möglich, das bislang für 2020 geplante Ziel allein durch technische Verbesserungen an den Fahrzeugen zu erreichen. Die Emissionen allein über die Motortechnik zu senken, ist jedoch teuer für die Hersteller. Oder zumindest teurer, als wenn man andere emissionssenkende Maßnahmen berücksichtigt, die womöglich noch nicht einmal Sache – und damit Kostenfaktor – des Autobauers sind.
So geschah es schon bei der Festlegung der Zielvereinbarungen für den Zeitraum 2012 bis 2015. Damals wollte die EU-Kommission einen Wert von 120 Gramm CO2 je Kilometer festlegen. Am Ende hatte sich die Industrie 130 Gramm ausverhandelt, mit dem Versprechen, weitere zehn Gramm Reduktion zu erreichen, etwa durch verbesserte Reifen, vor allem aber durch den verstärkten Einsatz von Agrokraftstoffen. Gerade Letzteres ist angesichts des E-10-Flops Wunschdenken der Autoindustrie geblieben.
Mit Erdgasantrieb wären die Ziele locker zu erreichen
Für ihr Einknicken vor der Industrie wurde die Kommission scharf kritisiert. Im neuen Bericht betont die Cars21-Gruppe, am bisherigen Ziel für 2020 soll sich nichts ändern. De facto dürfte aber nichts anderes passieren als schon beim Grenzwert für 2015. Hinter der Bitte um "Flexibilität" steckt ganz offenkundig der Wunsch, "Öko-Innovationen" bei der Berechnung zu berücksichtigen, etwa energieeffiziente Klimaanlagen oder energiesparende Beleuchtung. Praktisch könnte das darauf hinauslaufen, dass aus dem Auspuff auch noch 2020 mehr als 95 Gramm CO2 kommen dürfen, weil solche Innovationen auf den Flottenausstoß angerechnet werden.
Darüber hinaus wird in dem Bericht darauf verwiesen, dass auch eine bessere Straßeninfrastruktur und eine umweltschonende Fahrweise zur CO2-Reduktion beitrügen. Das ist natürlich der Fall, aber sollte nicht mit klaren Emissionsgrenzwerten verknüpft werden oder gar als Grund herhalten, die Ziele lockern zu können. Oder soll am Ende der Fahrer dafür sorgen, dass die Industrie die Vorgaben einhält?
Die Autohersteller – vor allem die deutschen – sind nach wie vor nicht bereit, den Ausstoß ihrer Flotten technisch entschieden zu senken, obwohl sie es gut könnten. Bereits das 120-Gramm-Ziel für 2012 hätte die Industrie allein durch effizientere Technik erreichen können, vor allem durch Erdgas-Fahrzeuge.
Diese Antriebsart reduziert die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem herkömmlichen Verbrennungsmotor um bis zu 20 Prozent. Die Technik dümpelt aber immer noch vor sich hin, weil letztlich der Druck auf die Hersteller fehlte, sie über alle Modellreihen hinweg einzusetzen. Selbst so einfache Spritspartechnik wie Start-Stopp-Systeme sind noch längst nicht überall Standard. Die vergangenen Jahre haben vor allem eines gezeigt: Ohne politischen Druck bewegt sich die Industrie kaum. Deshalb darf die Kommission nicht zum zweiten Mal vor der Auto-Lobby einknicken.








- Pudding bei plus 50°C
- destilliertes Wasser bei plus 50°
- Treibsand
- Knetmasse gegenüber einem Hochgeschwindigkeitsprojektil
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and so on..
"Brüssel muss gegenüber Autoindustrie hart bleiben"
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"Assad muss sich nun endlich endlich an den Friedensplan halten"
lohnt es sich überhaupt, solche Artikel zu schreiben?
Ihre Liste lässt sich noch erweitern. Etwa 70% der Online-Artikel (die Papier-Ausgabe lese ich schon seit Jahren nur noch dann, wenn ich beim Fliegen ein Exemplar geschenkt bekomme) haben doch Aufreisser Begriffe wie "Dingsbums muss ...", "Dingsbums soll ...", "Oberdingsbums muss unbedingt ..." usw.
Um Ihre Frage zu beantworten: Sicherlich lohnt es sich noch, solche Artikel zu schreiben. Die Schreiberlinge kriegen Geld dafür. Es lohn sich allerdings nicht, diese Artikel zu lesen. Vielleicht regelt sich ja dann irgendwann einmal das Geld-Thema von selbst.
... für den Journalisten, sie schreiben fürs Gehalt, was der Brötchengeber verlangt.
Ihre Liste lässt sich noch erweitern. Etwa 70% der Online-Artikel (die Papier-Ausgabe lese ich schon seit Jahren nur noch dann, wenn ich beim Fliegen ein Exemplar geschenkt bekomme) haben doch Aufreisser Begriffe wie "Dingsbums muss ...", "Dingsbums soll ...", "Oberdingsbums muss unbedingt ..." usw.
Um Ihre Frage zu beantworten: Sicherlich lohnt es sich noch, solche Artikel zu schreiben. Die Schreiberlinge kriegen Geld dafür. Es lohn sich allerdings nicht, diese Artikel zu lesen. Vielleicht regelt sich ja dann irgendwann einmal das Geld-Thema von selbst.
... für den Journalisten, sie schreiben fürs Gehalt, was der Brötchengeber verlangt.
....kann man den Deutschen Weg einschlagen und deutschen Herstellern die Herstellung und/oder den Export von Fahrzeugen verbieten, die mehr als 150 Gramm CO2 ausstoßen.
;)
hart bleibt oder nicht, da unsere heutigen Fahrzeuge bei gleichem Nutzungsgrad ja durch die besondere Technik auch für die Umwelt zumeist das doppelte wiegen und drei mal so viel Ps haben wir vor zwanzig Jahren ist es doch müßig zu messen was herauskommt.
Wir sollten messen was reingeht und wenn das über sechs Liter auf einhundert gefahrenen Stadtkilometer verbraucht w müssen diese Autos in ganz Europa einfach nicht mehr zugelassen auch nicht mit Sondergenehmigung werden.
Frist ab heute zwei Jahre und die Industrie kann uns einmal beweisen das es funktioniert.
..." das doppelte wiegen und drei mal so viel Ps haben wir vor zwanzig Jahren" Straßenkreuzer genannt und als minderwertig aber beneidenswert betrachtet?
"Vor drei Jahren hatte die EU-Kommission festgelegt, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß aller produzierten Autos eines Herstellers bis 2020 auf 95 Gramm je Kilometer sinken soll."
"Aller produzierten" oder (m.W. richtig) "der durchschnittliche Ausstoß der aktuellen Modellpalette, unabhängig von den Verkaufszahlen"? Das wäre jedenfalls ein ziemlich entscheidender Unterschied. Wieviele verschiedene Automodelle basieren eigentlich derzeit etwa auf der Plattform des Polo oder des Golf? Machen wir noch'n paar, jeweils mit etwas anders gebogenem Blech darüber und 'nem anderen Brandzeichen, und schon sind Cayenne und Touareg legitimiert.
Und wird der CO-Ausstoß etwa nach dem (sinnlosen und realitätsfernen) EU-Zyklus gemessen, auf den man die Steuerelektronik des Motors leicht "konditionieren" kann, oder spielen die realen, typischen Einsatzbedingungen der jeweiligen Fahrzeuggattung eine Rolle? Der Vertreter-Audi sähe dann gar nicht so schlecht aus gegen den Polo in der morgendlichen Rush-hour.
Ich will der Auto-Lobby nicht das Wort reden, aber der Begriff "Flottenverbrauch" bezeichnet einen typischen Polit-Blödsinn und geht völlig an der Realität vorbei. Es gibt außerdem keinen vernünftigen Grund, weswegen jeder Hersteller alle Marktnischen bedienen sollte. Citroën war früher der einzige, der sowohl die Staatskarosse stellte, als auch die klapprige Ente produzierte. Hirngespinste wie "Flottenverbrauch" zwingen heute jedoch jeden ins Kleinwagensegment.
... Ist der Autor scheinbar.
Denn wie sonst ist diese einseitige und plakative Betrachtungsweise zu sehen.
Fakt ist, das moderne (gerade deutsche!) Autos so effizient wie noch nie zuvor waren. Falsch ist auch das Verdammen des Verbrennungsmotors zu Gunsten des Weltretters E-Mobilität, welche gesamthaft betrachtet eine wesentlich schlechtere "Öko-Billanz" als etwa ein Diesel-PKW aufweist!
Die E-Mobilität ist von der Politik gepuscht und wird wie schon x-mal zuvor oder wie auch eben der angesprochene E10 Treibstoff sang und klanglos wieder in der Versenkung verschwinden.
Interessant ist zum Beispiel auch das die wohl größte Alternative in Hinblick auf Reichweite und Wirkungsgrad, nämlich der Wasserstoff-Antrieb, nicht einmal vom Autor erwähnt werden...? Wasserstoff der mit Hilfe regenerativer Energien gewonnen wird ist ein deutlich besserer und umweltschonender Energiespeicher als eine Batterie.
Sorry, aber im kompletten Text habe ich nicht einmal etwas von Elektroautos gelesen, denn um die geht es hier auch gar nicht.
Der Autor ist zur genüge informiert, denn er vergleicht nur Verbrennungsmotoren, also Normal(, weil nicht weiter auf Benzin oder Diesel eingegangen wird) mit AUTOGAS.
Nichts mit E-mobilität!
Mir ist es schnuppe, welche Autos produziert werden. Einzig und allein wichtig ist, dass die Autobauer in die Entwicklung von sparsameren Motoren investieren, wenn die das nicht tun, dann soll der Staat eingreifen.
Nach meiner Erkenntnis könnte man sogar die Zeit verkürzen, damit der Druck steigt und die sich endlich mal bewegen.
Ausserdem sollte die EU Kommission bei Klimaanlagen in Autos, die Pumpenleistung verpflichtend erhöhen, damit CO2-Klimaanlage genutzt werden, statt irgendeinem giftigen Chemiecocktail....
@Ben110880: Warum machen wir denn den ganzen Spaß? Entweder um weniger Sprit zu verbrauchen (also weniger von den Petrostaaten abzuhängen) oder um den Klima (und damit uns und unseren Kindern) was Gutes zu tun. Sie (und jeder andere Autofahrer) müssen also weniger Spritverbrauch bzw. weniger CO2-Ausstoß verursachen. Das können Sie zum Beispiel dadurch tun, dass Sie weniger fahren. Wenn Sie wenig fahren, ist der Verbrauch Ihres Kfz relativ egal. Da der durchschnittliche Autofahrer aber von Jahr zu Jahr mehr fährt, muss der Durchschnittsverbrauch (bzw. Durchschnitts-CO2-Ausstoß) runter. Dabei ist es Jacke wie Hose, wie effizient der Motor arbeitet. Dadurch, dass die Autos immer größer, schwerer und übertriebener motorisiert sind, kriegen wir den Verbrauch nicht runter. Oder zumindest viel zuwenig runter.
Man fragt sich manchmal schon, wozu eine Person in einem Monster wie dem Porsche Cayenne (o.ä.) mit x-hundert PS rumfahren muss? Um einen Minderwertigkeitskomplex auszugleichen? Keine Ahnung. Wer hat eine bessere Idee?
Sorry, aber im kompletten Text habe ich nicht einmal etwas von Elektroautos gelesen, denn um die geht es hier auch gar nicht.
Der Autor ist zur genüge informiert, denn er vergleicht nur Verbrennungsmotoren, also Normal(, weil nicht weiter auf Benzin oder Diesel eingegangen wird) mit AUTOGAS.
Nichts mit E-mobilität!
Mir ist es schnuppe, welche Autos produziert werden. Einzig und allein wichtig ist, dass die Autobauer in die Entwicklung von sparsameren Motoren investieren, wenn die das nicht tun, dann soll der Staat eingreifen.
Nach meiner Erkenntnis könnte man sogar die Zeit verkürzen, damit der Druck steigt und die sich endlich mal bewegen.
Ausserdem sollte die EU Kommission bei Klimaanlagen in Autos, die Pumpenleistung verpflichtend erhöhen, damit CO2-Klimaanlage genutzt werden, statt irgendeinem giftigen Chemiecocktail....
@Ben110880: Warum machen wir denn den ganzen Spaß? Entweder um weniger Sprit zu verbrauchen (also weniger von den Petrostaaten abzuhängen) oder um den Klima (und damit uns und unseren Kindern) was Gutes zu tun. Sie (und jeder andere Autofahrer) müssen also weniger Spritverbrauch bzw. weniger CO2-Ausstoß verursachen. Das können Sie zum Beispiel dadurch tun, dass Sie weniger fahren. Wenn Sie wenig fahren, ist der Verbrauch Ihres Kfz relativ egal. Da der durchschnittliche Autofahrer aber von Jahr zu Jahr mehr fährt, muss der Durchschnittsverbrauch (bzw. Durchschnitts-CO2-Ausstoß) runter. Dabei ist es Jacke wie Hose, wie effizient der Motor arbeitet. Dadurch, dass die Autos immer größer, schwerer und übertriebener motorisiert sind, kriegen wir den Verbrauch nicht runter. Oder zumindest viel zuwenig runter.
Man fragt sich manchmal schon, wozu eine Person in einem Monster wie dem Porsche Cayenne (o.ä.) mit x-hundert PS rumfahren muss? Um einen Minderwertigkeitskomplex auszugleichen? Keine Ahnung. Wer hat eine bessere Idee?
Ich meine ja, dass so ein Schreiberling, den niemand kennt, schreiben kann, was darf und was nicht ...
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