Smart will Kunden lange binden
Aber an sich hat der alltagstaugliche Smart Fortwo electric drive nur zwei echte Makel. Eine Ladezeit von sieben Stunden an einer normalen Steckdose ist schlicht indiskutabel. Mit der Schnellladung sind es immer noch sechs Stunden, und nur wer sich für eine mehr als 3.500 Euro teure Power-Ladestation in der Garage entscheidet, kommt mit einer Stunde aus, um den leeren Akku wieder auf volle Kapazität zu bringen.
Problem Nummer zwei ist nicht weniger schwerwiegend: Der Preis für einen Elektro-Smart ist schlicht zu hoch. Daimler will ihn am liebsten nur als Kauf-Miet-Modell an den Kunden bringen. Sprich: Das Auto wird für 18.910 Euro (Coupé) beziehungsweise 22.000 Euro (Cabrio) erworben, und der Akku für 65 Euro monatlich dazu gemietet – zehn Jahre lang.
Die Laufzeit ist fix, das heißt, in dieser Dekade bezahlt der Kunde insgesamt 7.800 Euro für einen garantierten Akku inklusive Wartung bei einer maximalen Laufleistung von 20.000 Kilometern – die sonstigen jährlichen Servicekosten kommen noch hinzu. Alternativ lässt sich der Smart ed auch mit Akku kaufen. Das Paket kostet mindestens 23.680 (Coupé) beziehungsweise 26.770 Euro (Cabrio).
So wird der Smart Fortwo electric drive zu einem wahren City-Vergnügen, aber einem wahrhaft teuren. Das hatte Johann Tomforde in den Achtzigern wohl anders im Sinn, als er zusammen mit Swatch-Gründer Nicolas Hayek das smarte Mobilitätskonzept entwarf.










Eigentlich ein geniales Auto. Klein, wendig und dafür, dass man i.d.R. 90% seiner Zeit alleine in einem Auto sitzt, groß genug. Doch dann kommt der Preis. Und egal wie man es dreht und wendet, kommt man irgendwann zu der logischen Erkenntnis, für den Preis kann man sich dann auch einen Viersitzer kaufen.
Wieso muss diese Kiste so teuer sein? Wahrscheinlich deswegen, weil ihn viele Firmen nutzen und da spielt der Preis weniger eine Rolle.
Und jetzt als E-Mobil bleibt er weiterhin teuer. Dass ein E-Mobil teurer als ein herkömmliches Auto ist, bin ich durchaus bereit zu aktzeptieren. Wenn die Folgekosten langfristig günstiger sind. Aber auch das ist hier nicht der Fall. Es bleibt dabei, die Kiste ist genial, aber einfach unerschwinglich. Schade eigentlich. Genug Interessenten gibt es. Nur können die alle rechnen.
einen guten Gebrauchtwagen (komfortabler als ein Smart) und Sprit für ca. 100000 km bekommt, solange sieht es relativ schlecht aus für den E-Autoscooter.
Ein 10-Jahresvertrag ist zudem nicht allzu kundenfreundlich, da kann man in Anbetracht des zu erwartenden technischen Fortschritts bei E-Autos nach 5 Jahren ein ziemlich geknickter early-bird sein.
Solange man so geknebelt wird, würde ich auch Abstand davon nehmen. Ich finde z.B. den Twizy genial. Aber bei Mietkosten für die Batterie von 50 Euro pro Monat und den zu erwartenden Stromkosten ist das wirtschaftlich gesehen ein ziemlich teurer Spaß.
Solange man so geknebelt wird, würde ich auch Abstand davon nehmen. Ich finde z.B. den Twizy genial. Aber bei Mietkosten für die Batterie von 50 Euro pro Monat und den zu erwartenden Stromkosten ist das wirtschaftlich gesehen ein ziemlich teurer Spaß.
Solange man so geknebelt wird, würde ich auch Abstand davon nehmen. Ich finde z.B. den Twizy genial. Aber bei Mietkosten für die Batterie von 50 Euro pro Monat und den zu erwartenden Stromkosten ist das wirtschaftlich gesehen ein ziemlich teurer Spaß.
Ist der Autor des Artikels das Auto überhaupt mal gefahren, oder hat gescheigedenn jemals in einem Elektroauto gesessen? In Anbetracht der Leistungsbewertung des Smarts halte ich das jedoch für sehr fraglich. "Elektro-PS" ist eben nicht gleich "Verbrenner-PS". Die Leistungsentfaltung ist komplett anders und ein allein schon die 35KW Dauerleistung sollten daher im Stadtverkehr vollkommen ausreichen sich äußerst "flott" fortzubewegen! Das die Reichweite mokiert wird ist von daher natülich auch klar. Das das ganze total an der Lebenswirklichkeit vieler Autofahrer, welche im Schnitt eben nur 30-40km fahren, vorbei geht, wird, festigen meine Zweifel am Artikel.
"Eine Ladezeit von sieben Stunden an einer normalen Steckdose ist schlicht indiskutabel."
Warum? Ob der eSMART über Nacht an der Dose hängt, eine, sechs oder neun Stunden lädt, ist doch völlig egal.
Für mehr als eine Akkuladung am Tag ist der eSMART die falsche Lösung. Dort halte ich "Range-Extender"-Konzepte (kleiner Benziner oder Diesel, der am optimalen Betriebspunkt arbeitet und den Akku auflädt), also Hybride, derzeit für die sinnvollste Lösung. Auch einem Smart könnte man noch einen besseren Rasenmähermotor an- bzw. unterkleben.
Was ich nicht verstehe ist, wie ein Kleinstwagen, zugeschnitten auf ein sehr spezielles aber dennoch weit verbreitetes Einsatzprofil (Berufspendler, der nicht per ÖPNV pendelt), noch eine volle Tonne wiegen kann - 100kg Akkus an Bord hin oder her.
Der prohibitive Verkaufspreis erinnert an den GM EV1. Für mich riecht das Projekt nach einem weiteren Testballon, um dicke Fördergelder einzustreichen, ohne das Produkt wirklich auf den Markt bringen zu wollen.
Der eingespielte Markt (Automobilkonzerne, Verbrennungsmotoren, Zulieferer, Ölindustrie) beschert allen Beteiligten fette Gewinne. Da ist es eigentlich keine Überraschung, daß man dermaßen tiefgreifende Änderungen - so alternativlos sie in Zukunft auch sein mögen - so weit wie irgend möglich verzögert. Die Anlaufverluste für komplett auf neuer Technologie aufbauende Fahrzeuge möchte man nicht tragen, die Profite erlebt man selbst eh nicht mehr mit, also fährt man besser mit dem status quo.
... dass man, wenn man sowieso fast keine Transportkapazität hat und nur in der Stadt unterwegs sein kann, dann auch einfach Bus und S/U-Bahen nehmen kann. Jedenfalls in fast allen Nutzungsfällen.
Mit beispielsweise einem elektrisch angetriebenen C-Klasse Kombi sähe das ganz anders aus:
Klappe auf: Kinder, Hund, Fahrrad, Einkäufe, Sportgeräte, etc. rein und an den Bestimmungsort.
Und daneben dasselbe Fahrzeug nocheinmal mit Verbrenner für die Langstrecke. Die Familie, die es sich leisten kann, ist damit mobilitätstechnisch rundum versorgt.
Wenn man sowieso viel Geld ausgeben muß, dann so und nicht mit dem SMART.
Und wer nicht viel Geld ausgeben kann oder will, siehe oben plus die neuen Carsharingangebote, die überall aus dem Boden spriesen und zumindest bei mir in der Nähe recht günstig sind.
Ehrlich gesagt wundert es mich auch, dass Daimler diesen Weg mit dem SMART geht. Daimler ist über Jahrzehnte gut damit gefahren Innovationen von oben in den Markt einzuführen und nicht von unten. Airbag, Autotelefon, Abstandswarner, Navi, etc. gab es immer zu erst in der S-Klasse bzw. dem SEC. Dann fortentwickelt und in die breite Masse mit Hilfe von Kostendegression eingeführt. Dass man nun ausgerechnet eine der größten Veränderungen mit einem teuren Verzichtsmobil erfolgreich einführen will, ist gelinde gesagt sehr erstaunlich.
Ein ordentlicher Benz sollte auch ein Statussymbol sein. Ein SMART ist das sicher nicht. Auch auf diesen Aspekt verzichtet man mit der Einführung von unten völlig unnötigerweise.
... nun mal nicht gerade ein Stadtauto, und E-Antrieb ist für sie deswegen keine Option. Bei den Limousinen ist Mercedes jedoch mit der Hybrid-Technik (elektrisch angetrieben die Stadt durchqueren/ im Stau rumdödeln und auf Strecke dann den Verbrenner benutzen) auf dem richtigen, bzw. derzeit einzig sinnvoll gangbaren Weg. Dem Smart nehme ich übrigens weniger als Stadt-, denn als Pendlerauto wahr. (In der Stadt braucht kein Mensch ein Auto, es sei denn, um ihr zu entfliehen.) Wer sein Auto zu nichts anderem als dem täglichen Berufspendeln benutzt, für den ist der E-Smart möglicherweise ein Angebot. Wer außerdem aber noch ein "richtiges" Auto braucht, der muß ihn sich schon gewaltig schön rechnen, wenn er ihn zusätzlich anschaffen will.
Ein ordentlicher Benz sollte auch ein Statussymbol sein. Ein SMART ist das sicher nicht. Auch auf diesen Aspekt verzichtet man mit der Einführung von unten völlig unnötigerweise.
... nun mal nicht gerade ein Stadtauto, und E-Antrieb ist für sie deswegen keine Option. Bei den Limousinen ist Mercedes jedoch mit der Hybrid-Technik (elektrisch angetrieben die Stadt durchqueren/ im Stau rumdödeln und auf Strecke dann den Verbrenner benutzen) auf dem richtigen, bzw. derzeit einzig sinnvoll gangbaren Weg. Dem Smart nehme ich übrigens weniger als Stadt-, denn als Pendlerauto wahr. (In der Stadt braucht kein Mensch ein Auto, es sei denn, um ihr zu entfliehen.) Wer sein Auto zu nichts anderem als dem täglichen Berufspendeln benutzt, für den ist der E-Smart möglicherweise ein Angebot. Wer außerdem aber noch ein "richtiges" Auto braucht, der muß ihn sich schon gewaltig schön rechnen, wenn er ihn zusätzlich anschaffen will.
Ein ordentlicher Benz sollte auch ein Statussymbol sein. Ein SMART ist das sicher nicht. Auch auf diesen Aspekt verzichtet man mit der Einführung von unten völlig unnötigerweise.
mit richtigem Marketing und ständiger Weiterentwicklung würde das Ding ein Verkaufsschlager. Wir sind schon nicht mehr in unerschwinglichen Preissegmenten, bald ist es soweit Elektromobilität.
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