StraßennutzungWeg von der autogerechten Stadt

Das Reizwort heißt Tempo 30. Städteplaner wollen Mobilität für alle, nicht nur für Autofahrer und versprechen mehr Lebensqualität bei weniger Geschwindigkeit. von 

Wer erleben will, wie eine Stadt den Autofahrern den Weg freiräumt und Fußgängern versperrt, muss sich in Köln der Cäcilienstraße von Süden nähern. Das Kaufhaus auf der anderen Seite der mehrspurigen Straße ist schon in Sichtweite – nur erreichen lässt es sich kaum. Die Verkehrsplaner haben keinen Übergang für Fußgänger eingeplant. So läuft man einige Zeit an der Cäcilienstraße entlang, in der stillen Hoffnung, eine Ampel zu finden.

Köln ist nur ein Beispiel dafür, wie Stadtplaner einst den Autos den Vorzug gaben. Ähnlich sieht es in der Willy-Brandt-Straße in Hamburg aus. Oder aber in Stuttgart , das von den Bundesstraßen 14 und 27 durchtrennt wird. Zu viele Autos und zu wenig Platz für Fußgänger und Radfahrer: So beschreiben Architekten den Zustand in vielen deutschen Städten. "Mobilität – koste es, was es wolle, das war lange das Motto", so kommentiert die Bundesstiftung Baukultur , was Stadtentwickler über Jahre betrieben.

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Die 2006 per Gesetz initiierte unabhängige Stiftung tritt für gutes Planen und Bauen als gesellschaftliche Grundlage für lebendige Städte ein. "Dass die Straßen in unseren Städten so aussehen, wie sie aussehen, ist nicht hinnehmbar", sagt ihr Vorstandsvorsitzender, Michael Braum. Der öffentliche Raum verkomme in weiten Teilen zu einem Transportband für die Inszenierung des Automobils, kritisiert Braum, ein habilitierter Stadtplaner, der an der Universität Hannover lehrt.

Das Ziel: Verkehr entschleunigen

Braum fordert ein Umdenken in der deutschen Verkehrspolitik. Investitionen in die Infrastruktur müssten künftig zur Verbesserung der Lebensqualität eingesetzt werden. Was konkret gemacht werden sollte, haben jetzt mehrere Hundert Städteplaner, Architekten und Ingenieure auf einem Konvent der Bundesstiftung schriftlich festgehalten: In ihrem Hamburger Appell für mehr Baukultur in der städtischen Verkehrsinfrastruktur zeigen sie Wege auf, wie Städte menschenfreundlicher werden.

Ein Ansatz: Die Verkehrsgeschwindigkeit in den Städten soll sinken. Die Devise müsse lauten: Besser langsam reisen als im Stop-and-go-Verkehr zu hetzen, sagt Braum. "Eine Kultur der Mobilität basiert auf gegenseitiger Rücksichtnahme und gleichzeitigem Schutz der jeweils schwächeren Verkehrsteilnehmer." Der Konvent der Bundesstiftung Baukultur sieht in der bedarfsgerechten Entschleunigung eine Voraussetzung dafür, Verkehrsräume ganzheitlich neu gestalten zu können.

Die Forderung ist an sich nicht neu: Die Grünen sprechen sich schon seit Langem dafür aus, innerorts Tempo 30 zur Regel zur machen. Der ökologisch ausgerichtete Verkehrsclub VCD hat vor Kurzem eine Kampagne unter dem Motto "Tempo 30 für mehr Leben" gestartet. Wie eine Entschleunigung vom Stadtverkehr wirken kann, beweist die dänische Hauptstadt Kopenhagen : "Wenn sich Autos und Fahrräder in der Stadt den Raum teilen sollen, müssen Sie die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer senken", sagt Kopenhagens Verkehrsamtschef Niels Tørsløv.

Leserkommentare
  1. "Als Fahrradfahrer und noch mehr als Fußgänger ärgert es mich, wie sehr die Autos bevorzugt werden und gleichzeitig wie arrogant die Fahrer sind."

    Na dann schauen Sie sich zb einmal Köln an. Da ist ein Autofahrer quasi rechtelos.

    Antwort auf "Autos an die Leine!"
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    Zitat:....Na dann schauen Sie sich zb einmal Köln an. Da ist ein Autofahrer quasi rechtelos.
    #####
    ... so schlimm ist das schon in Köln. Ich hoffe die müssen demnächst NICHT die Wagen beim "de zuch" mit Pferden oder Fussgängern ziehen.
    .
    Bei meinem letzten Besuch (da mal mit dem Rad) sind mir doch recht viele 4-6 spurige Strassen aufgefallen. Ich hoffe doch sehr, das di nicht nur für mich dort ausgerollt worden sind:-)
    .
    Mitleidige Gruesse
    Sikasuu
    .
    [...] Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/kvk

  2. Zitat:....Na dann schauen Sie sich zb einmal Köln an. Da ist ein Autofahrer quasi rechtelos.
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    ... so schlimm ist das schon in Köln. Ich hoffe die müssen demnächst NICHT die Wagen beim "de zuch" mit Pferden oder Fussgängern ziehen.
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    Bei meinem letzten Besuch (da mal mit dem Rad) sind mir doch recht viele 4-6 spurige Strassen aufgefallen. Ich hoffe doch sehr, das di nicht nur für mich dort ausgerollt worden sind:-)
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    Mitleidige Gruesse
    Sikasuu
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    [...] Gekürzt. Bitte verzichten Sie auf unsachliche Polemik. Danke. Die Redaktion/kvk

    Eine Leserempfehlung
    Antwort auf "Bevorzugungen..."
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    Ich kann es für Sie gern ausführlicher erläutern:
    Ja es gibt mehrspurige Straßen, allerdings sehr enge. Städteplanerisch ist Köln etwas schwierig. Ihnen dürfte aber auch aufgefallen sein, dass es exorbitant viele Radwege gibt, mal ganz abgesehen von der Tatsache dass es einen nicht unerheblichen Teil Radfahrer gibt, die solche konsequent meidet - die zwar in jeder Stadt, aber Köln ist mir ganz besonders aufgefallen, da ein quasi "narrenfreies" Verhalten der Zweiradler regelrecht erzogen wurde.
    Hierzu eine Anekdote, wie ich sie selbst einst dort erlebt habe:
    Ja Köln hat ein massive Platzproblem, insbesondere was Parkplätze betrifft. Da kann man jetzt Grundsatzdiskussionen drüber führen, das spielt aber hier keine Rolle. Ich habe einmal erlebt, als das Ordnungsamt den Raum zwischen den parkenden Autos ausgemessen hat (für Rettungskräfte etc) und entsprechend Knöllchen verteilt hat. Soweit so gut. Während dieser Tätigkeit beobachtet ich, wie ein Radfahrer den Beamten auf dem Fußweg fast wegnietete. Die Reaktion? Fassungsloses Hinterherschauen aber kein Handeln. Nach kurzer Starre wurden weiter Knöllchen geschrieben.
    Diese Situation hatte insbesondere für die Stadt Köln so beispielhaften Charakter.
    Glauben Sie mir, viele Radfahrer verhalten sich von vornherein abwertend Autofahrern gegenüber, dieses "Du in Deiner dicken Karre"-Denken ist auch in vielen Kommentaren hier deutlich lesbar.

    • GDH
    • 20. Juni 2012 21:03 Uhr

    "Es bietet weniger Komfort"
    Komfort ist wohl Geschmackssache.

    " und Sicherheit, "
    Bei der Sicherheit sollte man fragen, Sicherheit für wen und wovor. Für mögliche Unfallgegner bietet ein Auto gewiss weniger Sicherheit. Wegen der Sicherheit Auto statt Rad zu nutzen, ist Verteilungskampf: Insgesamt wird nichts sicherer, man erhöht bloß in manchen Konstellationen die eigene Sicherheit auf Kosten anderer.

    "kann nur eine Person transportieren, "
    Umgekeht wird ein Schuh draus: Mit dem Rad kann jede Person unabhängig reisen (es sind nicht mehrere Sitzplätze in einem Fahrzeug zusammengebaut). Man verwendet naturgemäß soviele Räder wie Personen. Ein Nachteil ist das freilich bei Kleinkind- oder Krankentranporten...

    "bietet kaum Prestige, "
    kommt auf die Zielgruppe an. Vermeidbare Autofahrten fördern nicht unbedingt das eigene Ansehen.

    "kein akzeptabler Wechsel zwischen Lang- und Kurzstrecke möglich, zu langsam auf längeren Strecken usw.."
    Auch hier kann man das Argument umdrehen: "Lässt sich problemlos im Zug mitnehmen und kostengünstig am Flughafen parken (verglichen mit den Preise für Autostellplätze)"

    Ganz so pauschal lässt sich die Frage nach dem optimalen Fahrzeug eben nicht beantworten.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf ".................."
  3. Na es ist locker 25 Jahre her, als diese Autohasser-Jakobiner zum ersten Mal aus ihren Löchern krochen und uns schon damals diesen Sermon servierten. Was haben wir damals nicht alles an Maßnahmen erleben dürfen, um den Normalbürger die Lust am Autofahren zu vergällen: Verkehrsinfarktung durch bewust ungünstige Ampelschaltungen, eine Explosion an Einbahnstraßen, Tempo 30-Zonen mit rechts-vor-links für jede dösige Einliegerstraße, so dass der Autofahrer permanent abbremsen und beschleunigen darf. Spielstraßen, die für Kinder zum spielen völlig ungeeignet sind, aber Schritttempo erfordern. Diverse Hindernisse, Schweller und Bodenwellen, die dem Sportwagenfreund die Tränen in die Augen getrieben haben. Rettungsdienst und Feuerwehr hatten dann oft ebenfalls Tränen in Augen.

    Und was hat es gebracht? Nichts, außer dass hier völlig unnütz tausende Tonnen Co2 zusätzlich in die Luft gejagt werden. Die Anzahl der Zulassungen ist gestiegen und viele Autofahrer mauern sich mittlerweile in ihren SUV's ein, die äußerst ungünstige Kollionseigenschaften bei Fahrrädern haben.

    Als Fazit ins Gebetbuch: Selbst wenn man flächendeckend Tempo 30, oder gar 20 oder 10 einführen würde: Es gäbe keine wirkliche Änderung. Warum? Weil nicht für jede Wohnlage der ÖPNV eine wirkliche Alternative wäre. Weder ökologisch, wirtschaftlich, noch von den Fahrtzeiten. Das Gleiche gilt auch für den Radverkehr: nicht jedes Stadtgebiet ist flach, wie Münster. Eine Radtour auf dem Berg bei Glätte macht keinen Spaß.

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    Sie sagen es schon ganz richtig: "nicht jedes Gebiet ist flach" - stimmt, deshalb muss die Verkehrsmittelwahl situationsbezogen sein. Aber: Die meisten Städte sind im wesentlichen flach (die größten in Deutschland z.B.: München, Berlin, Hamburg, Köln, Düsseldorf, Frankfurt - alles ganz überwiegend topfeben).

    Und dass Tempo 30 "nichts" bringt ist einfach falsch. Tempo 30 reduziert die Zahl schwerverletzter Fußgänger dramatisch. Ist auch kein Wunder - wenn man bei 30 bremsen muss steht das Fahrzeug bereits, während man bei 50 noch in der Schrecksekunde ist. Der Unterschied ist dann Unfall mit unverminderter Geschwindigkeit vs. großer Schreck aber gar kein Unfall.

  4. Liebe ZEIT-online-Redaktion, ich möchte anregen, daß Sie neben der Rubrik "Auto" auch die beiden o. g. aufnehmen und von Zeit zu Zeit die Dinge auch aus der Perspektive von Fußgängern und Radfahrern darstellen.
    Meiner Ansicht nach sind sie repräsentativ für die Fortbewegung in Städten (was die Benutzung des ÖPNV einschließt), während das Auto für die allermeisten Städte ungeeignet ist (vgl. dazu meinen Kommentar Nr. 67/Seite 9). Denn trotz Kriegsschäden handelt es sich fast ausnahmslos um alte Städte, in welchen einigen "Stadtautobahnen" und "Hochstraßen" eine große Menge an "alten" Straßen gegenübersteht, welche viel zu schmal sind, um gleichzeitig Parkplatz und Fahrbahn für Autos zu bieten. Die meisten Wege ließen sich dann zu Fuß, mit dem Rad oder dem (dann aber kundenfreundlichen und billigen) ÖPNV zurücklegen.
    Es ist noch gar nicht abzusehen, wie viele positive Effekte dies hätte. Sicher jedenfalls: Entschleunigung, Gelassenheit, allgemein mehr "Lebensqualität", saubere Luft, mehr Platz auf den straßen, vielleicht sogar mehr Rücksicht auf- und Geselligkeit untereinander.
    (Die alte Dame in der Dresdner Straßenbahn kam aus einer anderen Zeit - aber ihre Haltung gefiel mir. Als ich einstieg, drehte sie sich zu mir mit den Worten um: "Entschuld'chn Se bitte, daß ich geen Gespräch anfange, aber ich steiche gleich aus!").

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    Noch besser fände ich die Umbenennung der Rubrik von "Auto" in "Mobilität". Darum geht es nämlich - von A nach B kommen, mit dem jeweils geeignetsten Verkehrsmittel.

    • LJA
    • 21. Juni 2012 2:18 Uhr
    110. @ 29, 58

    Ruhrstädter und xl: Es ist ja sehr schön, dass Sie in Ihrer derzeitigen Lebenssituation ganz oder überwiegend auf das Auto verzichten können. Auch ich benutze gerne den ÖPNV - wenn es denn machbar ist, aber das ist eben nicht immer der Fall. Speziell im Umfeld der Großstädte haben die kleineren Orte Pendlerquoten von 50-90%. Von denen arbeiten aber viele eben nicht direkt am Hauptbahnhof. Hinzu kommt, dass die meisten Erwerbstätigen damit rechnen müssen, alle paar Jahre ihre Arbeitsstätte zu wechseln. Man kann nicht 50 Jahre lang den Einfamilienhausbau in der Fläche fördern und jetzt die Leute ausperren wollen. Denn natürlich macht es einen Unterschied, ob man auf den jetzt noch einigermaßen freien Strecken mit 30 mit 50 fährt. Die Durchschnittsgeschwindigket würde sich noch weiter verringern. Ist dann wohl Pech für den Kleinstädter, der nach dem zumeist unregelmäßigen Feierabend noch etwas von seiner Familie sehen möchte, nicht wahr ?
    Genau so wenig habe ich Verständnis für Menschen, die in die Großstadt ziehen und sich dann über Lärm und Enge beschweren. Das ist schon seit über 5.000 Jahren dort so und das hat seine Gründe.
    Wer das abschaffen will, der schafft die Stadt als solche ab.

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    ... würde sich kaum verändern. Um im Durchschnitt etwas schneller zu sein, müssen Sie überall wo es möglich ist erheblich schneller fahren. Sehr eindrücklich habe ich das mal bei einem Pedelectest erfahren.

    Eine relativ lange Strecke (40 Km), auf der ich ohne E-Unterstützung einen Schnitt von ca. 19 Kmh fahre fuhr ich mit einem schnellen Pedelec (Unterstützung bis 40 Kmh) mit einem 22er Schnitt.

    Der Grund für den geringen Unterschied? Unvermeidliche Verzögerungen etwa an Ampeln fallen im Verhältnis stärker ins Gewicht. Gleiches gilt für das Autofahren, da habe ich auch schon entsprechend experimentiert - mit vergleichbaren Ergebnissen.

  5. Ich kann es für Sie gern ausführlicher erläutern:
    Ja es gibt mehrspurige Straßen, allerdings sehr enge. Städteplanerisch ist Köln etwas schwierig. Ihnen dürfte aber auch aufgefallen sein, dass es exorbitant viele Radwege gibt, mal ganz abgesehen von der Tatsache dass es einen nicht unerheblichen Teil Radfahrer gibt, die solche konsequent meidet - die zwar in jeder Stadt, aber Köln ist mir ganz besonders aufgefallen, da ein quasi "narrenfreies" Verhalten der Zweiradler regelrecht erzogen wurde.
    Hierzu eine Anekdote, wie ich sie selbst einst dort erlebt habe:
    Ja Köln hat ein massive Platzproblem, insbesondere was Parkplätze betrifft. Da kann man jetzt Grundsatzdiskussionen drüber führen, das spielt aber hier keine Rolle. Ich habe einmal erlebt, als das Ordnungsamt den Raum zwischen den parkenden Autos ausgemessen hat (für Rettungskräfte etc) und entsprechend Knöllchen verteilt hat. Soweit so gut. Während dieser Tätigkeit beobachtet ich, wie ein Radfahrer den Beamten auf dem Fußweg fast wegnietete. Die Reaktion? Fassungsloses Hinterherschauen aber kein Handeln. Nach kurzer Starre wurden weiter Knöllchen geschrieben.
    Diese Situation hatte insbesondere für die Stadt Köln so beispielhaften Charakter.
    Glauben Sie mir, viele Radfahrer verhalten sich von vornherein abwertend Autofahrern gegenüber, dieses "Du in Deiner dicken Karre"-Denken ist auch in vielen Kommentaren hier deutlich lesbar.

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    Dabei habe ich längst aufgehört zu zählen, wieviele Radfahrer mir in Regelmässigkeit vor der Nase rumgurken, weil sie den Radweg nicht nutzen, was sie aber laut StVO MÜSSEN, oder aber über den Zebrastreifen fahren.
    Autofahrern wird vorgewurfen, sich nicht in die Situation eines Radfahrers hinzuversetzen. Andersherum wird ein Schuh draus! Gerade in solchen Dingen wird das deutlich.
    Die offensichtlich vernünftigsten sind jene, die selbst Auto fahren. Bzw. wenn ich mich selbst auf den Sattel schwinge, dann weiß ich: Radwege benutzen, wo sie vorhanden sind, Absteigen am Zebrastreifen - insbesondere wenn die Sicht durch Dinge wie eine Hecke eingeschränkt sind, ebenso an Ampel-Übergängen, die eben nur Fußgängerampeln sind. Und ich muss mich auch nicht unbedingt durch jeden nochsokleinen Spalt zwischen Autos pressen, wenn es die Straßenbreite in Natur nicht hergibt!
    Als Autofahrer muss man ebenso vor allem beim Rechtsabbiegen auf evtl. Radfahrer achten. Und wo kein Radweg vorhanden ist, muss ich ebenso damit klarkommen, wenn vor mir ein nichtmotorisierter Zweiradler umhertuckert. Und auf beiden Seiten muss man mit der Dummheit anderer rechnen. So what?
    Man sieht es zählt wieder §1 der StVO. Aber - wie man auch hier in den Kommentaren lesen kann - ein sehr einseitiges Verständnis. Der Autofahrer scheint als stärkerer Verkehrsteilnehmer für viele der pauschale Feind zu sein und muss somit mit den zur Verfügung stehenden Mitteln schikaniert werden.

  6. 112. Teil 2

    Dabei habe ich längst aufgehört zu zählen, wieviele Radfahrer mir in Regelmässigkeit vor der Nase rumgurken, weil sie den Radweg nicht nutzen, was sie aber laut StVO MÜSSEN, oder aber über den Zebrastreifen fahren.
    Autofahrern wird vorgewurfen, sich nicht in die Situation eines Radfahrers hinzuversetzen. Andersherum wird ein Schuh draus! Gerade in solchen Dingen wird das deutlich.
    Die offensichtlich vernünftigsten sind jene, die selbst Auto fahren. Bzw. wenn ich mich selbst auf den Sattel schwinge, dann weiß ich: Radwege benutzen, wo sie vorhanden sind, Absteigen am Zebrastreifen - insbesondere wenn die Sicht durch Dinge wie eine Hecke eingeschränkt sind, ebenso an Ampel-Übergängen, die eben nur Fußgängerampeln sind. Und ich muss mich auch nicht unbedingt durch jeden nochsokleinen Spalt zwischen Autos pressen, wenn es die Straßenbreite in Natur nicht hergibt!
    Als Autofahrer muss man ebenso vor allem beim Rechtsabbiegen auf evtl. Radfahrer achten. Und wo kein Radweg vorhanden ist, muss ich ebenso damit klarkommen, wenn vor mir ein nichtmotorisierter Zweiradler umhertuckert. Und auf beiden Seiten muss man mit der Dummheit anderer rechnen. So what?
    Man sieht es zählt wieder §1 der StVO. Aber - wie man auch hier in den Kommentaren lesen kann - ein sehr einseitiges Verständnis. Der Autofahrer scheint als stärkerer Verkehrsteilnehmer für viele der pauschale Feind zu sein und muss somit mit den zur Verfügung stehenden Mitteln schikaniert werden.

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  • Schlagworte Architekt | Carsharing | Mobilität | Hamburg | Köln | Stuttgart
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