AutoindustrieHollande hat die falschen Rezepte für die Autobranche

Halbherzig versucht Frankreichs Regierung, die Autoindustrie zu stärken. Sie ignoriert die Realität: Ohne Fabrikschließung geht es nicht, kommentiert Matthias Breitinger. von 

Im PSA-Werk Poissy bei Paris wird ein Peugeot 207 gebaut (Archivbild).

Im PSA-Werk Poissy bei Paris wird ein Peugeot 207 gebaut (Archivbild).  |  © Benoit Tessier/Reuters

Was passieren kann, wenn die Politik versucht den Verkauf eines langlebigen Produkts anzukurbeln, konnte man in Deutschland erleben. Zwischen Frühjahr und Herbst 2009 wurden hierzulande 1,7 Millionen Autos mit staatlicher Finanzhilfe abgewrackt. Deren Besitzer kauften sich einen Neuwagen und bekamen dafür 2.500 Euro vom Staat. Im Jahr 2009 stieg so der Autoabsatz – doch die Käufe waren zumeist vorgezogene Anschaffungen. 2010 brach nach Auslaufen der Abwrackprämie der Absatz ein. Der Bedarf wurde bei vielen Prämiennutzern lediglich etwas früher gestillt, doch die Kaufbeihilfe hat nicht den Gesamtbedarf an Autos erhöht.

Das sollte eigentlich der französischen Regierung eine Lehre sein, die jetzt ihre Pläne vorgestellt hat, wie sie die schwächelnde heimische Autoindustrie stützen will . Im Kampf gegen die Absatzkrise hebt sie die Kaufprämien für Elektro- und Hybridautos an, von 5.000 auf 7.000 Euro für rein elektrisch betriebene Autos, von 2.000 auf 4.000 Euro für Hybridfahrzeuge. Davon – so die Idee – sollen vor allem Renault und Peugeot profitieren: Renault engagiert sich stark mit Elektroautos wie dem Fluence Z.E. und dem Zoe; Peugeot bietet Hybridautos an, die eine Kombination aus Elektro- und Dieselmotor enthalten.

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Die Frage ist, ob das Programm für die angeschlagene französische Autoindustrie die Rettung ist, als die sie die Regierung feiert. Arnaud Montebourg, der Minister für die Wiederaufrichtung der Produktion, spricht bereits von der "Renaissance des französischen Automobilbaus". Die Realität sieht anders aus: Die Zahl der in Frankreich verkauften Elektro- und Hybridautos ist trotz der seit Anfang 2008 existierenden Kaufprämie überschaubar. Auch eine höhere Prämie wird den Absatz kaum ankurbeln und sie wird vor allem ebenso wenig wie die deutsche Abwrackprämie 2009 zusätzliche Verkäufe generieren.

Zu viele Fabriken

Profitieren können von der Prämie auch nicht-französische Hersteller, insbesondere Toyota , der japanische Vorreiter in Sachen Hybrid- und Elektroantrieb. Außerdem verknüpft die Regierung in Paris die Zuschüsse mit einer fatalen Bedingung: Für die Hilfen verlangt sie Standort-Garantien der Hersteller. Aus Sicht des Kabinetts unter Präsident François Hollande verständlich – die Sozialisten hatten im Wahlkampf versprochen, sich gegen den Abbau von Industriearbeitsplätzen in Frankreich zu stellen.

Doch damit verschließen sie die Augen vor der Realität. In ganz Europa herrschen Überkapazitäten: Der frühere französische Industrie-Staatssekretär Luc Chatel, heute als Parlamentarier der UMP in der Opposition, sagte, es gebe in Europa etwa zehn Fabriken zu viel, andere Experten sprechen zumindest von fünf bis sechs größeren Werken, die in Europa geschlossen werden sollten. In der EU gibt es derzeit 177 Auto- und Motorenfabriken , davon 29 in Frankreich. Viele Fabriken sind nicht ausgelastet und produzieren somit teurer als sie es müssten. Ein Autowerk gilt ab 80 Prozent Auslastung als profitabel. PSA, zu dem die Marken Peugeot und Citroën gehören, und Renault erreichen rund 75 Prozent.

Darum kann Hollande noch so sehr wettern, die von PSA angekündigte Schließung des Werkes Aulnay-sous-Bois bei Paris mit 3.300 Mitarbeitern sei "inakzeptabel". An solchen Maßnahmen führt kein Weg vorbei, wenn der Konzern auf lange Sicht wieder profitabel werden will. Im ersten Halbjahr 2012 verzeichnete PSA einen Nettoverlust von 819 Millionen Euro. Der Autoabsatz fiel um 13 Prozent.

Leserkommentare
  1. Betrachten wir die Sache einmal nüchtern: Der deutsche Steuerzahler subventioniert die deutschen Autohersteller in mehrfacher weise. Da war zum einen die Abwrackprämie. Viel mehr ins gewicht fällt aber die Dienstwagenregelung, mit dem Effekt, dass gerade bei den größeren "Premiummodellen" der Privatkäufer nur einen kleinen %-Anteil an diesen Modellen kauft. Last, but not least wird von unserer Bundesregierung die "Forschung" für die alternativen Elektroantriebe im Milliarden-Bereich subventioniert.
    Die japanischen Hersteller mussten dies alleine stemmen und die Franzosen ebenfalls. Rechnen wir das alles mal zusammen und berücksichtigen hierbei, dass gerade der VW Konzern einen großteil seiner Fertigung in Billiglohnländer verlegt hat, dann stellt sich schon die Frage, wer weiser mit dem Geld umgegangen ist, wir oder die Franzosen.

    Es ist absehbar, dass in kürzerer Zeit gerade die kleinen Elektromobile den Hauptteil der Zulassungen ausmachen werden. Die Franzosen sind dann gut aufgestellt. Die Deutschen werden auf ihren "Premiumfahrzeugen" sitzen bleiben.

    Nebenbei bieten gerade die Franzosen die einzigen aktzeptablen "Billig"-Autos an.
    Es werden sicher in Zukunft einige Fabriken in Europa schließen müssen. Wohl aber eher bei uns.

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    ...der nach Südeuropa verkauft wird, subventioniert der deutsche Steuerzahler mit tausenden Euro über die Bankenrettung, damit ist schnell Schluß, Sie haben völlig recht mit IHrer Vermutung: Ein Kleinwagen mit Stern für 30000,- Euro wird unverkäuflich in der Weltwirtschaftskrise, Dacia´s oder Renault`s für 5000,- Euro (oder entsprechenden Drachmen, Peseten oder Liren) werden künftig den Markt bedienen.

    • Nest
    • 25. Juli 2012 20:25 Uhr

    ...kriegen Französische Leiharbeiter das gleiche Gehalt wie ihre festangestellten Kollegen, plus Zulage – ein weiterer "Wettbewerbsnachteil".
    Es wäre wirklich schade um die französische Automobilkultur, wenn sie auf diesem Wege niederkonkurriert würden.

    ... neben 75% Steuer und einmalige Vermögensabgabe von 99% nur noch französische Autos zu kaufen. Und das Problem ist schon gelöst.

    Ironie ex, bevor der Zensor zuschlägt.

    Ich weiß nicht woher Sie Ihre Infos haben aber meine sind da völlig anders.

    Sowohl Frankreich wie auch (und ganz besonders) Japan haben fette Subventionen für die Entwicklung der Hybrid bzw. Elektrofahrzeuge gezahlt und zahlen immer noch und btw. das ist auch in den USA so.

    Das teure an den Stromern sind die Speicher und hier stecken alle Industriestaaten massiv Geld in die Forschung (Achtung) und Entwicklung.

    Steuerliche Regelungen für Dienstwagen gibt es in fast allen Ländern. Ob Sie die jetzt über die Erstattung von Kilometerkosten regeln oder anders ist total egal, entscheidend ist das Ergebnis.

    Die Abwrackprämie gab es auch in vielen Ländern aber in fast keinem so offen wie in D. Bei unserer Variante war es völlig egal wo das neue Fahrzeug gebaut wurde. Von der Deutschen Abwrackprämie haben unsere Premiumhersteller kaum profitiert. Falls Sie das nicht glauben empfehle ich einen Blick in die Zulassungszahlen beim Kraftfahrt Bundesamt.

    www.kba.de/

    Was bleibt noch?
    Ihre Hoffnung auf die Elektroautos.
    Wer weiß vielleicht haben Sie ja wenigstens damit recht, ich würde aber nicht darauf wetten. Kleiner Tipp, schauen Sie sich mal die Probleme mit den Speichern näher an, nicht nur die Pressemitteilungen lesen ruhig mal bei Fraunhofer vorbei schauen und ein paar Kontakte zu den Forschern knüpfen.

    Noch eins, die Nummer hat F schon mal gemacht und da war sie auch ein Reinfall.

    http://www.zeit.de/wirtsc...

    Erst einmal war die Abwrackprämie für alle, nicht nur die deutschen Hersteller, eine Unterstützung. Es haben sogar vermehrt die Asiaten und Franzosen davon profitiert (Dacia lässt grüßen) da hauptsächlich Klein - oder Kompaktklassewagen gekauft wurden. Die Effekte für BMW, Audi und Mercedes waren sehr überschaubar.

    Die Dienstwagensubvention zielt auf die Premiumhersteller, völlig korrekt. Aber wenn Sie sich mal ansehen wo denn der große Wachstum in diesem Segment stattgefunden hat dann werden Sie in Deutschland nicht fündig.

    Die Franzosen haben Asien verschlafen und die USA sowieso. Mit Asien kann man zwar die Werke in Europa nicht auslasten, aber Geld verdienen für neue Investitionen und damit Innovationen.

    Und gerade hier liegen Sie falsch wenn Sie glauben, dass den Franzosen mit den kleineren Produkten die Zukunft gehört. Die Premiumhersteller werden genau hier erst richtig zur Attacke ansetzen. Neuer Smart Modelle, die kommende Familie auf Basis der A-Klasse Plattform, Audi wird weiter mit A1 und A3 angreifen und bei BMW wird mit dem i3 dieses Segment in Sachen Leichtbau komplett revolutioniert.

    Der Zug ist abgefahren in Frankreich, entweder man streicht dort massiv Stellen und ändert was am grundlegenden Konzept oder die Lichter gehen aus.

    Das französische Aufbauprogramm oder italienische Gedankenspiele mit EU Auflagen oder was auch immer diesen Clowns einfällt wird diesen Prozess nur etwas verlangsamen, keinesfalls stoppen.

  2. ...der nach Südeuropa verkauft wird, subventioniert der deutsche Steuerzahler mit tausenden Euro über die Bankenrettung, damit ist schnell Schluß, Sie haben völlig recht mit IHrer Vermutung: Ein Kleinwagen mit Stern für 30000,- Euro wird unverkäuflich in der Weltwirtschaftskrise, Dacia´s oder Renault`s für 5000,- Euro (oder entsprechenden Drachmen, Peseten oder Liren) werden künftig den Markt bedienen.

  3. "Es werden sicher in Zukunft einige Fabriken in Europa schließen müssen. Wohl aber eher bei uns."

    Ja - bei Opel sieht es z.Z. nicht gut aus. Aber die meinen Sie wohl nicht. Die sogenannten Premium-Hersteller haben augenblicklich Lieferzeiten von ca. 6 Monaten. Da ist also noch viel Luft drin und in den letzten 30 Jahren wurde der deutschen Automobilindustrie schon so oft der Untergang prognostiziert und sie ist heute stärker den je zuvor.

    Klar - in the long run we are all dead - aber das hat noch Zeit.

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    ...auch nicht für unsere Premium-Hersteller: http://www.spiegel.de/wir..., ich wünschte, Ihr Optimismus hat eine reale Grundlage.

    Hierzu folgendes: Die deutschen Premium-Hersteller haben sich von ihrer Strategie immer mehr den amerikanischen Herstellern angepasst. Groß, schwer und oft durchschnittsware, deren Preis in keinem Verhältnis zur Leistung steht. In den USA und auch Asien sind die Deutschen vom Standing längst von den japanischen Premium-Marken überholt worden. Die Chinesen, die ja gerne kopieren, orientieren sich auch mehr nach Osten, als nach Westen.

    Es liegt auf der Hand, dass gerade bei den zu erwartenden explodierenden Kraftstoffkosten, die Hersteller die Nase vorn haben werden, deren Fahrzeuge sehr wenig verbrauchen oder mit alternativen Energien betrieben werden. Wer sich einen PKW für die durchschnittliche Erstbesitzerzeit von 5 Jahren kauft, wird sich in bälde überlegen dürfen, ob er einen Spritschlucker nach dieser Zeit überhaupt noch fahren oder für einen anständigen Preis noch los wird. Etliche Städte und Regionen werden aus Gründen der hohen Abgas-Emissionen, Elektro-Autos forcieren oder gar vorschreiben. Dort überall juckeln die Deutschen krätig hinterher.

    • Nest
    • 25. Juli 2012 20:25 Uhr

    ...kriegen Französische Leiharbeiter das gleiche Gehalt wie ihre festangestellten Kollegen, plus Zulage – ein weiterer "Wettbewerbsnachteil".
    Es wäre wirklich schade um die französische Automobilkultur, wenn sie auf diesem Wege niederkonkurriert würden.

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    Niederkonkurriert, find ich klasse.

    Mal eine Frage, finden Sie es auch grausam das es Hemden für €5,- gibt?

    Ja?
    Dann wäre es auch besser wenn der Herr Watt nicht die Dampfmaschine erfunden hätte, weil die den Webern ihre Arbeit weg genommen hat und dann gäbe es bistimmt auch noch in Deutschland Nähereien, in denen die Näherinnen fröhlich singend die Hemden fertigen.

    Wäre bestimmt eine schöne Welt und das so ein Hemd dann €200,- kosten würde ist nicht das Problem.

    Nur hat und wird es diese schöne Welt so nie geben. Weber waren Heimarbeiter die dem Hungertod näher waren als einem freien Tag. Näherinnen schufteten im Akkord für ein besseres Taschengeld und wenn der Herr Watt nicht diese Dampfmaschine erfunden hätte, dann gäbe es gar keine Automobilindustrie nirgendwo.

    Fairer Wettbewerb schafft Wohlstand. Im wohnt aber die Zerstörung inne, weil Wettbewerb bedeutet, dass ein besseres Angebot ein gutes verdrängen wird. Das gilt für Autos und für Arbeit.

    Das was der Herr Hollande plant ist nicht fairplay, das ist im Sinne von Wettbewerb ein klares Foul. Nun er ist der Präsident und Frankreich ein souveräner Staat, dann nennt man das nicht Foul sondern Wirtschaftspolitik.

    Aber egal wie sie es nennen es bleibt ein Foul und kostet etwas, nämlich Wohlstand womit sich der Kreis schließt. Weder Banken, noch Händler, noch Hersteller können vom Staat "gerettet" werden, ist deren Geschäftsmodell falsch dann gehen sie pleite. Alles andere ist Diebstahl an uns allen.

  4. Für die Hilfen verlangt sie Standort-Garantien der Hersteller. Aus Sicht des Kabinetts unter Präsident François Hollande verständlich – die Sozialisten hatten im Wahlkampf versprochen, sich gegen den Abbau von Industriearbeitsplätzen in Frankreich zu stellen.

    Ich kann die Kritik nicht ganz verstehen. In Deutschland schmeisst man mit Milliarden um sich ohne eine Gegenleistung zu bekommen. Das sollte man doch kritisieren, oder?

    Auch bei den Bankenrettungen hat Frankreich sich geschickter angestellt. Die Hilfen wurden alle in Anteile an den Banken investiert. Nachdem sich die Institute erholt haben, hat Frankreich sogar Gewinn gemacht. In deutschland hat man das Geld einfach verschenkt. Oder giftige Aktiva in Badbanks verfrachtet und die Institute dann zu Ramschpreisen verkauft. Verlust: Mehre Hundert % !

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    Zitat:
    "Auch bei den Bankenrettungen hat Frankreich sich geschickter angestellt. Die Hilfen wurden alle in Anteile an den Banken investiert. Nachdem sich die Institute erholt haben, hat Frankreich sogar Gewinn gemacht."

    Das würde mich interessieren, haben Sie dafür eine Quelle wo ich die Fakten nachlesen kann?

    Wäre wirklich nett, ich kannte das bisher nur von Schweden (ist aber schon ein paar Jahre her) und den Amis (die haben das sogar schon zweimal gemacht).

    Als Gegenleistung eine Erklärung warum die Standortgarantien kritisiert werden. Für Renault und PSA ist dieser Passus Gift. Nehmen die, die Subventionen an, dann können sie die notwendigen Anpssungen nicht durchführen und gehen mittelfristig Pleite.

    Die Hersteller werden sich das durchrechnen und wenn die Mitarbeiter vom Hollande sich nicht verkalkuliert haben, dann wird das Ergebnis ein nein danke sein.

    Damit hätte Hollande sein Wahlversprechen gehalten (ich stelle mich gegen Entlassungen), kein neues Loch in der Staatskasse und PSA/Renault wären die Bösen. Die Nummer hat sogar einen Namen: Ablehnung durch Zusage.

    • Medley
    • 27. Juli 2012 15:59 Uhr

    "In deutschland hat man das Geld einfach verschenkt."

    Was? Die deutsche Regierung hat auschließlich nur Bürgschaften vergeben. BÜRGSCHAFTEN und mitnichten "Geld verschenkt". Und da, wo sie tatsächlich Geld gegeben hat, da hat sie, -mit Ausnahme der privatwirtschaftlichen Commerzbank- zu 100% nur ihre eigenen halbbankrotten STAATS-banken(Landesbanken, HRE, IKB, KfW) aus dem finanziellen Morastgraben gezogen, in den sie sich zuvor reingezockt hatten. Und die Commerzbank hat ihrerseits die Berliner Hilfe längst schon wieder zurückgezahlt, um nämlich den Staat aus ihren Geschäftsentscheidungen rauszuhalten.

    "Oder giftige Aktiva in Badbanks verfrachtet und die Institute dann zu Ramschpreisen verkauft. Verlust: Mehre Hundert %!"

    Was? Bitte was? Das ist ja gerade zu abenteuerlich, was sie da posten! Welche Insititute wurden denn bitteschön angeblich zu "Ramschpreisen" und hunderte Prozente Verlust verkauft? Nennen sie doch mal ein paar Namen und kommen sie mit Fakten, Beweisen und Belegen rüber, bevor sie so haltlosen Behauptungen aufstellen.

  5. Mit ein paar hinterhergeworfenen Steuermillionen wird man PSA auch nicht retten können. Das problem ist, dass abseits des Patriotismus und der Subventionen wenig gründe für das Produkt sprechen. Die fixierung auf den heimischen Markt war ein Fehler - eine globale Strategie fehlt.

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    > > Die fixierung auf den heimischen Markt war ein Fehler - eine globale Strategie fehlt. > >

    Das mag betriebswirtschaftlich "rictig" sein, volkswirtschaftlich aber höchst gefährlich, Wohl und Wehe der Gesellschaft an die Fortexistenz solventer Auslandskunden für die eigene Exportwirtschaft zu knüpfen.
    Wie im Fall Dt.
    Und fragürdig, da die Kunden dt. Oberklassen-Statussymbole nicht selten die Ausbeuter-Eliten und korrupten Systemgünstlinge sind, die v.a. deshalb Reich sind, weil die Masse ihrer Landsleute arm ist.

    Die auf diese Kundschaft zugeschnittene Exportwirtschaft einen Nachteil davon hätte, wenn sich die Vermögens- und Einkommensverhältnisse global sozial gerechter entwickeln würde, was sich in der Außenpolitik natürlich bemerkbar macht, und eine Bundesregierung - mit dem Fokus auf die Profitsicherung der dt. Wirtschaft - z.B. kein Interesse daran hat, in Spanien, GR oder sonstwo die Massenkaufkraft zulasten der dekadenten Elite zu stärken.

    ... das "wenig Gründe für das Produkt" (welches Produkt?) sprechen"? Fahren Sie "das Produkt"? Haben Sie eigene Erfahrungen mit "dem Produkt"? Oder schwurbeln Sie einfach mal was nach?

  6. > > Die fixierung auf den heimischen Markt war ein Fehler - eine globale Strategie fehlt. > >

    Das mag betriebswirtschaftlich "rictig" sein, volkswirtschaftlich aber höchst gefährlich, Wohl und Wehe der Gesellschaft an die Fortexistenz solventer Auslandskunden für die eigene Exportwirtschaft zu knüpfen.
    Wie im Fall Dt.
    Und fragürdig, da die Kunden dt. Oberklassen-Statussymbole nicht selten die Ausbeuter-Eliten und korrupten Systemgünstlinge sind, die v.a. deshalb Reich sind, weil die Masse ihrer Landsleute arm ist.

    Die auf diese Kundschaft zugeschnittene Exportwirtschaft einen Nachteil davon hätte, wenn sich die Vermögens- und Einkommensverhältnisse global sozial gerechter entwickeln würde, was sich in der Außenpolitik natürlich bemerkbar macht, und eine Bundesregierung - mit dem Fokus auf die Profitsicherung der dt. Wirtschaft - z.B. kein Interesse daran hat, in Spanien, GR oder sonstwo die Massenkaufkraft zulasten der dekadenten Elite zu stärken.

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    Es ist auch volkswirtschaftlich richtig, dass jedes Land das machen sollte, was es am Besten kann. Staaten und ihre Bewohnen würden von nationalen Insellösungen nicht profitieren - gern lese ich ihre volkswirtschaftliche Herleitung vom Gegenteil.
    Aus meiner Sicht ist es auch sehr sozial, wenn Luxusprodukte zu fairen Preisen mit viel Manpower hergestellt werden, dies lässt nämlich Geld von den "Eliten" zurück zu den Arbeitern fließen.

  7. ... neben 75% Steuer und einmalige Vermögensabgabe von 99% nur noch französische Autos zu kaufen. Und das Problem ist schon gelöst.

    Ironie ex, bevor der Zensor zuschlägt.

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Peugeot | BMW | Renault | Toyota | Absatz | Abwrackprämie
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