Autoindustrie: VW stänkert gegen Fiat-Chef Marchionne
Erst schimpfte der Italiener über vermeintliche Billigpreise bei VW. Nun fordern die Wolfsburger den Rücktritt Marchionnes als Chef des europäischen Autobauer-Verbands.
© Giorgio Perottino/Reuters

Fiat-Chef Sergio Marchionne
Mitten in der Absatzkrise auf dem europäischen Automarkt ist zwischen Branchenführer Volkswagen und dem angeschlagenen Autobauer Fiat ein massiver Streit entbrannt. VW forderte Fiat-Chef Sergio Marchionne auf, von seinem Amt als Präsident des europäischen Autobauer-Verbands Acea zurückzutreten. Das bestätigte ein VW-Sprecher.
Hintergrund ist ein von der New York Times zitierter Vorwurf Marchionnes, Volkswagen betreibe eine rücksichtslose und zerstörerische Preispolitik. "Bei der Preisgestaltung gibt es ein Blutbad. Das ist ein Blutbad bei den Margen", wurde Marchionne zitiert. Indem die Wolfsburger aggressive Rabatte gewährten, nutzten sie die Krise, um Marktanteile zu gewinnen. Fiat leidet derzeit unter großen Absatzproblemen. Auf die Rücktrittsforderung von VW reagierte Marchionne bislang nicht.
Der 1991 gegründete Autobauer-Verband Acea vertritt die Interessen von 16 Herstellern von Autos, Lastwagen und Bussen auf europäischer Ebene und gilt als einflussreicher Verband. VW ist ein Schwergewicht in der Industrie-Lobby.
VW-Kommunikationschef Stephan Grühsem sagte, Marchionne sei als Acea-Präsident untragbar und solle gehen. Angesichts der Äußerungen des Fiat-Chefs sei aber auch ein Austritt aus dem Acea eine Option für Volkswagen.
Konflikt kommt zu schwerer Zeit
Marchionne ist für markige Aussagen bekannt. Anfang des Jahres hatte er gefordert, Europa brauche einen zweiten starken Autobauer und damit ein Gegengewicht zu VW. Anfang 2011 hatte der Fiat-Chef aus Ärger über ein angebliches Werben von VW um Alfa Romeo Interesse an den beiden VW-Beteiligungen MAN und Scania bekundet, dies aber wenig später als "Witz" bezeichnet.
Der Konflikt zwischen VW und Fiat kommt zu einer schwierigen Zeit für den Fahrzeugmarkt in der EU. Vor allem in den Euro-Krisenländern Spanien und Italien, aber auch in Frankreich gehen die Verkäufe zurück. Dies trifft die Hersteller hart, die von Europa abhängig sind. Neben der europäischen Nummer zwei, PSA Peugeot Citroën, sind dies auch Opel und Fiat. Sie kämpfen mit Überkapazitäten.
Der VW-Konzern dagegen ist dank seiner breiten Aufstellung und der Stärke vor allem in China und den USA auf Erfolgskurs. Im ersten Halbjahr verdiente der Konzern laut Zahlen vom Donnerstag mehr als 8,8 Milliarden Euro, fast 36 Prozent mehr als bis zur Jahresmitte 2011.
So steuert die europäische Automobilindustrie immer mehr auf eine Zwei-Klassen-Gesellschaft zu: einerseits die Gewinner, zu denen neben VW auch Daimler und BMW gehören, andererseits die schwer angeschlagenen Hersteller. PSA hatte am Mittwoch enorme Verluste für das erste Halbjahr 2012 gemeldet und will Milliarden Euro einsparen, unter anderem mit einer Werksschließung. Bei Fiat läuft das Geschäft in Europa auch schlecht, die Italiener profitieren aber von der Mehrheitsbeteiligung am US-Autobauer Chrysler.
Weil Europas Automarkt derzeit schwächelt, locken alle Hersteller mit teils enormen Rabatten. Laut einer Studie des CAR-Centers der Universität Duisburg-Essen haben die Kundenvorteile für Autokäufer ein Rekordniveau erreicht.








Kauft man Preise oder Autos?
Gibt es keine Möglichkeit - z.B. über ein Korrekturprogramm -
Fehlkonstruktionen der Umgangssprache wie -
Billiglohn (wo ist der Teuerlohn?)warme Temperatur, teuere Miete, Zukunftsinvestition, Zukunftschance, vorreservieren, in keinster Weise, etc. wenigstens in den Druckerzeugnissen zu vermeiden?
Anfang des 20ten Jahrhundert war ein heftiger Wettbewerb bei den Autoherstellern. Alle experimentieren, nutzen Zukäufe Motoren und versuchten erste industrielle Stückzahlenerweiterungen, um preiswerter zu werden. Cabrios waren billiger, da weniger Material und man dengelte und streckte sich die materialien so zurecht. Konkurrenz war um die Ecke vorhanden und die Wettbewerber in weniger EU-Zentren etabliert. Aber es schieden hier schon in der zeit der Kinderstuben viele Hersteller aus, die die Kosten nicht im Griff hatten oder sich technisch übernehmen.
Heute ist die Industrie erwachsen, aber viele Hersteller ruhten sich zu lange auf EU-Erfolge aus ... und begaben sich in die "GRUNDIG-Falle". In Zeiten von Krisen werden manche Fehler doppelt abgestraft und das schmerzt. Es ist wie ein Ozeandampfer der in schwieriges Fahrwasser kommt, aber nur langsam reagieren kann. Tragisch ist, dass die Entscheider mit hohen Abfindungen u. Renten in den Ruhestand gehen und in den Fabriken geholzt wird, um sich anzupassen. Das schmerzt doppelt.
FIAT muss sich stärker aus seine Stärken besinnen: dem Design und einer interessante Technik, aber mit mehr Qualität und besserer Umsetzung im Detail.
Von "Blutbad" zu reden bringt nichts. Es schwächt eher FIAT. Marchionne ist ein fähiger Kopf und ein Gewinn für FIAT; Marchionne hat bereits vor Jahren die Krise kommen sehen und sich kritisch über die bevorstehende Schlacht in Europa geäußert. Nervosität bringt NICHTS; überlegtes Handeln bringt es.
Dass er nun ausgerechnet VW des Dumpings bezichtigt, mutet fasst schon als Treppenwitz an. Bislang ist mir eigentlich immer nur zu Ohren gekommen, dass VW zu teuer sei.
Im übrigen kann man im Moment wieder einmal studieren, was von Expertenmeinungen zu halten ist.
Hätten sich die Prophezeihungen der Autexperten von vor 5 bis 15 Jahren erfüllt, müsste dieser träge, gewerkschafts- und mitbestimmungsverseuchte Haufen VW jetzt am Boden liegen, andere Autobauer ihn längst überflügelt haben.
Man machte sich lustig über den müden Riesen, viel zu ineffizient, für 'nen Appel und Ei sei er zu kaufen.
Nun kam es etwas anders. Und schon meckert und giftet man wieder arrogant und beleidigt über die 'rücksichtslose Walze'.
... die andere daran hindern, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, nennt man Experten. Wenn sie dabei auch noch alle, aber auch alle Fakten ausblenden, nennt man sie Dudenhöffer.
Nein! Nicht löschen: D. hat zum Beispiel im Vorfeld der IAA 2007 HIER auf Zeit online schwadroniert, eine CO2-abhängige Kfz-Steuer komme für Deutschland nicht in Frage, weil DE dann in der EU isoliert sei. Damals hatten Spanien und Großbritannien schon viele Jahre lang CO2-basierte Kfz-Steuermodelle ...
Soviel zur Dudenhöfferschen Expertise, welche eher Pippi-Langstrumpf induziert erscheint: Ich mach' mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt.
... die andere daran hindern, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, nennt man Experten. Wenn sie dabei auch noch alle, aber auch alle Fakten ausblenden, nennt man sie Dudenhöffer.
Nein! Nicht löschen: D. hat zum Beispiel im Vorfeld der IAA 2007 HIER auf Zeit online schwadroniert, eine CO2-abhängige Kfz-Steuer komme für Deutschland nicht in Frage, weil DE dann in der EU isoliert sei. Damals hatten Spanien und Großbritannien schon viele Jahre lang CO2-basierte Kfz-Steuermodelle ...
Soviel zur Dudenhöfferschen Expertise, welche eher Pippi-Langstrumpf induziert erscheint: Ich mach' mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt.
... die andere daran hindern, ihren gesunden Menschenverstand zu gebrauchen, nennt man Experten. Wenn sie dabei auch noch alle, aber auch alle Fakten ausblenden, nennt man sie Dudenhöffer.
Nein! Nicht löschen: D. hat zum Beispiel im Vorfeld der IAA 2007 HIER auf Zeit online schwadroniert, eine CO2-abhängige Kfz-Steuer komme für Deutschland nicht in Frage, weil DE dann in der EU isoliert sei. Damals hatten Spanien und Großbritannien schon viele Jahre lang CO2-basierte Kfz-Steuermodelle ...
Soviel zur Dudenhöfferschen Expertise, welche eher Pippi-Langstrumpf induziert erscheint: Ich mach' mir die Welt, widewidewie sie mir gefällt.
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