Güterverkehr "Nicht alle Dinge benötigt man am nächsten Tag"
Der Güterverkehr nimmt zu. Dass so viele LKW unterwegs sind, liegt auch am Konsumenten, der zu ungeduldig geworden ist, sagt Logistikexperte Uwe Clausen im Interview.
ZEIT ONLINE: Der Güterverkehr wird in Deutschland in den kommenden Jahren weiter zunehmen. Herr Professor Clausen, woher kommt dieser enorme Zuwachs, der deutlich über dem Wirtschaftswachstum liegt?
Uwe Clausen: Den Prognosen zufolge wird die Arbeitsteilung weiter zunehmen, der Anteil von Import und Export wird wachsen und die Entfernungen zwischen Zulieferer und Abnehmer steigen. Sendungen werden kleinteiliger, sowohl zwischen Unternehmen als auch in der Belieferung des Handels.
ZEIT ONLINE: Der größte Teil der Waren wird immer noch auf der Straße transportiert. Warum sind Schiene und Wasserstraße so unattraktiv?

Uwe Clausen leitet das Institut für Transportlogistik an der Universität Dortmund und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. Zuvor war er als Logistiker bei der Deutschen Post und beim Internet-Versandhändler Amazon tätig.
Clausen: Wenn die Erreichbarkeit gegeben ist und man ein ausreichend großes Aufkommen hat, ist die Wasserstraße der günstigste Transportweg, gefolgt von der Schiene. Beide kommen aber in erster Linie für stark gebündelte Transporte infrage. Für den Transport kleinerer Sendungen mit einer Vielzahl von Empfängern ist die Straße am besten geeignet. Und gerade solche Sendungen haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen.
ZEIT ONLINE: Viele fordern, es müsse mehr Güterverkehr auf die Schiene. Wie?
Clausen: Mehr Verkehr auf die Schiene – und auch auf die Wasserstraße – zu verlagern ist richtig, denn sie sind energieeffizienter als der Transport auf der Straße. Allerdings werden beide Transportwege niemals den Anteil der Straße am Güterverkehr übertreffen. Den gesamten Güterzuwachs auf die Schiene zu bringen, ist unrealistisch. Aber an Engpässen und wichtigen Bahnknoten, etwa auf der Rheinschiene oder im Rhein-Ruhr-Gebiet, könnte man zumindest die Kapazitäten erweitern. Dafür gibt es überwiegend auch gute Planungen, aber ihre Umsetzung zieht sich leider hin. Auf einer Reihe von Bahnstrecken ist schon heute mehr Güterverkehr möglich.
- Logistik
Die Logistikbranche zählt mit einem Jahresumsatz von mehr als 210 Milliarden Euro und mit mehr als 2,7 Millionen Beschäftigten zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Deutschland. Der allergrößte Teil des Güterverkehrs läuft über die Straße, nämlich etwa 82 Prozent der transportierten Menge. Dagegen spielen die Eisenbahn (8,5 Prozent) und Binnenschifffahrt (6,4 Prozent) nur eine sehr geringe Rolle.
- Entwicklung bis 2050
An dieser Verteilung wird sich einer Prognose des Bundesverkehrsministeriums zufolge bis 2050 wenig ändern. Der Anteil der Wasserstraßen bleibt bei rund 6,5 Prozent, die Schiene legt auf 10,7 Prozent etwas zu, aber der größte Teil der Güter wird auch 2050 auf der Straße transportiert (81,1 Prozent). Wurden 2005 insgesamt 3,7 Milliarden Tonnen transportiert, werden es 2050 5,5 Milliarden Tonnen sein.
ZEIT ONLINE: Wenn der Straßengüterverkehr also auch künftig vorherrscht, wie kann er dann wenigstens ökologisch effizienter werden?
Clausen: Dafür muss man alle Ressourcen mobilisieren – von einer kraftstoffsparenden Fahrweise der Fahrer über neue Fahrzeugtechnik bis hin zu effizienten Strukturen und Innovationen bei IT und der Kombination verschiedener Verkehrsträger.
ZEIT ONLINE: Wie sinnvoll sind die Gigaliner, auf die der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer vor allem setzt?
Clausen: Mehr Kapazität pro Fahrzeug ist grundsätzlich ein potenzieller Vorteil. Auf Strecken mit hinreichendem Aufkommen können Gigaliner zu geringeren Treibstoffkosten je transportierter Tonne führen. Kritiker warnen vor einer geringeren Sicherheit und der drohenden Verlagerung von Transporten zuungunsten von Schiene und Wasserstraße. Das muss man in den jetzt beginnenden Feldversuchen genau untersuchen.
- Datum 12.07.2012 - 13:59 Uhr
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durch den Anbieter und dessen Angebot "erzogen".
Wenn keiner übertriebene Konsumentenerwartungen erfüllt, dann wartet der auch einen Tag länger.
Sobald jedoch ein Anbieter anfängt mit solchen incentives (Umsonst-Handy, 24h-Umsonst-Lieferung usw. usf.) dann nimmt das der Kunde natürlich an. Das geht nur, wenn es angeboten wird. die Macht sowas zu erzwingen aht der Verbraucher kaum.
Hallo Grellseher,
der Konsument hat durchaus eine Macht. Niemand zwingt ihn, Angebote auch anzunehmen. Das beginnt bei der Frage "Äpfel aus Chile oder aus der Region?" und endet eben bei der von Uwe Clausen angesprochenen Frage, ob man bei Warenbestellungen - sei es online oder aus dem Katalog - jedes Mal den 24-Stunden-Lieferservice benötigt. Das kann nämlich dazu führen, dass z.B. drei zusammen bestellte Waren am Ende auf drei getrennte Sendungen verteilt werden.
Viele Grüße
Matthias Breitinger
...dass zwar der "heilige Markt" uneingeschränkt und unreguliert alles zu allen Bedingungen anbieten darf, führt bei uns dann zum moralisch erhobenen Zeigefinger.
Unerträglich! Fragt sich warum wir eine angeblich demokratische Selbstverwaltung haben, wenn man dann ohnehin wieder alle Verantwortung auf der untersten Ebene, beim Konsumenten, ablädt (wohl wissend, dass das idR so gut wie nichts ändert, außer allen permanent ein schlechtes Gewissen zu machen).
Hallo Grellseher,
der Konsument hat durchaus eine Macht. Niemand zwingt ihn, Angebote auch anzunehmen. Das beginnt bei der Frage "Äpfel aus Chile oder aus der Region?" und endet eben bei der von Uwe Clausen angesprochenen Frage, ob man bei Warenbestellungen - sei es online oder aus dem Katalog - jedes Mal den 24-Stunden-Lieferservice benötigt. Das kann nämlich dazu führen, dass z.B. drei zusammen bestellte Waren am Ende auf drei getrennte Sendungen verteilt werden.
Viele Grüße
Matthias Breitinger
...dass zwar der "heilige Markt" uneingeschränkt und unreguliert alles zu allen Bedingungen anbieten darf, führt bei uns dann zum moralisch erhobenen Zeigefinger.
Unerträglich! Fragt sich warum wir eine angeblich demokratische Selbstverwaltung haben, wenn man dann ohnehin wieder alle Verantwortung auf der untersten Ebene, beim Konsumenten, ablädt (wohl wissend, dass das idR so gut wie nichts ändert, außer allen permanent ein schlechtes Gewissen zu machen).
Hm. Da ist wieder derselbe schuld, der auch schuld an der Eurokrise ist, weil er über seine Verhältnisse gelebt hat?
Bislang hieß es immer, das liege daran, dass die Firmen ihre Lager auf die Straße verlegt hätten.
Im Kapitalismus und auch sonst sind grundsätzlich immer die Anderen schuld. Und findet sich kein Schuldiger, dann war's der Markt mit den von ihm angeblich diktierten "Zwängen".
Und das haben die Firmen freilich - seinetwegen gemacht... ;-)
Im Kapitalismus und auch sonst sind grundsätzlich immer die Anderen schuld. Und findet sich kein Schuldiger, dann war's der Markt mit den von ihm angeblich diktierten "Zwängen".
Und das haben die Firmen freilich - seinetwegen gemacht... ;-)
Konsumenten sind schuld, auch an der Geiz ist Geil Mentalität oder? oder nicht?
Erzieht nicht eher die Wirtschaft/Medien den Konsumenten dazu alles möglichst sofort und billig zu wollen?
erziehen lassen!
Jeder kann seine eigenen Ansprüche ständig überprüfen und anpassen.
Sich zu informieren ist natürlich Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln.
Ein T-Shirt für 3 € beim Discounter KANN gar nicht umwelt- und sozialverträglich beschafft worden sein, das sagt selbst die simpelste Logik.
Genauso kann man auf Erdbeeren im November oder andere nicht saisonale Lebensmittel verzichten.
Oder deren Konsum zur absoluten Ausnahme machen.
Ist eigentlich alles gar nicht so schwierig.
k.
erziehen lassen!
Jeder kann seine eigenen Ansprüche ständig überprüfen und anpassen.
Sich zu informieren ist natürlich Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln.
Ein T-Shirt für 3 € beim Discounter KANN gar nicht umwelt- und sozialverträglich beschafft worden sein, das sagt selbst die simpelste Logik.
Genauso kann man auf Erdbeeren im November oder andere nicht saisonale Lebensmittel verzichten.
Oder deren Konsum zur absoluten Ausnahme machen.
Ist eigentlich alles gar nicht so schwierig.
k.
Online einkaufen und aufs Auto verzichten geht übrigens nur, wenn der Lieferservice das zulässt. Da geht es nicht mal um 24h sondern um Zustellzeiten.
Wenn ich als Berufstätiger die Lieferung nach 2 Fehlzustellungsversuchen um je 11:00 Uhr dann bei der Post oder der Paketstation abholen muss, ist halt doch wieder Auto angesagt.
Bezahlt die Zusteller vernünftig und verlangt dann auch kundenfreundlichen Zustellungsservice.
Auch das kann der Kunde allein kaum ändern.
... oder Paketdienst die Tickbox "Anlieferung zwischen 1800 und 2200" gesehen.
... oder Paketdienst die Tickbox "Anlieferung zwischen 1800 und 2200" gesehen.
Hallo Grellseher,
der Konsument hat durchaus eine Macht. Niemand zwingt ihn, Angebote auch anzunehmen. Das beginnt bei der Frage "Äpfel aus Chile oder aus der Region?" und endet eben bei der von Uwe Clausen angesprochenen Frage, ob man bei Warenbestellungen - sei es online oder aus dem Katalog - jedes Mal den 24-Stunden-Lieferservice benötigt. Das kann nämlich dazu führen, dass z.B. drei zusammen bestellte Waren am Ende auf drei getrennte Sendungen verteilt werden.
Viele Grüße
Matthias Breitinger
der drei Sendung ist unrealistisch.
Äpfel aus der Region sind ein mindestens fragwürdiges Beispiel: http://www.zeit.de/2012/2...
die Henne oder das Ei?
Ich kann als Konsument lange verlangen, dass ein großer Anbieter mir etwas billig(umsonst, schnell und gut macht.
Er tut es aber nur, wenn a) die gleichartige Nachfrage groß genug wird und b) auch die Wettbewerbssituation ihn dazu drängt.
Ich kann als Verbraucher auch lange irgendwas nicht kaufen oder mich irgendwie verhalten; relevant wird das nur bei entsprechender Masse.
Seltsam, dass in letzter Zeit solcherart Verantwortungszuweisungen an den Verbraucher zunehmen, von Medien und von Anbietern, die sich selbst aber nicht im Geringsten in der Pflicht sehen.
Im Übrigen ist die selbst Frage "Äpfel aus Chile oder aus der Region" nicht so eindeutig zu beantworten, wie Sie tun. http://www.klima-sucht-sc...
Was nützt eine Sammellieferung nach 3 Tagen, wenn sie, wie heute Üblich mitten am Tag keine antrifft und 2 mal wiederholt wird und der Kunde am Ende doch zur Post fährt?
Das kann kein Kunde beeinflussen.
Vor wenigen Jahren noch war meine Kundschaft damit zufrieden, Ihre Ware innerhalb von 14 Tagen zu bekommen. Das hat sich komplett geändert. Vor nur 2 Jahren war es eine Ausnahme, wenn ein Kunde Express geordert hat; er war dann auch bereit, entsprechend zu zahlen. Heute ist Express der normale Zustellungsweg und kosten darf es auch nichts. Was mich dabei immer wieder sehr erstaunt: wie schaffen das die Logistiker?
Ich habe jedenfalls wenige Möglichkeiten. Der Auftraggeber schreibt üblicherweise den Transportweg und das Transportunternehmen vor. Ich darf dann nur mehr Papiere bereitstellen.
Fazit: Lieferzeiten oberhalb einer Woche werden nur selten akzeptiert.
Ich denke das der Preis im Vordergrund steht bei gleicher Qualität.
Wenn ich z.B. ein Marken Wasserkocher hier bei mir bei Karstadt für 40 Euro und den den gleichen bei einem Ebayhändler für 34.- inkl. Versand sehe ist doch klar wo ich es kaufe.
Zu 24 Stunden-Lieferservice möchte ich noch erwähnen das es eventuell mit Extrakosten verbunden sind.
viele versender (vor allem telekommunikationsanbieter) nehmen keinerlei rücksicht auf bestell- oder zustellverhalten/-wünsche. selbst in einem vorgang bestellte artikel werden in einzelnen päckchen, meist auch mit einzelnen, nicht zusammenfallenden sendungen ausgeliefert.
durch"rationalisierte" logistikketten erlauben gar keine individuellen kundenwünsche, diese werden von den konzernen erfunden und dem kunden (oft zwangsweise, zb. paypal) "nahegebracht".
Ich lasse mir die chilenischen Äpfel und südafrikanischen Trauben immer per Email schicken.
Außerdem friere ich heißes Wasser ein. Heißes Wasser kann man ja schließlich immer mal brauchen.
meines Wissens Premiere: Ein Redaktionsbeitrag erhält die Redaktionsempfehlung.
der drei Sendung ist unrealistisch.
Äpfel aus der Region sind ein mindestens fragwürdiges Beispiel: http://www.zeit.de/2012/2...
die Henne oder das Ei?
Ich kann als Konsument lange verlangen, dass ein großer Anbieter mir etwas billig(umsonst, schnell und gut macht.
Er tut es aber nur, wenn a) die gleichartige Nachfrage groß genug wird und b) auch die Wettbewerbssituation ihn dazu drängt.
Ich kann als Verbraucher auch lange irgendwas nicht kaufen oder mich irgendwie verhalten; relevant wird das nur bei entsprechender Masse.
Seltsam, dass in letzter Zeit solcherart Verantwortungszuweisungen an den Verbraucher zunehmen, von Medien und von Anbietern, die sich selbst aber nicht im Geringsten in der Pflicht sehen.
Im Übrigen ist die selbst Frage "Äpfel aus Chile oder aus der Region" nicht so eindeutig zu beantworten, wie Sie tun. http://www.klima-sucht-sc...
Was nützt eine Sammellieferung nach 3 Tagen, wenn sie, wie heute Üblich mitten am Tag keine antrifft und 2 mal wiederholt wird und der Kunde am Ende doch zur Post fährt?
Das kann kein Kunde beeinflussen.
Vor wenigen Jahren noch war meine Kundschaft damit zufrieden, Ihre Ware innerhalb von 14 Tagen zu bekommen. Das hat sich komplett geändert. Vor nur 2 Jahren war es eine Ausnahme, wenn ein Kunde Express geordert hat; er war dann auch bereit, entsprechend zu zahlen. Heute ist Express der normale Zustellungsweg und kosten darf es auch nichts. Was mich dabei immer wieder sehr erstaunt: wie schaffen das die Logistiker?
Ich habe jedenfalls wenige Möglichkeiten. Der Auftraggeber schreibt üblicherweise den Transportweg und das Transportunternehmen vor. Ich darf dann nur mehr Papiere bereitstellen.
Fazit: Lieferzeiten oberhalb einer Woche werden nur selten akzeptiert.
Ich denke das der Preis im Vordergrund steht bei gleicher Qualität.
Wenn ich z.B. ein Marken Wasserkocher hier bei mir bei Karstadt für 40 Euro und den den gleichen bei einem Ebayhändler für 34.- inkl. Versand sehe ist doch klar wo ich es kaufe.
Zu 24 Stunden-Lieferservice möchte ich noch erwähnen das es eventuell mit Extrakosten verbunden sind.
viele versender (vor allem telekommunikationsanbieter) nehmen keinerlei rücksicht auf bestell- oder zustellverhalten/-wünsche. selbst in einem vorgang bestellte artikel werden in einzelnen päckchen, meist auch mit einzelnen, nicht zusammenfallenden sendungen ausgeliefert.
durch"rationalisierte" logistikketten erlauben gar keine individuellen kundenwünsche, diese werden von den konzernen erfunden und dem kunden (oft zwangsweise, zb. paypal) "nahegebracht".
Ich lasse mir die chilenischen Äpfel und südafrikanischen Trauben immer per Email schicken.
Außerdem friere ich heißes Wasser ein. Heißes Wasser kann man ja schließlich immer mal brauchen.
meines Wissens Premiere: Ein Redaktionsbeitrag erhält die Redaktionsempfehlung.
erziehen lassen!
Jeder kann seine eigenen Ansprüche ständig überprüfen und anpassen.
Sich zu informieren ist natürlich Voraussetzung für verantwortungsvolles Handeln.
Ein T-Shirt für 3 € beim Discounter KANN gar nicht umwelt- und sozialverträglich beschafft worden sein, das sagt selbst die simpelste Logik.
Genauso kann man auf Erdbeeren im November oder andere nicht saisonale Lebensmittel verzichten.
Oder deren Konsum zur absoluten Ausnahme machen.
Ist eigentlich alles gar nicht so schwierig.
k.
...ich durchschaue ja auch die Kalkulationen der Hersteller, kenne deren Automatisierunggrad und Rabattmargen. So ein Quatsch.
z.B. m us s ei T-shirt für 25 € auch nicht zwangsläufig umwelt- und sozialverträglich produziert worden seine. Genug "große" Labels produzieren in China aber verkaufen zu deutschen Preisen, das ist ja der Trick!
Im Laden bekomme ich Äpfel aus Neuseeland und Südtirol, während bei uns das Obst auf den Streuobstwiesen vergammelt.
Und wenn irgendwo ein Handgriff billiger ist wird das Zeug quer durch Europa gekarrt! Nordsee-Krabbenpuhlen in Tunesien und Marokko!
Ordnungspolitisch ist einfach der Transport noch zu billig!
...ich durchschaue ja auch die Kalkulationen der Hersteller, kenne deren Automatisierunggrad und Rabattmargen. So ein Quatsch.
z.B. m us s ei T-shirt für 25 € auch nicht zwangsläufig umwelt- und sozialverträglich produziert worden seine. Genug "große" Labels produzieren in China aber verkaufen zu deutschen Preisen, das ist ja der Trick!
Im Laden bekomme ich Äpfel aus Neuseeland und Südtirol, während bei uns das Obst auf den Streuobstwiesen vergammelt.
Und wenn irgendwo ein Handgriff billiger ist wird das Zeug quer durch Europa gekarrt! Nordsee-Krabbenpuhlen in Tunesien und Marokko!
Ordnungspolitisch ist einfach der Transport noch zu billig!
Ganz so einfach ist das nicht. Ich kreuze grundsätzlich "normale Lieferung" an. Das dauert dann zwischen 24 h und zwei Wochen.
Problem ist aber eher die Annahme, da tagsüber ausgeliefert wird. Da ist praktisch kein Mensch mehr zu Hause. Auch nicht in der Nachbarschaft. Das Interesse an Aufteilung einer Bestellung in drei Sendungen, die an drei Tagen hintereinander zugestellt werden, müsste sich also eigentlich in Grenzen halten.
Man kann wieder fragen: Wer war zuerst, das Huhn oder das Ei?
Oder auf den Artikel bezogen: Angebot oder Nachfrage?
Natürlich freue ich mich als Konsument im Zeitalter der Online-Bestellungen, wenn das gekaufte Produkt so schnell wie möglich da ist. Wenn etwas angeboten wird nehme ich das an.
Da ich aber als Konsument mitdenken kann (jaja, das gibt es), weiss ich das eine Produktbestellung welche ich spät Abends anstosse und die - im Extremfall - am nächsten Nachmittags mit dem Paketdienst sofort geliefert wurde, nur auf Kosten anderer Menschen, sprich der Mitarbeiter im Lager und in den Paketdienstzentren in Nacharbeit erledigt wurde...
Ich habe aber kein Problem damit auch 2-3 Tage zu warten, wenn es denn so in den Lieferbedingen festgelegt wurde.
Was ich nur erwarte ist das der Termin dann auch eingehalten wird!
Ich habe wie viele andere nicht die Erwartungshaltung das alles so schnell wie möglich passieren soll; möchte ich ja auch nicht auf meine eigene Person bzw. Arbeitsleistung bezogen sehen.
Ich habe (noch) gelernt zu warten;-))
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