Auf der Automesse in Detroit kam das Konzeptfahrzeug Mini Paceman im Frühjahr 2011 prächtig an. Zwei Jahre später wird der Paceman als siebter Mini-Ableger nahezu unverändert beim Händler stehen: Anfang 2013 bringt die BMW-Kleinwagensparte das Serienmodell, ein Crossover-Coupé auf Basis des Mini Countryman, auf den Markt.

Von der Kühlerhaube bis zur ersten Säule sind Paceman und Countryman identisch. Ab der A-Säule macht der 4,10 Meter lange Paceman aber auf sportlich und hebt sich deutlich vom Countryman ab. Die zwei großen Coupétüren, die abfallende Dachlinie und das bullige Heck lassen das Mini-Modell Nummer sieben kraftvoller wirken. So erscheint der Paceman letztlich wie der kleine Bruder des BMW-Geländewagens X6.

Im Inneren gibt sich das neueste Mitglied der Mini-Familie richtig cool. Zwei lässige Einzelsitze im Fond verbreiten eine Lounge-Atmosphäre, zusammen mit der aus dem Countryman bekannten Schiene, die den Innenraum längs in zwei Hälften teilt und Platz zum Verstauen des Handys oder einer Sonnenbrille bietet. Hinten kann man trotz der abfallenden Dachlinie bis 1,80 Meter Körpergröße bequem sitzen. Oberschenkelauflage und Seitenhalt der Sessel sind denen in der ersten Reihe ebenbürtig. Mit der Modelleinführung des Paceman überarbeitet Mini zugleich für alle Modelle den Innenraum. Die Schalter für die elektrischen Fensterheber befinden sich nunmehr in der Türverkleidung, die Schalterleiste in der Mittelkonsole wurde ebenfalls neu designt.

Mit niedrigem Schwerpunkt durch die Kurven

Bei einer ersten Probefahrt zeigt der Paceman die bekannten Mini-Stärken. Die Lenkung ist präzise, Nick- und Wankbewegungen sind selbst in engen Kurven kaum zu spüren. Zum angenehmen Fahrgefühl trägt der niedrige Schwerpunkt bei: Der Paceman liegt zweieinhalb Zentimeter tiefer auf der Straße als der Countryman. Die straffe Fahrwerksabstimmung passt zum Paceman noch besser als zum viertürigen Countryman, der rund 20 Liter mehr Kofferraumvolumen und etwas mehr Alltagsnutzen bietet.

Zum sportlichen Lifestyle-Design bietet Mini passende Motorisierungen. Auf die schwächeren Versionen des Mini One haben die Techniker verzichtet. So wird der Mini Cooper Paceman das Grundmodell: Sein Dieselmotor leistet 112 PS, als Benziner verfügt man über 122 PS. Leistungsstärker sind die Paceman-Versionen Cooper S und Cooper SD mit 184 und 143 PS. Sie sind jeweils mit Frontantrieb oder als Allradler zu bekommen, der Kunde kann außerdem zwischen Handschaltung und Sechsgang-Automatik wählen.

Bis im Lauf des Jahres 2013 die Variante John Cooper Works mit 218 PS die Paceman-Versionen krönt, ist der Cooper S als Allradler die Idealbesetzung. Sein aufgeladener Vierzylinder mit 1,6 Litern Hubraum bietet ein Drehmoment von maximal 260 Nm. Damit erreicht der Cooper S Paceman ein Höchsttempo von 217 km/h. Mini gibt einen Normverbrauch von rund sechs Litern je 100 Kilometer an. Die Dieselversion benötigt dank Start-Stopp-Automatik rund 4,5 Liter. Das kann sich sehen lassen.

Über den Preis des neuen Paceman schweigt sich Mini noch aus. Die Basisvariante mit 122-PS-Benziner dürfte bei rund 23.000 Euro starten, also knapp oberhalb des Countryman. Für den Cooper S Paceman mit Allradantrieb wird der Kunde wohl mindestens 29.000 Euro zahlen müssen. Seine Weltpremiere als Serienmodell feiert der Mini Paceman auf dem Pariser Automobilsalon Ende September.