Skoda gegen DaciaDie Lust am Einfachauto

Lodgy und Dokker von Dacia und der Škoda Rapid beleben das Segment der scheinbaren Simpelautos. Von Ärmlichkeit ist keine Spur – aber von Ehrlichkeit.

Dacia bietet den Van Lodgy für 9.990 Euro an.

Dacia bietet den Van Lodgy für 9.990 Euro an.

Kokett spielt der Autohersteller Dacia mit seinem Image als Billigmarke und fragt: Leiden Sie an Statussymptomen? Die Botschaft des aktuellen Werbespots, in dem Mehmet Scholl auf dem Parkplatz eines Fußballplatzes einen reichen Maserati-Fahrer aufs Korn nimmt, ist klar: Unser Humor ist mehr wert als euer Geld.

Genau darum geht es. Ums Geld. Dacia verlangt für den Van Lodgy 9.990 Euro in der Grundausstattung und maximal 16.290 Euro und buhlt damit um die Gunst all derer, die eigentlich einen Gebrauchtwagen kaufen wollten. Aber nicht nur. Die rumänische Marke des französischen Renault-Konzerns zielt direkt auf Škoda. Die Tschechen, die zum Volkswagen-Konzern gehören, haben sich erfolgreich etabliert, sind inzwischen aber weit von ihren Wurzeln als Hersteller von Einfachautos entfernt.

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Zu weit, finden viele. Doch genau wegen der wachsenden Konkurrenz durch Dacia bringt Škoda jetzt den neuen Rapid. Er greift auf die bestehende Architektur des Fabia zurück, zum Einsatz kommt wahrscheinlich der bekannte 1,2 Liter große Dreizylinder-Saugmotor, ohne Direkteinspritzung und Turboaufladung. Formal erinnert der Rapid an den ersten Octavia. Genau wie jener sieht der Rapid aus wie eine Stufenhecklimousine, hat aber eine große Heckklappe. Die Preise stehen noch nicht fest, dürften aber bei 14.000 Euro starten.

"Fantastischer Triumph der Ehrlichkeit"

Das Rezept der scheinbar simplen Autos von Dacia und Škoda ist gleich. Man nehme die Großserientechnik aus dem Mutterkonzern und übe Verzicht: auf die allerneueste Motorengeneration, auf das jüngste Gimmick der Fahrerassistenz-Abteilung und auf haptisch-optische Innenraumspielereien wie Softlack und genarbtes Plastik.

Genau hier aber liegt aus Sicht des Designexperten Paolo Tumminelli die große Stärke dieser Autos: "Das ist ein fantastischer Triumph der Ehrlichkeit", findet der Professor an der International School of Design in Köln. Die Kunden hätten längst begriffen, dass verchromtes oder aufgeschäumtes Plastik eben auch nur Plastik ist. Die immer wieder kehrende, fast fetischartige Beschreibung davon, wie toll sich Innenraumoberflächen angeblich anfühlen, hält er für übertrieben und am Kundenbedürfnis vorbei.

"Die Hersteller sitzen in der Klemme", erläutert Tumminelli, "denn das Design darf nicht zur Kannibalisierung führen." Škoda darf VW keine Marktanteile wegnehmen, und Dacia soll nicht im Revier von Renault wildern. "Darum müssen die Autos bewusst unterdesignt sein." 

Leserkommentare
  1. Realistischer Restwert, mmh, dann rechnen wir mal:

    Ich kaufe mir ein Auto für 10.000 Euro welches nach einer gewissen Zeit einen Restwert von 1000 Euro hat. 90% Wertverlust, 9000 Euro weg.

    Alternativ kaufe ich mir ein Auto für 40 000 Euro was im gleichen Zeitraum nur 45% an Wert verliert, also Restwert 22.000 Euro. Nur blöd dass dann trotzdem das doppelte weg ist, nämlich 18000 anstatt 9000.

    Oder habe ich ihre Restwertrechnung nicht verstanden?

    5 Leserempfehlungen
    • 2eco
    • 09.07.2012 um 13:49 Uhr

    "Ja, klar. Einfach einen "günstigen" "Premium"-Gebrauchten kaufen, gibt ja genug Leasingrückläufer, deren Erstkauf ja schon schom Staat und damit von allen Steuerzahlern subventioniert wurde."

    Da ist wieder die Mär von der Subventionierung. Dann erzählen Sie doch einmal in wie fern der Staat Firmenwagen subventioniert?

    Die Kosten von Firmenwagen werden in Form von Abschreibungen und Leasingraten als Betriebsausgaben erfasst und mindern somit den Erlös. Das läuft genauso, wie mit allen anderen Aufwändungen eines Unternehmens. Nach Ihrer Auffassung wären dann alle Unternehmensausgaben subventioniert vom Mitarbeiter bis zur Maschine.

    Übrigens vergessen Sie, dass die Firmenwagen durchaus einen Sinn haben und nicht wahllos an jeden Mitarbeiter verschenkt werden. In den meisten Fällen wird nur den Mitarbeitern ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt, die öfter Termine außer Haus haben und damit sind sie ein Mittel, genau wie eine Maschine, welches dazu dient Einnahmen zu generieren.

    Eine Leserempfehlung
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    • spamme
    • 09.07.2012 um 14:25 Uhr

    http://www.daserste.de/ra...

    "Rückschau: Dienstwagen-Besteuerung - Privileg auf Kosten der Steuerzahler

    [...]2011 wurden laut Kraftfahrtbundesamt nur 40 Prozent der Neuwagen an Privatkunden verkauft, 60 Prozent wurden geschäftlich zugelassen. [...]

    Ein Dienstwagen hat viele Vorteile, vor allem, wenn man ihn auch privat nutzt. Nur ein Prozent des Neupreises muss als geldwerter Vorteil versteuert werden. Der Arbeitgeber übernimmt oft neue Reifen, Wartung und Werkstatt. Und häufig sogar noch den Sprit. Billiger fahren geht kaum. Davon profitieren viele, nur nicht die Steuerzahler. Sie müssen ausgleichen, was die Dienstwagenfahrer sparen. [...]
    Die Dienstwagen-Regel ist nicht nur ungerechtfertigt, sie schadet auch dem Klima, meint Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland. Weil sie die falschen Anreize setze. "Diese Regelung bevorzugt eindeutig große, schwere, stark motorisierte Fahrzeuge, die viel verbrauchen. Dadurch allein haben wir eine Mehremission von CO2, eine unnötige Mehremission von einer halben bis einer Million Tonnen pro Jahr."

    Die Dienstwagen-Regelung ist umso lukrativer, je teurer und leistungsstärker die Autos sind. Und die sind als Geschäftswagen besonders beliebt, wie die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes 2010 für Modelle mit über zwei Litern Hubraum zeigen.

    Neuwagenzulassung als Geschäftswagen:
    - Porsche: 71 Prozent
    - Mercedes: 73 Prozent
    - BMW: 75 Prozent
    - Audi: 81 Prozent [...]"

    Sie schreiben: "Übrigens vergessen Sie, dass die Firmenwagen durchaus einen Sinn haben und nicht wahllos an jeden Mitarbeiter verschenkt werden. In den meisten Fällen wird nur den Mitarbeitern ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt, die öfter Termine außer Haus haben ..."

    Meine Erfahrung sagt etwas anderes. Firmenwagen bekommen zu 99% nicht Mitarbeiter, die diese tatsächlich brauchen, sondern solche, die in der Hierarchie einen bestimmten Platz erklommen haben. Diese Leutchen verdienen eh schon mehr als gut und dürfen dann auch noch umsonst Auto fahren - das zahle ich als "Indianer" natürlich gern, dass unser Management für umme Auto fährt.

    Viel unterwegs sind die Herren Manager übrigens natürlich auch - in der Regel aber im Flieger, auch dann, wenn die Bahn rational die bessere Alternative wäre. Warum? Ist doch klar: Dienstlich Meilen sammeln, die man dann privat abfeiert. Der Trend zur widerlichen Abzockermentalität ist ungebrochen.

    ....mein ehem. Geschäftsführer hat auch einen Geschäftswagen und hat so gut wie nie Auswärtsttermine. Sprit, Wartung, Steuern und Versicherung, alles auf Firmenkosten...halt, er war in Italien mit dem Wagen !

    Im Urlaub ! Zählt das auch als Termin ?

    • spamme
    • 09.07.2012 um 14:25 Uhr

    http://www.daserste.de/ra...

    "Rückschau: Dienstwagen-Besteuerung - Privileg auf Kosten der Steuerzahler

    [...]2011 wurden laut Kraftfahrtbundesamt nur 40 Prozent der Neuwagen an Privatkunden verkauft, 60 Prozent wurden geschäftlich zugelassen. [...]

    Ein Dienstwagen hat viele Vorteile, vor allem, wenn man ihn auch privat nutzt. Nur ein Prozent des Neupreises muss als geldwerter Vorteil versteuert werden. Der Arbeitgeber übernimmt oft neue Reifen, Wartung und Werkstatt. Und häufig sogar noch den Sprit. Billiger fahren geht kaum. Davon profitieren viele, nur nicht die Steuerzahler. Sie müssen ausgleichen, was die Dienstwagenfahrer sparen. [...]
    Die Dienstwagen-Regel ist nicht nur ungerechtfertigt, sie schadet auch dem Klima, meint Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland. Weil sie die falschen Anreize setze. "Diese Regelung bevorzugt eindeutig große, schwere, stark motorisierte Fahrzeuge, die viel verbrauchen. Dadurch allein haben wir eine Mehremission von CO2, eine unnötige Mehremission von einer halben bis einer Million Tonnen pro Jahr."

    Die Dienstwagen-Regelung ist umso lukrativer, je teurer und leistungsstärker die Autos sind. Und die sind als Geschäftswagen besonders beliebt, wie die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes 2010 für Modelle mit über zwei Litern Hubraum zeigen.

    Neuwagenzulassung als Geschäftswagen:
    - Porsche: 71 Prozent
    - Mercedes: 73 Prozent
    - BMW: 75 Prozent
    - Audi: 81 Prozent [...]"

    Sie schreiben: "Übrigens vergessen Sie, dass die Firmenwagen durchaus einen Sinn haben und nicht wahllos an jeden Mitarbeiter verschenkt werden. In den meisten Fällen wird nur den Mitarbeitern ein Firmenwagen zur Verfügung gestellt, die öfter Termine außer Haus haben ..."

    Meine Erfahrung sagt etwas anderes. Firmenwagen bekommen zu 99% nicht Mitarbeiter, die diese tatsächlich brauchen, sondern solche, die in der Hierarchie einen bestimmten Platz erklommen haben. Diese Leutchen verdienen eh schon mehr als gut und dürfen dann auch noch umsonst Auto fahren - das zahle ich als "Indianer" natürlich gern, dass unser Management für umme Auto fährt.

    Viel unterwegs sind die Herren Manager übrigens natürlich auch - in der Regel aber im Flieger, auch dann, wenn die Bahn rational die bessere Alternative wäre. Warum? Ist doch klar: Dienstlich Meilen sammeln, die man dann privat abfeiert. Der Trend zur widerlichen Abzockermentalität ist ungebrochen.

    ....mein ehem. Geschäftsführer hat auch einen Geschäftswagen und hat so gut wie nie Auswärtsttermine. Sprit, Wartung, Steuern und Versicherung, alles auf Firmenkosten...halt, er war in Italien mit dem Wagen !

    Im Urlaub ! Zählt das auch als Termin ?

  2. Hurra, hurra! Gleich mit dem ersten Kommentar haben wir Stammtischniveau erreicht! Ja, man überlege nur einmal. Einige vielleicht 4 Monate, einige ein ganzes Jahr, einige etwas länger. Damit hätten wir trotzdem den Duktus des Artikels verfehlt, in dem es um Personen geht, die nicht viel Geld für ein Auto ausgeben möchten. Ob sie können, ist eine andere Frage. Zumal der eingangs vorgestellte Dacia auch knappe 10.000 Euro kostet.

    Antwort auf "Preisfrage"
    • spamme
    • 09.07.2012 um 14:25 Uhr

    http://www.daserste.de/ra...

    "Rückschau: Dienstwagen-Besteuerung - Privileg auf Kosten der Steuerzahler

    [...]2011 wurden laut Kraftfahrtbundesamt nur 40 Prozent der Neuwagen an Privatkunden verkauft, 60 Prozent wurden geschäftlich zugelassen. [...]

    Ein Dienstwagen hat viele Vorteile, vor allem, wenn man ihn auch privat nutzt. Nur ein Prozent des Neupreises muss als geldwerter Vorteil versteuert werden. Der Arbeitgeber übernimmt oft neue Reifen, Wartung und Werkstatt. Und häufig sogar noch den Sprit. Billiger fahren geht kaum. Davon profitieren viele, nur nicht die Steuerzahler. Sie müssen ausgleichen, was die Dienstwagenfahrer sparen. [...]
    Die Dienstwagen-Regel ist nicht nur ungerechtfertigt, sie schadet auch dem Klima, meint Gerd Lottsiepen vom Verkehrsclub Deutschland. Weil sie die falschen Anreize setze. "Diese Regelung bevorzugt eindeutig große, schwere, stark motorisierte Fahrzeuge, die viel verbrauchen. Dadurch allein haben wir eine Mehremission von CO2, eine unnötige Mehremission von einer halben bis einer Million Tonnen pro Jahr."

    Die Dienstwagen-Regelung ist umso lukrativer, je teurer und leistungsstärker die Autos sind. Und die sind als Geschäftswagen besonders beliebt, wie die Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes 2010 für Modelle mit über zwei Litern Hubraum zeigen.

    Neuwagenzulassung als Geschäftswagen:
    - Porsche: 71 Prozent
    - Mercedes: 73 Prozent
    - BMW: 75 Prozent
    - Audi: 81 Prozent [...]"

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Subventionierung"
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    • spamme
    • 09.07.2012 um 14:30 Uhr

    Zwar gibt es auch Kritik an der im Bericht erwähnten Studie, aber die kommt, wie zu erwarten, vom Verband der Automobilindustrie.

    FÜr mich nicht verwunderlich - hatte damals doch unser "Autokanzler" schon gute Beziehungen zur Industrie ... und ohne die Subventionen wären Audi/VW/BMW/Mercedes auch mit ihrer erfolgreichen (und perfiden) PR nicht da, wo sie heute stehen - 17 mio für Winterkorn müssen ja auch irgendwo herkommen ;)

    • 2eco
    • 09.07.2012 um 15:03 Uhr

    Damit ist aber immer noch nicht geklärt, wieso der Staat Firmenwagen steuerlich subventioniert! Der Artikel ist ungefähr auf dem selben Niveau, wie die tollen Reportagen bei Frontal21 oder Monitor.

    Weder in Ihrem Kommentar, noch in dem Artikel, geht hervor, in wie fern der Staat Firmenwagen subventioniert. Entweder müsste der Staat Vergünstigungen bieten oder steuerliche Vorteile erlassen.

    Der Artikel belegt nur, dass die meisten NZ der deutschen Hersteller auf Firmenwagen zurückzuführen sind und dass es viele Leute gibt die Jammern, weil die Firmen ja die Wartungskosten etc. übernehmen. Und wo ist da jetzt die Subvention?

    Die meisten Firmenwagen kosten über 30.000 Euro, was also bedeutet, dass diejenigen, die das Auto Privat nutzen dürfen schon mal 3600 Euro als geldwerten Vorteil versteuern. Das macht bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren 18.000 Euro.

    Ich finde weit und breit kein Beleg, wie Firmenwagen von den Steuerzahlen subventioniert werden.

    • spamme
    • 09.07.2012 um 14:30 Uhr

    Zwar gibt es auch Kritik an der im Bericht erwähnten Studie, aber die kommt, wie zu erwarten, vom Verband der Automobilindustrie.

    FÜr mich nicht verwunderlich - hatte damals doch unser "Autokanzler" schon gute Beziehungen zur Industrie ... und ohne die Subventionen wären Audi/VW/BMW/Mercedes auch mit ihrer erfolgreichen (und perfiden) PR nicht da, wo sie heute stehen - 17 mio für Winterkorn müssen ja auch irgendwo herkommen ;)

    • 2eco
    • 09.07.2012 um 15:03 Uhr

    Damit ist aber immer noch nicht geklärt, wieso der Staat Firmenwagen steuerlich subventioniert! Der Artikel ist ungefähr auf dem selben Niveau, wie die tollen Reportagen bei Frontal21 oder Monitor.

    Weder in Ihrem Kommentar, noch in dem Artikel, geht hervor, in wie fern der Staat Firmenwagen subventioniert. Entweder müsste der Staat Vergünstigungen bieten oder steuerliche Vorteile erlassen.

    Der Artikel belegt nur, dass die meisten NZ der deutschen Hersteller auf Firmenwagen zurückzuführen sind und dass es viele Leute gibt die Jammern, weil die Firmen ja die Wartungskosten etc. übernehmen. Und wo ist da jetzt die Subvention?

    Die meisten Firmenwagen kosten über 30.000 Euro, was also bedeutet, dass diejenigen, die das Auto Privat nutzen dürfen schon mal 3600 Euro als geldwerten Vorteil versteuern. Das macht bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren 18.000 Euro.

    Ich finde weit und breit kein Beleg, wie Firmenwagen von den Steuerzahlen subventioniert werden.

    • spamme
    • 09.07.2012 um 14:30 Uhr

    Zwar gibt es auch Kritik an der im Bericht erwähnten Studie, aber die kommt, wie zu erwarten, vom Verband der Automobilindustrie.

    FÜr mich nicht verwunderlich - hatte damals doch unser "Autokanzler" schon gute Beziehungen zur Industrie ... und ohne die Subventionen wären Audi/VW/BMW/Mercedes auch mit ihrer erfolgreichen (und perfiden) PR nicht da, wo sie heute stehen - 17 mio für Winterkorn müssen ja auch irgendwo herkommen ;)

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  3. ... Fahrzeugklassen führend ab im Bezug auf den geringsten Wertverlust. Was ja auch einleuchtet. http://www.schwackepro.de...

    • 2eco
    • 09.07.2012 um 15:03 Uhr

    Damit ist aber immer noch nicht geklärt, wieso der Staat Firmenwagen steuerlich subventioniert! Der Artikel ist ungefähr auf dem selben Niveau, wie die tollen Reportagen bei Frontal21 oder Monitor.

    Weder in Ihrem Kommentar, noch in dem Artikel, geht hervor, in wie fern der Staat Firmenwagen subventioniert. Entweder müsste der Staat Vergünstigungen bieten oder steuerliche Vorteile erlassen.

    Der Artikel belegt nur, dass die meisten NZ der deutschen Hersteller auf Firmenwagen zurückzuführen sind und dass es viele Leute gibt die Jammern, weil die Firmen ja die Wartungskosten etc. übernehmen. Und wo ist da jetzt die Subvention?

    Die meisten Firmenwagen kosten über 30.000 Euro, was also bedeutet, dass diejenigen, die das Auto Privat nutzen dürfen schon mal 3600 Euro als geldwerten Vorteil versteuern. Das macht bei einer Nutzungsdauer von 5 Jahren 18.000 Euro.

    Ich finde weit und breit kein Beleg, wie Firmenwagen von den Steuerzahlen subventioniert werden.

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    • spamme
    • 09.07.2012 um 15:47 Uhr

    Die Firmen können die Kosten abschreiben und braucher daher nicht den ganzen Gewinn zu versteuern?
    Außerdem scheint sich die 1%-Regelung (in Ihrem Beispiel 360 Euro, nicht 3600 ;) )nur auf den Listenpreis zu beziehen, da jedoch nur wenige Fahrzeuge zu selbigem verkauft werden, wird auch hier mehr abgeschrieben, als eigentlich zulässig wäre.

    Dazu noch:
    http://www.zeit.de/auto/2...
    "In der Summe belasten die Steuervorteile den Bundesetat mit bis zu 5,5 Milliarden Euro jährlich, sagt die DUH."

    Wenn man nun natürlich haargenau auf die Definition von "Subvention" schaut, mag es vielleicht nicht ganz so gelten. Was aber nichts daran ändert, dass Dienswagen, je teurer sie sind, steuerlich Vorteile sowohl für die Firmen als auch für den Mitarbeiter haben. Wenn es sich nicht für sie lohnen würde, würde es ja nicht so gemacht werden.
    Der Staat verzichtet auf Milliarden an Steuergeldern, und das kann man schon, indirekt, als Subvention sehen.

    • spamme
    • 09.07.2012 um 15:47 Uhr

    Die Firmen können die Kosten abschreiben und braucher daher nicht den ganzen Gewinn zu versteuern?
    Außerdem scheint sich die 1%-Regelung (in Ihrem Beispiel 360 Euro, nicht 3600 ;) )nur auf den Listenpreis zu beziehen, da jedoch nur wenige Fahrzeuge zu selbigem verkauft werden, wird auch hier mehr abgeschrieben, als eigentlich zulässig wäre.

    Dazu noch:
    http://www.zeit.de/auto/2...
    "In der Summe belasten die Steuervorteile den Bundesetat mit bis zu 5,5 Milliarden Euro jährlich, sagt die DUH."

    Wenn man nun natürlich haargenau auf die Definition von "Subvention" schaut, mag es vielleicht nicht ganz so gelten. Was aber nichts daran ändert, dass Dienswagen, je teurer sie sind, steuerlich Vorteile sowohl für die Firmen als auch für den Mitarbeiter haben. Wenn es sich nicht für sie lohnen würde, würde es ja nicht so gemacht werden.
    Der Staat verzichtet auf Milliarden an Steuergeldern, und das kann man schon, indirekt, als Subvention sehen.

    • spamme
    • 09.07.2012 um 15:47 Uhr

    Die Firmen können die Kosten abschreiben und braucher daher nicht den ganzen Gewinn zu versteuern?
    Außerdem scheint sich die 1%-Regelung (in Ihrem Beispiel 360 Euro, nicht 3600 ;) )nur auf den Listenpreis zu beziehen, da jedoch nur wenige Fahrzeuge zu selbigem verkauft werden, wird auch hier mehr abgeschrieben, als eigentlich zulässig wäre.

    Dazu noch:
    http://www.zeit.de/auto/2...
    "In der Summe belasten die Steuervorteile den Bundesetat mit bis zu 5,5 Milliarden Euro jährlich, sagt die DUH."

    Wenn man nun natürlich haargenau auf die Definition von "Subvention" schaut, mag es vielleicht nicht ganz so gelten. Was aber nichts daran ändert, dass Dienswagen, je teurer sie sind, steuerlich Vorteile sowohl für die Firmen als auch für den Mitarbeiter haben. Wenn es sich nicht für sie lohnen würde, würde es ja nicht so gemacht werden.
    Der Staat verzichtet auf Milliarden an Steuergeldern, und das kann man schon, indirekt, als Subvention sehen.

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    • 2eco
    • 09.07.2012 um 16:22 Uhr

    Ich möchte mich jetzt wirklich nicht über Details streiten, denn schließlich geht es ja eigentlich um den Dacia ;)

    Ein Statement noch:
    "Die Firmen können die Kosten abschreiben und braucher daher nicht den ganzen Gewinn zu versteuern?"

    Ja, aber das sind ganz normale Betriebsausgaben, genauso wie Abschreibungen auf Maschinen, Gebäude und Computer. Oder sind dies auch Subventionierte Gegenstände. Diese Mittel dienen nun einmal Vorrangig dem Unternehmenszweck und damit auch zur Erzielung der Einnahmen.

    "Außerdem scheint sich die 1%-Regelung (in Ihrem Beispiel 360 Euro, nicht 3600 ;) )nur auf den Listenpreis zu beziehen, da jedoch nur wenige Fahrzeuge zu selbigem verkauft werden, wird auch hier mehr abgeschrieben, als eigentlich zulässig wäre."

    Sie haben Recht, der Privatmann muss 1% auf den Listenpreis zahlen, welcher höher ist, als der tatsächliche Preis. Das heißt sein steuerlicher geldwerter Vorteil ist höher bemessen, was ein Nachteil für ihn ist. Das hat aber nichts mit den unternehmensseitigen Abschreibungen zutun. Diese beziehen sich nämlich auf den Buchwert und dieser muss zwingend den Anschaffungskosten entsprechen.

    Das hatte ich dazu noch zu sagen, aber jeder kann sich ja jetzt die Argumente durchlesen und seine eigene Meinung bilden :)

    • 2eco
    • 09.07.2012 um 16:22 Uhr

    Ich möchte mich jetzt wirklich nicht über Details streiten, denn schließlich geht es ja eigentlich um den Dacia ;)

    Ein Statement noch:
    "Die Firmen können die Kosten abschreiben und braucher daher nicht den ganzen Gewinn zu versteuern?"

    Ja, aber das sind ganz normale Betriebsausgaben, genauso wie Abschreibungen auf Maschinen, Gebäude und Computer. Oder sind dies auch Subventionierte Gegenstände. Diese Mittel dienen nun einmal Vorrangig dem Unternehmenszweck und damit auch zur Erzielung der Einnahmen.

    "Außerdem scheint sich die 1%-Regelung (in Ihrem Beispiel 360 Euro, nicht 3600 ;) )nur auf den Listenpreis zu beziehen, da jedoch nur wenige Fahrzeuge zu selbigem verkauft werden, wird auch hier mehr abgeschrieben, als eigentlich zulässig wäre."

    Sie haben Recht, der Privatmann muss 1% auf den Listenpreis zahlen, welcher höher ist, als der tatsächliche Preis. Das heißt sein steuerlicher geldwerter Vorteil ist höher bemessen, was ein Nachteil für ihn ist. Das hat aber nichts mit den unternehmensseitigen Abschreibungen zutun. Diese beziehen sich nämlich auf den Buchwert und dieser muss zwingend den Anschaffungskosten entsprechen.

    Das hatte ich dazu noch zu sagen, aber jeder kann sich ja jetzt die Argumente durchlesen und seine eigene Meinung bilden :)

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