VW Polo Blue GTSprit sparen mit Zylinder-Päuschen
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Flott, aber teuer

Anzeige im VW Polo Blue GT mit dem Hinweis, dass zwei Zylinder gerade abgeschaltet sind

Anzeige im VW Polo Blue GT mit dem Hinweis, dass zwei Zylinder gerade abgeschaltet sind  |  © Hersteller

Der 1,4-Liter-TSI-Motor liefert im normalen Fahrbetrieb 103 kW (140 PS) und ein maximales Drehmoment von 250 Nm an die Vorderräder. Damit ist der nur gut 1,2 Tonnen schwere Polo propper unterwegs. Den Spurt von 0 auf 100 km/h schafft er in 7,9 Sekunden, als Höchstgeschwindigkeit gibt VW 210 km/h an. Das noch komfortable Sportfahrwerk ist gegenüber dem normalen Polo um 15 Millimeter abgesenkt. Das macht den Blue GT überall flott und wuselig, im Stadtverkehr wie auf der Autobahn.

Sowohl das knackige Schaltgetriebe als auch das zu etwas gemütlicherer Fahrweise einladende Siebengang-DSG passen bestens zu dem Polo. Nervig ist allenfalls, dass die Pedale zu eng beieinanderstehen. Die Ausstattung ist ordentlich, bis hin zum unten abgeflachten und griffigen Sportlenkrad.

Billig wird der in Pamplona produzierte Polo mit den Teilzeit-Zylindern allerdings nicht gerade, wenn er im vierten Quartal dieses Jahres auf den Markt kommt. VW ruft einen Basispreis von 19.650 Euro auf. Damit wäre – abgesehen vom 180 PS starken GTI – der teuerste Polo in der aktuellen Modellpalette.

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Leserkommentare
  1. nicht im Prinzip nur eine äusserst umständliche Variante des Overdrives?
    Oder ist da wirklich ein Nennenswerter Unterschied ob ich mit 4 Zylindern bei halber Drehzahl oder mit 2 bei normaler herumfahre?

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    • joG
    • 18. Juli 2012 9:52 Uhr

    ....das teuerste seiner Baureihe ist abgesehen vom Sportwagen? Das ist wie beim Strom. CO2 einzusparen wird teuer. Es wird lebensverändernd teuer für Leute ohne extrem hohem Einkommen. Aber wer das will, bekommt es auch.

    Mit der Drezahl hat das nichts zu tun, die bleibt gleich, ob mit 2 oder 4 Zylinder gefahren wird. Bei Betrieb mit 2 Zylindern wird lediglich die Last erhöht (Die Elektronik gibt mehr Gas), damit verbessert sich auch der Wirkungsgrad was sich wiederum positiv auf den Verbrauch auswirkt.

  2. Man lasse es sich mal auf der Zunge zergehen: "Der 1,4-Liter-TSI-Motor liefert im normalen Fahrbetrieb 103 kW (140 PS) und ein maximales Drehmoment von 250 Nm an die Vorderräder. Damit ist der nur gut 1,2 Tonnen schwere Polo propper unterwegs."

    Wer braucht einen Kleinweagen mit 140(!) PS bei einem Gesamtgewicht von über 1 Tonne. Hallo, ich wette, das ein Auto, welches 600-700 kg wiegt und "nur" 60 PS hat mit einem guten Motormanagment LOCKER unter die Werte dieses Hightechkrüppel kommt. Bloss baut das keiner!

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    Ich habe mich auch eine Zeitlang gewundert, wieso meine heutigen Autos mit 100 PS auch nicht besser ziehen als die alten Möhren mit 55 PS, die ich als Student gefahren bin. Des Rätsels Lösung ist natürlich, dass die Autos halt auch doppelt so schwer sind wie damals.

    Grund dafür ist aber - abgesehen davon, dass man irgendwann angefangen hat, E-Fensterheber und Klimaanlagen zu BRAUCHEN - die passive Sicherheit. Mein alter C-Kadett (der übrigens auch grosse Fenster hatte, so dass man ihn ohne Abstandswarner und ohne anzustupsen leicht einparken konnte) würde heute in jedem Crashtest versagen, und niemand würde ihn haben wollen. Aber diese Kultur der hysterischen Todesangst ist ja nicht ganz neu, und es ist unheimlich schwer, sich ihr zu entziehen.

    Manchmal werde ich auch ganz wehmütig bei dem Gedanken. was für Verbrauchswerte man mit heutiger Technologie und einer gewissen Entspanntheit in Sicherheitsfragen erreichen könnte.

    Wenn Sie in einem Auto, dass nur 700 kg wiegt und ergo auf Insassenschutz nahezu gänzlich verzichtet(Golf 1, Corsa A und Co) mit 70 km/h gegen einen Baum fahren, können Sie mangels Airbag, Sicherheits-Knautschzone u.ä. von Glück reden, wenn Sie das Krankenhaus noch miterleben. Der 1200 kg-Polo bringt Sie dort höchstwahrscheinlich ohne eine Schramme raus.

    Ob man 140 PS im Polo für nötig hält, sei einmal dahin gestellt.

    Entfernt. Bitte äußern Sie Kritik sachlich und konstruktiv. Danke, die Redaktion/mk

    Die permanente Erhöhung der Produktkomplexität einschließlich der damit verbundenen technischen Verkomplizierung dient vor allem der Steigerung der Wertschöpfung und damit dem (durchaus legitimen) Selbsterhaltungstrieb der Automobilindustrie.

    So lange die Menschen bereit sind, dafür freiwillig, warum auch immer, sehr viel Geld, das sie auch anders einsetzen könnten, auf den Tisch des Hauses zu legen, ist dagegen auch nichts einzuwenden.

    Wer ein einfaches, niedrigpreisiges Produkt bevorzugt, um einfach nur von A nach B zu fahren, wird wohl auf Nischenanbieter hoffen müssen. Oder auf andere Formen der Mobilität. Für einen Golf muss man bei einer Fahrleistung von 800 km je Monat (27 km/Tag) mit monatlichen Gesamtkosten inkl. Wertverlust von 400 Euro (0,50 €/km) rechnen. Mit diesem Budget können Sie die gleiche Strecke auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxi bewältigen.

    • Zeugma
    • 19. Juli 2012 9:27 Uhr

    @ #2: Ganz richtig und es gibt bestimmt irgendwo einen sog- "Motorjournalisten", der dem Wagen irgendwie noch eine Durchzugsschwäche attestiert. Würde mich nicht wundern.

    Leichtgewicht: Kennen Sie noch den ersten Citroen AX? Der zeigte sehr gut, wie flott ein leichtes Wägelchen sein kann. Ganz fein mit dem kleinen Dieselmotor. Leider seinerzeit alles filterlos und mit weniger passiver Sicherheit. Dennoch: 1,2 t müssen es sicher nicht sein.

  3. Beim Yaris, gleiche Klasse, kommt eine 3 vor das Komma, beim Prius, eher Passat-Klasse auch. Beide tanken Super, haben sogar komplette Abschaltungen des Benziners, wenn nicht benötigt, haben kein Stufengetriebe sondern ein Planetengetriebe, was viel geschmeidiger und effizienter ist, haben mehr Drehmeoment dank des 60KW Elektromotors und sind preiswerter, zumindest der Yaris. Wo liegt bei dem Polo da im Vergleich der Fortschritt, frage ich mich. Ein knackiger Hybrid mit geringem Verbrauch und stufenlosem Getriebe für einen vernünftigen Preis wird in Deutschland immer noch nicht produziert. Die Messlatte ist also weiterhin die Toyota Modellpalette. Übrigens auch, was Pannen angeht. Der Prius ist so etwas von unkaputtbar, dass er seit Jahren die Pannenstatistik als Bester meistert, die TÜV-Statistik übrigens auch.

  4. Ich habe mich auch eine Zeitlang gewundert, wieso meine heutigen Autos mit 100 PS auch nicht besser ziehen als die alten Möhren mit 55 PS, die ich als Student gefahren bin. Des Rätsels Lösung ist natürlich, dass die Autos halt auch doppelt so schwer sind wie damals.

    Grund dafür ist aber - abgesehen davon, dass man irgendwann angefangen hat, E-Fensterheber und Klimaanlagen zu BRAUCHEN - die passive Sicherheit. Mein alter C-Kadett (der übrigens auch grosse Fenster hatte, so dass man ihn ohne Abstandswarner und ohne anzustupsen leicht einparken konnte) würde heute in jedem Crashtest versagen, und niemand würde ihn haben wollen. Aber diese Kultur der hysterischen Todesangst ist ja nicht ganz neu, und es ist unheimlich schwer, sich ihr zu entziehen.

    Manchmal werde ich auch ganz wehmütig bei dem Gedanken. was für Verbrauchswerte man mit heutiger Technologie und einer gewissen Entspanntheit in Sicherheitsfragen erreichen könnte.

    Antwort auf "Absoluter Wahnsinn!"
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    resultiert ja leider nur daraus, dass heuer auch massenhaft 2.5-Tonnen-Boliden in den Städten unterwegs sind. Wenn mit denen ein 700kg-Golf-I kollidiert, fliegt letzterer meterweit in die Böschung. Daher die hohen Investitionen in passive Sicherheit auch bei Kleinstwagen.

    Was ich persönlich schade finde, ist, dass folgendes Projekt nie umgesetzt wurde: Loremo. Verzicht auf dicke Wärmedämmung, Einstieg wie bei der Isetta, dadurch viel einfacherer und leichterer Seitenaufprallschutz, Reduktion des Gewichtes auf 700kg, keinerlei elektrischen Einheiten wie Fensterheber oder Zentralverriegelung (außer Bordcomputer) und Verbrauch mit herkömmlichen Motor unter 2 l. Leider ist die Firma inzwischen pleite.

    PS:
    Letztens saß ich auch mal in einem SUV. Als wir auf der Autobahn einen anderen SUV überholten, sagte der Fahrer: Der ist mit seinen 2.8 L Hubraum höllisch untermotorisiert - urgeil!

    Mir ist eine Kleinwagenfahrerin mit 50km/h ungebremst in die Fahrerseite gefahren - wenn sie nicht die Vorderachse, sondern die Tür getroffen hätte, sähe ich heute anders aus....
    Wenn passive Sicherheit Geld kostet (in Anschaffung wie Unterhalt), gebe ich das gern aus. Fahre dafür einfach mehr mit dem MTB durch Wald und Wiesen zur Arbeit - ist eh entspannter.

    "Aber diese Kultur der hysterischen Todesangst ist ja nicht ganz neu, und es ist unheimlich schwer, sich ihr zu entziehen."

    Schauen Sie sich die Unfallzahlen der 70er Jahre an: Über 20.000 Verkehrstote! Heute ist es ein Viertel, und das bei weit dichterem Verkehr. Da verbrauche ich gerne 0,5 Liter mehr.

    Aber macht es Sinn, sich ein 1-Tonnen Auto zu kaufen, wenn das mittlerweile schon die Untergrenze ist? Die Hersteller machen beim Gewicht ein echtes Wettrüsten. Irgendwann braucht man einen 10-Tonner, um den Crashtest zu bestehen.

  5. Selbst wenn man mal die 0,4 Liter auf 100 km annimmt sind das pro Tankfüllung 2 Liter. Bei "Jede Woche tanken" macht das ganz großzügig 200 Euro Pro Jahr oder einen Tausender bei 5 Jahren Besitzdauer.
    Wem das jetzt richtig auffällt (oder wehtut), der kann besser drüber nachdenken ober er wirklich einen schleichfahrttauglichen und gleichzeitig auf sportlich gestylten POLO für 20.000 Euro + X kaufen mag.

    • joesz
    • 18. Juli 2012 8:45 Uhr

    "Die Zylinder selbst bewegen sich nach wie vor im Kolben mit… " formuliert der Verfasser am Ende des Dritten Absatzes. Könnte es sein, dass er da etwas verwechselt hat?

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    • Boono
    • 18. Juli 2012 9:13 Uhr

    @6
    Die Verwechslung des Autors kommt wohl daher, dass ein Kolben die Form eines Zylinders hat.

  6. 140PS in einem Kleinwagen - irgendwas läuft schief, selbst wenn das Auto 1,2T wiegt. Mein erstes Auto, ein Opel Astra, hatte 60PS, vielleicht hat er nur eine Tonne gewogen. Aber selbst in einem Auto, das 1,2T wiegt, braucht kein Mensch mehr als 100PS...

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    ... mehr als 200 Newtonmeter in einem solchen Kleinwagen.

    • PigDog
    • 18. Juli 2012 9:10 Uhr

    Hut ab vor der Marketingabteilung, die solchen Dummfug unter die Leute zu bringen schafft!

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  • Quelle ZEIT ONLINE
  • Schlagworte Volkswagen | Bentley | Polo | Amsterdam | Pamplona
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