Güterverkehr: Lkw müssen nun auch auf großen Bundesstraßen zahlen
Vierspurige Bundesstraßen mit Anbindung an die Autobahn sind nun kostenpflichtig für schwere Lastwagen. Der Bund erwartet Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr.
Schwere Lastwagen müssen nun auch auf zahlreichen gut ausgebauten Bundesstraßen in Deutschland Maut zahlen. Etwa sieben Jahre nach der Einführung auf Autobahnen gilt die Gebührenpflicht seit Mitternacht zusätzlich auf gut 1.100 Kilometern Bundesstraße.
Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) sprach beim symbolischen Start am Mittwochmorgen in Berlin von einem "zwar kleinen, aber unverzichtbaren Schritt", um die Finanzierung des Straßenbaus zu verbessern. Der Bund erwartet Mehreinnahmen von 100 Millionen Euro im Jahr. Zu Forderungen nach einer noch stärkeren Ausdehnung der Lkw-Maut auf weitere Straßen äußerte sich Ramsauer zurückhaltend.
Die Maut von durchschnittlich 17 Cent je Kilometer wird nun auch auf 84 Bundesstraßenabschnitten berechnet, die direkt an Autobahnen anschließen und zwei Fahrspuren pro Richtung haben. Zahlen müssen sie in- und ausländische Lastwagen ab zwölf Tonnen Gesamtgewicht. Auf den 13.000 Kilometer langen Autobahnen bringt die Lkw-Maut bereits rund 4,5 Milliarden Euro im Jahr in den Bundeshaushalt.
Preise im Einzelhandel könnten durch Maut steigen
Ramsauer sagte, dass die Mehreinnahmen direkt in Erhalt und Modernisierung von Straßen investiert würden. "Jeder, der jetzt zusätzlich diese Lkw-Maut bezahlt, hat unmittelbar einen Nutzen davon, dass er über bessere Straßen fahren kann." Der Verkehrsminister trat Bedenken entgegen, dass Lastwagen wegen der Maut-Ausweitung auf kostenlose Straßen in kleinere Orte ausweichen könnten.
Zu der Forderung von Umwelt- und Verkehrsverbänden, die Lkw-Maut auf das gesamte, knapp 40.000 Kilometer lange Bundesstraßennetz oder sogar alle Straßen auszudehnen, sagte der Minister: "Bei der Komplexität und auch bei der technischen Schwierigkeit, mit der wir es hier zu tun haben, bin ich sehr dafür, auf solidem Fundament sich Stück für Stück voranzubewegen." Eine Einbeziehung leichterer Lkw in die Maut schloss Ramsauer aus. "Die Gewichtsklasse ab zwölf Tonnen bleibt so."
Die Lkw-Maut auf Bundesstraßen lässt die Preise im Einzelhandel laut Handelsverband HDE nur gering steigen. Natürlich gingen die Kosten für Speditionen und Vertrieb in die Höhe, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk.
"Zusatzbelastung für den Einzelhandel"
"Eins zu eins kann das aber nicht an die Verbraucher durchgereicht werden", ergänzte er. Der Wettbewerb in der Branche sei so stark, dass Preiserhöhungen nur in geringem Maße möglich seien. Die Speditionsbranche rechnet damit, dass die Maut-Kosten an Handel und Industrie weitergegeben werden.
"Das wird klar eine Zusatzbelastung für den Einzelhandel", sagte Falk. Weil die Kosten nicht einfach an die Konsumenten weitergegeben werden könnten, müssten die Händler an anderer Stelle Geld einsparen. Wie hoch die Einbußen durch die Maut seien, könne aber noch nicht geschätzt werden.
Falk bezweifelte vor allem die Zielsetzung der LKW-Maut: Ein Großteil der Mehreinnahmen werde schon durch die Betriebskosten aufgefressen. "Bei den geringen Erträgen ist fraglich, ob zur Investition in das Straßennetz viel übrig bleibt."








...nur ungenügend ersetzen, weil CO2 nicht berücksichtigt. So ist zu fragen, ob der Aufwand noch eine Behörde und die Hardware zu unterhalten, wenn man den bedenkt, dass eine Vignette es mit ähnlichem Erfolg getan gewesen wäre.
hätte das Betreiberkonsortium keine Milliardengewinne erzielen können!
Warum wohl wurden die Verträge der Öffentlichkeit vorenthalten...???
muss eine Maut CO2 berücksichtigen und wenn das so wäre, warum sollte sie es nicht können (zumindest so gut wie Kfz-oder Mineralölsteuer)?
Da die Maut entfernungsabhängig ist, besteht automatisch eine Korrelation zu Kraftstoffverbrauch bzw. CO2 Ausstoß, die durch Berücksichtigung des LKW-Modells geschärft werden kann.
Auch wenn CO2 nicht das Maß aller Dinge ist, können könnte man.
hätte das Betreiberkonsortium keine Milliardengewinne erzielen können!
Warum wohl wurden die Verträge der Öffentlichkeit vorenthalten...???
muss eine Maut CO2 berücksichtigen und wenn das so wäre, warum sollte sie es nicht können (zumindest so gut wie Kfz-oder Mineralölsteuer)?
Da die Maut entfernungsabhängig ist, besteht automatisch eine Korrelation zu Kraftstoffverbrauch bzw. CO2 Ausstoß, die durch Berücksichtigung des LKW-Modells geschärft werden kann.
Auch wenn CO2 nicht das Maß aller Dinge ist, können könnte man.
hätte das Betreiberkonsortium keine Milliardengewinne erzielen können!
Warum wohl wurden die Verträge der Öffentlichkeit vorenthalten...???
....Anschuldigung.
Sie dürfen sie gerne widerlegen.
Nichts würde mich mehr freuen, als unter einer Regierung zu leben, die doch nicht so korrupt ist wie ich das vermute!
....Anschuldigung.
Sie dürfen sie gerne widerlegen.
Nichts würde mich mehr freuen, als unter einer Regierung zu leben, die doch nicht so korrupt ist wie ich das vermute!
Da wird der Aktienkurs aber steigen!
>Zu der Forderung von Umwelt- und Verkehrsverbänden, die Lkw-Maut auf das gesamte, knapp 40.000 Kilometer lange Bundesstraßennetz oder sogar alle Straßen auszudehnen, sagte der Minister: "Bei der Komplexität und auch bei der technischen Schwierigkeit, mit der wir es hier zu tun haben, bin ich sehr dafür, auf solidem Fundament sich Stück für Stück voranzubewegen."<
Fällt eigentlich wem was auf?
Da wurde eine technische Lösung gewählt, und die ist nun da und kann nicht mehr geändert werden. Und daher ... leiderleider ... kann das Nützliche und Sinnvolle nun nicht umgesetzt werden.
"Lkw müssen nun auch auf großen Bundesstraßen blechen"
Was müssen Sie? Blechen?
Wieso kann man nicht einfach schreiben "...Maut bezahlen"?
Bei der BILD ist man ja soetwas gewohnt aber bei der ZEIT würde ich mir einen etwas professionelleren Ton wünschen.
....Anschuldigung.
Das ist keine Anschuldigung, sondern Fakt.
Dank Wikileaks wurden die Verträge nämlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: http://wikileaks.org/wiki...
Ein paar Stichpunkte daraus:
"Das Magazin Stern berichtete, dass darin Renditezusagen in Höhe von über 1 Milliarde Euro an die Betreiber des deutschen Lkw-Mautsystems festgeschrieben seien."
"Dies errechnete die Illustrierte Stern auf Basis einiger Kalkulationsdateien von Toll Collect. Sie kam dabei auf eine Nettorendite von 19 Prozent. Diese traumhaften Zahlen für das Maut-Konsortium sind wohl der Grund, warum die Maut-Verträge geheim sind, nicht die Technik."
"Ein erster Blick in das von der Bundesregierung akzeptierte Angebot vom Mautbetreiber Toll Collect zeigt die Maut als Geldverteiler. So wurden die 300 Mautbrücken mit Bau, Installation und Haltung mit mindestens 511.000 Euro (für eine dreispurige Brücke) pro Brücke veranschlagt. Für die kontinuierliche Softwareanpassung der Brückensysteme genehmigte man sich großzügig 24,8 Millionen Euro im Jahr. "
"Für eine schon vorhandene Abrechnungssoftware setzte man eine Miete von ca. 150 Millionen pro Jahr an, die an die AGES überwiesen wurde, welche sich in letzter Minute in die Maut-Gemeinschaft eingeklagt hatte."
Das ist keine Anschuldigung, sondern Fakt.
Dank Wikileaks wurden die Verträge nämlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: http://wikileaks.org/wiki...
Ein paar Stichpunkte daraus:
"Das Magazin Stern berichtete, dass darin Renditezusagen in Höhe von über 1 Milliarde Euro an die Betreiber des deutschen Lkw-Mautsystems festgeschrieben seien."
"Dies errechnete die Illustrierte Stern auf Basis einiger Kalkulationsdateien von Toll Collect. Sie kam dabei auf eine Nettorendite von 19 Prozent. Diese traumhaften Zahlen für das Maut-Konsortium sind wohl der Grund, warum die Maut-Verträge geheim sind, nicht die Technik."
"Ein erster Blick in das von der Bundesregierung akzeptierte Angebot vom Mautbetreiber Toll Collect zeigt die Maut als Geldverteiler. So wurden die 300 Mautbrücken mit Bau, Installation und Haltung mit mindestens 511.000 Euro (für eine dreispurige Brücke) pro Brücke veranschlagt. Für die kontinuierliche Softwareanpassung der Brückensysteme genehmigte man sich großzügig 24,8 Millionen Euro im Jahr. "
"Für eine schon vorhandene Abrechnungssoftware setzte man eine Miete von ca. 150 Millionen pro Jahr an, die an die AGES überwiesen wurde, welche sich in letzter Minute in die Maut-Gemeinschaft eingeklagt hatte."
Das ist keine Anschuldigung, sondern Fakt.
Dank Wikileaks wurden die Verträge nämlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht: http://wikileaks.org/wiki...
Ein paar Stichpunkte daraus:
"Das Magazin Stern berichtete, dass darin Renditezusagen in Höhe von über 1 Milliarde Euro an die Betreiber des deutschen Lkw-Mautsystems festgeschrieben seien."
"Dies errechnete die Illustrierte Stern auf Basis einiger Kalkulationsdateien von Toll Collect. Sie kam dabei auf eine Nettorendite von 19 Prozent. Diese traumhaften Zahlen für das Maut-Konsortium sind wohl der Grund, warum die Maut-Verträge geheim sind, nicht die Technik."
"Ein erster Blick in das von der Bundesregierung akzeptierte Angebot vom Mautbetreiber Toll Collect zeigt die Maut als Geldverteiler. So wurden die 300 Mautbrücken mit Bau, Installation und Haltung mit mindestens 511.000 Euro (für eine dreispurige Brücke) pro Brücke veranschlagt. Für die kontinuierliche Softwareanpassung der Brückensysteme genehmigte man sich großzügig 24,8 Millionen Euro im Jahr. "
"Für eine schon vorhandene Abrechnungssoftware setzte man eine Miete von ca. 150 Millionen pro Jahr an, die an die AGES überwiesen wurde, welche sich in letzter Minute in die Maut-Gemeinschaft eingeklagt hatte."
... eine kriminelle Organisation. Sie glauben doch etwa nicht ernsthaft, was man dort lesen kann?
Ich erinnere mich bloß an einen ernstgemeinten Appell zur Legalisierung von Kinderschändung (wirklich!).
... eine kriminelle Organisation. Sie glauben doch etwa nicht ernsthaft, was man dort lesen kann?
Ich erinnere mich bloß an einen ernstgemeinten Appell zur Legalisierung von Kinderschändung (wirklich!).
Sie dürfen sie gerne widerlegen.
Nichts würde mich mehr freuen, als unter einer Regierung zu leben, die doch nicht so korrupt ist wie ich das vermute!
Verbraucher müssen nun auch auf großen Bundesstraßen blechen.
Werbung, Transportkosten und Kosten für das Schuldgeld, landen nun mal immer im Verkaufspreis!
Ziemlich Egal, ob uns die Reichen, oder der Staat durch Steuererleichterungen bei den Reichen, immer noch nicht Regulierten Finanzmarkt, oder Umweltschutz-gebühren, das Geld aus der Tasche zieht? Die Massenkaufkraft verringert sich!
Aber nicht doch! Der Vertreter des Einzelhandels findet da doch beruhigende Worte:
"Weil die Kosten nicht einfach an die Konsumenten weitergegeben werden könnten, müssten die Händler an anderer Stelle Geld einsparen."
Z.B. an der schmalen Gage der Kassiererin, die dann mit Hartz4 aufstockt.
Und damit zahlt's dann letztlich ...
Ja, genau!
Aber nicht doch! Der Vertreter des Einzelhandels findet da doch beruhigende Worte:
"Weil die Kosten nicht einfach an die Konsumenten weitergegeben werden könnten, müssten die Händler an anderer Stelle Geld einsparen."
Z.B. an der schmalen Gage der Kassiererin, die dann mit Hartz4 aufstockt.
Und damit zahlt's dann letztlich ...
Ja, genau!
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