Verkehrspolitik Mehr Radverkehr – darf aber nichts kosten
Peter Ramsauer will mehr Radler auf den Straßen, stockt aber die Investitionen nicht auf. Vielmehr denkt er an härtere Strafen. Sein neues Konzept bleibt vage.
Es ist mehr als eine Modeerscheinung trendiger Großstadtbewohner oder Herzensbedürfnis von Öko-Freaks: Immer mehr Menschen steigen aufs Rad. Gerade in vielen Innenstädten ist es eine unabweisbare Tatsache: Wer mit dem Rad fährt, kommt schneller an. Was die Umwelt entlastet, den Staus entgegenwirkt und nebenher noch gesund ist, dem kann sich die Bundesregierung nicht verschließen. Und so versucht sie mit dem von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) vorgelegten Radverkehrsplan 2020, dem muskelbetriebenen Gefährt eine noch größere Chance zu geben.
Wo steht Deutschland in Sachen Fahrrad?
Derzeit gibt es in Deutschland rund 70 Millionen Fahrräder.
In mehr als 80 Prozent aller Haushalte steht mindestens ein Fahrrad. Und es wird immer mehr Geld für gute Räder ausgegeben. Beim Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen liegt die Bundesrepublik im Vergleich von 25 europäischen Staaten an sechster Stelle, weit hinter den Niederlanden und Dänemark, aber vor Finnland, Österreich und den osteuropäischen Staaten. Kein anderes Verkehrsmittel hierzulande hat einen vergleichbar deutlichen Zuwachs in Bezug auf den Anteil an allen zurückgelegten Wegen aufzuweisen. In Städten wie München, Frankfurt am Main oder Rostock hat sich der Radverkehrsanteil mehr als verdoppelt.
Im Vergleich zu Städten wie Kopenhagen bewegen sich deutsche Großstädter freilich noch im verkehrlichen Mittelalter. In der dänischen Metropole können Pendler auf kilometerlangen eigenen Radstraßen einschließlich grüner Welle aus dem Umland ins Zentrum pendeln. Das tun dort mittlerweile mehr als 50 Prozent aller Pendler.
Was will der Radverkehrsplan?
Bezogen auf alle Verkehrsmittel liegen mehr als drei Viertel aller Verkehrswege im Bereich von unter zehn Kilometern Entfernung. Das verdeutlicht das Potenzial fürs Fahrrad vor allem in Städten. Aber Ramsauer will mehr – auch in der Fläche soll das Fahrrad künftig eine größere Rolle spielen. Von zehn (2008) auf 15 Prozent (2020) soll der Anteil des Fahrrads an den im Verkehr insgesamt zurückgelegten Wegen steigen.
Allein der Bund hat seit 2002 rund 877 Millionen Euro in den Bau und die Erhaltung von Radwegen an Bundesstraßen investiert. Mittlerweile gibt es davon 19.000 Kilometer. Hinzu kommen 25.000 Kilometer Radwege an Landesstraßen und 16.000 Kilometer an Kreisstraßen. Ramsauers Radverkehrsplan fordert nun auch ausdrücklich "Radschnellwege", weil dadurch das Rad auch für größere Entfernungen nutzbar sei. Allerdings hatte der Bund die Mittel für Radwege zuletzt gekürzt, was die Grünen zu der Feststellung veranlasst, bei Ramsauer gebe es eine große Lücke zwischen seinen Worten und der Umsetzung.
Wie steht es um die Sicherheit der Radfahrer?
Die Zahl getöteter und schwer verletzter Radfahrer ist in den vergangenen Jahren zurückgegangen, obwohl die Zahl der Radunfälle zugenommen hat. In Umfragen sagten 2011 nur noch die Hälfte der befragten Radfahrer, dass sie sich im Straßenverkehr sicher fühlen, 2009 waren es noch zwei Drittel. Allein in Berlin stieg die Zahl der Unfälle, an denen Radfahrer beteiligt waren, 2011 auf 7.376 – 19 Prozent mehr als 2010.
Bei Unfällen zwischen Pkw und Radfahrern waren in 75 Prozent der Fälle die Autofahrer schuld. Bei Unfällen mit Lkw sogar in 79 Prozent. Bei Kollisionen mit Fußgängern hingegen sind meistens die Radler die Schuldigen. Zweithäufigste Ursache für Unfälle mit Radfahrern in Ortschaften ist Fahren unter Alkoholeinfluss.
- Datum 06.09.2012 - 11:15 Uhr
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Die Autoindustrie braucht kein Ministerium, um über neue Assistenzsysteme nachzu denken. Was bleibt ist eine Werbekampagne für Helme.
Warum spart der Minister die zuständigen Ministerialbeamten nicht einfach ein?
Auf WDR5 wurde ueber eine Anfrage an Ramsauer's Ministerium berichtet, wieviele Mitarbeiter sich dort eigentlich mit dem Radverkehr beschaeftigten. Zuerst wusste der zustaendige Sprecher gar keine Zahlen, dann hiess es zwei und spaeter wurde die Zahl nach einer Zaehlung auf sechs Mitarbeiter korrigiert. 6 von insgesamt 2000 Mitarbeitern die sich mit Verkehrsthemen beschaeftigen.
Da sieht man gut wo die Prioritaeten dieses Ministeriums liegen und warum die Qualitaet der Vorschlaege so gering ist wenn es um den Radverkehr geht.
Nicht alle Probleme lassen sich durch eine totalitäre Gesetzgebung und -auslegung lösen.
Insbesondere die Sicherheit beim Fahrradfahren lebt weniger von Gesetzen als vom Mitdenken aller Beteiligter.
Immerhin in einem Punkt gebe ich Ihnen Recht: Wenn man das Radfahren mit Vorschriften, Verboten, Strafen usw. aller erdenklicher Art verunmöglichen möchte, dann sollte man zumindest auch die - noch vorm Bei-Rot-Rüberradeln - häufigste Regelmißachtung in D'land nicht ganz unerwähnt lassen: die Nichteinhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen durch Kfz's.
Auf WDR5 wurde ueber eine Anfrage an Ramsauer's Ministerium berichtet, wieviele Mitarbeiter sich dort eigentlich mit dem Radverkehr beschaeftigten. Zuerst wusste der zustaendige Sprecher gar keine Zahlen, dann hiess es zwei und spaeter wurde die Zahl nach einer Zaehlung auf sechs Mitarbeiter korrigiert. 6 von insgesamt 2000 Mitarbeitern die sich mit Verkehrsthemen beschaeftigen.
Da sieht man gut wo die Prioritaeten dieses Ministeriums liegen und warum die Qualitaet der Vorschlaege so gering ist wenn es um den Radverkehr geht.
Nicht alle Probleme lassen sich durch eine totalitäre Gesetzgebung und -auslegung lösen.
Insbesondere die Sicherheit beim Fahrradfahren lebt weniger von Gesetzen als vom Mitdenken aller Beteiligter.
Immerhin in einem Punkt gebe ich Ihnen Recht: Wenn man das Radfahren mit Vorschriften, Verboten, Strafen usw. aller erdenklicher Art verunmöglichen möchte, dann sollte man zumindest auch die - noch vorm Bei-Rot-Rüberradeln - häufigste Regelmißachtung in D'land nicht ganz unerwähnt lassen: die Nichteinhaltung von Geschwindigkeitsbegrenzungen durch Kfz's.
Ich fahre täglich in Köln Rad, in der Woche mindestens 100Km. Dabei fällt auf: keine Radwege sind besser als schlechte Radwege. Sobald Ausfahrten über einen Radweg auf die Straße führen, lebt der Radler gefährlich. Gehalten wird seitens des Autofahrers nämlich frühstens an der Sichtlinie der Straße.
Was die Mio-investitionen ins Radwegnetz angeht: man hat hier in Köln einen Teil der Venloer Straße komplett erneuert, inkl. der Parkbuchten und hat den Radweg - gute Idee! -auf die Straße gelegt. Man hat aber nicht etwas bei der Neuanlage der Parkbuchten Platz geschaffen, nein! Man hat die Straße am Rad rot angepinselt und nun kommt kein Auto mehr am Radfahrer vorbei. Nicht gefahrlos, versteht sich. Positives Beispiel ist die Subbelrather Straße (Abschnitt). Da ist der Radweg und die Straße breit genug. Vorausgesetzt, es parkt nicht grade ein Auto drauf. Ich bin für Radverkehr auf der Straße, da fährt es sich erfahrungsgemäß und auch laut diverser Studien am sichersten, da man sich gegenseitig besser beachtet. Herr Ramsauer sollte allgemein sehr viel mehr gegen Verkehrssünder vorgehen, egal welches Fortbewegungsmittel genutzt wird! Alle Rot- und Geschwindigkeitssünder: hohe Strafen! Fahren auf dem Radweg gegen die Richtung: Strafen! Parken auf dem Radweg: Strafen! Rücksicht lernt heute keiner mehr, wenn es nicht im Portmonnaie wehtut! Und nochwas. Helmpflicht!
Schöne Grüße! Und bevor jemand was plant, sollte er die Welt auch mal von allen Seiten betrachten, auch vom Rad aus!!!!
Es ist schon verwunderlich, dass es keine gesetzliche Helmpflicht bei Fahrradfahrern gibt. Allein der Versicherungswirtschaft entstehen durch die fehlende Helmpflicht Kosten in Milliardenhöhe, ebenso den Renten- und Krankenkassen. Wo sind eigentlich hier die sonst so lautstarken Lobbyvertreter? Hier könnten sie etwas für die Unternehmen, die sie vertreten, unternehmen - zum Wohle Aller.
Ein weiteres Problem ist Alkohol im Straßenverkehr. Hier wird sich die CSU auf keinen Fall bewegen und zwar weder bei der 0,0-Promillegrenze beim Autofahren, noch bei einer deutlichen Herabsenkung der Promillegrenze bei Fahrradfahrern. Man fürchtet massiven Ärger mit der eigenen Basis - zumal ja einmal ein bayerischer Ministerpräsident lautstark die Meinung geäußert hat, man könne auch mit zwei Maß Bier intus noch gut Auto fahren. Dabei ist es hinlänglich bekannt, dass die allermeisten Unfälle unter Alkoholeinfluss passieren.
Auch bei den sogenannten "Kampfradlern" wird sich voraussichtlich nichts tun. Hierbei handelt es sich sehr oft um sogenannte "Fahrradkuriere", die ihren Job und ihre Firma Aufträge verlieren, sollte hier der Staat durchgreifen. Auch in den Ministerien würde man es sehr sehr schnell zu spüren bekommen, sollten die Fahrradkuriere langsamer werden oder gar ganz weg fallen.
"Alle Rot- und Geschwindigkeitssünder: hohe Strafen! Fahren auf dem Radweg gegen die Richtung: Strafen! Parken auf dem Radweg: Strafen! Rücksicht lernt heute keiner mehr, wenn es nicht im Portmonnaie wehtut! Und nochwas. Helmpflicht!"
Bei einer Art Überregulierung (übrigends typisch deutsch!), könnte vielen aber auch schnell die Freude am Radfahren vergehen. Das Fahren auf Ragwegen gegen die vorgesehene Richtung ist oftmals völlig unproblematisch, und stets einen Helm mit sich rumschleppen zu müssen wäre unpraktisch.
Damit begraben Sie die Idee der Mobilitätsrevolution.
Ich fahre immer mit Helm und nach einiger Umgewöhnung stellt das "Herumschleppen" kein Problem dar. Matschig in der Birne nach einem Sturz gegen ein Auto oder den Bordstein, DAS ist ein Problem.
Das Ende der "Mobilitätsbewegung". Auch ein Pseudoargument gegen den Menschenverstand.
Überregulierung: Parken wo man will, abbiegen ohne zu blinken, Schulterblick?. Fahren gegen die Richtung ist mit die häufigste Unfallursache!!!!
Unter der o.g. Adresse kann man sich für Köln über Unfälle informieren, finde ich sehr interessant. In 2011 und 2012 gabe es bisher zusammen 9 Tote Radfahrer:
- 3 sind von rechtsabbiegenden Lkw überrollt
- 3 Alleinunfälle mit unklarer Ursache (Vorerkrankung?)
- 1 in Straßenbahnschiene hängengeblieben
- 1 an Bahnübergang von Straßenbahn überfahren
- 1 73 jähriger hat Rotlicht mißachtet
Rad Rambos etc. kommen da nicht vor.
Es ist schon verwunderlich, dass es keine gesetzliche Helmpflicht bei Fahrradfahrern gibt. Allein der Versicherungswirtschaft entstehen durch die fehlende Helmpflicht Kosten in Milliardenhöhe, ebenso den Renten- und Krankenkassen. Wo sind eigentlich hier die sonst so lautstarken Lobbyvertreter? Hier könnten sie etwas für die Unternehmen, die sie vertreten, unternehmen - zum Wohle Aller.
Ein weiteres Problem ist Alkohol im Straßenverkehr. Hier wird sich die CSU auf keinen Fall bewegen und zwar weder bei der 0,0-Promillegrenze beim Autofahren, noch bei einer deutlichen Herabsenkung der Promillegrenze bei Fahrradfahrern. Man fürchtet massiven Ärger mit der eigenen Basis - zumal ja einmal ein bayerischer Ministerpräsident lautstark die Meinung geäußert hat, man könne auch mit zwei Maß Bier intus noch gut Auto fahren. Dabei ist es hinlänglich bekannt, dass die allermeisten Unfälle unter Alkoholeinfluss passieren.
Auch bei den sogenannten "Kampfradlern" wird sich voraussichtlich nichts tun. Hierbei handelt es sich sehr oft um sogenannte "Fahrradkuriere", die ihren Job und ihre Firma Aufträge verlieren, sollte hier der Staat durchgreifen. Auch in den Ministerien würde man es sehr sehr schnell zu spüren bekommen, sollten die Fahrradkuriere langsamer werden oder gar ganz weg fallen.
"Alle Rot- und Geschwindigkeitssünder: hohe Strafen! Fahren auf dem Radweg gegen die Richtung: Strafen! Parken auf dem Radweg: Strafen! Rücksicht lernt heute keiner mehr, wenn es nicht im Portmonnaie wehtut! Und nochwas. Helmpflicht!"
Bei einer Art Überregulierung (übrigends typisch deutsch!), könnte vielen aber auch schnell die Freude am Radfahren vergehen. Das Fahren auf Ragwegen gegen die vorgesehene Richtung ist oftmals völlig unproblematisch, und stets einen Helm mit sich rumschleppen zu müssen wäre unpraktisch.
Damit begraben Sie die Idee der Mobilitätsrevolution.
Ich fahre immer mit Helm und nach einiger Umgewöhnung stellt das "Herumschleppen" kein Problem dar. Matschig in der Birne nach einem Sturz gegen ein Auto oder den Bordstein, DAS ist ein Problem.
Das Ende der "Mobilitätsbewegung". Auch ein Pseudoargument gegen den Menschenverstand.
Überregulierung: Parken wo man will, abbiegen ohne zu blinken, Schulterblick?. Fahren gegen die Richtung ist mit die häufigste Unfallursache!!!!
Unter der o.g. Adresse kann man sich für Köln über Unfälle informieren, finde ich sehr interessant. In 2011 und 2012 gabe es bisher zusammen 9 Tote Radfahrer:
- 3 sind von rechtsabbiegenden Lkw überrollt
- 3 Alleinunfälle mit unklarer Ursache (Vorerkrankung?)
- 1 in Straßenbahnschiene hängengeblieben
- 1 an Bahnübergang von Straßenbahn überfahren
- 1 73 jähriger hat Rotlicht mißachtet
Rad Rambos etc. kommen da nicht vor.
Radschnellwege wären eine wirklich gute Investition besonders in Ballungsgebieten wie Ruhrgebiet und Berlin. Besonders das umweltbewusste E-Bike würde dadurch mehr gefordert.
2 wichtige Punkte auf die schnelle:
1. Der Bund baut Radwege - hört sich toll an, was? Das Problem ist aber das es sehr wohl darauf ankommt was für Radwege das sind und vor allen Dingen wie an Kreuzungen damit umgegangen wird. Radwege, die hinter den parkenden Autos auf dem Bürgesteig verlaufen sind für alle beteiligten gemeingefährlich und sollten zu 100% abgeschafft werden.
An Kreuzungen ist es of hahnebüchen, da soll man manchmal als Radfahrer wenn man links abbiegen will plötzlich doch wieder die Fußgängerampel beachten und muss doppelt warten. Generell ist es oft ein ständiges Gewechsel von Radwegen auf der Straße zum Bürgersteig zu wieder gar keinen, da bleibt man doch lieber gleich auf der Straße...
2. Es sollte unbedingt mehr Geld in die "Aufklärung" zu diesem Thema gesteckt werden. Nach meiner Erfahrung fährt ein Großteil der Fahrradfahrer unmöglich - ständiges wechseln der Spuren/Bürgersteige ohne vorheriges ankündigen, völliges Missachten von Rechts vor Links, usw. Auf der anderen Seite haben viele Autofahrer eine unglaubliche Abneigung gegenüber Radfahrer, "die haben auf der Straße nichts zu suchen". Vermutlich lässt sich aber auch in diesem Bereich einiges verbessern wenn einfach die Verkehrsregeln und Bedingunen für Radfahrer einheitlicher gestaltet sind.
Ich kann Ihrem Kommentar nur zustimmen.
Zusätzlich zur Aufklärung sollte auch die Beschilderung von Radwegen angepasst werden. Wenn der Radverkehr schon über Gehwege geführt wird (was man vermeiden sollte), haben zumindest an jeder Kreuzung Schilder zu stehen, das alle Beteiligten über die Regelung (in allen Richtungen) informieren. Ansonsten haben Leute, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen, nämlich oft eine Abweichende Meinung, wo zu fahren ist und entsprechend treten vermehrt Konflikte auf.
Tatsächlich denken wohl einige Autofahrer in Berlin genau das.
Ein Makler hat mir mal erzählt, er mache alle Wege im PKW (was in Berlin ziemlich bekloppt erscheint) und empfinde den zunehmenden Fahrradverkehr als Bedrohung. Er forderte gewissermaßen Artenschutz, weil man wegen der zusätzlichen Bus- und Fahrradspuren immer häufiger im Stau stünde.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich so einige Autoisten im Alltag auf ihre Weise gegen die ökologisch wertvollen Einengungen wehren. So halten sie z.B. in der Schlange vor einer Ampel extra nah am Bordstein, weil sie nicht wissen, dass man als Fahrradfahrer in dieser Situation an ihnen vorbeigurken darf.
Die roten und schwarzen Verkehrsminister dürfen solcherlei natürlich nicht äußern, aber es sollte langsam common sense werden, dass Auto und Stadt nicht zusammenpassen.
Ich benutze besagtes Verkehrsmittel nur noch, um von Berlin wegzufahren und wieder zurückzukehren - diese Stunde Stau stresst mich genug für einen Monat...
Ich kann Ihrem Kommentar nur zustimmen.
Zusätzlich zur Aufklärung sollte auch die Beschilderung von Radwegen angepasst werden. Wenn der Radverkehr schon über Gehwege geführt wird (was man vermeiden sollte), haben zumindest an jeder Kreuzung Schilder zu stehen, das alle Beteiligten über die Regelung (in allen Richtungen) informieren. Ansonsten haben Leute, die aus unterschiedlichen Richtungen kommen, nämlich oft eine Abweichende Meinung, wo zu fahren ist und entsprechend treten vermehrt Konflikte auf.
Tatsächlich denken wohl einige Autofahrer in Berlin genau das.
Ein Makler hat mir mal erzählt, er mache alle Wege im PKW (was in Berlin ziemlich bekloppt erscheint) und empfinde den zunehmenden Fahrradverkehr als Bedrohung. Er forderte gewissermaßen Artenschutz, weil man wegen der zusätzlichen Bus- und Fahrradspuren immer häufiger im Stau stünde.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich so einige Autoisten im Alltag auf ihre Weise gegen die ökologisch wertvollen Einengungen wehren. So halten sie z.B. in der Schlange vor einer Ampel extra nah am Bordstein, weil sie nicht wissen, dass man als Fahrradfahrer in dieser Situation an ihnen vorbeigurken darf.
Die roten und schwarzen Verkehrsminister dürfen solcherlei natürlich nicht äußern, aber es sollte langsam common sense werden, dass Auto und Stadt nicht zusammenpassen.
Ich benutze besagtes Verkehrsmittel nur noch, um von Berlin wegzufahren und wieder zurückzukehren - diese Stunde Stau stresst mich genug für einen Monat...
bei den Benzinpreisen erledigt sich die Sache doch von allein. Bald werden auch die Reste der ehemaligen Mittelschicht aus Kostengründen aufs Auto verzichten und zwangsläufig auf andere Verkehrsmittel umsteigen müssen - und als relativ kostengünstige gibt es da nur das Velo oder die Fortbewegung per pedes - beide Fortbewegungsarten sind zudem umweltschonender und gesundheitsfördernder als die mittels Verbrennungsmotor - und schon haben wir die Basis für ein schwarz-grünes Bündnis. Schade nur, dass mit weniger Benzinverbrauch dann auch weniger Steuern in die öffentlichen Kassen fließen - aber das läßt sich dann bestimmt durch irgendeine Maut oder Vergnügungssteuer für die "neue" gesundheitsfördernde Art der Fortbewegung kompensieren. Und hallo: wozu neue Radwege bauen? Wenn weniger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor fahren, ist Platz genug für die Radfahrer auf den vorhandenen Asphaltpisten - und dass diese teilweise schlaglochübersät sind ist doch auch kein Problem - sollen die Radfahrer langsam fahren und künftig Helm tragen.
Das hessische Umweltministerium hat ein Gesetzentwurf vorgelegt, der das Radfahren im Wald praktisch unmöglich macht. Ob man so die Zahl der Radfahrer steigern kann? Und ob Herr Ramsauer das weiß?
Waldwege sollen in Hessen nicht mehr befahren werden, entlang nagelneuer Bundesstraßen gibt es oft keine Radwege oder Seitenstreifen zum Ausweichen, und auf den Bundesstraßen selbst ist die Fahrt zur Arbeit in den Stoßzeiten lebensgefährlich bzw. eine maßgebliche Behinderung, die beim Überholen nicht nur Radfahrer sondern alle Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Ich könnte die rund 5 Kilometer zu meinem Arbeitsplatz gut mit dem Rad zurücklegen, müsste aber davon gut 2 Kilometer im dichten Verkehr auf der Bundesstraße fahren. Dass es nicht möglich ist, wenigstens einen schmalen Streifen für Radfahrer mitzuplanen, ist ein echtes Armutszeugnis.
Die Sperrung des Waldes in Hessen wird wohl mehr die Mountainbiker betreffen als die Pendler. Ein Weg der nicht von einem normalen PKW befahren wird ist wohl eher selten zum Pendeln geeignet. Dummer Gesetzesentwurf der hoffentlich nicht durchkommt. Aber die Pendler wird er wohl eher nicht betreffen.
Waldwege sollen in Hessen nicht mehr befahren werden, entlang nagelneuer Bundesstraßen gibt es oft keine Radwege oder Seitenstreifen zum Ausweichen, und auf den Bundesstraßen selbst ist die Fahrt zur Arbeit in den Stoßzeiten lebensgefährlich bzw. eine maßgebliche Behinderung, die beim Überholen nicht nur Radfahrer sondern alle Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Ich könnte die rund 5 Kilometer zu meinem Arbeitsplatz gut mit dem Rad zurücklegen, müsste aber davon gut 2 Kilometer im dichten Verkehr auf der Bundesstraße fahren. Dass es nicht möglich ist, wenigstens einen schmalen Streifen für Radfahrer mitzuplanen, ist ein echtes Armutszeugnis.
Die Sperrung des Waldes in Hessen wird wohl mehr die Mountainbiker betreffen als die Pendler. Ein Weg der nicht von einem normalen PKW befahren wird ist wohl eher selten zum Pendeln geeignet. Dummer Gesetzesentwurf der hoffentlich nicht durchkommt. Aber die Pendler wird er wohl eher nicht betreffen.
Vielleicht entstünde ja ein großes Chaos, wenn alle Radfahrer, beispielsweise im Stadtverkehr, sich strikt an die Regeln halten würden: Immer auf der Fahrspur, mit ausreichendem Abstand nach rechts. Viele Staßen wären verstopft, während Busspuren und oft leere Gehwege "ungenutzt" blieben. An grün werdenden Ampeln wären alle noch da, die vorher bei "noch"-rot schonmal rechts abgebogen wären. Etc. pp.
gefördert werden. Mein Arbeitsweg führt allerdings über mehrere Ampeln, an denen ich ein Picknick machen kann, ein Teil der Strecke verläuft auf dem Fußgängerweg, ein anderer ist eine unbeleuchtete Seitenstraße etc.
Aber schon klar, darf alles nichts kosten, die Banken brauchen das Geld. lol.
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