Golf VII : Volkswagen wagt wenig bei seinem Erfolgsmodell

VW präsentiert den neuen Golf: Der Konzern hat ihn mit neuen Assistenzsystemen gespickt, doch Greenpeace kritisiert den Golf VII als vertane Chance.

Der Erfolg gibt Volkswagen Recht. 22 Prozent der deutschen Autokäufer haben sich in den ersten sieben Monaten 2012 für ein in Wolfsburg entwickeltes Fahrzeug entschieden. Auf den meisten davon prangt der Schriftzug Golf. "Das Auto", wirbt Volkswagen stolz. Mit der siebten Generation des Kompaktmodells will der Hersteller weiter den ersten Platz in der Verkaufsstatistik halten, am liebsten den Vorsprung vor der Konkurrenz ausbauen. Das könnte gelingen, weil das Rezept gleich bleibt: Evolution statt Revolution, nur keine Experimente.

Zu den wichtigen Neuerungen im Golf VII gehört die serienmäßige Multikollisionsbremse: Bei knapp einem Viertel aller Unfälle mit Personenschaden verliert der Fahrer nach einem ersten schweren Aufprall die Kontrolle. Aufgrund der Restgeschwindigkeit folgen oft weitere Zusammenstöße mit anderen Autos, Personen oder Hindernissen. Die Multikollisionsbremse erkennt diese Situation und leitet nach dem ersten Crash eine automatische Verzögerung mit dem bis zu 0,6-fachen der g-Kraft – also mit rund 5,9 m/s 2 – ein. Volkswagen betont, dass der Fahrer die Elektronik jederzeit überstimmen kann.

Als zweites sicherheitsrelevantes Assistenzsystem wird die aus dem Kleinwagen Up bekannte City-Notbremsfunktion angeboten. Falls der Fahrer nicht reagiert, bremst das Auto unterhalb von 30 km/h automatisch, um einen Auffahrunfall entweder zu verhindern oder abzumildern. Daneben gibt es eine Fülle anderer teils sinnvoller und teils zweifelhafter elektronischer Fahrhilfen: Während ein Tempomat, der den Abstand hält, eine tolle Sache für die Autobahn ist, fällt ein Müdigkeitswarner eher unter die Rubrik Gimmick.

VW zeigt wenig Verantwortung beim CO2-Ausstoß

Gerade beim Verbrauch und den CO2-Emissionen leistet der Hersteller jedoch nicht mehr als evolutionären Feinschliff. Dabei kommt Volkswagen als einem der größten Autokonzerne hier eine besondere Verantwortung zu. Für den Basisbenziner mit 63 kW (85 PS) und 1,2 Litern Hubraum, der eines der Volumenmodelle werden dürfte, gibt VW einen Normverbrauch von 4,9 Litern auf 100 Kilometer (113 Gramm CO2 je Kilometer) an. Das sind lediglich 0,3 Liter weniger als beim vergleichbaren Vorgänger (5,2 Liter, 121 Gramm CO2). Das ist zu wenig Fortschritt, um steigende Spritpreise zu kompensieren. Wie hoch der Verbrauch tatsächlich ist, wird ZEIT ONLINE im Praxistest überprüfen. Ebenfalls nicht innovativ: Die beiden Einstiegsmotoren bei Benziner und Diesel sind an ein Fünfganggetriebe gekoppelt, und mit der Abgasnorm Euro 5 erfüllen sämtliche Maschinen nicht mehr als den gesetzlichen Standard.

Immerhin sind jetzt Start-Stopp-Automatik, die bedarfsgerechte Steuerung der Nebenaggregate sowie Leichtlaufreifen serienmäßig in allen Modellen verbaut. So, wie Greenpeace das seit Jahren fordert. Trotzdem ist der Autofachmann der Umweltorganisation, Wolfgang Lohbeck, unzufrieden: "Die Freude ist getrübt", sagt er. Lohbeck kritisiert den Golf VII als "vertane Chance": "Der Verbrauch hätte auf 2,9 Liter beim Diesel und 3,4 Liter beim Benziner gesenkt werden können, mit konventionellen Mitteln." Damit meint der Greenpeace-Experte etwa eine stärkere Reduzierung des Fahrzeuggewichts oder eine Verkleinerung des Motors.

Volkswagen verspricht für die Zukunft auch unkonventionelle Motorisierungen – zum Marktstart aber ist keine davon erhältlich. Ein Tipp unter den angekündigten Antrieben ist die Erdgasversion, die mit niedrigen Betriebskosten und geringen Abgasemissionen auffallen wird. Der vollelektrische Golf blue-e-motion wird wahrscheinlich 2013 eingeführt; wer ein Plug-In-Hybridauto kaufen möchte, muss noch länger warten. Vergleichsweise schnell wird dagegen der Diesel als blue-motion mit 3,2 Litern Normverbrauch (85 Gramm CO2 je Kilometer) zu kaufen sein.

Preise bleiben konstant

Am Preis hat VW kaum etwas verändert: Bei 16.975 Euro geht es los, der Aufpreis für vier Türen beträgt 900 Euro. Konstant ist auch das Grundkonzept des Golf: Als er 1974 den völlig veralteten Käfer ablöste , war er mit dem Frontantrieb, dem wassergekühlten Quermotor und der praktischen Heckklappe der Retter in der Not. Volkswagen stand als Unternehmen nicht gut da.

Heute ist die Gesamtsituation des Konzerns genau umgekehrt: Die Stimmung ist angesichts der guten weltweiten Absatzzahlen fast euphorisch. Starker Gegenwind droht dem Golf allein bei einer internationalen Wirtschaftskrise oder explodierenden Ressourcenpreisen. So lange solcher Leidensdruck fehlt, ist der neue Golf zwar scheinbar mutlos, aber offenkundig genau das Auto, das die meisten Kunden sich wünschen.

Kommentare

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Vertane chance?

Es gab den 3l Lupo, es gab den 3l Audi A2. An den Verkaufszahlen konnte man sehen, dass diese Produkte leider nicht gewünscht waren. Die Bevölkerung bevorzugte Aluräder, Klimaanlagen, Schiebedächer, anderen Komfort- und Leistungsoptionen.

Ich sehe es nicht als Aufgabe der Hersteller ihre Kunden zu erziehen. Wenn die Nachfrage da ist, werden die Automobilhersteller liefern. Bis dahin wird es wohl nur wieder Öko-Testballons geben um die Nachfrage zu verifizieren.

woran ...

der 3l-lupo gescheitert ist: für die größe einfach zu teuer, dank gewähltem materialmix. daher auch voll vorbei an der eigentlichen lupo-zielgruppe, welches ja eine jüngere sein sollte. diese hat dem sparauto auch die fahreigenschaften übel genommen, der ja nicht den "jugendlichen fahrspaß" vermittelte, bzw. bei nichtbeachtung der spritsparempfehlungen den niedrigen verbrauch unmöglich machte. zudem soll es mit der zuverlässigkeit und verarbeitung auch nicht so weit her gewesen sein ...

und der 3l-a2 ... war einfach für die ältere audi-zielgruppe zu ungewöhnlich, zu rund, und für andere auch wieder zu teuer. ein großteil der kunden kaufte dann doch lieber die a-klasse.

heute gibt es, bzw kommt irgendwann, der erdgas-ups. ein fahrzeug, dessen aufpreis zum benziner sich erst nach 60 000 km (laut vcd) amortisiert ... wie sinnvoll für ein stadtauto.

und klar ist der verbrennungsmotor ausgereizt, das ist er aber schon länger, und umso schlimmer die alternativlosigkeit der deutschen hersteller! im ps-wahn aber wohl egal, mit aussitzen und spätem kopieren erfolgreicher konzepte anderer plus ausgeklügelter wahrheitsverdrehung durch werbung hat man hier ja schon immer mehr erreicht. und dank sprudelnder gewinne in anderen ländern kann man sich ja noch was mehr zeit lassen ...

Grundidee richtig!

Auch wenn Lupo und A2 gescheitert sind, hat KlausFuchs trotzdem recht! VW weiß was die Käufer des Golf wollen und gibt Ihnen das auch. Die machen fette Gewinnen, das ist Marktwirtschaft, einfachste BWL! Wieso sollte man denn was verändern, und dafür Gewinneinbußen hinnehmen?(Dann würde übrigens auch gemerkt,.. "VW hat die Interessen der Käufer ignoriert, am Markt vorbeiproduziert,..")Ich kanns ihnen auch nicht verübeln, solange die Nachfrage da ist, wird es auch das passende Produkt geben. Jeder Konzern würde in der Situation das selbe tun. Das Weltkonzerne keine Moral-Instanzen sind, ist nun wirklich kein Geheimis. Das ist halt das System. Kapitalismus. Wenn wir Grüner werden wollen, muss der Impulse aus der Gesellschaft oder aus Politik kommen, von Automobilherstellern erwarte ich das nicht. Wenn es wirklich die Kaufbereitschaft für einen 3,5L-Golf gäbe, dann gäbe es auch einen 3,5L-Golf!!

Nicht gewollt

Die Fahrzeuge waren von der Konzernführung zu einem weit überteuerten Preis angeboten worden, so dass sich die Spritersparnis gegenüber dem Mehrpreis nicht gerechnet hatte. Gerade in einem Segment, bei dem die Kostenaspekte die Hauptrolle spielen, wird so etwas zum Kassengift. Lediglich ein paar Hanseln, die mit dem 3 Liter-Auto prahlen wollten, haben sich diesen geleistet.

Grundsätzlich will Volkswagen auch keine sparsamen Autos verkaufen, sondern PKW mit möglichst viel Zusatzausstattung, weil dort die großen Margen sind. Zusatzausstattung führt zu mehr Gewicht und Verbrauch. Da soll der Käufer auch zu entsprechender Motorisierung greifen.

Die 16.975 Euro-Variante ist die mit den Klappstühlen, die nun wirklich keiner kaufen soll. Es hat schon seinen Grund, warum VW zur Zeit massiv seinen Pick-Up-Verschnitt bewirbt. Der heutige Großstadt-Indianer braucht ja unbedingt Geländegängigkeit und Allrad-Antrieb.

Grundlage für Fahrzeugkosten

Der Hersteller kann nicht die Kosten für ein Fahrzeug frei gestalten. Produktions- und Entwicklungskosten müssen sich reinspielen.
Die Klappstühle wurden auch nicht zur Kostensenkung sondern zur Gewichts- und damit Verbraubrauchsreduzierung eingebaut.
Ihr beispiel mit den SUVs ist daher interessant:
-Es waren mehr Leute bereit einen unnützen Touareg zu kaufen als es 3l Lupo-Käufer gab obwohl der Touareg teurer ist und sie nie rechnet. Er ist kein rationales Produkt außer für ein paar Förster od. Alpenbewohner, die aber nicht die Mehrheit der Kunden ausmachen.

Mein Punkt ist: Unternehmen sollen die Produkte herstellen, die der Kunde (=das Volk) möchte. Unternehmen haben keinen pädagogischen Auftrag.

& ich muss es auch so sagen

wer schon mal in nem Touareg gefahren ist, weiß was "Platz haben" im Auto bedeutet :) das ist ein geniales Gefährt - vllt genial irrational (auch beim Spritverbraucht) & va wenn man innerstädtisch regelmäßig nen Parkplatz braucht, aber trotzdem genial ;)

ich finde VW fährt da schon ne richtige Strategie - man probiert imme mal wieder neue Entwicklung in quasi Kleinserie aus um nicht komplett angehängt zu werden wie es den Amerikanern fast gegangen ist - aber ansonsten muss man nunmal das produzieren, was der Kunde möchte

ich glaube auch kaum, dass die grüne Welle aus Dltd dauerhaft jemandem in den USA bzw. Asien dazu bringt von seiner Limousine bzw SUV auf nen UP umzusatteln - die Ressourceschonung im allgemeinen & die Minimierung des Erdölverbrauchs wird im großen Stil nur über techn Fortschritt möglich nicht - nicht durch Verzicht... ich kann mir zwar gut vorstellen, dass durch die gegenwärtige Bezinpreisentwicklung eine Delle kommt, aber das wird nicht dauerhaft sein.

indem Sinne kann man auch getrost sagen: greenpeace prduizert jede Menge Papiere, die nur begrenzte Wirkung auf die Realwirtschaft haben & die gegenwärtig laufende Green Tech Welle sollte man weder unter- noch überschätzen.

Lebensmittel auch...

Wenn man Ihrer Logik folgt, sind Lebensmittel bei uns auch "viel zu billig", schaut man sich die vielen "angefressenen" Pfunde unserer Mitbürger an. Ich persönlich esse z. B. was mir schmeckt und worauf ich Hunger habe, egal was es kostet. Ähnlich ist es auch beim Treibstoff, egal ob ein Auto nun 5, 7 oder mehr Benzin verbraucht, das Auto muss mir lediglich gefallen. Das Einzige, was ich an Ihrem recht platten Argument positiv finden würde, je teuerer der Sprit, desto mehr Platz auf den Autobahnen.

Metapher

Sie haben das mit den Klappstühlen nicht richtig verstanden. Das war als Metapher gemeint. Es ist bei VW generell so, dass das Basis-Modell dermaßen minderwertig ausgestattet ist, das es in keinem Verhältnis zum Grundpreis steht. Jede Kleinigkeit, die bei der Konkurrenz in dem Preis schon mit drin ist, lässt sich VW extra bezahlen. Ziel des Spieles ist es hier einfach den Kunden hinters Licht zu führen, weil beim Grundpreis der Abstand zu Konkurrenz nicht besonders groß ist.
Der durchschnittliche Golf dürfte für 22 000€ über die Theke gehen.

Zu der ganzen SUV-Welle, zu der auch der Touareg gehört, kann man sagen, dass diese auch massiv von den Herstellern und der abhängigen Presse beworben wird. Für so etwas scheinen ja viele Menschen sehr empfänglich zu sein. Für die Automobilhersteller sind hier halt noch sehr große Margen drin, was für das Kleinwagensegment halt nicht gilt.

Schuldfrage

Es geht hier nicht um die Schuldfrage, im Islam wird die durch die Scharia geklärt, bei uns vor Gerichten.
Es geht darum, was machbar und bezahlbar ist, und da gehört VW nicht unbedingt zu den Vorreitern. Wenn der 3L-Lupo 1,5 mal so viel gekostet hat wie der normale, dann hat VW etwas falsch gemacht.
Und wenn Töpfer vor über 10 Jahren die prozentuale und nicht absolute Verminderung der Schadstoffe (wie die anderen Europäer) wollte, dann hat die Politik etwas falsch gemacht, wie lange Jahre bei den SUVs auch und vielen anderen Themen auch.
Und wenn immer noch viele Zweitonner mit einer Person herumfahren, dann geht es uns immer noch nicht schlecht genug, das gehört im Zusammenhang mit der Neuvorstellung eines Erfolgsautos auch einmal erwähnt.
Eine allgemein übliche Fahrweise, wie sie sich kurz nach der zweiten Ölkrise entwickelt hat (notfalls in Wikipedia nachschauen) fehlt nach wie vor, mit heutigen technischen Mitteln viel besser umsetzbar, und Greenpeace hat da völlig recht. Außerdem gehört eine Geschwindigkeitsbeschränkung für Autobahnen her. Die Angst vor ein paar Wählerstimmen ist absurd.

Saßen sie schonmal im 3l-Lupo?

Saßen sie schonmal im 3l-Lupo oder im Porsche-RS? Das mit den Klappstühlen traf es schon ganz gut :)
Fakt ist: es gab schon viele Ökomobile, die einfach wirtschaftlich gefloppt sind. Dies lag aus meiner Sicht zu 90% an uns - der Bevölkerung.
Das mit der Minderwertigkeit der Basismodelle hat sich für meinen Geschmack - um wieder zum Thema zurückzukehren von Golf II auf Golf III erledigt.
Davor war 2. Außenspiegel und Ablagefächer aufpreispflichtig. dies fand ich höchst albern und eine Geldschneiderei.
Seit dem 3er Golf ist das Auto von der Stange weg für mein Komfortempfinden ausgestattet.

Und was andere hier schon öfters gejammert haben wegen dem Gewicht (welches aus meiner Sicht primär durch Sicherheitsgründen und ein wenig wg. der Abgasreinigung hoch geht) dies steigt mit einer kompletteren Ausstattung ja noch mehr.

*gähn*

wenn in china ein sack reis umfällt, ist das nicht weniger aufregend als der neu vorgestellte golf - eine "gelungene" mischung aus golf iv und aktuellem polo. bloß nicht an"ecken" mit dem design ... die anspruchslosen und rentner wirds freuen, die autoredakteure werden den wagen in den höchsten tönen loben und natürlich keinerlei kritik äußern oder schwachpunkte finden - wie auch, schließlich muss auch bald wieder der wieder prallgefüllte werbe-etat an freundlich-kommentierende medien ausgeschüttet werden.

nun denn, auf in runde vii ... aber vielleicht sollte man winterkorn und vorallem piech mal klarmachen, dass nicht alles technisch machbare auch technisch sinnvoll ist.

Ich weiß zwar nicht....

wie Sie Rentner in Ihrer Umgebung wahrnehmen? Hier schreibt einer der "nicht" Anspuchslos ist und sich auch nicht, von wem auch immer, in diese Kategorie einordnen lassen möchte. Das der Golf von Anfang an, ein langweiliges Konzept darstellt, doch warum auch immer, sehr erfolgreich ist, ist eine altbekannte Meinung, die auch ich vertrete und deshalb noch nie einen gekauft habe. Nur die Verkaufszahlen geben VW recht. Warum sollten sie daran was ändern? Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Kritik von Greenpeace lächerlich

Die Verbrauchswerte von Greenpeace lassen sich nur durch massive Gewichtsreduktion erreichen, denn der Verbrennungsmotor ist effiziensmäßig ausgereizt. Der Fortschritt bei einer neuen Motorengeneration liegt bei jedem Hersteller im einstelligen Prozentbereich.
Gewichtsreduktion kann nur durch extrem teure Materialien wie Karbon erreicht werden. Wer soll das bezahlen? Auch wenn das Auto die Hälfte an Sprit verbraucht, werden die etwa doppelt so hohen Anschaffungskosten nicht amortisiert.

Richtig

Um von rund 5 auf 3,5 Liter zu kommen müsste das Gewicht um mehr als diesen Faktor (3,5 / 5 = 0,7) fallen, da z.B. Luftwiderstand wenig mit dem Fahrzeuggewicht zu tun hat.
Und mal eben mehr als 400 kg einsparen ist sicherlich ein "Kinderspiel", wo gerade trotz neuer Fertigungsmethoden 100 kg eingespart wurden.

Und dann kommt es einfach auf die Wirtschaftlichkeit an. Wenn man einen halben Liter spart macht bei 10.000 km im Jahr bei 10 Jahren bei einem Preis von 2 Euro pro Liter gerade mal 1000 Euro. Abzgl Zinsen, da man das Geld ja vorschießen muss.
Und für 1000 Euro kann man so viel nicht machen.

massive gewichtsreduktion

Wie kommen Sie darauf? Eine massie Gewichtsreduktion wäre überhaupt kein Problem! Während die Golf 2 Varianten bei 845–985 kg lagen, wiegt die Golf 7 Basisvariante bei unglaublichen 1150 kg. Vollausgestattete Varianten liegen deutlich darüber. Vergleicht man die Basisvarainten von Golf 2 und Golf 7 ergibt sich beim 2012-Modell ein Mehrgewicht von 305 kg!!! Trotz Aluminium und Karbon, die im Golf 7 bereits eingesetz werden und obwohl der Golf 2 noch aus den üblichen Blechen zusammengeschweißt wurde. Was ist der Grund? Erstmal ist der Motor leistungsstärker und damit schwerer und zweitens findet sich jede Menge SChnickschnack an Bord. Mag ja sein, dass das dem einzelnen gefällt, uns allen schadet das aber!!! Somit zitiere ich Greenpeace: "Chance vertan!"

Ein Golf II ist bestenfalls ein Polo V kein Golf VII

Nur weil das Wort Golf irgendwo davor steht bitte nicht jede Logik über Bord werfen.

Der Golf II war viel kleiner als der Golf VII. Wenn Sie ein kleineres Auto als den Golf VII suchen dann suchen Sie doch in der Klasse vom Polo.

Der Golf II verbrauchte übrigens mindestens 8,5 l/100km. Ein heutiger viel größerer Golf VII verbraucht 5 l/100km bei enorm verbesserter Sicherheit (passiv), Vielzahl an Fahrsicherheitssysstemen, mehr Komfort, geringerer Lautstärke usw.

Wann kommt hier der erste der eine Isetta mit einer S-Klasse vergleicht und dass die S-Klasse doch so viel schwerer ist?!

Mein Tipp: Crashtest Smart schauen

Der Golf II war ja auch eine lausige Konstruktion. Wenn Sie sich unbedingt Crashtests anschauen wollen, dann empfehle ich den Smart oder einen modernen Kleinwagen.

Ein ewiger Quell der Freude:
http://www.youtube.com/wa...

Hier läuft ein moderner Renault Modus gegen den alten Schwedenpanzer Volvo 940GLE Kombi Baujahr 1990. Der Schwede hat keine Chance.

Gewichtsvergleich: Volvo ab 1450kg, Modus ab 1155kg.

Gerade der Smart zwigt, was an Gewichtsreduktion ohne große Verrenkungen möglich ist.

Dieser Einzelfall beweist nur erneut, dass das größte Einsparpotential beim Fahrer liegt.
Bei Spritmonitor ergibt sich bei 22 Fahrern folgendes Bild:
min 6,87 Durchschnitt 8,10 max 10,57
Deshalb sind Normverbräuche auch nur Augenwischerei.
meinen T4 campingbus mit über 2000Kg fahre ich auch unter 7,5l. Sanftes beschleunigen, frühes Hochschalten und max. 100km/h.
Allerdings sollte man generell mit Vergleichen zwischen unterschiedlichen Fahrzeuggenerationen vorsichtig sein.
Neben Klimaanlage, elektrischen Fensterhebern, elektrisch verstellbaren Spiegeln, allen Airbags, etc. haben auch gesteigerte Anforderungen bei Crashtests oder auch der Kat
Gewicht und Verbrauch erhöht.

Wie schon der geniale Motorenentwickelr Dr. Fiala ...

... wußte: "Wer bremsen muß, hat irgendwo vorher zuviel Gas gegeben." Ich erinnere mich an eine Fahrt Mitte der 1990er Jahre von Würzburg-Stadtmitte nach Frankfurt/Main-Stadtmitte, bei der ich's wissen wollte, und ich habe es geschafft: Ich habe während der gesamten Fahrt durch vorausschauendes Fahren und rechtzeitiges Schalten kein einziges Mal die Bremse betätigt. Doch – einmal: Zum endgültigen Abstellen am Ziel. Auf dieselbe Weise habe ich im vergangenen Frühjahr auf der Strecke Köln–Coburg einen ganz normalen 105-PS-Diesel-Focus-Kombi auf gesamthaft 3,00 l/100 km gehalten. Jeweils ohhne Verkehrshindernis zu sein, versteht sich. Aber es erfordert hohe Konzentration und ist nicht ganz unanstrengend.