Alfa RomeoGlücksbringer serienmäßig

Ein aufgemaltes Kleeblatt brachte Alfa Glück beim Rennen Targa Florio. Das Jubiläum ist zwar erst 2013, doch der Hersteller schmückt seine Giulietta zur Feier schon mal. von Jürgen Wolff

Alfa Romeo Giulietta Quadrifoglio Verde

Alfa Romeo Giulietta Quadrifoglio Verde  |  © Alfa Romeo

Hinter dem Kleeblatt auf der Haube steckt natürlich eine Geschichte. Vor dem Start zum legendären Langstreckenrennen Targa Florio auf Sizilien hatte im Jahr 1923 der Alfa-Rennfahrer Ugo Sivocci die 13 als Startnummer gezogen. Ein schlechtes Omen. Flugs malten ihm seine Mechaniker ein grünes vierblättriges Kleeblatt – ein quadrifoglio verde – als Glücksbringer auf die Motorhaube seines Alfa Romeo RLS TF 3.2. Sivocci gewann das Rennen. Es war der erste Gesamtsieg von Alfa Romeo bei der Targa Florio.

Seither zieren die Kleeblätter die Rennwagen und besonders sportliche Modelle der italienischen Marke. Das gilt auch für Alfas stärkste Giulietta. Optisch unterscheidet sich die Quadrifoglio-Ausgabe nur dezent von den anderen Giuliettas : Ein unauffälliger Dachspoiler, aluminiummatt lackierte Außenspiegel, ein etwas aggressiveres Frontdesign, spezielle 17-Zoll-Felgen, dazu die rot lackierten Sättel der Sportbremsanlage von Brembo – das war's. Dass das Fahrwerk um 15 Millimeter tiefergelegt wurde, nimmt man allenfalls unbewusst wahr.

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Der Turbo-Benzinmotor mit Direkteinspritzung hat 1,7 Liter Hubraum und verschafft dem Kleeblatt-Alfa eine Leistung von 173 kW (235 PS). Das maximale Drehmoment von 340 Nm liegt schon bei 1.900 Umdrehungen pro Minute an. Zumindest bei einem forschen Start sind die 235 PS beinahe zu viel des Guten: Die Giulietta hat vor allem auf nasser und etwas rutschiger Fahrbahn leichte Probleme, die Kraft einwandfrei auf die Straße zu bringen. Erst einmal drehen die angetriebenen Vorderräder durch. Wer es mit einem gefühlvollen Gasfuß probiert, bei dem kommt jedoch schnell Laune auf.

Fahrer kann aus drei Fahrprogrammen wählen

Bei aller Sportlichkeit: Im Ford Focus ST oder gar im etwas weniger stark motorisierten VW hat man ein stärkeres Gefühl von Beschleunigung als in der Giulietta QV. Aber für den Alltag auf der Straße ist man mit Alfas Kleeblatt-Julchen gut bedient. Überholen geht ebenso flott wie das Auffahren auf die Autobahn oder das Herausbeschleunigen aus der Kurve. 6,8 Sekunden braucht die Giulietta für den Spurt von 0 auf 100 km/h offiziell, maximal sind 242 km/h möglich.

Grundsätzlich fährt sich die Giulietta Quadrifoglio sportlich, und es macht Spaß, sich in dem Wagen lässig von A nach B zu bewegen. Dem Fahrer stehen allerdings drei Fahrmodi zur Wahl, die sich über einen Schalter oberhalb des Ganghebels ansteuern lassen: Dynamic , Natural und All Weather , deren Anfangsbuchstaben dem System seinen Namen gaben: DNA. Die Programme verändern jeweils die Betriebsparameter des Motors, der Lenkung und des Sperrdifferenzials sowie das Ansprechverhalten der Stabilitätskontrolle ESP.

Die Unterschiede zwischen den Betriebsarten erfährt man nur mit Feingefühl – anders als etwa in einem Porsche, wo ein bequemer Luxusgleiter beim Umschalten zu einem Rennwagen mutiert. Im Dynamik-Modus nimmt die Servolenkung etwas Unterstützung zurück, sie wirkt direkter und präziser. Traktionskontrolle und ESP sprechen später an. Im Allwetter-Modus hingegen reagieren diese elektronischen Systeme besonders früh und sensibel.

Leserkommentare
    • 2eco
    • 03. Oktober 2012 11:39 Uhr

    Für ältere Modelle mag das vielleicht gelten, aber ich denke dass die neuen Modelle sehr zuverlässig sind. Es gab glaube ich auch mal in der Autobild einen 100 tkm Test, wo die Giulietta gut abgeschnitten hat. Naja die nächsten 5 Jahre werden zeigen, ob dies stimmt.

    Ein geiles Auto ist die Giulietta auf jedenfall, so ziemlich das schönste in der Kompaktklasse. Bis jetzt schwöre ich zwar auf die Zuverlässigkeit der Japaner, aber ein Flirt mit dem Julchen könnte durchaus einen Seitensprung wert sein ;-)

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Ein geiles Auto"
  1. als ohne Geschmack leben. ;-)

    Meine Giulietta musste bisher nur zu den regelmäßigen Inspektionen, ansonsten schnurrt sie wie ein Kätzchen.

    Ohne Herz wären wir nur Maschinen.

    2 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Alfista forever "
    • 2eco
    • 03. Oktober 2012 10:53 Uhr
    2. Retro?

    Weichgespülte Retro-...?

    Die Giulietta hat ungefähr soviel mit Retro zu tun, wie ein Fiat Panda mit Rennsport. Bis auf die Namensähnlichkeit mit der legendären Giulia ist an diesem Wagen gar nichts Retro!

    Daran ändert auch der kleine grüne Aufkleber nichts. Ein Fiat 500 wir schließlich auch nicht zu einem Ferrari wenn man ein Pferd vorne und hinten draufklebt.

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    Antwort auf "Retro-Kacke ohne Ende"
  2. Geschmack macht einsam..

    Hoffentlich sehr bald zu haben:

    http://www.alfaromeo-4c.de/

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    als ohne Geschmack leben. ;-)

    Meine Giulietta musste bisher nur zu den regelmäßigen Inspektionen, ansonsten schnurrt sie wie ein Kätzchen.

    Ohne Herz wären wir nur Maschinen.

  3. "Ich kenne leider keinen Alfa-Fahrer, der mit Zuverlässigkeit, Kulanz und Werkstattservice zufrieden wäre"

    Mich kennen Sie jetzt ;-) .

    Ich will lieber nicht erläutern wie viele Probleme mein Dienstauto schon gehabt hat (VW Golf Variant 1.9 TDI)..angefangen mit Getriebeschaden bis Elektronikprobleme und neverending storys..und hässlich ist das Ding auch noch..ich habe das Gefühl ich fahre LKW...furchtbar..

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  4. muss ich zustimmen;-)
    mit meinem 147er bj 2001 habe ich fast 400.000 km geschafft, aber wie sie erwähnt haben, gibt es fehleranfälligkeiten und zwar (bei mir) nur mit der elektronik. es steht aber glaube ich etwas in der art in der bedinungsanleitung:
    fehlermeldungen sollte man nur ernst nehmen, wenn sie häufiger angezeigt werden (boardcomputer)...xD

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    Antwort auf "Ein geiles Auto"

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