Fotografie : Wir müssen leider drinnen bleiben

Martin Usborne zeigt in Autos eingesperrte Hunde: wütend bellend, still aus dem Fenster blickend oder schlafend. Seine Bilder sollen zeigen, was der Mensch unterdrückt.

"Wir alle haben Teile von uns, die wir in uns wegsperren – Gefühle, die wie der Hund im Auto gefangen sind", sagt Martin Usborne. Der Engländer hat drei Jahre lang in Autos eingeschlossene Hunde fotografiert. Es sind arrangierte Aufnahmen, die nicht einfach nur die Trennung zwischen Mensch und Tier zeigen sollen. Usborne will dem Betrachter ein Gefühl von Mitleid mit den Tieren vermitteln und ihnen die eigene Einsamkeit bewusst machen. Die außergewöhnliche Serie The Silence of Dogs in Cars ist jetzt als Bildband im Kehrer Verlag erschienen.

Kommentare

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Zutiefst traurig

Bei den Bildern empfinde ich großes Mitleid mit den Tieren. Man hat sich den Hund bewusst als Teil der Familie ausgesucht,genau so wie das eigene Kind. Und ich kenne keinen,der seine Kinder im Auto einsperrt um dann einkaufen zu gehen. Es ist doch nicht schwer,auf dem Landhof regionale Produkte zu kaufen, und dabei den Hund mitzunehmen. In Zeiten von Lebensmittelindustrialisierung tut man etwas gutes und man gibt dem Hund das Gefühl,dass er ein Teil der Familie ist!