Mini Countryman (links) und Nissan Juke © press-inform

SUV ist nicht einfach die neumodische Bezeichnung für das, was früher Geländewagen hieß. Denn im Gelände haben weder Nissan Juke noch Mini Countryman etwas zu suchen. Die beiden laufen unter der Bezeichnung Crossover-SUV – und sind als solche eher die kleine sportliche Allzweckwaffe für den Stadtverkehr wie für den Wochenendausflug und die entspannte Fahrt zur täglichen Arbeit.

Im Straßenbild fallen beide Modelle auf. Der Nissan Juke ist alles andere als eine Design-Schönheit, der Mini Countryman ist etwas gefälliger. Trotz überschaubarer Dimensionen wirken Juke wie Countryman kraftvoll-muskulös. Doch wer ist der bessere der beiden Lifestyle-Klein-SUV?

Wir vergleichen den 4,14 Meter langen Juke 1.6 DIG-T All-Mode 4x4i, die Topversion des Modells, mit dem 4,11 Meter langen Mini Cooper S Countryman. Der Juke bietet einen 1,6 Liter großen Motor mit 140 kW (190 PS) Leistung, Allradantrieb und Getriebeautomatik serienmäßig. Der SUV-Mini kontert mit 135 kW (184 PS) und der Wahlmöglichkeit, ob Allradantrieb und Getriebeautomatik an Bord sein sollen.

Flotter unterwegs im Countryman

Der Juke bringt seine 190 PS souverän auf die Straße. Bis zu 50 Prozent der Motorleistungen gehen an die Hinterachse. Die Hinterachse kann die Motorleistung zudem variabel nach links und rechts verteilen. Mehr Dynamik – besonders in schnell gefahrenen Kurven – ist die angenehme Folge. Die Kraftübertragung an die Räder könnte aber etwas flotter sein.

Immer wieder unangenehm macht sich beim Nissan die stufenlose CVT-Getriebeautomatik bemerkbar. Sie raubt dem Vierzylindertriebwerk, der an sich 240 Nm Drehmoment bei 2.000 bis 5.600 Umdrehungen pro Minute bietet, viel von seiner Dynamik. Die Folge: Die Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ist angesichts von 190 PS zu wenig. Um aus dem Stand auf Tempo 100 zu kommen, braucht der Allradler 8,4 Sekunden.

Hier schlägt sich der 184 PS starke Countryman besser. Sein Twin-Scroll-Turbomotor dreht leicht hoch und bietet mit 215 km/h eine standesgemäße Höchstgeschwindigkeit. Auch den Sprint von 0 auf 100 km/h legt der Countryman in kürzerer Zeit zurück: in 7,6 Sekunden. Seine Sechsgang-Handschaltung ist sportlich eingestellt. Doch mit dem von Mini in Aussicht gestellten Normverbrauch von 6,1 Litern Super auf 100 Kilometer ist es nicht weit her. Der von uns getestete Countryman mit Frontantrieb benötigte in der Praxis 8,9 Liter. Einen halben Liter sparsamer war der Nissan Juke 1.6 DIG-T.