Ressourcen: Wegen Elektroautos geht uns der Strom nicht aus
Woher sollen all der Strom und der Wasserstoff für elektrisch angetriebene Autos kommen, fragen manche. Droht der Blackout, wenn wir E-Auto fahren?
Deutschlands Autos sind süchtig nach Rohölprodukten. 28 Milliarden Liter Benzin und 17 Milliarden Liter Diesel flossen 2011 in die Tanks deutscher Pkw. Nach heutigem Spritpreis müssten für diesen Kraftstoffdurst insgesamt mehr als 70 Milliarden Euro bezahlt werden. Die im Kraftstoff gebundene und verfahrene Energiemenge macht zwar nur gut elf Prozent des hiesigen Primärenergiebedarfs aus, doch zugleich ist die Abhängigkeit des Autos von fossilen Ressourcen nahezu total. Die Substitution durch Agrokraftstoff brachte quasi nichts.
Doch was passiert, wenn in den nächsten Jahren mehr und mehr Elektroautos gekauft werden? Wenn Smart, BMW i3 und der Golf blue-e-motion mit Strom fahren? Geht dann das Licht im Wohnzimmer aus, und werden die Hochöfen in den Hüttenwerken kalt?
Natürlich nicht. Nach heutiger Einschätzung passiert – gar nichts.
Der Grund: Auch auf lange Sicht werden Elektroautos nur in geringer Zahl auf der Straße fahren. Das zeigt eine Studie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI). Die Fachleute haben zwei Marktprognosen ausgearbeitet: ein Dominanz-Szenario, in dem sich aufgrund deutlich sinkender Batteriekosten reine Elektroautos und Plug-in-Hybridfahrzeuge schnell durchsetzen, sowie ein Pluralismus-Szenario mit einer breiten Mischung aller Antriebsformen. Dabei wird eine weiterhin nur moderate Preissteigerung bei Benzin, Diesel und Gas zugrunde gelegt.
Anteil von unter zwei Prozent
In beiden Prognosen bleibt die absolute Zahl der Autos mit Ladestecker gering. Die rund 43 Millionen Autos in Deutschland können schließlich nicht über Nacht ausgetauscht werden; die jährliche Wechselrate liegt bei gut drei Millionen Pkw – es dauert also über zehn Jahre, um den Fuhrpark zu erneuern.
Selbst im optimistischen Dominanz-Szenario gibt es im Jahr 2020 nur 1,8 Millionen Elektroautos in Deutschland; für das Jahr 2030 werden 9,8 Millionen Autos errechnet. Zurzeit scheint allerdings das skeptische Pluralismus-Szenario realistischer. Es prognostiziert für 2020 lediglich 400.000 Elektroautos und Plug-in-Hybride im Bestand, für 2030 rund 1,9 Millionen.
Auch das Ziel der Bundesregierung – eine Million strombetriebener Autos in 2020 und sechs Millionen in 2030 – wirkt vor dem Hintergrund aktueller Verkaufszahlen hoch gegriffen. Darum lohnt sich ein Blick auf die Berechnungen des Projekts Net-Elan, welches die Chancen und Probleme bei der Integration von Elektroautos ins Stromnetz errechnet und bewertet. Als Basis der Kalkulation dienen die zuversichtlichen Ausbauziele der Regierung.
Hinter Net-Elan stand ein Konsortium unter der Leitung des Forschungszentrums Jülich, das Projekt wurde vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Das Ergebnis: Für die sechs Millionen im Jahr 2030 angepeilten Elektroautos und Plug-in-Hybride erwartet man einen Stromverbrauch von sieben bis zehn Terawattstunden pro Jahr. Gemessen an den rund 600 Terawattstunden, die in Deutschland insgesamt jährlich verbraucht werden, wäre das also ein Anteil von unter zwei Prozent. Da sind selbst die Schwankungen durch konjunkturelle Auf- und Abschwünge größer.







Gasautos gibt es bereits. Außer der Herstellung von Windgas könnte man also auf bestehende Technik zurückgreifen.
Das ist genau der Nachteil Ihres Vorschlags, denn die bestehende Technik des Verbrennungsmotors ist so ineffizient, dass auf diese Weise von der eingesetzten Primärenergie fast nichts mehr übrig bleibt.
Ein Benzin/Gas-Verbrennungsmotor erreicht im realen Fahrbetrieb (Kaltstarts, Kurzstrecken, Stop&Go, ...) vielleicht 15-20% Wirkungsgrad, ein E-Auto dagegen über 80% (jeweils ab Zapfsäule bzw. Steckdose).
Daher ist es sinnvoller das Windgas zu speichern und bei Bedarf wieder in einem GuD-Kraftwerk mit >60% Wirkungsgrad zu verstromen.
Ein damit geladenes E-Auto kommt immer noch weiter pro eingesetzte kWh Primärenergie als ein Gasverbrenner, trotz der zusätzlichen Umwandlungsverluste.
Nachdem die Speicherung von Elektoenergie so wenig Fortschritte macht und so viele Nachteile (z.B. Gewicht) hat, könnte es vielleicht zukunftsträchtiger sein, auf Windgas und Gasautos zu setzen.
Nachdem der Wirkungsgrad von Wärmekraftmaschinen durch physikalische Gesetze begrenzt wird, ist es zukunftsträchtiger auf weitere
Fortschritte in der Akkutechnik zu setzen.
Schon heute sind die Nachteile gar nicht mehr so groß, wie viele glauben.
Die Einführung des Elektroautos als Massenverkehrsmittel geschieht mit derselben Torheit wie die Einführung des Euro: Das glitzernde Fertigprodukt sieht gut aus, die Interessen-gesteuerten "Experten" loben es wider jede Wissenschaft, die Politiker sind angetan und man führt es ein.
ANSCHLIESSEND erst ventiliert man die Frage, ob es in der breiten Praxis überhaupt funktionieren könne und kommt aus dem (hier: Energie-) Schlamassel nicht mehr heraus.
Jedes Kind weiss, dass die Elektromobilität von heute nicht funktionieren kann: Die Batterien sind im Winter, wo sie auch noch das Auto innen heizen sollen, restlos überfordert. Bei Windstille sind die Stromerzeuger bis an die Grenze belastet. An sie womöglich noch zusätzlich Hunderttausende Autos anhängen zu wollen - das ist eines gleichermassen: Oberster Schwachsinn und politisch übliches Handeln.
Ganz wie beim Euro.
aber vermutlich sind damit Lichtbogenöfen gemeint. http://de.wikipedia.org/w...
London wird 1930 im Pferdemist ersticken, wenn es so weiter wächst, wurde 1903 in einem wissenschaftlichen Aufsatz prognostiziert. Die Strecken zum Abtransport des Perdemists aus London wurden immer länger, sodaß die Pferde, die den Mist abtransportierten mehr Mist hinterließen, als sie abtransportieren konnten. Dann kam das Auto.
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