Bekanntlich steht Ford für gut abgestimmte Fahrwerke. Das ist auch beim neuen Fiesta nicht anders. Die ebenso straffe wie komfortable Dämpferabstimmung kann – typisch Ford – erneut überzeugen. Die elektrische Servolenkung arbeitet präzise.

Dagegen stört die unübersichtliche Mittelkonsole. Sie würde wohl besser in das Raumschiff von Captain Kirk passen. Der Multifunktionsbildschirm für Radio und Navigation dürfte gern ein bisschen größer sein: Maximal fünf Zoll sind nicht viel. Unverständlich ist außerdem, wieso die Designer den Schalter für die nur einstufige Sitzheizung unsichtbar knapp oberhalb der Sitzschiene angebracht haben. So ist die Taste allenfalls zu ertasten. Hier sollte Ford nachbessern.

Das Platzangebot ist für ein Modell des Kleinwagen-Segments akzeptabel. Vorn sitzt man komfortabel, aber etwas zu hoch. Im Fond finden zumindest Erwachsene bis 1,70 Metern Körpergröße bequem Platz. Leider fehlt auf der Beifahrerseite ein praktischer Haltegriff zum Ein- und Aussteigen. Daher ist das Ein- und Aussteigen in der fünftürigen Version leichter. Der Kofferraum hat ein Ladevolumen von 295 Litern. Die Rückbank lässt sich umklappen – auch teilweise im Verhältnis 40:60 – und bietet dann einen erweiterten Stauraum von bis zu 979 Litern.

Assistenzsysteme bietet Ford für den Fiesta kaum. Für 350 Euro gibt es immerhin eine City-Notbremsfunktion. Bei Geschwindigkeiten bis 30 km/h scannt ein Lasersensor den Raum vor dem Fahrzeug und erkennt mögliche Hindernisse. Droht eine Kollision, bremst das System im Notfall den Wagen automatisch. So soll "Active City Stop" Unfälle vermeiden oder zumindest die Folgen mildern.

Das Grundmodell Ford Fiesta 1.2 Ambiente mit einem 60-PS-Motor und einer mageren Ausstattung kostet 10.950 Euro. Serienmäßig sind bei allen Modellen ABS, ESP, elektrische Außenspiegel sowie sieben Airbags. Empfehlenswerter ist der 100 PS starke Fiesta 1.0 Ecoboost Titanium für 16.570 Euro. Er verfügt über eine manuelle Klimaanlage, Tagfahrlicht, Regen-/Lichtsensor und 15-Zoll-Alufelgen.