Klassiker Riley Elf : Der Mikro-Rolls-Royce

Vom Mini fehlt noch eine Stufenheckversion. Die gab es schon mal: Der Riley Elf mutet bis heute an wie eine Kreuzung aus dem winzigen Ur-Mini und einem Rolls-Royce.
Riley Elf MK III © press-inform

Der kleine Wagen wirkt ein bisschen wie das Auto, in dem Donald Duck durch Entenhausen zuckelt. Und tatsächlich liegt nicht ganz falsch, wer beim Riley Elf an Comics denken muss: Das Design der ungewöhnlichen Mini-Variante aus den frühen sechziger Jahren stammt aus der Feder von Ricardo Burzi, der sich nach dem Ersten Weltkrieg in Italien als Zeichner von Mussolini-Comics einen zweifelhaften Namen gemacht hatte und schließlich das Land verlassen musste.

Neben den Comiczeichnungen für Zeitungen arbeitete der gebürtige Argentinier "Dick" Burzi unter anderem für Vincenzo Lancia. Der Gründer der gleichnamigen Automarke empfahl Burzi schließlich Ende der 1920er Jahre nach England an Herbert Austin. Bei Austin designte Burzi eine Reihe von Fahrzeugen, auch nach dem Zweiten Weltkrieg.

So entstand 1961 nach Burzis Design eine Stufenheckversion des Morris Mini, die unter der Marke Riley des BMC-Konzerns als Riley Elf auf den Markt kam. Bis 1969 wurden in Longbridge drei Varianten MK I, II und III entwickelt und gebaut, analog zur Entwicklung des Ur-Mini. Der Elf unterschied sich nicht nur durch den aufgesetzten Kofferraum von den normalen Mini-Versionen. Noch markanter war der steil im Fahrtwind stehende Kühlergrill, der dem Kleinwagen etwas Rolls-Royce-Charme einhauchte.

Viel Chrom

In der Mini-Modellpalette war der Riley als Edelvariante für den gut betuchten Briten vorgesehen, der ein kleines, aber nobles Fahrzeug sein Eigen nennen wollte. Auffällig, doch zugleich stilvoll waren die Stoßstangen aus Chrom, die im Lauf der Jahre Hörner bekamen, sowie die kleinen Heckflossen, die das Stummelheck mit seiner nach oben aufschwingenden Klappe keck umrahmten.

Die Fahrgastzelle unterschied sich nicht zum regulären Mini, der Elf war allerdings knapp 22 Zentimeter länger. Wie beim Mini konnte der Kunde das Dach in Kontrastlackierung ordern. Um als Edelvariante punkten zu können, wurde beim Riley deutlich mehr Chrom verbaut. Neben den Stoßstangen gab es glänzenden Zierrat für Fensterrahmen, Leisten sowie die vorderen Lufteinlässe.

Besonders opulent wirkte der Innenraum, vor allem bei der Baureihe MK III. Mussten Käufer der frühen Modelle noch mit Stoff- oder Teilledersitzen vorlieb nehmen, so gab es beim 3,30 Meter langen Riley Elf MK III unter anderem ein Armaturenbrett aus Edelholz, Ledersessel, Langflorteppiche sowie Schaltknauf und Lenkrad mit Chrom und Holz.

Kommentare

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Gewaltiger Mythos

Naja, dieser "Mythos" wurde doch erst, als Hype, duch den neuen Mini und der PR-Arbeit von BMW gepusht.

Eine Nachbarin, kaufte sich im Laufe der 70er Jahre mehrere Male neue Minis und die waren verdammt oft in der Werkstatt. Fabrikneue Minis waren Schrott!
Jede Ente oder R4 waren bei weitem zuverlässiger, hatten mehr Platz und waren wirklich "Mythos".

aber hallo

also ich hatte und habe noch einen eine offenen Mini, einen originalen. Manchmal fand ich inne eine Schraube am Anfang. Auch links kam beim Verdeck Wasser rein. Ein Bekannter der mal eine Werkstatt hatte heute alles auf dem Hof seines Hauses, hat das alles liebevoll gemacht, so ist UK. Das Auto ist einfach genial. Wir haben viel gemacht, Bremsen, FahrwerK, Motor. Es mal total zerlegt, Hohlraum versiegelt, neues Verdeck, richtige Heckscheibe neu..., das gibt es heute nicht, das kommt nicht wieder, das kann so BMW nicht. Ich habe neues Lich, die runden Zusatzscheinwerfer, Nebel, einfach schnuckelig in nachtblau,metallic......groesser muss ein Cabrio nicht sein,