Opel AdamOpel versucht es mit Lifestyle
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Brummiger Motor

Innenraum des Opel Adam

Innenraum des Opel Adam  |  © Hersteller

Platz ist im Adam vorn wahrlich genug, und dort sitzt man auch auf bequemen Sesseln. Im Fond jedoch wird es schon ziemlich eng, und auf dem unbequemen Bänkchen möchte man höchstens Kurzstrecken als Mitfahrer zurücklegen. Fairerweise muss man aber hinzufügen, dass das Platzangebot im Mini und im Fiat 500, welche Opel als Konkurrenz sieht, auch nicht besser ist.

Der Kofferraum des Adam ist mit 170 Liter Volumen kaum der Rede wert. Zum Vergleich: Der Kleinwagen Volkswagen Up bietet 251 Liter Laderaum, der Kia Picanto 200 Liter, der Fiat 500 immerhin 185 Liter. Aber es gibt auch Kleinwagen mit weniger Stauraum als der Adam, etwa der Renault Twingo. Was beim Adam aber wirklich stört, sind die 81 Zentimeter hohe Ladekante und die enge Luke.

Auf der Straße macht der Adam ebenfalls eine gute Figur. Die Lenkung fühlt sich zwar leicht synthetisch an und gibt etwas wenig Rückmeldung über die Straßenbeschaffenheit. Sie ist aber direkt genug, um den Adam exakt um die Ecken zu bringen. Das schafft der Wagen mit dem Sportfahrwerk auch ziemlich flink. Allerdings hat die Athletik ihren Preis. Der Kleinwagen mit seinen 17-Zoll-Reifen poltert auf schlechten Straßen bisweilen ein wenig. Den Bandscheiben droht aber noch keine Gefahr.

"Äddäm", nicht Adam

Der von uns getestete 1,4-Liter-Motor mit 64 kW (87 PS) Leistung ist zwar nicht state of the art , kommt mit dem 1.135 Kilogramm schweren Gefährt aber gut zurecht. Das Geräuschniveau ist relativ niedrig, nur bei höheren Drehzahlen wird das Aggregat hörbar brummig. Hier würde ein modernes Sechsganggetriebe Abhilfe schaffen. Immerhin verfügen die Eco-Flex-Varianten (355 Euro Aufpreis) über eine Start-Stopp-Automatik. Damit unterbietet der Adam die Marke von 120 Gramm CO2-Ausstoß je Kilometer. Neue Dreizylinder-Benzinmotoren verspricht Opel für den Adam allerdings erst für Ende nächsten Jahres.

Der Opel Adam kommt Mitte Januar 2013 auf den Markt. Die Preise beginnen bei 11.500 Euro. Opel hatte von vornherein nicht das Ziel, wie der VW Up unter der Marke von 10.000 Euro zu starten. Dafür bietet der Adam auch mehr: Serienmäßig sind schon in der Basisversion ein Radio, elektrische Fensterheber, ABS, ESP und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung dabei. Die höherwertige Ausstattungslinie Jam ab 13.400 Euro hat zudem eine Klimaanlage an Bord. Außerdem bekommt der Käufer einen Tempomat, ein CD-Radio mit USB- und Bluetooth-Schnittstelle, elektrisch verstellbare Außenspiegel und ein Lederlenkrad. Die Basisversionen enthalten jeweils einen 70-PS-Motor mit 1,2 Litern Hubraum.

Die oben beschriebene Möglichkeit, das Dach farblich vom Rest des Wagens abzuheben, bietet erst die Topausstattung namens Slam. Sie verfügt auch über das Sportfahrwerk und eine Wärmeschutzverglasung. Dafür sind mindestens 14.290 Euro fällig; mit dem 87-PS-Motor und Start-Stopp-Automatik kostet der Adam Slam 15.495 Euro.

Allerdings ist ein schlechter ausgestatteter Mini One nicht unter 15.650 Euro zu haben. Ein Fiat 500 mit ähnlich starkem Motor schlägt mit mindestens 14.900 Euro zu Buche, und einen Audi A1 gibt es nicht unter 20.250 Euro. Zudem bietet der Adam mit einem automatischen Parkassistenten inklusive Toter-Winkel-Warner (580 Euro Aufpreis) oder einer Lenkradheizung Zubehör, das man sonst nur in höheren Klassen findet. Gut gemacht, Opel. Nur "Äddäm", wie die Opel-Manager den Namen gesprochen wissen wollen – das kommt einem dann doch schwer über die Lippen. Schließlich ist der Wagen komplett in Deutschland gefertigt.

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Leserkommentare
  1. "Die Verarbeitung des Innenraums ist ansprechend"

    "Das neue, deutlich reduzierte Steuerungssystem mit schmucken Drehknöpfen und einem Sieben-Zoll-Touchscreen ist Opel gelungen."

    So wenig Emotionen hat der Adam nicht verdient. Alleine die Überschrift hört sich schon wieder sehr negativ an. Warum wird Opel von der Presse für seine Autos so nieder gemacht, wärend VW immer in den höchsten Tönen gelobt wird und nie etwas negatives auffölt, obwohl es genug negatives zu berichten gibt.

    Wenn ich mich an die Artikel zum Up! erinner habe ich dort nie etwas zu einem fehlenden 6. Gang gelesen oder zu dem müden 1.0l Dreizylindermotor "ohne Turbo". Es hat dort auch niemand erwähnt, dass das Auto in Bratislava gefertigt wird, oder das die Radkästen nicht einmal eine Verkleidug haben.

    Der Opel hätte es alleine schon verdient bessere Artikel zu bekommen, weil er wie sie schon schreiben als einziger Kleinwagen in Deutschland produziert wird und die armen Mitarbeiter im Werk Eisenach so etwas wie diesen Artikel nicht verdient haben.

    Opel hat einiges verbessert, was in der Vergangenheit von der Presse zerissen wurde, wie z.B. die Mitteelkonsole und trotzdem schreiben sie nur ein müdes "ist Opel gelungen". Wie wäre es mit: "Bei dem neuen Steuersystem hat Opel hervorragende Arbeit geleistet und alle Kritikpunkte aus den Vorgängermodellen beseitigt."

    Eine Leserempfehlung
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    "ansprechend", "schmuck", "gelungen" -- hab ich etwas verpasst oder haben diese Wörter neuerdings negative Bedeutung?

    Citroen DS/CS? Oder wars jetzt Renault? Citroen DS3, so habs nachgeschaut. Ein flop. OK, sind momentan eigendlich alle citroens. Audi A1? Der Umsatz ist wahrscheinlich genauso hoch wie das Werbebudget. Und jetzt der Opel Adam? Na das kann ja heiter werden.

    Wer Leuten für ein Kleinwagen viel Geld/ mehr als üblich abknöpfen will weil es "edel" ist, der muss mit einer Geschichte kommen. Zu sagen das es einfach toll ist reicht nicht. Die Leute brauchen eine Geschichte. Die bekommen Sie bei Fiat und bei Mini.

  2. "ansprechend", "schmuck", "gelungen" -- hab ich etwas verpasst oder haben diese Wörter neuerdings negative Bedeutung?

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    "Opel versucht es mit Lifestyle"
    In Neusprech ist "versucht" ein Synonym für "stehts bemüht" und ist eine verklausulierte Bezeichnung für Unfähigkeit.

    • scoty
    • 20. November 2012 10:21 Uhr

    Kann es sein das Opel zuwenig " Deutsch " ist ?

    Wenn ich heute einen Wagen kaufen müßte wäre es ganz sicher ein Opel und nicht VW.

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    ... habe ich auch. Der Artikel erinnert mich etwas an manche ADAC-Tests von z.B. italienischen Autos, da wird für Wartung eine Note nahe 4.0 vergeben und als Begründung kommt nur FUD a-la "Ach der Service, und die Wartung, und der Zahnriemenwechsel, das alles muss gemacht werden und kostet Geld und macht den Punto TEUER". Komisch, wenn sie einen Audi testen, wird Zahnriemenwechsel mit keinem Wort erwähnt... die Stundensätze deren Vertragswerkstätten auch kaum.

    Das ist nicht so peinlich wie ein Opel :-)

    Opel ist einfach uncool. Auch Journalisten sind keine Götter die da drüber hinwegsehen können.

  3. "wie der VW Up unter der Marke von 10.000 Euro zu starten."
    Na was bekommt man denn für einen Up für 10.000€? Klappstühle und Holzbänke. Ausstattungsbereinigt dürfte der VW teurer sein, als der Opel.

    Ich vermisse in der Aufstellung der Konkurrenzmodelle den Citroen DS3. Aber der ist ja auch nicht so piefig, wie A1 und Up.

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    Klar, der VW up! für unter 10.000 Euro - da muss man froh sein, dass schon Reifen aufgezogen sind und der Schlüssel im Preis inbegriffen ist.

    Aber deshalb steht da ja auch: "Dafür bietet der Adam auch mehr". Gut, dass Opel diese lächerliche Preispolitik von VW (man kriegt einen fahrbaren Untersatz, alles anderes ist auf der Zubehör-Aufpreisliste) nicht mitmacht.

  4. als ansprechend oder gelungen bezeichnet( hört sich an wie nett und das ist bekanntlich der kleine Bruder von Sch...), dann möchte ich gerne mal ihre Reaktion sehen. Ich glaube da gibt es bessere Adjektive um den Adam zu beschreiben. Vielleicht habe ich aber auch zu wenig Sprachempfinden und der Autor findet das Auto super toll.

  5. Klar, der VW up! für unter 10.000 Euro - da muss man froh sein, dass schon Reifen aufgezogen sind und der Schlüssel im Preis inbegriffen ist.

    Aber deshalb steht da ja auch: "Dafür bietet der Adam auch mehr". Gut, dass Opel diese lächerliche Preispolitik von VW (man kriegt einen fahrbaren Untersatz, alles anderes ist auf der Zubehör-Aufpreisliste) nicht mitmacht.

  6. "Opel versucht es mit Lifestyle"
    In Neusprech ist "versucht" ein Synonym für "stehts bemüht" und ist eine verklausulierte Bezeichnung für Unfähigkeit.

    Antwort auf "Kritisch,,,"
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    Das Auto kommt erst nächstes Jahr auf den Markt, ob es ein Erfolg wird weiß noch niemand. Also mal abwarten.

  7. Das Auto kommt erst nächstes Jahr auf den Markt, ob es ein Erfolg wird weiß noch niemand. Also mal abwarten.

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  • Schlagworte Fiat | Opel | Volkswagen | Audi | Euro | Kia
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