Heck des Seat Leon © Hersteller

Deutlich verbessert hat sich das Fahrwerk. Der Leon fährt selbst mit den optional erhältlichen 18-Zoll-Rädern nicht mehr knochig wie früher über Bodenwellen, sondern federt gefühlvoller und weicher ab als bisher. Bis die elektronische Dämpferkontrolle verfügbar ist, kann man sich die Option der verstellbaren Fahrmodi getrost sparen. Insbesondere die Unterschiede zwischen den Programmen Normal und Sport sind einfach zu klein. Die Lenkung ist etwas zu leichtgängig und dürfte gern mehr Rückmeldung von der Fahrbahn geben.

Im Innenraum werden sich die Passagiere nicht nur am gewachsenen Platzangebot, vor allem im Fond, erfreuen, auch die guten Sitze gefallen. Die Instrumente im Cockpit sind nüchtern, aber sehenswert. Mit umfangreichen Assistenzsystemen und Voll-LED-Scheinwerfern – letztere sind eine Premiere im Kompaktsegment – macht Seat seinen Hightech-Anspruch deutlich. Nicht ganz passt dazu aber die mechanische Handbremse.

Gegen den eher biederen VW Golf macht der Leon den modischeren Eindruck. Und auch beim Preis überzeugt der Spanier. Das Basismodell mit einem 86 PS starken Vierzylinder-Turbobenziner kostet 15.390 Euro und damit 200 Euro weniger als der Vorgänger. Zum Vergleich: Für den Golf VII mit vier Türen beginnen die Preise bei 17.875 Euro.

Der günstigste Leon mit Dieselantrieb ist für 18.350 Euro zu bekommen, der Leon 1.6 TDI mit 105 PS kostet mindestens 20.790 Euro. In der besseren Ausstattung Style kostet er inklusive Doppelkupplungsgetriebe 24.090 Euro – das ist dann allerdings kein günstiges Vergnügen mehr.