Citroën C3 © Hersteller

Kleiner, leichter, verbrauchsärmer: Vor allem in Kleinwagen lohnt sich das Downsizing der Motoren. Im französischen PSA-Konzern machte Peugeots VW-Polo-Konkurrent 208 den Anfang, jetzt ist auch der C3 der Schwestermarke Citroën mit einem Dreizylinder-Aggregat zu haben.

Citroën hat ab sofort die beiden kleineren Motoren VTi 68 und VTi 82 mit jeweils nur drei Brennkammern im Motorenportfolio – die Zahlen stehen jeweils für die PS-Leistung. Der schwächere der beiden liegt mit einem Hubraum von 999 Kubikzentimetern knapp unter der Ein-Liter-Marke. Die zwei Triebwerke werfen den bisherigen 60 PS starken 1,1-Liter-Benziner und die beiden 1,4-Liter-Aggregate mit 73 und 95 PS aus dem Programm. Für die Dreizylinder-Motoren hat PSA im Motorenwerk Trémery bei Metz eine komplett neue Produktion aufgebaut.

Die neuen Motoren sollen deutlich leichter und sauberer sein und weniger Sprit benötigen, verspricht Citroën. Je nach Modell und Bereifung liegt der Verbrauch im europäischen Fahrzyklus NEFZ zwischen 4,3 und 4,6 Litern pro 100 Kilometer. Das wären rund 1,5 Liter weniger als der DIN-Verbrauch der bisherigen Motoren.

Ein Fünftel an Gewicht gespart

Es ist nicht nur der Verzicht auf einen Zylinder, der für den gebremsten Durst verantwortlich ist. Daneben haben die Citroën-Ingenieure die Triebwerke in einer ganzen Reihe weiterer Punkte optimiert: Insgesamt seien auf die neue Motorengeneration 52 Patente angemeldet worden, berichtet der Autohersteller stolz.

Ein Teil des Minderverbrauchs kommt allein schon durch die Verringerung der Masse. Was nicht mitgeschleppt wird, muss auch nicht mit dem Einsatz von teurem Benzin beschleunigt werden. Gegenüber den Vierzylindern sind die Dreizylinder gut 20 Prozent leichter. Sie fallen um zehn Zentimeter schmaler und um sieben Zentimeter niedriger aus als ihre Vorgänger.

Ein Beispiel für die kompakte Konstruktion: Der Abgaskrümmer ist direkt mit dem Zylinderkopf verbunden. Daneben sind in der Motorenfamilie, die von Citroën "PureTech" getauft wurde, die mechanischen Reibungen deutlich gesenkt sowie Verbrennung und Thermomanagement optimiert worden.

Doch wie fährt sich der C3 mit lediglich noch drei Zylindern? Die Antwort fällt klar aus: nicht schlechter als die bisherigen Vierzylinder. Die Vibrationen hat Citroën gut in den Griff bekommen, der C3 läuft etwa mit dem VTi 82 genauso rund wie mit dem bisherigen 95-PS-Vierzylinder. Auch beim Anlassen schüttelt sich der Dreizylinder nicht übermäßig.

Die Schaltung nervt

Der neue Motor holt aus den 1,2 Litern Hubraum 60 kW (82 PS) und liegt damit ziemlich genau in der Mitte des Leistungsspektrums der beiden Motoren, die er ersetzt. Das maximale Drehmoment von 118 Nm liegt ab 2.750 Umdrehungen pro Minute an. Das bringt den gut 1,1 Tonnen schweren C3 binnen 12,3 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h. Bei 174 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Auch mit diesen Werten liegt der VTi 82 mitten zwischen dem bisherigen C3 1.4 mit dem 73-PS-Motor und dem C3 VTi 95.

Im Stadtverkehr kommt man mit diesen Beschleunigungswerten bestens klar, solange man schaltfreudig unterwegs ist. Leider nervt die hakelige Fünfgang-Handschaltung dabei etwas. Ansonsten bringt der C3 die bekannten Vor- und Nachteile der Modellreihe mit. Auf der Plus-Seite stehen ein gutes Raumangebot – zumindest vorne, eine tolle Aussicht mit der nach hinten verlängerten Frontscheibe, ordentliche Verarbeitung, eine einfache Bedienung, bequeme Sitze und ein sicheres, handliches Fahrverhalten. Negativ fällt neben der Schaltung die teils ruppige Federung auf.

Auch beim Preis orientieren sich die beiden neuen Motorisierungen an ihren Vorgängern. Der VTi 68 ist mit einem Einstandspreis von 12.950 Euro der preiswerteste C3 und liegt gerade mal 150 Euro über seinem acht PS schwächeren Vorgänger.

Den VTi 82 gibt es ab 15.350 Euro. Dafür bekommt der Käufer den C3 aber auch schon mit einigen Annehmlichkeiten. Zur Ausstattung gehören Tempomat, Nebelscheinwerfer, eine manuelle Klimaanlage, Bordcomputer, eine fernsteuerbare Zentralentriegelung und ein Radio mit Lenkradfernbedienung. Bei so manch eh schon teurerem Konkurrenten ist das nur gegen Aufpreis zu bekommen.