Ein Wahrzeichen des Brutalismus wird abgerissen

Noch ist der 1969 erbaute Busbahnhof in Preston in Betrieb. Sein Abriss ist nun beschlossene Sache. | © Christopher Furlong/Getty Images
Der Busbahnhof in Preston, Lancashire gilt als herausragendes Beispiel des Brutalismus – ein Architekturstil, der in den fünfziger und sechziger Jahren seine Blütezeit hatte. Es handelt sich in erster Linie um Gebäude aus Beton, die heute von Bewohnern häufig als Schandfleck empfunden werden. Anders in Preston: Dort haben sich viele Bürger dafür eingesetzt, den historischen Busbahnhof – einst der größte der Welt – zu erhalten. Doch die Stadt hat den Abriss nun genehmigt.
- Datum 18.12.2012 - 16:31 Uhr
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Wenn man sich die Bilder anschaut, scheint der Niedergang -- wie so oft -- mit mangelnder Pflege des Gebäudes begonnen zu haben.
Brutalismus ist zwar absichtsvoll brutal häßlich, aber den letzten Sargnagel liefert die Hausverwaltung, die Vandalismus, Verdreckung, Verschleiß und Bauschäden nicht behebt.
Das scheint mir geradezu das typische Schicksal moderner Architektur zu sein -- merkwürdig eigentlich, denn Pflege sollte immer billiger kommen als alle paar Jahrzehnte ein Neubau.
Ich bin kein Experte, aber kann es nicht sein, daß Beton von damals einfach nicht so haltbar ist wie heutiger? Wobei man von dem ja auch nicht weiß, wie gut er altert und wie lange er sich hält. Bei Naturstein und Ziegeln hat man in der Hinsicht natürlich Jahrtausende der Erfahrung.
Ich finde auch, man macht es sich mit dem Abriss bestimmter Bauten einfach zu leicht. Reißt man all das ab, was einem heute nicht gefällt und baut man ständig neu, bleibt irgendwann die Frage, welchen Baustil hatten die denn in den und dem Jahrzehnt eigentlich gehabt?
Finde ich die Hafen-City in Hamburg architektonisch schön? Wohl eher nicht, aber irgendwie ist sie ja für sich genommen auch wieder interessant.
Auf den Bildern wirkt dieser Busbahnhof zwar nicht schön, aber uninteressant finde ich ihn nicht. Was ist denn die Alternative? Viel Glas, wenig Beton? Haben wir derzeit im Überflusss. Was, wenn uns viel Glas und wenig Beton in ein paar Jahren nicht mehr gefällt?
Statt in den ständigen Abriss und Neubau zu investieren, sollte man sich mehr mit dem Erhalt beschäftigen. Das schont bekanntlich Ressourcen. Aber daran verdient wohl keine Baufirma.
Wird durch die Form der Architektur ja erst in gehörigem Maße gefördert. Die Art der Architektur verleitet dazu sie verkommen zu lassen, u.a. weil Kontrolle hier kaum möglich ist... Diese Gebäude sind abgehobene Kopfgeburten, ohne an die Bedürfnisse der Menschen zu denken.
Ich bin kein Experte, aber kann es nicht sein, daß Beton von damals einfach nicht so haltbar ist wie heutiger? Wobei man von dem ja auch nicht weiß, wie gut er altert und wie lange er sich hält. Bei Naturstein und Ziegeln hat man in der Hinsicht natürlich Jahrtausende der Erfahrung.
Ich finde auch, man macht es sich mit dem Abriss bestimmter Bauten einfach zu leicht. Reißt man all das ab, was einem heute nicht gefällt und baut man ständig neu, bleibt irgendwann die Frage, welchen Baustil hatten die denn in den und dem Jahrzehnt eigentlich gehabt?
Finde ich die Hafen-City in Hamburg architektonisch schön? Wohl eher nicht, aber irgendwie ist sie ja für sich genommen auch wieder interessant.
Auf den Bildern wirkt dieser Busbahnhof zwar nicht schön, aber uninteressant finde ich ihn nicht. Was ist denn die Alternative? Viel Glas, wenig Beton? Haben wir derzeit im Überflusss. Was, wenn uns viel Glas und wenig Beton in ein paar Jahren nicht mehr gefällt?
Statt in den ständigen Abriss und Neubau zu investieren, sollte man sich mehr mit dem Erhalt beschäftigen. Das schont bekanntlich Ressourcen. Aber daran verdient wohl keine Baufirma.
Wird durch die Form der Architektur ja erst in gehörigem Maße gefördert. Die Art der Architektur verleitet dazu sie verkommen zu lassen, u.a. weil Kontrolle hier kaum möglich ist... Diese Gebäude sind abgehobene Kopfgeburten, ohne an die Bedürfnisse der Menschen zu denken.
Es sollte nicht abgerissen werden.
Ich denke nicht, dass die moderne Architektur das pflegen und erhalten eines Gebäudes tatsächlich berücksichtigt. Für die Nachkriegs-Architekten kann noch bedacht werden, dass schnell Infrastruktur geschaffen werden musste.
Aber was in den letzten Jahren und Jahrzehnten geschaffen wurde, hatte eine langfristige Nutzung sicher nicht im Sinn.
Ich bin kein Experte, aber kann es nicht sein, daß Beton von damals einfach nicht so haltbar ist wie heutiger? Wobei man von dem ja auch nicht weiß, wie gut er altert und wie lange er sich hält. Bei Naturstein und Ziegeln hat man in der Hinsicht natürlich Jahrtausende der Erfahrung.
In Ihrem Artikel ist ein kleiner Zahlen- bzw. Währungsdreher unterlaufen. Die Kosten für die Renovierung müssen sich wohl auf rund 19 Mio. PFUND und 21 Mio. EURO belaufen, statt umgekehrt.
Danke für die schöne Bildstrecke!
Ich habe schon viel unschönes an Bauwerken gesehen, aber dieser "Bahnhof" ist wohl das häßlichste was ich bisher gesehen habe. Der Abriss ist eine gute Entscheidung.
Die Ueberschrift steuert die Reaktionen. Allein die Park-Decks, lang aber filligran leicht, nicht massig mit Schlitzen wie eine Ruestung. Sowas sollte erhalten werden
Ich finde auch, man macht es sich mit dem Abriss bestimmter Bauten einfach zu leicht. Reißt man all das ab, was einem heute nicht gefällt und baut man ständig neu, bleibt irgendwann die Frage, welchen Baustil hatten die denn in den und dem Jahrzehnt eigentlich gehabt?
Finde ich die Hafen-City in Hamburg architektonisch schön? Wohl eher nicht, aber irgendwie ist sie ja für sich genommen auch wieder interessant.
Auf den Bildern wirkt dieser Busbahnhof zwar nicht schön, aber uninteressant finde ich ihn nicht. Was ist denn die Alternative? Viel Glas, wenig Beton? Haben wir derzeit im Überflusss. Was, wenn uns viel Glas und wenig Beton in ein paar Jahren nicht mehr gefällt?
Statt in den ständigen Abriss und Neubau zu investieren, sollte man sich mehr mit dem Erhalt beschäftigen. Das schont bekanntlich Ressourcen. Aber daran verdient wohl keine Baufirma.
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