Kompaktklasse : Wie sich die Golf-Rivalen schlagen

Der VW Golf ist im Kompakt-Segment seit Jahren das Maß aller Dinge. Die Konkurrenz erreichte nie die Absatzzahlen des Klassenprimus. Dabei könnte sie durchaus mithalten.

Am 10. November 2012 standen die ersten Modelle des neuen Golf in den Autohäusern. Dass die siebte Generation des bisher 29 Millionen Mal verkauften Kompaktklasse-Fahrzeugs wieder ein Erfolg wird, war schon vorher sicher: Mehr als 40.000 Vorbestellungen aus ganz Europa lagen laut Volkswagen zur Markteinführung vor.

Seit Jahren bemüht sich die Konkurrenz, den Klassenprimus vom Thron zu stoßen. Bislang ohne Erfolg. Toyota etwa will vom neuen Kompaktmodell Auris in Deutschland pro Jahr rund 15.000 Stück verkaufen. Zum Vergleich: In diesem Jahr wurden bis Ende November hierzulande 230.036 Golf beziehungsweise Jetta neu zugelassen. Die neue Auris-Generation ist aber durchaus ein würdiger Golf-Wettbewerber geworden. Hatte das Design bisher eher den Charme des Gelsenkirchener Barocks, ist es jetzt frischer und sportlicher. Das gilt auch für das Interieur und die Fahrdynamik.

Beim Opel Astra ist das Design ebenfalls ansprechend. Vor allem beim Coupé stimmt der Auftritt. Doch auch technisch versuchen die Rüsselsheimer, am Golf dran zu bleiben: Unter anderem sind eine Verkehrszeichenerkennung, ein Spurhalteassistent, Abstandsanzeige und Frontkollisionswarner sowie ein Totwinkel-Warner bestellbar. Der Grundpreis ist ebenso eine klare Kampfansage. Mit 14.990 Euro ist der Astra 1.000 Euro günstiger als der Golf. Um an die goldenen Zeiten anzuknüpfen, als der Opel Kadett sich mit dem Golf um die Kompaktklassen-Krone stritt, müsste der Astra aber modernere Motoren bekommen.

Kompakt und edel: 1er und A3

Gegen die Frontantriebe von Golf, Auris und Astra setzt BMW den Antrieb der Hinterachse. Der heckangetriebene Einser ist zudem inzwischen auch für Fahrer interessant, die ein kommoderes Fahrgefühl wünschen, denn das Fahrwerk ist mittlerweile weniger straff. Der Radstand ist um drei Zentimeter gewachsen – die Kniescheiben der Insassen auf der Rückbank leiden deutlich weniger als zuvor.

Im Preis von mindestens 21.900 Euro für einen dreitürigen 114i mit 102 PS ist der Premiumaufschlag schon enthalten – das macht den Kampf um die Kompaktklassen-Krone nicht leicht. Der 1er-BMW fällt mir 52.709 Zulassungen in Deutschland bis Ende November noch hinter den Astra (63.569) zurück.

Der echte Gegner des 1ers kommt aber aus Ingolstadt . Mit 43.731 verkauften A3 hat Audi in diesem Jahr noch das Nachsehen. Allerdings ist das neue Modell erst im August auf den Markt gekommen. Wenn im Februar 2013 der fünftürige A3 Sportback dazu kommt, dürfte das Rennen deutlich enger werden. Schließlich entscheiden sich zwei Drittel der Käufer für diese Kombi-Version. Punkten kann der kompakte Audi mit einem Innenraum, der einen hochwertigeren Eindruck macht als der des BMW. Die Qualität lässt sich Audi mit 22.500 Euro für den A3 mit Basisbenziner (122 PS) gut bezahlen.

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Peugeot und Mercedes

Ich rede bei Peugeot von Zeiten vor 1970. Für französiche verhältnisse sehr dauerhafte Autos, z.B. 404
Technik von Citroen: Hydropneumatische Federung, sehr drehmomentstarke Diesel mit Aufladung, sehr aerodynamisch gefürmte Karosserien. Zugegeben: Die Qualität von Citroen war teilweise unterirdisch. Insgesamt kommen franz. Autos nicht an den deutschen Qualitätsstandard heran!