Handlungsbedarf im Sinne von ADAC und BVS sieht man auch in der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt nicht. Es gebe derzeit keine Notwendigkeit, sich für die Fahrer großer Autos stark zu machen, ist aus der Behörde zu hören. Bei der Forderung gehe es auch nicht um Bestandsflächen, sondern um künftige Bauvorhaben – doch eine Ausweitung des Parkplatzangebots sei ohnehin nicht geplant.

Eine ähnliche Ansicht vertritt die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen . "Bei der Planung von Stellflächen können wir nicht nur die aktuelle Situation betrachten, sondern müssen die Entwicklung der nächsten Jahre berücksichtigen", sagt Maik Grimmeck vom NRW-Bauministerium in Düsseldorf . "Autos wie der Smart zeigen doch auch eine Gegenbewegung an." Mittelfristig werde es eine Trendwende geben, "weg von den Spritfressern und hin zu kleinen, sparsamen Citycars".

Parkhausbetreibern sei es ohnehin freigestellt, Stellflächen mit großzügigeren Abmessungen zu schaffen, fügt Grimmeck hinzu. "Eine Möglichkeit wäre, spezielle SUV-Etagen mit extragroßen Stellflächen anzubieten. Für diese Plätze müssten Kunden dann eben entsprechend mehr bezahlen."

Das vom ADAC aufgezeigte Problem der zu dicht gesetzten Pfeiler wird sich in vielen Parkhäusern allerdings kaum beseitigen lassen. Die Statik fordert diese Stützen. Hier bietet die Autoindustrie jedoch diverse Hilfsmittel an – von der Rückfahrkamera bis zum selbstständigen Einparkassistenten.