Änderungen 2013 : Das kommt im neuen Jahr auf Autofahrer zu
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Höhere Bußgelder, neue Umweltzonen

Außerdem müssen Autofahrer im nächsten Jahr mit höheren Bußgeldern rechnen. Dass das Falschparken in den Städten bald spürbar teurer wird, hat sich schon herumgesprochen. Die Verwarnungsgelder steigen um jeweils fünf Euro: Wer die erlaubte Parkdauer um bis zu 30 Minuten überschreitet, muss künftig zehn statt bisher fünf Euro bezahlen; wer mehr als drei Stunden falsch parkt, erhält ein Knöllchen über 30 Euro. Die höheren Verwarngelder sollen Anfang April in Kraft treten.

Auch andere Verstöße sollen dann härter sanktioniert werden. Das Telefonieren mit dem Handy am Steuer ohne Freisprecheinrichtung soll künftig 70 statt 40 Euro kosten. Die Strafe für das Befahren einer Umweltzone ohne Plakette wird von 40 auf 80 Euro verdoppelt.

"Stinker" im Südwesten in allen Umweltzonen unerwünscht

Apropos Umweltzone: Einige Kommunen verschärfen dafür im nächsten Jahr die Regeln. In Magdeburg , Halle an der Saale , Heilbronn , Karlsruhe , Augsburg , Mannheim und Heidelberg gilt schon vom 1. Januar 2013 an ein Einfahrverbot für Fahrzeuge ohne grüne Plakette. Zum gleichen Zeitpunkt lassen Köln , Dortmund , Essen und einige andere Städte des Ruhrgebiets keine Autos mit roter Plakette mehr in ihre Umweltzone.

Einige Städte führen Umweltzonen neu ein, darunter Mönchengladbach und Remscheid (ab 1.1.2013) sowie Mainz und Wiesbaden (ab 1.2.2013). In Baden-Württemberg werden zum Jahreswechsel in Ludwigsburg und Umgebung Umweltzonen zusammengefasst und neue Ortschaften darin integriert. Alle bestehenden Umweltzonen im Südwesten sind ab Januar nur noch mit grüner Plakette zu befahren. Diese strengste Stufe gilt in Stuttgart schon seit fast einem Jahr.

Welche Plakette ein Fahrzeug erhält, hängt von dessen Schadstoffemissionen ab. Für bestimmte Fahrzeuge wie etwa Oldtimer mit H-Kennzeichen gilt die Regelung nicht.

Eine Übersicht über alle deutsche Umweltzonen und deren Einfahrbestimmungen gibt das Umweltbundesamt . Die Umweltzonen wurden von 2008 an eingeführt, weil in vielen Städten seit Jahren Feinstaubobergrenzen häufig überschritten werden. Die Umweltzonen sind aber umstritten.

Kommentare

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Immer wieder lustig zu sehen

...wie jemand als Raser stilisiert wird, wenn er sich für das Rechtsfahrgebot ausspricht. Dann wird eine belehrende Vernunftsrede gehalten, die auf diesen vagen Vermutungen ihre weisen Schlüsse zieht.

Ich zitiere:
"Das ist keine Rechtfertigung für Drängler und Rechtsüberholer!"

Damit verpufft Ihre o.a. Wunschvermutung und auch die Notwendigkeit Ihres belehrenden Post. Aber auch darum geht's ja im deutschen Straßenverkehr: "Ich habe Recht und Du hast Dich anzupassen".

Jajaja....

Alle anderen, die schneller fahren (wollen) sind Raser...
Dummerweise wissen viele Fahrzeuglenker nichts von
gef. Eingriff im Straßenverkehr usw. (z.B. Autobahneinfahrt -> Beschleunigungsspur -> direkt auf die linke oder mittlere Spur weil 500 Meter weiter vorne ein LKW fährt... Oder mit 80-90km/h ohne nach hinten zu blicken auf die linke Spur ziehen - warum auch, die sollen doch bremsen oder langsamer fahren...)

Zitat: "Das Rechtsfahrgebot gilt übrigens nur ausserhalb geschlossener Ortschaften."

Das trifft bei Autobahnen auch immer zu!

Ich fahre auch gerne schnell

aber eben nur dort, wo es sicher ist. Wenn die rechte Spur voll ist, komme ich einfach nicht auf die Idee, dass ich unbeschwert mit Tempo 180 auf der Linken überholen kann. Ich gehe einfach davon aus, dass jemand ausschert. Ob er mich übersieht oder es mit Absicht tut, ist mir ziemlich egal. Ich fahr halt so, dass ich problemlos bremsen kann. Wo liegt das Problem?

Die Probleme sind teilweise sehr schwer...

zu erkennen. Auch wenn man so fährt, das man von der Überforderung, dem Unvermögen, der Dummheit und teilweise Bosheit anderer Verkehrsteilnehmer rechnet - es ist nicht immer leicht (ansonsten wäre ich schon tot, da ich 60-80000 km p.a. im KFZ verbringe). Ich rechne pausenlos mit oben genannten. Auch wenn ein LKW Überholverbot ausgeschildert ist, ich bin mir sicher, das mindestens ein LKW Fahrer sich nicht daran hält. (Man kann es ja, zumindest bei den LKW Fahrern teilweise schon im Vorfeld erkennen bzw. bei mehreren LKW's in Reihe bin ich sowieso schon unter 160km/h unterwegs...). Trotz alledem schaffen es immer noch genügend, nennen wir sie einmal netterweise "Träumer", mich zu schneiden und gefährlich auszubremsen oder kilometerlang vor mir und den hinter mir (oder vor mir) fahrenden die linke Spur mit 100km/h zu blockieren. Zum "problemlos bremsen" - AB Einfahrt, PKW zieht mit 80-100 km/h direkt von der Beschleunigungsspur auf die linke Spur & sie fahren auf selbiger 160-200 km/h (was nicht die Mördergeschwindigkeit in der BRD ist...) - viel Spaß beim Bremsen... Es geht schon, und zwar sehr brachial - nur wäre es vollkommen unnötig! Aber vorauschauendes Fahren & soziales Verhalten ist schon lange keine Normalität aus dt. Straßen. Im Gegenteil, viele versuchen dort für ihr verkorkstes Leben ein Ventil zu finden...

wie langsam den noch?

Letztes Jahr bin ich einige Monate nach Kiel gependelt. Mein Auto lasst sich nur bis ca. 130 km/h fahren, ohne dass ich das Gefühl habe, einen Gehörschutz zu benötigen. Daher fahre ich auf Autobahnen meisten zwischen 120 und 130 - je nach Verkehrsaufkommen.

Wenn dann einer keine 50 Meter vor mir mit 100 oder weniger hinter einem LKW rauszieht, ohne zu blinken, ist das für mich schon nicht ungefährlich und dazu noch ein erhebliches Ärgernis. Insbesondere, weil hinter mir in der Regel keiner mehr fährt. Der Fahrer des anderen Wagens hätte also nur zehn Sekunden warten müssen mit dem Überholen. Aber das ist für jemanden der auf der Autobahn kaum schneller fährt als ein LKW vermutlich eine Zumutung. Anders kann ich mir dieses Verhalten nicht erklären. Und das passierte mir pro Strecke jedes mal mindestens einmal.

Schöne Grüße von einem, Nicht-Raser.

Ohne zu blinken ist das eine

Aber viel übler ist das Verhalten von linksfahrenden Ungeduldigen, die jedes Loch zufahren. Und als typischer 120kmh-Fahrer muß ich mich fast täglich über den geballten Schwachsinn hinter dem Steuer aufregen.

Typische Situation: man fährt nach und nach auf einen LKW zu, hinter mir ein notorischer Linksfahrer mit 130kmh, fährt an mir vorbei und schleicht jetzt langsam am LKW vorbei. Ich würde mich gerne dahinter klemmen und auch diesen Laster überholen, aber nein, dahinten kommt ein Depp und fährt das Loch zu. Teilweise sogar mutwillig, der fuhr davor vielleicht 135 und könnte einfach kurz vom Gas gehen und mich reinlassen.

Stattdessen hat der Depp jetzt kurz beschleunigt und muß fünf Sekunden später dann doch bremsen (weil der andere noch nicht überholt hat, was abzusehen war). Und ich bin der angeschmierte, der dadurch aktiv auf 90kmh bremsen mußte und jetzt wieder die 30kmh Differenz irgendwie aufbringen soll.

Insofern habe ich etwas Verständnis für die "unerwartet rausziehenden". So manche Raser können sich aber niemals vorstellen, daß der Überraschungseffekt zum Teil durch ihre eigene nicht vorausschauende Fahrweise entsteht.

Sehr schön gesagt, Monaco Franze

"Aber vorauschauendes Fahren & soziales Verhalten ist schon lange keine Normalität aus dt. Straßen. Im Gegenteil, viele versuchen dort für ihr verkorkstes Leben ein Ventil zu finden..."

Nur hab ich den Eindruck, dass dieses Ventil in der überwiegenden Zahl der Fälle recht teuer ist, viele PS hat und sehr schnell und wenig rücksichtsvoll über die Autobahn bewegt wird.

Falsche Antwort ...

So wie der mit 160 oder 180 Fahrende erklären können muss, ob und wie er die StVO §1, Satz 1 und 2, eingehalten hat, muss auch der die Spur Wechselnde diese Erklärung abgeben können. Nicht immer ist der vorweg Fahrende das Unschuldslamm und der hinterher Fahrende der Verbrecher.
Wie hat man früher so schön gefragt: Was ist der Unterschied zwischen einer Klapperschlange und einer Autoschlange? Bei der Klapperschlange ist das A...loch hinten!

Sie widerlegen sich selbst?!

Ihr amerikanischer Traum ist doch völlig falsch dargestellt... "Ansonsten rollen die alle mit ihren Tempo 120 - konstant!"
Oder fahren da alle LKWs 120 km/h?
Wenn wir denn dann 120 auf allen Spuren hätten wird auf der rechten immernoch nur 90 gefahren, weil LKWs hier nicht schneller dürfen. Und in der Mitte sind es dann immernoch ~100, weil irgendein Elefant da gerade einen anderen Brummi überholt.
Einzig auf der linken Spur wären der Unterschied deutlich spürbar.
Und da muss ich sagen: "Die meiste Zeit kann man eh nicht schneller als 120 fahren" ist ein total beliebtes Argument, also muss da auch was dran sein. Und dann brauchen wir kein Tempolimit. Wenn ich dann doch mal nachts unterwegs bin und die Straße frei kann ich schnell fahren und tagsüber (ihr O-Ton 6:00-22:00 Uhr) ändert sich nichts.

"je größer der Geschwindigkeitsunterschied der Fahrzeuge, desto niedriger die Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit"

Das ist nicht richtig. Der Energieverbrauch durch häufiges Bremsen und Beschleunigen ist gegenüber vielen Fahrzeugen mit gleicher Geschwindigkeit deutlich höher, aber langsamer ist man sicher nicht unterwegs.

Tempo-Untergrenze und Überholverbot

Viel wichtiger als ein Tempolimit wäre eine Tempo-Untergrenze beim Überholen auf der linken Spur und ein ausgedehntes Überholverbot für LKW im Schneckentempo. Damit ließe sich der Verkehr auf vielbefahrenen Autobahnen auch im Durchschnitt beschleunigen. LKWs und Schnarchnasen rechts, der Rest in vernünftigem Tempo links.

Aber das ist ja nicht politisch korrekt in unserem Öko-Sauberland.

Schon oft in den USA...

gefahren. In und um LA z.B. donnern einem von allen Seiten Autos um die Ohren. Da wird von und auf jeder Spur überholt... Und das auch mit mehr als 60-70 Meilen. Wenn man dort schneller fahren dürfte würde es ziemlich sicher am laufenden Band krachen. Das einzige, um was ich die Amerikaner im Straßenverkehr beneide sind die sehr gepflogenen Sitten gegenüber Fußgänger (allerdings nicht in Großstädten a la NYC, Chicago etc.)

Tempolimit aus spieltheoretischer Sicht

fahren da alle LKWs 120 km/h?
Selbstverständlich nicht. Allerdings habe ich dort nie annähernd LKW-Bandwürmer gesehen, wie z.B. hier auf unserer A61.

Zum Elefantenrennen: eine konsequente Ahndung von StVO §5.2 würde schon abhelfen. Oder ein explizites Verbot von LKW-Überholungen (außer an dafür ausgezeichneten, geeigneten Abschnitten).

"Die meiste Zeit kann man eh nicht schneller als 120 fahren" ist ein total beliebtes Argument, also muss da auch was dran sein. Und dann brauchen wir kein Tempolimit.
Die Begrenzung der Beitragslängen verhindert regelmässig komplexere Vorschläge auszuführen, z.B. eben eine solche Regelung zeitabhängig zu gestalten (wie ich es an anderer Stelle bei ZEIT schonmal geschrieben habe).

"je größer der Geschwindigkeitsunterschied der Fahrzeuge, desto niedriger die Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit"
Das ist nicht richtig. Der Energieverbrauch durch häufiges Bremsen und Beschleunigen ist gegenüber vielen Fahrzeugen mit gleicher Geschwindigkeit deutlich höher, aber langsamer ist man sicher nicht unterwegs.

Sie haben mich falsch verstanden. Nicht die Durchschnittsgeschwindigkeit des Einzelnen ist höher - aber die über alle Fahrzeuge gemittelte Geschwindigkeit.

Was der einzelne Raser sich herausnimmt, zahlen alle anderen Verkehrsteilnehmer durch noch weniger Tempo.

Wenn Sie so wollen forder ich ein wenig "Kommunismus auf der Autobahn".

Ich weiß, das ist unpopulär, solange es nicht um die Rettung der Investments geht ...

Immer diese geforderten Regulierungen

"Hierzulande" lehnt man sich gern zurück und fordert, dabei hat man die Fahrschulzeit gern vergessen.

Ich bewege auf der BAB auch ein Auto jenseits der 200 PS-Marke, aber oft mit 140 oder 160km/h per Tempomat. Wenn ich gezwungen bin, links zu fahren und von hinten jemand aufschließt, kann ich aber auch mal die volle Leistung abrufen. Das Verständnis haben nicht viele. Da wird stur weiter rumgeeiert, blockiert und somit provoziert. Dabei sollten wir alle in der Fahrschule gelernt haben, einen Überholvorgang zügig abzuschließen.

Über die Einhaltung des Sicherheitsabstandes müssen wir nicht diskutieren, das versteht sich von selbst. Und wer die linke Spur als gefährlich ansieht, muss eben seine Geschwindigkeit der rechten Spur anpassen.

Vergleich stimmt nicht ganz

Es stimmt zwar, dass in den USA ein konstantes Limit von 60-70mp/h gilt, aber zum Vergleich sind dort die Free- und Highways aufgrund der weitaus größeren Landfläche wesentlich breiter. Sehr viele Autobahnen (zumindest dort wo ich war) sind dreispurig und selbst wenn nicht, sind die zweispurigen so breit wie in Dtld die dreispurigen. Weshalb man nicht so dicht gequetscht wie hier ist, wo z.T. die Fahrspur gefühlt nur 10cm breiter ist als das Auto selbst. Außerdem darf in den USA sowohl rechts als auch links überholt werden. D.h. wenn ein Brummi meint er müsse in der Mitte fahren, kann man den auch gerne mal rechts überholen (wobei die Trucks dort gar nicht mal so langsam unterwegs waren, die hatten oftmals mehr drauf als die 90 km/h der LKW hier...). Durch dieses rechts- und links Überholen entspannt sich die Verkehrslage auch und wird nicht wie auf der dt. Autobahn immer weiter nach links geschoben, wo man dann gerne mal das Bild findet: rechts LKW mit 90 km/h wird überholt von LKW mit 95 km/h, wird überholt von Kleinwagen mit 110 km/h, auf einer Strecke wo mind. 130 erlaubt wären oder die sogar offen ist, was dann einen riesen Rückstau auf allen drei Spuren nach sich zieht.
Und auch das Argumnet mit 2200-0600 zieht nicht ganz. Ich fahre immer wieder auf der A65 ein Stück das offen ist, da kann man auch um 1600 gut und gerne seine 140km/h-150km/h fahren und nachts um 0100 oder 0200 wenn dann wirklich gar nmd mehr auf der Straße ist die 200km/h.