Citroën DS5Hartes Fahrwerk unter stylisher Hülle
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Leiser Dieselmotor

Die Heckklappe öffnet per Knopfdruck, schwingt aber nicht automatisch auf. Das ist ärgerlich, weil es auch keinen Griff gibt, um sie aufzuziehen – man muss schon ans Blech ran. Die Klappe schwingt etwas höher als 1,8 Meter: Größere Menschen geraten in Gefahr, sich daran den Kopf zu stoßen. Zumindest lässt sich der Kofferraum leicht beladen.

Allzu viel Platz bietet der DS5 im Gepäckraum jedoch nicht. Er fasst 468 Liter, bei einem Stufenheck-Passat sind es mit 565 Litern deutlich mehr. Wer im DS5 mehr Stauraum braucht, kann die asymmetrisch geteilte Rückbank ohne allzu großen Kraftaufwand umklappen und bekommt so bis zu 1.288 Liter Ladevolumen. Allerdings ist die Ladefläche an den geklappten Lehnen nicht ganz eben. Immerhin ist die mögliche Zuladung mit 480 Kilogramm ganz ordentlich.

Der Dieselmotor, ein alter Bekannter aus dem Regal des PSA-Konzerns, verfügt über eine Leistung von 120 kW (163 PS) und ein maximales Drehmoment von 340 Nm. Damit bietet der 1,7 Tonnen schwere DS5 ordentliche Fahrleistungen. In 8,8 Sekunden bringt der Motor das Fahrzeug aus dem Stand auf Tempo 100, bei 215 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht. Vibrationen oder das nervige, für Dieselmotoren häufig bemerkbare Nageln sind allenfalls kurze Zeit nach dem Kaltstart zu merken. Von dem Selbstzünder ist innen wenig zu hören. Erst deutlich jenseits der 140 km/h wird es lauter.

Straff gefedert

Das handgeschaltete Sechsgang-Getriebe mit seinen kurzen Schaltwegen passt gut zum Motor. Es ist präzise geführt und zeigt über eine Schaltpunktanzeige im Tacho an, wann der nächste Gang fällig wäre. Offiziell gibt Citroën für den DS5 HDi 165 einen Normverbrauch von 4,9 Litern Diesel pro 100 Kilometern an, im Praxistest lag er gerade mal einen guten halben Liter darüber.

Die Federung ist für einen Citroën DS erstaunlich straff. Nicht so, dass es stört oder den Wagen ruppig werden lässt – man vermisst nur das einstige DS-Gefühl, in einer Sänfte zu schweben. Der Geradeauslauf ist präzise, Antriebskräfte an den Vorderrädern sind kaum spürbar. Die Traktionskontrolle hilft zur Not auf wenig griffiger Fahrbahn mit. Das Fahrverhalten ist durchweg sehr sicher ausgelegt: Die Assistenzsysteme greifen zuverlässig und bereits relativ früh ein. Die Lenkung reagiert präzise, dürfte aber etwas direkter sein.

Mit dem DS5 haben die Franzosen einen weiteren extravaganten Ableger eines normalen Citroën-Modells entwickelt, in diesem Fall des C5. Die Limousine gesellt sich zu den kleineren Modellen DS3 und DS4. Günstig ist es allerdings nicht gerade, sich in der Mittelklasse mit dem DS5 aus der Masse herauszuheben. Die getestete Variante HDi 165 kostet mindestens 31.090 Euro, hat dann aber schon eine sehr ordentliche Serienausstattung. Als DS5 HDi 165 SportChic – also mit kompletter Ausstattung – sind 37.790 Euro fällig.

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Leserkommentare
  1. So ist der Innenraum durchaus sehr gelungen:

    http://www.citroen.de/cit...

    Auch der Preis ist bei der Motorisierung durchaus angemessen. Im Design hat Citroen aufgeholt und ist etwas mainstreamartiger geworden, was der Marke gut bekommt. Das "egozentrische französische Designausleben" wurde zurückgefahren.

    Schade ist allerdings, dass CITROEN seine "Wurzeln" der hochtechnischen weichen Kompfortfederung einfach über Bord wirft und das (nach)macht, was vornehmlich deutsche Hersteller praktizieren: ein hartes Fahrwerk. Hier hätte es sich gelohnt in der Sonderausstattungsliste dem Kunden die Option eines Kompfortfahrwerkes zu bieten. Hier kann CITROEN auch historisch auf seine Wurzeln verweisen, was durchaus positiv besetzt werden könnte. Verstellbare Fahrwerksysteme mit Wunschkennlinien (Sport - Kompfort) sind heute durchaus Stand der Technik. Es muss somit nicht immer nur "hartes Fahrwerk" sein - Jeder wie sie/er mag.

    CITROEN kann auch traditionell sehr weiche Fahrwerke - aber das mag CITROEN heute vielleicht nicht mehr. Schade.

  2. Citroen hat eine Kernkompetenz: Die Hydro-Pneumatische Federung. Damit steht (stand??) Citroen für unerreichten Fahrkomfort. Will man davon abgehen? Das ist wie Selbstmord! Die Straßen werden schlechter und die Leute werden älter! Das schreit in dieser Kombination geradezu nach Federungskomfort. Wenn sich Citroen etwas bei deutschen Fahrzeugen abschauen will, dann Qualität, niedrige Windgeräusche und gute Sitze. Das stylische Design der DS-Serie ist ok. Und statt sich Doppelkupplungsgetriebe abzuschauen, bitte in jedem Fall bei einem weich einsetzenden Wandler mit Planetensatz bleiben!

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    wurde meines Wissens im C5 als Option angeboten. Oder eben McPershon Stahlfedern.

    Ohne das jetzt recherchieren zu wollen, würde es mich wundern, wenn ausgerechnet beim DS5 diese Option weggefallen sein soll. Aber wiederrum nicht wundern würde ich mich, wenn es dem Tester bzw. Verfasser des obigen Artikels nicht aufgefallen wäre.

    Wie auch immer. Ein besseres Fahrwerk als das hydraktiv-dynamische mit Komfort- und "Sport"-Umschaltung, wie es von Citroen auch im XM verbaut wurde, gab es nicht. Mercedes, BMW und Audi standen zur Wahl. Nach mehreren Probefahrten entschied ich mich für den XM in Leder und Holz. Ich habe es nie bereut.

  3. Wenn ich mir die beiden Winkel vorne dran wegdenke und da ein Fiat, Ford oder Kia-Logo dranschraube, dann ist das Auto genau wie alle anderen Autos dieser Klasse: Ein versicktes Etwas, mit vielen Linien, Ecken, Rundungen etc. - Effekthascherei. Dazu die mittlerweile üblichen Leuchteinheiten, die in ausgebautem Zustand vermutlich irgendwas um 80 cm lang sind, eine Gürtellinie, die ein Rausgucken selbst für Größere unmöglich macht, eine stark geneigte Frontscheibe, die das Auto ohne Klima-Anlage brutalst aufheizt und wegen der man in das Auto eher hineingleiten muß als sich hineinsetzen kann. Jagdbomber-Cockpit-Look gehört ja mittlerweile zum guten Ton und ich frage mich, wie man im Falle eines Falles das richtige Knöpfchen findet.
    Das Schlimmste aber finde ich die absolute Kritiklosigkeit der sog. Motorjournalisten an diesen Fehl-Entwicklungen. Vermutlich ist der größte Teil von ihnen schon so abgestumpft, daß sie die ganzen Unzulänglichkeiten als normal empfinden. Im Unterschied dazu merken die Konsumenten offenbar langsam, was ihnen da von allen Herstellern verkauft werden soll und bedanken sich dafür - mit Nichtkauf.

    3 Leserempfehlungen
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    Der Sinn dieses Autos erschließt sich mir nicht. Ein "geräumiger Reisewagen" soll das sein, in dem "auch groß gewachsene Passagiere" Platz finden. Hm -- laut http://www.citroen.de/cit... beträgt die Sitzhöhe vorn 88 und hinten 85 cm. Für mich mit über 1,90 m bedeutet das, dass ich mir den Scheitel am Dachhimmel nachziehen kann. Dass man trotz "weit öffnender Türen" wegen der extrem flachen Frontscheibe wahrscheinlich nicht gut wird einsteigen können, hat Guzzi_Cali2 schon vermutet. Der Kofferraum ist klein, die Klappe schwingt nicht hoch genug, die "Sicht vom Fahrersitz ist durchschnittlich. Das relativ kleine Heckfenster bietet nur einen eingeschränkten Blick", ohne Assistenzsysteme scheint der Wagen nicht fahrbar, und einparken kann man nur mit einer Rückfahrkamera (!). Und eine Zuladung von 480 kg für einen Fünfsitzer halte ich nicht für "ganz ordentlich", sondern für etwas knapp (allein ich wiege ja schon 2 1/2 Zentner).

    Alles in Allem: Wozu braucht man so ein Auto?

    lieber beim Inerieur als beim Eterieur... Ansonsten kann man über Design lange und ermüdend streiten. An Unübersichtlichkeit leiden im Übrigen auch sehr viele andere Modelle, und das Markenübergreifend. Von daher schließe ich mich der Empfehlung an: der Übersichtlichkeit halber nen Berlingo oder Doblo, was auch immer, es sei denn der Jagdbomberlook ist wichtig, dann ganz klar Audi.

  4. Der Sinn dieses Autos erschließt sich mir nicht. Ein "geräumiger Reisewagen" soll das sein, in dem "auch groß gewachsene Passagiere" Platz finden. Hm -- laut http://www.citroen.de/cit... beträgt die Sitzhöhe vorn 88 und hinten 85 cm. Für mich mit über 1,90 m bedeutet das, dass ich mir den Scheitel am Dachhimmel nachziehen kann. Dass man trotz "weit öffnender Türen" wegen der extrem flachen Frontscheibe wahrscheinlich nicht gut wird einsteigen können, hat Guzzi_Cali2 schon vermutet. Der Kofferraum ist klein, die Klappe schwingt nicht hoch genug, die "Sicht vom Fahrersitz ist durchschnittlich. Das relativ kleine Heckfenster bietet nur einen eingeschränkten Blick", ohne Assistenzsysteme scheint der Wagen nicht fahrbar, und einparken kann man nur mit einer Rückfahrkamera (!). Und eine Zuladung von 480 kg für einen Fünfsitzer halte ich nicht für "ganz ordentlich", sondern für etwas knapp (allein ich wiege ja schon 2 1/2 Zentner).

    Alles in Allem: Wozu braucht man so ein Auto?

    Antwort auf "Wirklich anders?"
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    ... wäre vieleicht ein Citroën Jumper, wahlweise ein MB Sprinter/VW Crafter das geeignete Fahrzeug. Mit Hydrauliklift zum Erreichen des Fahrersitzes.

  5. ... wäre vieleicht ein Citroën Jumper, wahlweise ein MB Sprinter/VW Crafter das geeignete Fahrzeug. Mit Hydrauliklift zum Erreichen des Fahrersitzes.

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    Antwort auf "Wozu braucht man das?"
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    für die freundliche Empfehlung, aber mir ist weder nach einem Hochdachkombi noch nach einem Lieferwagen. Zumal mein jetziges Auto das gewünschte Anforderungsprofil recht gut erfüllt: Ein Renault Vel Satis. Franzose; Sänfte; extravagantes Design (von "stylischer Hülle" zu schreiben weigere ich mich) ohne Sicken, Falten und schwellende Linien; große Fenster, guter Überblick; Platz ohne Ende in Höhe, Länge und Breite: gut zu entern und gut zum Aussteigen, ganz ohne Verrenkungen, ohne Leiter oder Hydrauliklift; und, nun kommts, eine Zuladung von 700 kg.

    Schade, dass der Wagen nicht mehr gebaut wird.

  6. lieber beim Inerieur als beim Eterieur... Ansonsten kann man über Design lange und ermüdend streiten. An Unübersichtlichkeit leiden im Übrigen auch sehr viele andere Modelle, und das Markenübergreifend. Von daher schließe ich mich der Empfehlung an: der Übersichtlichkeit halber nen Berlingo oder Doblo, was auch immer, es sei denn der Jagdbomberlook ist wichtig, dann ganz klar Audi.

    Antwort auf "Wirklich anders?"
  7. für die freundliche Empfehlung, aber mir ist weder nach einem Hochdachkombi noch nach einem Lieferwagen. Zumal mein jetziges Auto das gewünschte Anforderungsprofil recht gut erfüllt: Ein Renault Vel Satis. Franzose; Sänfte; extravagantes Design (von "stylischer Hülle" zu schreiben weigere ich mich) ohne Sicken, Falten und schwellende Linien; große Fenster, guter Überblick; Platz ohne Ende in Höhe, Länge und Breite: gut zu entern und gut zum Aussteigen, ganz ohne Verrenkungen, ohne Leiter oder Hydrauliklift; und, nun kommts, eine Zuladung von 700 kg.

    Schade, dass der Wagen nicht mehr gebaut wird.

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    Antwort auf "Nun, für Sie ..."
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    ... Sie zu beneiden :-) Gut drauf aufpassen!

    Das wird auch einen Grund haben...

    Zu meinen schönsten automobilen Erfahrungen zähle ich übrigens einen Citroen XM... trotz der Probleme die er irgendwann machte, das bleibt Ihnen hoffentlich erspart.

    Da hat Renault sich in der "Neuzeit" mal in einem extravaganten Design versucht, und dann wird dies quittiert mit mieserablen Absatzzahlen. Dabei war der VS technisch nicht störanfällig und von solider Qualität.
    Schade, dass die Zeit für ausgefallene Designs vorbei ist, womit man einen Konsummarkt bedienen kann.
    Statt dessen wird ja seit einiger Zeit auf der Retrowelle geschwommen. Vgl. New Beetle, Fiat 500, Mini etc.. Wenn sich dann wenigstens Technik, Gewicht und Verbrauch simplifizieren ließen - aber das ist offenkundig nicht gewollt.

  8. ... Sie zu beneiden :-) Gut drauf aufpassen!

    Antwort auf "Besten Dank "

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  • Schlagworte Dieselmotor | Frankreich
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