VW up! mit Erdgas : Ein Auto für gemächliche Sparer
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Geringe Nachfrage nach Erdgasautos

Antrieb und Tanks im VW eco up! © Hersteller

In einer Zeit, in der Autos einer Fahrzeugklasse oft nur am Markenemblem erkennbar sind, ist es wohltuend, wenn die Charaktere so prägnant sind wie bei VW eco up! und Fiat Panda Natural Power: hier der leise und komfortable Volkswagen, der ein klassischer Kleinwagen ist; dort der kräftige und lautere Fiat, der mit seiner hohen und aufrechten Sitzposition an ein Mini-SUV erinnert. Echte Alternativen statt Beliebigkeit.

Teuer sind beide. Der Fiat ist ab 15.390 Euro zu haben, die Preise für den VW eco up! beginnen bei 12.950 Euro. Für einen vernünftigen Vergleich muss man für den Wolfsburger allerdings die mittlere Ausstattung Move wählen, die etwa der des Pandas entspricht, und zudem die im Fiat serienmäßigen vier Türen, die Klimaanlage und das Radio dazukaufen. Der so aufgerüstete VW kostet 15.135 Euro. Der Listenpreis des getesteten up! lag bei 17.903 Euro.

Das Jahr 2012 war für Erdgasautos furchtbar: Nur 5.215 Exemplare wurden neu zugelassen. Ob das Engagement des Volkswagen-Konzerns hieran etwas ändert, wird sich erst mittelfristig zeigen. Nur durch mehr Autos könnte die weiterhin mangelhafte Tankstellen-Infrastruktur verbessert werden.

Für Vielfahrer, besonders im Firmenbetrieb, ist der eco up! dennoch eine Rechnung wert. Fuhrparkmanager mit spitzem Bleistift werden zudem einen Blick auf die baugleichen Geschwister des Volkswagens wagen: Bei Škoda Citigo und Seat Mii können sie ein paar Hunderter sparen.

Kommentare

48 Kommentare Seite 1 von 6 Kommentieren

6 Liter für den VW Up?

Leute, das ist wirklich witzig: Der kleine VW Up braucht 6 Liter auf 100Km!!!

Mein Audi A2 (Bj.2005) braucht auch nicht mehr, wird aber heuer schon 7 Jahre alt, bietet vier Personen ausreichend Platz, hat vier Türen, einen mindestens drei mal größeren Kofferraum, beste Ausstattung, beste Verarbeitung bis in´s kleinste Detail. Dank einem intelligenten Raumkonzept, konsequenter aerodynamischer Tropfenform und Leichtbauweise ist er heute immer noch ganz vorne dabei ...

Der im direkten Vergleich wirklich viel kleinere Up wiegt fast genauso viel wie der A2 ... 920 Kilo für einen Kleinwagen ist doch nicht wenig! Der A2 wiegt gerade mal 20 Kilo mehr! (Der erste VW Passat wog übrigens auch um die 900Kg!)

Aber das intelligente Fahrzeugkonzept des Audi A2 "floppte", was sagt das über eine Gesellschaft aus?

Hallo Herr Schwarzer

Danke für Ihre Antwort!

Zitat
"In der Folge sind Diesel und Erdgas weitaus günstiger, als es schlüssig wäre. "

Ich denke, für alle, die auf das Auto angewiesen sind ist die Schmerzgrenze erreicht. Fairer wäre es, nach Schadstoffausstoß zu besteuern. Damit würde man das Elektro - oder Brennstoffzellenauto ganz nebenbei ohne großen bürokratischen Aufwand fördern. Ich selbst fahre beruflich 40.000 km/Jahr und verzichte ganz bewußt auf einen Diesel, sondern nutze LPG. Bei meiner ersten TÜV-Prüfung bat mich der Prüfer, die Gasanlage abzuschalten, da sonst die Werte "zu gut" werden.

CNG/Biomethan und SNG in den Emissionen gleichauf mit Elektro

Kein Erdgas, egal nehmen wir halt Biomethan aus Abfällen aller Art. Damit liegen wir mit den Emmissionen gleichauf mit Elektro - gesetz dem Fall, das E-Auto fährt mit erneuerbarem Strom statt mit Atomstrom, gelle.

Oder nehmen wir Windgas (SNG) mit dem der neue A3 TCNG demnächst fahren wird, erneuerbar und sauber, ebenfalls gleichauf mit den Emmission-Reduktion.

Im Winter könnte es der Pizza-Dienst mit E-Auto schwer haben. Reichweite 60 % weniger durch Kälte - das könnte die Pizza kalt werden! :)

Wenn,,, insgesamt...

"Derzeitige Elektroautos wie etwa der i-MiEV packen 400-500km am Tag mit insgesamt unter 2h Ladepausen, wenn die passenden Schnellladestationen (CHAdeMO) vorhanden sind."

i-MiEV schafft laut Angaben 150km im NEFZ-Märchenzyklus. Das wären schätzungsweise 120-130km bei normaler Fahrweise bzw. 110 bis 120 bei Pizza-Boten-Fahrweise, abzüglich ein Viertel für die Heizung (bei 3kwh Verbrauch vs. 16kwh-Batterie), abzüglich ein Viertel Kapazitätsreduktion bei unter 10°C.

Damit darf unser Bote also nach jeder 40km-Fahrt an die Dose, damit er nicht riskieren muß, bei der nächsten Fahrt stehen zu bleiben. Am Anfang vielleicht nicht aber Akkus altern. Apropos Altern, das wären ja ca. 5-10 Ladezyklen am Tag und der Akku ist für 2000-3000 Zyklen spezifiziert. Dann kann man ihn also schon nach einem Jahr praktisch wegwerfen. Was kostet nochmal der Ersatz?

Und CHAdeMO ist ganz nett, aber um 100-160kwh in 2h aus der Leitung zu ziehen brauchen Sie einen dicken Baustrom-Anschluß. Pro Fahrzeug.

Weit daneben

i-MiEV schafft laut Angaben 150km im NEFZ-Märchenzyklus. Das wären schätzungsweise 120-130km bei normaler Fahrweise bzw. 110 bis 120 bei Pizza-Boten-Fahrweise, abzüglich ein Viertel für die Heizung (bei 3kwh Verbrauch vs. 16kwh-Batterie), abzüglich ein Viertel Kapazitätsreduktion bei unter 10°C.
Schön ausgedacht, aber weit an der Realität vorbei.
Z. B. muß eine E-Heizung mit 3-4kW nicht dauernd auf Höchstleistung laufen, um bei Minusgraden eine angenehme Innentemperatur zu halten.
Dass ein Akku bei <10°C schlagartig 25% Kapazität verliert ist ebenfalls abwegig, dazu muß es schon etwas kälter sein aber das kann durch Isolierung und schwache Heizung (hat z.B. der Smart ed) kompensiert werden.
467 Tages-km im i-MiEV:
http://26373.foren.mysnip.de/read.php?28653,351665,351665#msg-351665

das wären ja ca. 5-10 Ladezyklen am Tag und der Akku ist für 2000-3000 Zyklen spezifiziert.
Vollzyklen? Oder bei welcher Entladetiefe? 40km wären nur 30-40% Entladetiefe!

Und CHAdeMO ist ganz nett, aber um 100-160kwh in 2h aus der Leitung zu ziehen brauchen Sie einen dicken Baustrom-Anschluß. Pro Fahrzeug.
Keine Ahnung wie Sie auf diese Zahlen kommen, die CHAdeMO-Lader haben 22kW oder 43kW Anschlußleistung und verbrauchen garantiert keine 160kWh um einen 16kWh-Akku viermal auf 80-90% aufzuladen.
Es braucht auch nicht jedes E-Auto einen eigenen Schnelllader, genau so wenig wie jedes Benzinauto eine eiugene Tankstelle braucht.

Zuwenig Abfall für alle Gasautos

Kein Erdgas, egal nehmen wir halt Biomethan aus Abfällen aller Art. Damit liegen wir mit den Emmissionen gleichauf mit Elektro - gesetz dem Fall, das E-Auto fährt mit erneuerbarem Strom
So viele Bio-Abfälle werden Sie nicht finden, um einfach alle Autos auf Erdgas umstellen und dann fröhlich weiterknattern zu können.

Stellt man das Methan aus EE-Strom und CO2 her, wären die Emissionen zwar wirklich gleich (null), aber der Energieaufwand trotzdem um ein Vielfaches höher als beim reinen E-Antrieb.

Im Winter könnte es der Pizza-Dienst mit E-Auto schwer haben. Reichweite 60 % weniger durch Kälte
Ob das wirklich so ist, wird Joeys ja jetzt feststellen.

Wie Sie auf 60% kommen weiß ich nicht, selbst die DEKRA ist bei ihren Tests nur auf "bis zu" 47% Reichweitenverlust gekommen.
In der Praxis (d.h. bei echten E-Auto-Fahrern im Alltagsverkehr) sind die Reichweitenverluste bei den aktuell einstelligen Minusgeraden jedenfalls nicht so hoch.

Warum die Autobauer die seit 20-30 Jahren bekannten Techniken, dieses "Problem" vollständig zu lösen, noch gar nicht bzw. nur unvollständig einsetzen, müssen Sie sie schon direkt fragen.

Ok, war vielleicht übertrieben

Das stimmt natürlich, die Überschlagsrechnung war einen Tick zu flapsig. Natürlich bedeutet reduzierte Kapazität keinen Verlust sondern eben "nur" häufigeres Nachladen. Und dann reicht auch ein 30KW-Anschluß.

"467 Tages-km im i-MiEV: http://26373.foren.mysnip..."
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