Mobilität: Fahrerlose Shuttles sollen Innenstädte entlasten
In vielen Städten hat der Personennahverkehr Lücken. Damit die Bewohner trotzdem aufs eigene Auto verzichten, hat ein Unternehmen einen Roboter-Transporter entwickelt.
© Hersteller

Das fahrerlose Shuttle Navia
Zugeparkte Straßen, überfüllte Fahrbahnen, lange Staus: Jeden Tag zeigt sich, dass der Individualverkehr ein Ausmaß mit absurden Folgen angenommen hat. Pierre Lefèvre, ein französischer Spezialist für integrierte Ortungssysteme und drahtlose Kommunikation, will gegensteuern. Sein 40 Mann starkes Unternehmen hat jetzt eine Art Shuttle-Fahrzeug vorgestellt, das die Innenstädte von überflüssigen Autos befreien soll.
Die Idee: Das Shuttle schließt in urbanen Zentren die Lücken im Netz des öffentlichen Personennahverkehrs – und zwar flexibler und kostengünstiger als konventionelle, fahrplanmäßig verkehrende Busse oder Bahnen, weil es ohne Fahrer auskommt und stärker auf den Nutzerbedarf ausgerichtet ist. Navia haben die französischen Entwickler dieses Fahrzeug genannt. Es sieht aus wie eine überdimensionierte Rikscha und kann auf Stehplätzen bis zu acht Passagiere an Bord nehmen.
Die Rolle des Steuermannes haben die Ingenieure an Laser-Fernmessung, GPS und Sensoren und Navigationsprogramme delegiert. Das rein elektrisch angetriebene Fahrzeug berechnet in Echtzeit seine aktuelle Position, die bereits zurückgelegte Strecke sowie die gewünschte Route. Mit Hilfe der Ortungssysteme kann es sein Umfeld auf allen drei räumlichen Achsen erfassen. Über zwei Kameras, die zehn Mal pro Sekunde Bilder liefern, hat Navia einen 360-Grad-Rundumblick und ein Sichtfeld von 200 Metern.
Unterwegs auf vorprogrammierten Strecken
Die Fahrzeugtechnik wertet die Bilder aus, sodass der Roboter im Navia Hindernisse erkennen kann, auf die es mit automatischem Bremsen reagiert. Eine 100-prozentige Sicherheit biete zwar auch ein so robotisiertes Fahrzeug nicht, sagt Lefèvre. "Der Roboter ist aber nie abgelenkt und unkonzentriert. Deshalb sind fahrerlose Fahrzeuge deutlich sicherer als vom Menschen gesteuerte Pkw."
In Zukunft könnten sich fahrerlose Shuttles wie Navia durch Innenstädte bewegen, aber auch über Flughafengelände oder durch Freizeitparks pendeln. Das Konzept sieht vor, dass sich die Transporter auf vorprogrammierten Routen bewegen. Nutzer könnten sie per Smartphone anfordern und an eine bestimmte Position entlang der Strecke bestellen können.
In einigen französischen Städten, darunter Paris und Lyon, haben die Entwickler ihr fahrerloses Fahrzeug bereits ausprobiert – allerdings nur auf ausgewiesenen, für den allgemeinen Verkehr gesperrten Strecken. Denn hierzulande und auch in Frankreich können Kraftfahrzeuge bislang nur dann eine Straßenzulassung bekommen, wenn ein Mensch am Steuer sitzt und für die Kontrolle des Fahrzeugs verantwortlich ist.
Doch in diesem Punkt könnte es eventuell neue Regelungen auf europäischer Ebene geben, hoffen Lefèvre und seine Mitstreiter. Bei der EU-Kommission in Brüssel sind sie bereits vorstellig geworden. Noch schauen die Ingenieure neidvoll nach Kalifornien, wo die Behörden den Betrieb von Googles selbstfahrenden Autos auf öffentlichen Straßen genehmigt haben.







immer noch nicht billig genug zu haben? Muss sie jetzt auch im Dienstleistungsbereich substituiert werden?
im Kapitalismus ist genau das das Problem: menschliche Arbeitskraft ist nie billig genug und nichts desto trotz einzige Quelle von Profit: „Umgekehrtes Verhältnis von Profit und Lohn. Gegensatz der beiden Klassen, deren ökonomisches Dasein der Profit und der Lohn sind.“ K. Marx, Arbeitslohn, MEW 6, 535
Dieser Grundwiderspruch bestimmt das kapitalistische Wirtschaften: Konkurrenz über den Preis->Versuch (Arbeits-)Kosten zu minimieren->Sinken des Anteils der "lebendigen Arbeit" (Arbeiter) zu Gunsten der "toten" (Maschinen), aber: "Das Mittel – unbedingte Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte – gerät in fortwährenden Konflikt mit dem beschränkten Zweck, der Verwertung des vorhandenen Kapitals.
Wenn daher die kapitalistische Produktionsweise ein historisches Mittel ist, um die materielle Produktivkraft zu entwickeln und den ihr entsprechenden Weltmarkt zu schaffen, ist sie zugleich der beständige Widerspruch zwischen dieser ihrer historischen Aufgabe und den ihr entsprechenden gesellschaftlichen Produktions-verhältnissen.“ K. Marx, Kapital III
http://www.marx-forum.de/...
im Kapitalismus ist genau das das Problem: menschliche Arbeitskraft ist nie billig genug und nichts desto trotz einzige Quelle von Profit: „Umgekehrtes Verhältnis von Profit und Lohn. Gegensatz der beiden Klassen, deren ökonomisches Dasein der Profit und der Lohn sind.“ K. Marx, Arbeitslohn, MEW 6, 535
Dieser Grundwiderspruch bestimmt das kapitalistische Wirtschaften: Konkurrenz über den Preis->Versuch (Arbeits-)Kosten zu minimieren->Sinken des Anteils der "lebendigen Arbeit" (Arbeiter) zu Gunsten der "toten" (Maschinen), aber: "Das Mittel – unbedingte Entwicklung der gesellschaftlichen Produktivkräfte – gerät in fortwährenden Konflikt mit dem beschränkten Zweck, der Verwertung des vorhandenen Kapitals.
Wenn daher die kapitalistische Produktionsweise ein historisches Mittel ist, um die materielle Produktivkraft zu entwickeln und den ihr entsprechenden Weltmarkt zu schaffen, ist sie zugleich der beständige Widerspruch zwischen dieser ihrer historischen Aufgabe und den ihr entsprechenden gesellschaftlichen Produktions-verhältnissen.“ K. Marx, Kapital III
http://www.marx-forum.de/...
1. Weil ich immer noch von Fahrstuhltueren "erschlagen" werde.
2. Weil die elektrischen Handtrockner in den WCs immer noch nicht schnell genug meine Haende erkennen.
3. Weil die Fuehrerlose Metro no14 in Paris die Tueren einfach so schliesst oder bei irgendwelchen Sensor-Fehlablesungen abrupt stoppt.
Nicht dass ich glaube ein Mensch wuerde es besser machen, aber dann habe ich wenigens Jemanden bei dem ich mich beschweren kann ; D
Es ist ja schön, die öffentliche Mobilität zu fördern und den schädlichen Individualverkehr zu begrenzen, aber warum um Himmel willen, kann man keinen Fahrer in das Shuttle setzen. Der kann dann auch etwas schneller fahren, als 12-20km/h.
Vielleicht sollten wir auch an die Zukunft und das Ende der billigen Energie denken (bzw. an Stromausfälle aus welchen Gründen auch immer). Menschen mögen viele Fehler haben, aber zuverlässiger als empfindliche Geräte sind sie in einer unsicheren Zukunft allemal.
Es ist ja schön, die öffentliche Mobilität zu fördern und den schädlichen Individualverkehr zu begrenzen, aber warum um Himmel willen, kann man keinen Fahrer in das Shuttle setzen. Der kann dann auch etwas schneller fahren, als 12-20km/h.
Vielleicht sollten wir auch an die Zukunft und das Ende der billigen Energie denken (bzw. an Stromausfälle aus welchen Gründen auch immer). Menschen mögen viele Fehler haben, aber zuverlässiger als empfindliche Geräte sind sie in einer unsicheren Zukunft allemal.
Der Öffentliche Personennahverkehr "spart" den Fahrer und wir als Gemeinschaft bezahlen dann dem Fahrer Hartz-IV.
Super Idee!
Die BWLer-Denke in einer Volkswirtschaft ist schon echt putzig und vor allem so günstig für uns Steuerzahler...
War klar, dass wieder sowas kommt. Neue Jobs gibt's naturgemäß ja nicht, oder nur noch in begrenztem Maße, wie wir alle wissen. Irgendwann sind alle Menschen arbeitslos und das alles wegen dem verfluchten Kapitalismus, nicht wahr?
Alle Rationalisierungen der Vergangenheit waren gut, aber genau jetzt muss es aufhören, weil ist besser so?
Wer entdeckt, plant und baut denn die Technologien der Zukunft? Wir brauchen freie Arbeitskräfte und das geht nunmal nur, wenn Leute ihren Job verlieren. Das Problem sind die teilweise tragischen persönlichen Schicksale und die im Schnitt zu geringe Bildung.
Ihren Aufschrei gibts regelmäßig, z.B. schon beim Aufkommen von Traktoren für die Landwirtschaft, bei Automobilen die keinen Chauffeur mehr brauchten oder beim Tonfilm, der allen Stummfilmpianisten den Job kostete.
Was also jetzt? Sollten wir stehenbleiben und langsam zum Entwicklungsland werden? Oder doch eher den Rationalisierungen gelassen gegenüberstehen und uns auf den kommenden Lebensqualitätszuwachs freuen?
War klar, dass wieder sowas kommt. Neue Jobs gibt's naturgemäß ja nicht, oder nur noch in begrenztem Maße, wie wir alle wissen. Irgendwann sind alle Menschen arbeitslos und das alles wegen dem verfluchten Kapitalismus, nicht wahr?
Alle Rationalisierungen der Vergangenheit waren gut, aber genau jetzt muss es aufhören, weil ist besser so?
Wer entdeckt, plant und baut denn die Technologien der Zukunft? Wir brauchen freie Arbeitskräfte und das geht nunmal nur, wenn Leute ihren Job verlieren. Das Problem sind die teilweise tragischen persönlichen Schicksale und die im Schnitt zu geringe Bildung.
Ihren Aufschrei gibts regelmäßig, z.B. schon beim Aufkommen von Traktoren für die Landwirtschaft, bei Automobilen die keinen Chauffeur mehr brauchten oder beim Tonfilm, der allen Stummfilmpianisten den Job kostete.
Was also jetzt? Sollten wir stehenbleiben und langsam zum Entwicklungsland werden? Oder doch eher den Rationalisierungen gelassen gegenüberstehen und uns auf den kommenden Lebensqualitätszuwachs freuen?
"Fahrerlos" scheint vielen Kommentatoren geradezu ein Angst-Wort zu sein! Warum eigentlich? Erinnert das nicht an die Angst damals, in einen Wagen ohne Pferde zu steigen? Der Mensch klebt an seinen Gewohnheiten.
Ein U-Bahn-Fahrer macht heute nichts anderes, als per Knopfdruck die automatische Fahrt auszulösen. Warum also sitzt er überhaupt noch da vorne? Service kann er in seinem Kabuff ja auch nicht bieten. Französische Metros fahren seit langem Fahrerlos, nur wir deutschen tun uns damit schwer.
Auch das Sozial-Argument zieht nicht: Hat die Automatisierung in der Industrie zu Arbeitslosigkeit geführt? Im Gegenteil, sie brachte Vollbeschäftigung.
In England musste lange Zeit auf jeder Diesellok ein Heizer mitfahren. Den brauchte man seit Abschaffung der Dampflok zwar nicht mehr, aber so stark können Gewohnheiten sein.
Technophobie scheint für viele Kommentatoren ein Totschlagargument zu sein...
Das "Sozial-Argument" wiegt sehr schwer, denn man kann das von Ihnen angebrachte "Argument" der Industrialisierung und Automatisierung nicht 1:1 auf Dienstleistungsberufe übertragen.
Auch ist Ihr Einwand von wegen es brachte "Vollzeitbeschäftigung" nicht mehr up to date.
Von der Vollzeitbeschäftigugn sind wir sehr weit entfernt.
Immer mehr Dienstleistungberufe werden wegrationalisiert; und nicht etwa um den Arbeitnehmern unzumutbare Arbeit zu nehmen. Nein, aus reiner Profitgier!
Das dadurch die gesamte Gesellschaftliche Stabilität in Gefahr gebracht wird interessiert die Vorstände & Aktionäre leider nicht...
Wieso muss man gleich Angst unterstellen? Ein paar Fragen müssen schon erlaubt sein:
1) Eine solche Technologie hat einen hohen Sicherheitsbedarf und wird infolgedessen nicht für 99 Euro bei Conrad zu haben sein. Wenn man also unbeschönigt rechnet: Wieviel von dem gesparten Fahrerlohn wird real gespart, und wieviel wird nur vom Arbeitnehmer zum Shareholder umgeleitet?
2) Wie ist der Einfluss auf unsere Lebensqualität, wenn wir im öffentlichen Leben weniger und weniger mit Menschen zu tun haben?
3) Was ist mit Sabotagegefahr? An meiner S-Bahn-Station wird ungefähr einmal pro Woche der Touchscreen am Fahrkartenautomaten zerstört, geht mit Feuerzeug in wenigen Sekunden. Das ist nicht blinde Zerstörungswut, sondern kapitalistische Logik, denn es verschafft einem eine Freifahrt (wenn der Automat defekt ist, darf man ohne Ticket fahren). Die Kosten werden sozialisiert. Teilweise Lösung wäre eine Kamera, die dann wiederum so anzubringen ist, dass vermummte Jugendliche sie nicht runterschiessen können. Es entsteht ein Wettrüsten Technologie gegen Opportonismus plus Vandalismus, der uns alle Geld und auch bürgerliche Freiheit kostet.
4) Das Sozial-Argument zieht nicht, schreiben Sie. Das muss sich auch erst noch herausstellen, denn der Fall im Dienstleistungswesen liegt anders als in der Industrie
Nebenbei: Franzosen fahren fahrerlos, die Deutschen haben Angst - ist zwar ein schönes Klischee, aber unzutreffend. Hier wie dort gibt es fahrerlose und fahrergesteuerte U-Bahnen.
von industrieller Massenfertigung von Waren mit Dienstleistung hinkt gewaltig. Vorschlag: Sie stellen sich mal vor Sie wären, Zugführer, Busfahrer, Taxifahrer, Schaffner, was auch immer. Dann lesen Sie ihren Kommentar noch mal.
Dienstleistung ist eine Leistung "von Mensch zu Mensch", war sie immer und soll auch so blieben. Solange es die Menschheit nicht schafft eine Maschine zu konstruieren die eine simple Pfandflasche ordentlich annimmt, bleibe ich gerne ewig gestriger und sehe schwarz für Ihre automatisierte Superwelt.
Sie vergessen aber das es in der Vergangenheit keine Computer gab in die Hacker eindringen können. Für Hacker wird es verlockend sein solche Fahrzeuge zu entführen.
Bei Navigationsgeräten sind sich auch viele sicher das es sicher ist. Die Folge ist, das es immer noch zu Unfällen kommt weil Menschen dem Blind vertraut haben.
Ich finde die Technik und die Vorstellung faszinierend, nur sollte man die Gefahren nicht klein Reden. Autonomes fahren auf Schienen und auf Straßen sind auch zwei paar Schuhe. Bspw die Gefahr das plötzlich eine Ubahn aus einer Parklücke ausschert dürfte nicht vorhanden sein. Oder eine Böe und man Gegenlenken muss. ;)
Technophobie scheint für viele Kommentatoren ein Totschlagargument zu sein...
Das "Sozial-Argument" wiegt sehr schwer, denn man kann das von Ihnen angebrachte "Argument" der Industrialisierung und Automatisierung nicht 1:1 auf Dienstleistungsberufe übertragen.
Auch ist Ihr Einwand von wegen es brachte "Vollzeitbeschäftigung" nicht mehr up to date.
Von der Vollzeitbeschäftigugn sind wir sehr weit entfernt.
Immer mehr Dienstleistungberufe werden wegrationalisiert; und nicht etwa um den Arbeitnehmern unzumutbare Arbeit zu nehmen. Nein, aus reiner Profitgier!
Das dadurch die gesamte Gesellschaftliche Stabilität in Gefahr gebracht wird interessiert die Vorstände & Aktionäre leider nicht...
Wieso muss man gleich Angst unterstellen? Ein paar Fragen müssen schon erlaubt sein:
1) Eine solche Technologie hat einen hohen Sicherheitsbedarf und wird infolgedessen nicht für 99 Euro bei Conrad zu haben sein. Wenn man also unbeschönigt rechnet: Wieviel von dem gesparten Fahrerlohn wird real gespart, und wieviel wird nur vom Arbeitnehmer zum Shareholder umgeleitet?
2) Wie ist der Einfluss auf unsere Lebensqualität, wenn wir im öffentlichen Leben weniger und weniger mit Menschen zu tun haben?
3) Was ist mit Sabotagegefahr? An meiner S-Bahn-Station wird ungefähr einmal pro Woche der Touchscreen am Fahrkartenautomaten zerstört, geht mit Feuerzeug in wenigen Sekunden. Das ist nicht blinde Zerstörungswut, sondern kapitalistische Logik, denn es verschafft einem eine Freifahrt (wenn der Automat defekt ist, darf man ohne Ticket fahren). Die Kosten werden sozialisiert. Teilweise Lösung wäre eine Kamera, die dann wiederum so anzubringen ist, dass vermummte Jugendliche sie nicht runterschiessen können. Es entsteht ein Wettrüsten Technologie gegen Opportonismus plus Vandalismus, der uns alle Geld und auch bürgerliche Freiheit kostet.
4) Das Sozial-Argument zieht nicht, schreiben Sie. Das muss sich auch erst noch herausstellen, denn der Fall im Dienstleistungswesen liegt anders als in der Industrie
Nebenbei: Franzosen fahren fahrerlos, die Deutschen haben Angst - ist zwar ein schönes Klischee, aber unzutreffend. Hier wie dort gibt es fahrerlose und fahrergesteuerte U-Bahnen.
von industrieller Massenfertigung von Waren mit Dienstleistung hinkt gewaltig. Vorschlag: Sie stellen sich mal vor Sie wären, Zugführer, Busfahrer, Taxifahrer, Schaffner, was auch immer. Dann lesen Sie ihren Kommentar noch mal.
Dienstleistung ist eine Leistung "von Mensch zu Mensch", war sie immer und soll auch so blieben. Solange es die Menschheit nicht schafft eine Maschine zu konstruieren die eine simple Pfandflasche ordentlich annimmt, bleibe ich gerne ewig gestriger und sehe schwarz für Ihre automatisierte Superwelt.
Sie vergessen aber das es in der Vergangenheit keine Computer gab in die Hacker eindringen können. Für Hacker wird es verlockend sein solche Fahrzeuge zu entführen.
Bei Navigationsgeräten sind sich auch viele sicher das es sicher ist. Die Folge ist, das es immer noch zu Unfällen kommt weil Menschen dem Blind vertraut haben.
Ich finde die Technik und die Vorstellung faszinierend, nur sollte man die Gefahren nicht klein Reden. Autonomes fahren auf Schienen und auf Straßen sind auch zwei paar Schuhe. Bspw die Gefahr das plötzlich eine Ubahn aus einer Parklücke ausschert dürfte nicht vorhanden sein. Oder eine Böe und man Gegenlenken muss. ;)
War klar, dass wieder sowas kommt. Neue Jobs gibt's naturgemäß ja nicht, oder nur noch in begrenztem Maße, wie wir alle wissen. Irgendwann sind alle Menschen arbeitslos und das alles wegen dem verfluchten Kapitalismus, nicht wahr?
Alle Rationalisierungen der Vergangenheit waren gut, aber genau jetzt muss es aufhören, weil ist besser so?
Wer entdeckt, plant und baut denn die Technologien der Zukunft? Wir brauchen freie Arbeitskräfte und das geht nunmal nur, wenn Leute ihren Job verlieren. Das Problem sind die teilweise tragischen persönlichen Schicksale und die im Schnitt zu geringe Bildung.
Ihren Aufschrei gibts regelmäßig, z.B. schon beim Aufkommen von Traktoren für die Landwirtschaft, bei Automobilen die keinen Chauffeur mehr brauchten oder beim Tonfilm, der allen Stummfilmpianisten den Job kostete.
Was also jetzt? Sollten wir stehenbleiben und langsam zum Entwicklungsland werden? Oder doch eher den Rationalisierungen gelassen gegenüberstehen und uns auf den kommenden Lebensqualitätszuwachs freuen?
Der Artikel wirft zwei Aspekte durcheinander:
- Mehrere Passagiere in ein Fahrzeug --> Gibt es im normalen ÖPNV schon
- Fahrzeuge, die ohne Fahrer unterwegs sind --> Ist nicht auf Busse beschränkt, sondern könnte man auch für normale Autos umsetzen. Wurde bereits von Google vorgestellt (das Google Car).
Ganz so innovativ ist das also nicht. Davon abgesehen scheitert das vorerst an juristischen Fragen. Selbst wenn es mit fahrerlosen Gefährten weniger Unfälle gibt als mit normalen Autos, stellt sich die Frage, wer bei einem Unfall Schuld ist. Der Hersteller? Der Besitzer? Wer verklagt wen auf ein paar Millionen (vgl. Schmerzensgelder in den USA)? Wenn mit einem normalen Auto ein Kind überfahren wird, kennt man immerhin den Schuldigen.
Die Frage ist letztendlich, ob wir uns Gesetze geben wollen, die solche Fahrzeuge zulassen. Das sehe ich auf lange Frist als nicht realistisch an.
Das optische Design des im Artikel erwähnten Fahrzeugs zeigt übrigens schon, für welchen Markt es gedacht ist (Rikscha...). Mit asiatischen Rechtssystemen kenne ich mich nicht aus, aber vielleicht zählt dort ein Menschenleben weniger als bei uns (?)
Die Frage ist letztendlich, ob wir uns Gesetze geben wollen, die solche Fahrzeuge zulassen. Das sehe ich auf lange Frist als nicht realistisch an.
Och. Wenn die Lobbyarbeit gut ist, geht das bestimmt.
Und wenn der Betreiberkonzern gross genug ist, kann er auch ein paar hundert Millionen Dollar für plattgefahrene Kinder in seine Kalkulation schreiben. Strafrechtlich wird es keine Folgen haben, denn der Hersteller wird ein Qualitätssicherungssystem haben und dieses einhalten, infolgedessen wird niemand schuld sein.
Technisch und haftungsrechtlich werden sich nur Grosskonzerne den Betrieb solcher Systeme leisten können. Nur wenige Konzerne weltweit werden im Spiel sein bzw. bleiben, keiner davon hier vor Ort. Die lokale Lösung lokaler Verkehrsprobleme wird leider nicht mehr möglich sein.
Die Frage ist letztendlich, ob wir uns Gesetze geben wollen, die solche Fahrzeuge zulassen. Das sehe ich auf lange Frist als nicht realistisch an.
Och. Wenn die Lobbyarbeit gut ist, geht das bestimmt.
Und wenn der Betreiberkonzern gross genug ist, kann er auch ein paar hundert Millionen Dollar für plattgefahrene Kinder in seine Kalkulation schreiben. Strafrechtlich wird es keine Folgen haben, denn der Hersteller wird ein Qualitätssicherungssystem haben und dieses einhalten, infolgedessen wird niemand schuld sein.
Technisch und haftungsrechtlich werden sich nur Grosskonzerne den Betrieb solcher Systeme leisten können. Nur wenige Konzerne weltweit werden im Spiel sein bzw. bleiben, keiner davon hier vor Ort. Die lokale Lösung lokaler Verkehrsprobleme wird leider nicht mehr möglich sein.
Technophobie scheint für viele Kommentatoren ein Totschlagargument zu sein...
Das "Sozial-Argument" wiegt sehr schwer, denn man kann das von Ihnen angebrachte "Argument" der Industrialisierung und Automatisierung nicht 1:1 auf Dienstleistungsberufe übertragen.
Auch ist Ihr Einwand von wegen es brachte "Vollzeitbeschäftigung" nicht mehr up to date.
Von der Vollzeitbeschäftigugn sind wir sehr weit entfernt.
Immer mehr Dienstleistungberufe werden wegrationalisiert; und nicht etwa um den Arbeitnehmern unzumutbare Arbeit zu nehmen. Nein, aus reiner Profitgier!
Das dadurch die gesamte Gesellschaftliche Stabilität in Gefahr gebracht wird interessiert die Vorstände & Aktionäre leider nicht...
"...man kann das von Ihnen angebrachte "Argument" der Industrialisierung und Automatisierung nicht 1:1 auf Dienstleistungsberufe übertragen."
Klar kann man. Siehe Ryanair: Wenig personenbedienter Servie -> Billigere Preise -> Erfolg beim Kunden. Es ist der gleiche Effekt wie bei industrieller Fertigung: Menschliche Arbeit ist teuer, wenn Automatisierung zu niedrigeren Preisen führt, wird das Produkt eher gekauft.
"Auch ist Ihr Einwand von wegen es brachte "Vollzeitbeschäftigung" nicht mehr up to date. Von der Vollzeitbeschäftigugn sind wir sehr weit entfernt."
Weil Sie es aus dem Kontext reißen. Ich sagte, dass im 19. Jahrhundert Massearbeitslosigkeit wegen Industrialisierung vorhergesagt wurde, dies aber nie eintrat. Entgegen damaliger Prognosen haben wir heute wahrlich Vollbeschäftigung.
"Immer mehr Dienstleistungberufe werden wegrationalisiert; und nicht etwa um den Arbeitnehmern unzumutbare Arbeit zu nehmen. Nein, aus reiner Profitgier!"
Richtig - die Profitgier der Kunden. Wie gesagt, die Bahn wollte EUR 3,50 Schaltergebühr erheben, da gabs einen mords Aufschrei. Das ist unsere Doppelmoral: In Internet-Kommentaren plädieren alle für mehr Servie-Arbeitsplätze. Aber dafür zahlen, aus dem eigenen Geldbeutel? Will keiner.
Deshalb werden sich auch automatische Busse durchsetzen: Weil die Fahrgäste letztlich mit dem Geldbeutel abstimmen.
"...man kann das von Ihnen angebrachte "Argument" der Industrialisierung und Automatisierung nicht 1:1 auf Dienstleistungsberufe übertragen."
Klar kann man. Siehe Ryanair: Wenig personenbedienter Servie -> Billigere Preise -> Erfolg beim Kunden. Es ist der gleiche Effekt wie bei industrieller Fertigung: Menschliche Arbeit ist teuer, wenn Automatisierung zu niedrigeren Preisen führt, wird das Produkt eher gekauft.
"Auch ist Ihr Einwand von wegen es brachte "Vollzeitbeschäftigung" nicht mehr up to date. Von der Vollzeitbeschäftigugn sind wir sehr weit entfernt."
Weil Sie es aus dem Kontext reißen. Ich sagte, dass im 19. Jahrhundert Massearbeitslosigkeit wegen Industrialisierung vorhergesagt wurde, dies aber nie eintrat. Entgegen damaliger Prognosen haben wir heute wahrlich Vollbeschäftigung.
"Immer mehr Dienstleistungberufe werden wegrationalisiert; und nicht etwa um den Arbeitnehmern unzumutbare Arbeit zu nehmen. Nein, aus reiner Profitgier!"
Richtig - die Profitgier der Kunden. Wie gesagt, die Bahn wollte EUR 3,50 Schaltergebühr erheben, da gabs einen mords Aufschrei. Das ist unsere Doppelmoral: In Internet-Kommentaren plädieren alle für mehr Servie-Arbeitsplätze. Aber dafür zahlen, aus dem eigenen Geldbeutel? Will keiner.
Deshalb werden sich auch automatische Busse durchsetzen: Weil die Fahrgäste letztlich mit dem Geldbeutel abstimmen.
Bei der Geschwindigkeit, und wenn ich auch noch stehen muß, kann ich auch gleich laufen.
In Nürnberg gibt es eine fahrerlose U-Bahn. Die spart aber überhaupt keine Kosten, weil zur Rush Hour überall Fahrer bereitstehen.
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