Clio als KombiKleinwagen für die ganze Familie

Auch ein Kleinwagen kann die kombitypisch tiefe Ladekante haben. Im Segment der kleinen Kombis ist die Konkurrenz gering und der Clio Grandtour wohl der praktischste. von Wolfgang Gomoll

Der Renault Clio in der Kombi-Variante Grandtour

Der Renault Clio in der Kombi-Variante Grandtour  |  © Hersteller

Was war das doch immer für eine Krux mit französischen Autos. Die einen waren mit ihrem eigenwilligen Design zu verspielt oder die Formensprache entsprach nicht dem hiesigen Geschmack. Passte die Optik, stand es mit der Verarbeitung nicht immer zum Besten oder die Fahrzeuge waren wenig praktisch. Nichts von diesen Mängeln hat der neue Renault Clio Grandtour.

Der 4,27 Meter lange Kleinwagen-Kombi – er ist gut 20 Zentimeter länger als der herkömmliche Clio – sieht einfach gut aus. Der vordere Teil stammt von der bekannten Clio-Limousine, und die ist wirklich ansehnlich. Auch zum Heck hin wird es nicht schlechter. Die dunkel lackierten B-, C und D-Säulen und die hinteren Türen mit versteckten Griffen mit der abfallenden Dachlinie machen was her. Vor allem die kurzen Überhänge vorne und hinten geben dem Clio-Kombi eine sportliche Optik, die ein Fabia-Kombi vermissen lässt.

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Doch der Clio Grandtour ist nicht gefällig, sondern auch noch praktisch. Im Normalzustand bietet der Kofferraum Platz für 443 Liter Gepäck, bei umgelegter Rückbank wächst das Stauraumvolumen auf 1.380 Liter. Obendrauf gibt es eine rückenfreundliche tiefe Ladekante.

Mäßige Vordersitze

Damit ist der Kofferraum zwar um 105 Liter kleiner als der im optisch weniger ansprechenden Fabia-Kombi. Aber der Clio-Kombi bietet deutlich mehr Ladevolumen als der Seat Ibiza ST Kombi, der eher in der Designliga des Clio spielt. Legt man die Rückenlehne des Beifahrersitzes um, ist mit einer Ladelänge von 2,48 Metern die Tauglichkeit für den Einkauf im Bau- und Möbelmarkt erreicht. Nur zur Erinnerung: Wir sprechen hier von einem Kleinwagen.

Der große Kofferraum geht ein wenig zu Lasten der Passagiere auf der Rückbank. Dort geht es an den Knien eng zu. Immerhin bekommen erst Mitfahrer über 1,90 Metern Körperlänge Platzprobleme und stoßen mit dem Kopf ans Dach. Vorn ist dagegen viel Platz. Die kurze Beinauflage sorgt auf längeren Strecken allerdings für schnelle Ermüdung.

Erfreulicher ist das serienmäßig höhen- und längsverstellbare Lenkrad. Auch das peppige, übersichtliche Cockpit mit Klavierlackapplikationen sorgt für ein angenehmes Fahrgefühl. Auch das Infotainment-System auf dem sieben Zoll großen Tablet R-Link funktioniert gut. Die Touchscreen-Apps reagieren schnell, und die mit TomTom realisierte Navigation erfüllt ihren Zweck. Witzige Gimmicks bietet das System auch: Der Trip-Report gibt Auskunft über die Schwere des Gasfußes und bewertet den ökologischen Fahrstil mit einem Punktesystem bis 100. Das animiert dazu, neue Punkte-Rekorde aufzustellen und dabei Sprit zu sparen.

Leserkommentare
  1. Der neue Clio Grandtour, zum Anbeißen schön. Aber, als sparsame Familienkutsche sollte auch der Kaufpreis das Sparschwein schonen. Wenn man aber statt des günstigen Basis-Benziners die 90-PS-Dieselvariante wählt, ist die Anschaffung für knapp 20.000 Euro kein Sparspaß mehr. Die Fahrzeuglänge des neuen Clio-Kombis ist wirklich toll. Aber, die Breite, etwa der Abstand zwischen den zwei vorderen Insassen, läßt eher nur auf Tuchfühlung gehen. Also gut zum Kuscheln, aber schlecht zum entspannten Räkeln. Eben ein schickes, sportlich anmutendes Knutschauto, verführerisch für ganz junge wie auch ältere Semester. In dem Preissegment jedoch nicht konkurrenzlos, Schwestermarke Dacia Lodgy sowie Toyota Verso S und Kia und Co lassen grüßen. Nur der Charme und Chic des neuen kleinen Franzosen läßt Mitbewerber die Rücklichter sehen.

    • spamme
    • 24. Februar 2013 16:06 Uhr

    Ein wohlwollender Bericht von Press-Inform über ein französisches Auto, ich bin erstaunt!

    Aber auch hier wieder der übliche Blödsinn:
    - 178 km/h als Vmax reichen mehr als aus, nicht umsonst gibt es eine Richtgeschwindigkeit und andere Länder haben, man mag es kaum glauben, vernünftigerweise Tempolimits.
    - Ich bin schon Clio 2 gefahren und jetzt einen 3er, alle auch über längere Strecken - eine zu kurze Beinauflage ist mir nie aufgefallen, ebensowenig die gern bemängelten weichen oder zu hohen Sitze.

    Wichtiger wäre zu erwähnen gewesen, ob die Übersicht nach Hinten besser ist als beim normalen Clio. Dass man mit 1,9m+ Platzprobleme auf der Rückbank haben kann, und das in einem Kleinwagen ... da käme ja niemals ein Mensch drauf ...

    5 Leserempfehlungen
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    ... schon in der Mercedes-Modellpalette vertreten sind, gehört das "schön schreiben" eines Renault wohl zur Abteilung VDA-Schadensbegrenzung. Aber so plump, dann einen Fabia-Kombi gleich zweimal hintereinander als optisch weniger ansprechend zu bezeichnen (eine eindeutige Geschmackssache, die sich objektiver Wertung entzieht), dürfte Doktor Ferdinand "Fugen-Ferdl" Piëch stracks zum Hörer greifen lassen und Press-Inform-Chef Grundhoff einen Einlauf bescheren, an den Herr Gomoll noch lange denken wird. Wenn's um die nach "Burli" schönste Tochter des Konzerns geht, versteht der Alte keinen Spaß. Kannste glauben!

    • bauesel
    • 24. Februar 2013 17:10 Uhr

    4,27 m lang, das ist definitiv kein Kleinwagen mehr

  2. ... schon in der Mercedes-Modellpalette vertreten sind, gehört das "schön schreiben" eines Renault wohl zur Abteilung VDA-Schadensbegrenzung. Aber so plump, dann einen Fabia-Kombi gleich zweimal hintereinander als optisch weniger ansprechend zu bezeichnen (eine eindeutige Geschmackssache, die sich objektiver Wertung entzieht), dürfte Doktor Ferdinand "Fugen-Ferdl" Piëch stracks zum Hörer greifen lassen und Press-Inform-Chef Grundhoff einen Einlauf bescheren, an den Herr Gomoll noch lange denken wird. Wenn's um die nach "Burli" schönste Tochter des Konzerns geht, versteht der Alte keinen Spaß. Kannste glauben!

    3 Leserempfehlungen
    Antwort auf "Wow ..."
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    • Calzone
    • 25. Februar 2013 12:51 Uhr

    Wohl war! Allerdings hat der Autor doch brav über die Einführung des MQB bei VW und über Erdgasantriebe geschrieben. (Was sonst doch kein Schwein interessiert).
    Das dürfte mildernde Umstände geben.

  3. ...wozu man einen kleinen Kombi oder ein viertüriges Cabrio braucht.

    • va_bene
    • 24. Februar 2013 20:04 Uhr

    Diese Autoklasse ist ein guter Kompromiss. In der Stadt ist man manchmal froh, wenn der Wagen nicht so breit und bullig ist.

    Der fehlende Platz auf der Rückbank lässt sich bei den meisten verschmerzen. Wie oft fährt man länger mit 3 oder 4 Erwachsenen?

    Und preislich bekommt man attraktive Angebote. Haben einen vollausgestatteten Ibiza ST mit 18000 km für 11000 EUR bekommen. Kein Megaschnäppchen, aber bei VW-Technik und genug Platz für einen Kinderwagen im Kofferraum fahren wir den wohl bis an sein Lebensende..

  4. Unter den menschlichen Bedürfnissen ist es das von Verlagerung. Wirkliche menschliche Aktivitäten bringen die Notwendigkeit hervor, aber es ist auch diese Notwendigkeit wie ein Auferlegen der Produkte hoher Energie gebraucht gewesen.
    Es ist möglich, sich ansonsten zu bewegen. Es ist möglich, sich nicht zu bewegen und führt die Funktion als die gleiche Stelle aus. Die Arbeit als technische Arbeiten, Ausbildung, bis einen Kongreß der Abgeordneten, sie können von videoconference gemacht werden. Die Energie ist in der Wirtschaft kleiner.
    Das öffentliche Beförderungsmittel hoher Effizienz kann angewandt werden, kontrollierte bei Entfernung, ohne Fahrer. Die Nutzen sind enorm. Es verbessert das städtische Design, es reduziert Unfälle, es reduziert die Spannung in der Behandlung, es sozialisiert die anderen gesellschaftlichen Schichten, es erhöht die freie Oberfläche in den Städten. es reduziert die Energie und die Verunreinigung.
    http://viviendoenlarealidadconcreta.blogspot.com.ar/2012/09/technologie-...
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    http://viviendoenlarealidadconcreta.blogspot.com.ar/2012/11/menschliche-...

  5. Für 2 Dacias einen Renault :-))

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    ... bis der Clio Kombi als Mercedes-Benz A0-Klasse Shooting Brake vermarktet wird. Dann reichen Ihre zwei Dacias aber nimmermehr ...

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  • Schlagworte Familie | Renault | Diesel | Dieselmotor | Ibiza
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