Das Unternehmen BerlinLinienBus baut sein Netz für Fernbusse aus, wie ein Sprecher am Montag in Berlin sagte. Damit reagiert das Unternehmen, das zu 65 Prozent der Bahntochter BEX gehört, auf die wachsende Konkurrenz. BerlinLinienBus will in den kommenden Monaten fünf neue Strecken und mehrere neue Zwischenhalte anbieten.

Das im Januar 2013 geänderte Gesetz zum Fernverkehrmarkt macht es leichter, nationale Fernbuslinien anzubieten. Zuvor war der Fernverkehr stark eingeschränkt: Wo es Bahnverbindungen gab, durften keine Fernbusse fahren. Neben etablierten Unternehmen wie der Deutschen Touring drängen jetzt neue Wettbewerber wie MeinFernbus und FlixBus auf den Markt. Auch der ADAC und die Deutsche Post wollen Ende 2013 erste Fernbuslinien anbieten.

Das Unternehmen MeinFernbus kündigte an, ab Ende März fünf neue Strecken mit insgesamt 16 neuen Städten anzusteuern. Ziel sei es, bis zum Sommer "das größte deutsche Fernbus-Liniennetz" anzubieten, sagte Unternehmensgründer Torben Greve. In den kommenden Monaten sollen weitere Linien folgen. Damit wolle das Unternehmen ein "hochfrequentes deutschlandweites Liniennetz anbieten".