Elektromobilität : Mit dem Elektroauto auf die Busspur?

Fachleute testen in Dresden die Freigabe von Busspuren für Elektroautos, um die Antriebsart attraktiver zu machen. Leidet dann der Busverkehr?

Der alltägliche Feierabendstau ist meist nur ein Problem der Autofahrer. Wer in Köln, München, Berlin oder einer anderen deutschen Großstadt den Bus zur Arbeit und nach Hause nimmt, ist vielfach schneller unterwegs. Häufig liegt das daran, dass Busse in vielen Städten eigene Spuren besitzen, die lediglich von ihnen und Taxis, im Notfall noch von Rettungskräften befahren werden dürfen.

Doch was wäre, wenn man dieses Privileg des öffentlichen Nahverkehrs zugunsten von Elektroautos aufweicht? Elektroautos also in Zukunft die Busspur mitbenutzen dürften? Ein ähnliches Konzept gibt es in den USA, wo die Stromer teilweise auf die Car-Pooling-Streifen, also Fahrstreifen die sonst nur für Mitfahrgelegenheiten und voll besetzte Autos freigegeben sind, auf den Highway können.

Der Busspur-Frage gehen derzeit Wissenschaftler der Technischen Universität (TU) Dresden und Fachleute der Planung Transport AG Dresden nach. Unter dem Projektnamen “e-Verkehrsraum Sachsen” wollen die Forscher herausfinden, ob eine Freigabe der Busspur für Elektroautos Sinn macht. Zunächst einmal geht es um den Großraum Dresden. Das Projekt startet in diesen Tagen. Dabei nutzen die Forscher Computersimulationen, um ihrer Frage auf den Grund zu gehen.

Dieser Text stammt von WiWo Green. Auf dem Nachhaltigkeitsportal der WirtschaftsWoche finden Sie Analysen und Kommentare zum grünen Wandel der Wirtschaft.

Ziel ist es, eine Lösung zu finden, bei der E-Mobilität auf Busspuren erlaubt sein soll, sofern dadurch die Wartezeit und Reisezeit für die Nutzer beider Fortbewegungsmittel, also E-Auto oder Bus, verbessert wird. Das Projekt ist Teil von “Elektromobilität verbindet”, einem Schaufensterprojekt von Bayern und Sachsen, das die E-Mobilität forcieren soll und auch vom Bund gefördert wird.

Im Stromer schneller zum Ziel

Doch was sind die Vorteile einer solchen Lösung, was die Nachteile?

Ein Vorteil ist sicherlich, dass durch die Freigabe von Busspuren die Attraktivität von Elektroautos erhöht wird. Man kommt schlicht schneller ans Ziel. Das könnte den Verkauf von E-Autos ankurbeln und für einen grüneren Verkehr in deutschen Großstädten sorgen.

Ein Pro-Argument ist auch, dass durch die Freigabe der Busspur dessen Durchsatz erhöht wird. Soll heißen: Mehr Menschen kommen schneller von A nach B. Wenn viele Elektroautos auf den Sonderspuren unterwegs sind, entlastet das auch den Gesamtverkehr.

Kommentare

19 Kommentare Seite 1 von 4 Kommentieren

Ach, der Herr Ermecke spammt wieder

seine Vodoo-Physik in die Foren.

Wer wissen möchte, wo sein Denkfehler liegt: Er tut so, als würde IR-Strahlung zu 100% ins Weltall abgestrahlt - tatsächlich gehen im Schnitt 50% ins Weltall und 50% wieder auf die Erde zurück (...woher sollte so ein armes, IR-aktives Molekül denn auch 'wissen' wohin es jetzt abstrahlen 'darf'?).

Diese "Gegenstrahlung" ist das Wesen des Treibhauseffekts.

Aprilscherz?

Ein Elektoauto, das seinen Strom aus einem Kohlekraftwerk bezieht, hat eine schlechtere Klima- und Umweltbilanz als ein Benziner.
Und wie wollen Sie das schaffen, dass ein E-Auto seinen Strom nur aus einem Kohlekraftwerk bezieht?
Atom- und sonstige Stromfilter gibt's immer nur am 1. April, da sind Sie heute etwas zu früh dran.

Ein Elektroauto, dass seinen Strom aus dem deutschen Strommix bezieht, hat eine bessere Klima- und Umweltbilanz als ein Benziner.